WDR 5 Das philosophische Radio

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Jan 12, 2026 • 56min

Thomas Gries: Wie Ideologien unsere Entscheidungen beeinflussen

Thomas Gries, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Paderborn und Autor von ‚The Economics of Ideologies‘, beleuchtet die komplexen Zusammenhänge zwischen Entscheidungen und Ideologien. Er erklärt, wie Heuristiken im Alltag notwendig sind und wie Glaubenssysteme Entscheidungen vereinfachen. Gries diskutiert auch die Rolle von Ideologien in politischen Konflikten und deren Einfluss auf soziale Reformen. Außerdem führt er aus, wie intuitive und rationale Elemente bei Entscheidungen zusammenspielen und warum dogmatische Denkmuster problematisch sein können.
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Jan 5, 2026 • 55min

Heinz-Michael Bartling: Weisheit und Wandel

Heinz-Michael Bartling, ein Philosoph und Autor mit Fokus auf antike Philosophie, beleuchtet im Gespräch die Prinzipien des Wandels und der Weisheit. Er erklärt Heraklits Flusssatz und die Bedeutung des inneren Wandels im Kontext stetiger Veränderung. Bartling diskutiert, wie Selbstreflexion durch Logos uns helfen kann, innere Ordnung zu finden. Außerdem betont er, dass Weisheit ein fortlaufender Prozess ist, der Mut zum Selbstdenken erfordert. Praktiken wie Meditation und das Hören auf die innere Stimme werden als Wege zur Weisheit vorgestellt.
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Dec 29, 2025 • 53min

Gert Ueding: Ernst Bloch und die Hoffnung

Gert Ueding, emeritierter Professor und ehemaliger Assistent von Ernst Bloch, bringt spannende Einblicke in die Philosophie der Hoffnung. Er erklärt, warum Hoffnung ein lernbares Prinzip ist und welche Rolle sie in schwierigen Zeiten spielt. Ueding teilt persönliche Anekdoten über seine Begegnungen mit Bloch und dessen faszinierende Aura. Zudem beleuchtet er Blochs Umgang mit Verzweiflung und das 'Hündische' als Metapher für unterdrückte Menschlichkeit. Sieg über Lebensangst erfordert aktives Hoffen – nicht nur Wunschdenken.
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Dec 22, 2025 • 53min

Konrad Paul Liessmann: Philosophie der Krise

Konrad Paul Liessmann, ein renommierter philosophischer Essayist und emeritierter Professor aus Wien, spricht über die Dynamik von Krisen in verschiedenen Lebensbereichen. Er erklärt, dass Krisen klare Anfangs- und Endpunkte haben sollten, und verwendet die Corona-Pandemie als prägnantes Beispiel. Liessmann diskutiert auch die Wechselwirkungen zwischen ökonomischen und sozialen Krisen. Zudem betont er, dass Krisen sowohl Herausforderungen als auch Chancen bereithalten, jedoch oft ungleich verteilt sind. Eine kritische Analyse der Meinungsfreiheit und der Rolle digitaler Medien rundet das Gespräch ab.
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Dec 15, 2025 • 56min

Michael Hampe: Bildung jenseits von Hierarchie

In diesem Gespräch äußert sich Michael Hampe, Professor für Philosophie an der ETH Zürich und Autor, zur Krise der Aufklärung und der modernen Bildung. Er fordert eine neue Art zu leben und diskutiert die Verbindung zwischen Aufklärung und Bildungsidealen. Hampe beleuchtet die Rolle von Autoritäten und die Notwendigkeit, Kritik zu lernen. Zudem thematisiert er, wie Schulen als Versuchslabore für innovative Lebensformen fungieren können. Spannend ist auch seine Sicht auf die Herausforderungen der Bildung im Zeitalter von KI und technologischen Wandel.
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Dec 8, 2025 • 56min

Markus Rieger-Ladich: Die Wurzel der Unmenschlichkeit

Markus Rieger-Ladich, Professor für Erziehungswissenschaft an der Universität Tübingen und Experte für die unheimlichen Facetten der Menschheit, diskutiert tiefgreifende Themen. Er erörtert die Unmenschlichkeit und wie Ideologien zu Entmenschlichung führen. Interessant ist seine Analyse, dass Menschen sowohl sensibel als auch grausam sind. Zudem zitierte er Helmut Plessners Erfahrungen, die seine Sicht auf Menschen und Tiere prägten. Rieger-Ladich plädiert für präzisere Begriffe bei Grausamkeit und warnt vor der Macht ideologischer Gemeinschaften.
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Dec 1, 2025 • 53min

Grit Straßenberger: Hannah Arendt

Grit Straßenberger, Politikwissenschaftlerin und Autorin einer Biographie über Hannah Arendt, beleuchtet das zeitlose Denken der Denkerin. Sie spricht über Arendts Sorge um die Demokratie und ihre Auffassung von demokratischer Selbstregierung. Straßenberger erklärt, wie Mut through praktische Teilnahme entwickelt wird und dass Freiheit politisch erfahren wird. Zudem wird die Kritik an Arendts Vorstellung von der Polis und die Bedeutung von physischer Versammlung für politische Teilhabe behandelt. Arendt wird als Einladung zum Streiten und zur aktiven politischen Praxis beschrieben.
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Nov 24, 2025 • 54min

Willi Winkler: Hannah Arendt und die "Banalität des Bösen"

Willi Winkler ist Autor und Journalist bei der Süddeutschen Zeitung sowie Experte für Hannah Arendt, deren Biografie er verfasste. Er diskutiert, wie Arendts Exil ihre politische Stimme formte und schildert ihr ambivalentes Verhältnis zu Heidegger. Winkler erklärt, warum Arendt sich 'keine Philosophin' nannte und beleuchtet ihre Idee der 'Banalität des Bösen', die bedeutet, dass das Böse oft aus gedankenloser Bürokratie erwächst. Zudem betont er Arendts Aufruf zur individuellen Verantwortung in Diktatur und Demokratie.
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Nov 17, 2025 • 55min

Gudrun Mittelstedt: Wie wir Fahrlässigkeit vermeiden können

Gudrun Mittelstedt, promovierte Philosophin und Autorin, beleuchtet die komplexen ethischen Aspekte der Fahrlässigkeit. Sie diskutiert juristische versus moralische Verantwortlichkeit und analysiert, inwiefern Mitschüler an tragischen Ereignissen mitverantwortlich sind. Ein bemerkenswerter Punkt ist die Unterscheidung zwischen gesinnungsethischen und verantwortungsethischen Sichtweisen. Außerdem wird die Bedeutung von Tugenden wie Wertschätzung und die Rolle von Humor in Bezug auf Vergebung thematisiert, um fahrlässiges Handeln zu reduzieren.
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Nov 10, 2025 • 55min

Nady Mirian: Leid

Nady Mirian, Psychotherapeutin und Autorin, betrachtet in diesem Gespräch das Wesen des Leids und seine unverzichtbare Rolle im Leben. Sie lehnt die Vorstellung einer Glücksmaschine ab und diskutiert die Bedeutung von Leid für persönliches Wachstum und Mitgefühl. Mirian kritisiert die kapitalistische Verdrängung von Leid und betont, dass Akzeptanz von Trauer zu Dankbarkeit führt. Sie erörtert historische Perspektiven und bietet Strategien für den Umgang mit Leid, um Resilienz und Empathie in der Gesellschaft zu fördern.

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