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Jan 20, 2026 • 15min

444 Tage in der Gewalt der Mullahs: Geiselnahme in Teheran

Barry Rosen, ehemaliger Presseattaché der US-Botschaft in Teheran, schildert eindrucksvoll seine 444 Tage als Geisel. Er erzählt von den anfänglichen Turbulenzen der Geiselnahme, den politischen Intrigen und dem Einfluss von Ayatollah Khomeini. Besonders bewegend sind seine Berichte über Misshandlungen und Isolation. Der Iran-Irak-Krieg erwies sich als Wendepunkt für Verhandlungen, die schließlich zur Freilassung der Geiseln führten. Rosen reflektiert zudem über langfristige Auswirkungen und das angespannten Verhältnis zwischen den USA und dem Iran.
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Jan 19, 2026 • 15min

Unangepasster Weltstar: Die Countrymusikerin Dolly Parton

Dolly Parton, eine legendäre US-amerikanische Country-Sängerin, spricht über ihre bescheidenen Anfänge und wie sie aus der Armut aufstieg. Sie erzählt von der Entstehung ihrer ikonischen Songs "Jolene" und "I Will Always Love You" und ihrem Entscheidungsprozess, den Elvis Presley zurückzuziehen. Themen wie Feminismus, soziale Gerechtigkeit und ihre Bildungsinitiativen für Kinder werden diskutiert. Außerdem erläutert sie ihre Zusammenarbeit mit anderen Künstlerinnen und die Eröffnung des Themenparks Dollywood.
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Jan 18, 2026 • 15min

Tournier: Ein "Deutschlandversteher" spaltet die Literaturwelt

Michel Tournier, der bedeutende französische Schriftsteller, spricht über seine prägenden Kindheitserlebnisse während des Nationalsozialismus und die Faszination der Nazi-Propaganda. Seine Professorin, Cornelia Klettke, erläutert sein einzigartiges Erzählhandwerk und die Verwendung von Mythen. Tournier diskutiert die Kontroversen um seinen Roman 'Der Erlkönig', der mit dem Prix Goncourt ausgezeichnet wurde, jedoch kritisiert wird, weil er die Nazizeit als unrealistisch darstellt. Die Diskussion beleuchtet die Komplexität seiner Persönlichkeit und das Spannungsfeld zwischen fiktionaler Erzählung und historischer Realität.
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Jan 17, 2026 • 15min

"Desert Storm": Der Zweite Golfkrieg wird zum Fernsehspektakel

Dr. Guido Steinberg, Nahost-Experte von der Stiftung Wissenschaft und Politik, liefert faszinierende Einsichten zum Golfkrieg 1991. Er erläutert, wie das Medienspektakel über CNN den Krieg als den ersten Livestream-Krieg inszenierte. Steinberg beschreibt die paradoxe Unterstützung des Westens für Saddam Hussein und erklärt, warum er nicht gestürzt wurde. Zudem diskutiert er die Diskrepanz zwischen den propagierten chirurgischen Luftschlägen und den tatsächlichen zivilen Opfern. Eine spannende Analyse von geopolitischen Fehlern und medialer Einflussnahme.
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Jan 16, 2026 • 14min

Deutschlands Spätheimkehrer und ihr schwieriges Kriegsgepäck

Dr. Jörg Morré, Historiker und Direktor des Museums Berlin-Karlshorst, spricht über die Rückkehr der letzten deutschen Kriegsgefangenen aus der Sowjetunion im Jahr 1956. Er thematisiert die emotionalen Szenen am Bahnhof und die veränderte Identität der Heimkehrer, darunter auch Frauen. Außerdem wird die doppelte Moral bei den Empfängen und die fehlende Strafverfolgung für Kriegsverbrechen diskutiert. Morré erklärt zudem, warum die Sowjetunion die Gefangenen zurückhielt und wie die Rückkehr in ein geteiltes Deutschland verläuft.
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Jan 15, 2026 • 15min

Wie Wikipedia die Welt verändert: Wissen für alle, von allen

Pavel Richter, ein langjähriger Wikipedianer und ehemaliger Vorstand von Wikimedia Deutschland, spricht über die Entwicklung von Wikipedia seit ihrer Gründung im Jahr 2001. Er erläutert, wie die Plattform durch die Mitwirkung von Freiwilligen wächst und das Konzept des offenen Wissens vorantreibt. Zudem diskutiert er Herausforderungen wie die Verbreitung von Falschmeldungen und den Druck politischer Lobbyisten. Interessant sind auch die Geschichten über die Qualität und Zuverlässigkeit der Inhalte sowie der Einfluss von KI und Populismus auf die Zukunft von Wikipedia.
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Jan 14, 2026 • 14min

Nächtliches Feuer: Die geheime Fake-Fabrik der Nazis

Josef Niedworok und Jürgen Lohbeck sind ehrenamtliche Bodendenkmalpfleger und begeisterte Hobbyarchäologen, die die geheime Scheinfabrik bei Velbert erforschen. Sie berichten über die kreativen Täuschungsstrategien der Nazis, um die beeindruckende Krupp-Waffenfabrik zu schützen. Spannend sind ihre Entdeckungen zu Zeitzeugen und den technischen Tricks, die eingesetzt wurden, um Bomberpiloten in die Irre zu führen. Sie schildern auch die Herausforderungen für Anwohner und die nachfolgende Gedenkfunktion des verbliebenen Bunkers.
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Jan 13, 2026 • 14min

Lügendetektor: Erfunden, um Verhöre humaner zu machen

Florian Schimikowski, Historiker am Deutschen Spionagemuseum, und Matthias Gamer, Psychologie-Professor, tauchen in die Welt des Lügendetektors ein. Sie erklären die historischen Ursprünge und technischen Aspekte, die zur Patentierung 1931 führten. Schimikowski enthüllt, wie Agenten geschult werden, die Geräte zu manipulieren, während Gamer über psychologische Taktiken spricht, um die Effektivität von Tests zu beeinflussen. Auch die rechtlichen Implikationen und die heutige Nutzung von Polygraphen in den USA und Europa kommen zur Sprache.
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Jan 12, 2026 • 15min

Nach Hitler: Die Entnazifizierung Deutschlands nach dem Krieg

In dieser Folge spricht Dr. Hanne Leßau, Historikerin und Expertin für die Nachkriegszeit, über die komplexe Entnazifizierung Deutschlands. Sie erklärt die skandalösen Bedingungen in sowjetischen Speziallagern und die Bedeutung der sogenannten "Persilscheine". Leßau thematisiert die Reaktionen der Bevölkerung auf den Entnazifizierungsprozess und wie viele ehemalige NS-Funktionäre trotz der Maßnahmen schnell wieder in ihre alten Positionen zurückkehren konnten. Zudem hebt sie hervor, wie dieser Prozess Millionen zur Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Vergangenheit zwang.
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Jan 11, 2026 • 15min

Der Mann, der Paris komplett renoviert: Georges-Eugène Haussmann

Peter Geimer, Kunsthistoriker und Direktor des Deutschen Forums für Kunstgeschichte in Paris, beleuchtet Georges-Eugène Haussmann, den visionären Stadterneuerer. Er erzählt, wie Haussmann Paris von einem chaotischen, mittelalterlichen Ort zu einer modernen Metropole umgestaltete, charakterisiert von großen Boulevards und typischen Haussmann-Häusern. Die soziale Verdrängung armer Bewohner und die politischen Hintergründe der städtebaulichen Maßnahmen sind ebenso zentrale Themen wie die Finanzierung und der Rückzug Haussmanns nach seinem Sturz.

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