Stalingrad Podcast

Primero Verlag
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Jan 16, 2026 • 30min

Folge 298: Kälte, Beton und Widerstand - Die Finnische Verteidigungslinie im Winterkrieg

Im Winterkrieg von 1939-1940 leistete Finnland beeindruckenden Widerstand gegen die sowjetische Übermacht. Politisch isoliert und schlecht ausgestattet, verzögerte das Land dennoch monatelang den Vorstoß der Roten Armee. Zentrale Rolle spielte die Mannerheim-Linie, die trotz minimaler militärischer Stärkung zum Symbol finnischer Entschlossenheit wurde. Die Diskussion beleuchtet auch die politischen, militärischen und gesellschaftlichen Verflechtungen, sowie die internationalen Reaktionen und die Lehren für gegenwärtige Konflikte.
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Jan 9, 2026 • 31min

Folge 297: Stahlvögel über Europa – Deutsche Kampfflugzeuge im 2. Weltkrieg

Die Diskussion über den geheimen Wiederaufbau der deutschen Luftwaffe nach dem Ersten Weltkrieg ist faszinierend. Es wird erläutert, wie zivile Projekte militärisch genutzt wurden. Besonders spannend sind die Analysen der verschiedenen Flugzeugtypen wie die Bf 109 und die Stuka. Die Herausforderungen der Bomberflotte sowie die Rolle der Nachtjäger werden ebenfalls beleuchtet. Abschließend wird auf die Gründe für das Scheitern der Luftwaffe eingegangen, einschließlich Produktionsengpässen und strategischen Fehlern.
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Jan 2, 2026 • 44min

Folge 296: Krieg, Politik und Clausewitz – Wie zeitgemäß sind seine Ideen?

Die Diskussion beleuchtet die zeitlose Relevanz von Clausewitz’ berühmtem Satz über Krieg und Politik. Die Biografie von Clausewitz und seine prägenden Erfahrungen werden analysiert. Moderne Herausforderungen wie Guerillakriege, Terrorismus und die politischen Einflussfaktoren auf militärische Entscheidungen sind zentrale Themen. Außerdem werden die rassante Evolution der Kriegsformen nach dem Kalten Krieg und die geopolitischen Implikationen der Globalisierung thematisiert. Abschließend wird Clausewitz' Ansatz auf aktuelle strategische Entscheidungen angewendet.
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Dec 26, 2025 • 33min

Folge 295: Weihnachten in Stalingrad

Die Weihnacht kommt im klaren Winterwind ins Tal. Die Mutter beugt sich über ihr Kind, der Vater steht weit entfernt im Feld auf Wache, und viele Sterne leuchten durch die graue Nacht. Zwei Sterne spiegeln sich in den Augen unseres Kindes und zeigen: Wir gehören zusammen. Der Liedtext aus der Sammlung Deutsche Kriegsweihnacht (München 1942) fasst typische Elemente der nationalsozialistischen Weihnachtskultur zusammen. Zum einen wird das Fest mit einer eher vagen Naturmystik verbunden – Winter, Nacht, Sterne. Zum anderen spielt der stark idealisierte Mutterkult eine wichtige Rolle. In dem Lied von Hans Baumann (1914–1988) kommt außerdem die Figur des Vaters hinzu, der als Soldat im Feld steht und Wache hält. Wie Weihnachten in Stalingrad gefeiert wurde – sowohl von den eingeschlossenen deutschen Soldaten als auch von den sowjetischen Truppen –, wollen wir in dieser Folge genauer untersuchen. Dafür müssen wir zunächst etwas ausholen und klären: Welche Bedeutung hatte Weihnachten im Nationalsozialismus?
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Dec 19, 2025 • 27min

Folge 294: Der U-Boot-Krieg – Wölfe im Atlantik

Die Entwicklung der deutschen Kriegsmarine von den 1920er bis 1940er Jahren wird beleuchtet. Besonders im Fokus stehen die Persönlichkeiten Erich Raeder und Karl Dönitz sowie deren Strategien im U-Boot-Krieg. Der innovative Z-Plan zum Wiederaufbau der Marine und die Einführung der Rudeltaktik, die den Seekrieg im Atlantik maßgeblich prägte, werden ausführlich diskutiert. Technische Herausforderungen, wie Probleme mit Torpedos und die Bedeutung der Enigma-Verschlüsselung, sorgen für spannende Einblicke in diesen facettenreichen Marinekonflikt.
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Dec 12, 2025 • 39min

Folge 293: Viktor Nekrassow – "In den Schützengräben von Stalingrad"

Der Podcast beleuchtet das Leben von Viktor Nekrassow, einem ehemaligen Offizier in Stalingrad, der den Zweiten Weltkrieg hautnah erlebte. Seine literarischen Werke bieten eine einzigartige Sichtweise auf den Konflikt. Besonders hervorzuheben ist sein Roman, der international erfolgreich wurde und in über dreißig Sprachen erschien. Der Stil Nekrassows zeichnet sich durch Nüchternheit und eine kritische Haltung gegenüber Pathos aus. Zudem wird sein Engagement für das Gedenken an die Opfer von Babi Yar und seine Konflikte mit der sowjetischen Führung thematisiert.
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Dec 5, 2025 • 26min

Folge 292: Teil II Exilliteratur - Die Exilliteraten nach der Machtergreifung

Wie konnte ein politischer Erdrutsch historischen Ausmaßes zunächst wie ein beiläufiges Ereignis wirken? Unsere neue Folge blickt auf die Wochen nach dem 30. Januar 1933 – den Moment, in dem Adolf Hitler an die Macht kam und große Teile der deutschen Gesellschaft, besonders Künstler*innen und Intellektuelle, noch erstaunlich ruhig blieben. Während Einzelne entsetzt reagierten, setzten viele ihr Leben fort, als sei kaum etwas geschehen. Doch im Hintergrund wurde bereits das Fundament der Demokratie zerschlagen, die Pressefreiheit angegriffen und die kulturelle Landschaft systematisch »gleichgeschaltet«. In dieser Episode erzählen wir, wie Schriftstellerinnen und Schriftsteller die frühen Maßnahmen des Regimes erlebten, warum Warnsignale übersehen wurden – und wie die schleichende Diktatur schon vor dem Ermächtigungsgesetz Fakten schuf. Ein Blick auf Illusionen, Irrtümer, frühe Verfolgung und den Beginn des kulturellen Kahlschlags, der Deutschland nachhaltig veränderte
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Nov 28, 2025 • 32min

Folge 291: Teil I Exilliteratur - Die Rolle der späteren Exilliteraten in den Zwanziger Jahren

»Ihr schlagt den Besiegten kurz und klein und laßt ihn verdorren und sticken. Ihr raubt an der Weichsel und am Rhein, wir sollen ein Amen euch nicken. Ihr sprecht vom Säbel und seiner Gefahr, von teuflischen deutschen Listen, die Schuld am Kriege sei klipp und klar – Und ihr? Die dicksten Imperialisten!« Diese Zeilen stammen – überraschend – von Kurt Tucholsky, einem Autor, der dem linken Spektrum zugerechnet wird und später von den Nationalsozialisten verfolgt wurde. Während Tucholsky selbst noch rechtzeitig nach Schweden fliehen konnte, gehörten seine Bücher zu den ersten, die den Flammen der nationalsozialistischen Bücherverbrennungen zum Opfer fielen. Doch stellt er in diesem Gedicht tatsächlich die von der Entente behauptete deutsche Alleinschuld am Ersten Weltkrieg infrage? Die Antwort bleibt rätselhaft: Eindeutig ist lediglich, dass Tucholsky die Schuldzuweisung mit dem Vorwurf des »Imperialismus« gegenüber den Siegermächten verbindet. Dadurch verleiht er seiner Kritik am Versailler Vertrag eine rationalere Grundlage, als es ein bloßer Appell an nationale Empfindungen vermocht hätte. Tucholsky stand damit auf einer Linie, die auch die intellektuellen Gegner des Versailler Vertrags insgesamt prägte: Während der rechte Flügel jegliche deutsche Schuld weitgehend bestritt, leugnete der linke Flügel zwar die Alleinschuld, erkannte jedoch eine deutsche Mitschuld an – und grenzte sich zugleich scharf von nationalistischen Positionen ab. So wird deutlich, dass der Weg in den Widerstand gegen das NS-Regime und letztlich ins Exil selten geradlinig verlief, sondern von Ängsten, Zweifeln und inneren Widersprüchen begleitet war.
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Nov 21, 2025 • 29min

Folge 290: Vom Kreuz zum Hakenkreuz - Die katholische und evangelische Kirche im Nationalsozialismus

Die Kirchen in Deutschland standen zwischen 1933 und 1945 vor enormen Herausforderungen. Die katholische Kirche versuchte, ihre Rechte diplomatisch zu wahren, während die evangelische Kirche innerlich gespalten war. Die 'Deutschen Christen' propagierten den Nationalsozialismus, während die Bekennende Kirche Widerstand leistete. Zudem diskutieren die Hosts die Rolle von Papst Pius XII. und die ambivalenten Reaktionen beider Konfessionen auf die NS-Herrschaft. Der Kirchenkampf und die komplizierte Nachkriegsaufarbeitung liefern reichhaltigen Gesprächsstoff.
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Nov 14, 2025 • 23min

Folge 289: Die Geschichte Südtirols – Von der Grenzverschiebung zur Autonomie

Die Geschichte Südtirols im 20. Jahrhundert ist von tiefgreifenden politischen Umbrüchen, Grenzverschiebungen und Identitätskonflikten durchzogen. Kaum eine andere Region Europas erlebte in so kurzer Zeit derart einschneidende Veränderungen. Vom Ersten Weltkrieg bis zur Verwirklichung der Autonomie im Jahr 1972 wurde Südtirol immer wieder zum Spielball der großen Mächte. Die Menschen in dieser alpinen Grenzregion sahen sich gezwungen, sich fortwährend neuen politischen Realitäten zu fügen – häufig wider ihren Willen. Vor allem die Zeit nach 1918, als Südtirol vom österreichisch-ungarischen Teil Tirols abgetrennt und Italien zugesprochen wurde, bedeutete einen tiefen Einschnitt in Geschichte, Sprache und Kultur der Bevölkerung. Die folgenden Jahrzehnte waren geprägt von Fremdherrschaft und Assimilationsdruck, aber auch von Widerstand, Beharrlichkeit und dem zähen Ringen um Selbstbestimmung und kulturelle Anerkennung.

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