

Carl-Auer Sounds of Science
Carl-Auer Sounds of Science
Die Gespräche und Beiträge bei Sounds of Science stellen aktuelle Ansätze, deren Vertreterinnen und Vertreter und ihre Entwicklungen in Beratung, Psychotherapie, Organisationsentwicklung und allen anderen Bereichen zur Verfügung, für die der Carl-Auer Verlag steht und in denen er sich selbst entwickelt. Come into the rhythm with Sounds of Science.
Episodes
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Aug 28, 2025 • 51min
#3 Erkenntnistheoretischer Führerschein | Von Autos, Wolken und Psyche - Was "ist" ein System?
In der dritten Fahrstunde richten wir den Blick auf Systeme: Was macht sie aus, wie unterscheiden sich technische, biologische, psychische und soziale Systeme – und warum ist das so entscheidend für Beobachtung und Verstehen?
Fritz Simon und Andreas Kollar diskutieren, warum man Systeme nicht einfach auf ihre Einzelteile reduzieren kann, und wie wichtig Kontext und Kopplung für lebende Systeme sind.
Inhalte der Episode
• Systemverständnis: Zusammengesetzte Einheiten – von Autos bis zu Familien.
• Technische vs. lebende Systeme: Fremdorganisation (Auto, Heizkörper) vs. Selbstorganisation (Organismen, Psyche, soziale Systeme).
• Autopoiesis: Maturanas Definition lebender Systeme als sich selbst erhaltende Einheiten.
• Kontextabhängigkeit: Verhalten ist situations- und spielregelabhängig – niemand verhält sich überall gleich.
• Kommunikationssysteme: Luhmanns Ansatz – soziale Systeme bestehen nicht aus Menschen, sondern aus Kommunikation.
• Straßenverkehr & Spiele: Als Metaphern für Interaktion, Regeln und Kopplungen.
• Identität & Kopplung: Wie Autos, Rollen und Rückmeldungen aus der Umwelt unser Selbstbild formen.
• Biopsychosoziales Modell neu gedacht: Lieber als Kopplungsmodell verstehen.
• Strukturelle Kopplung & Co-Evolution: Organismus, Psyche und soziale Systeme entwickeln sich gemeinsam – mit allen Reibungen und Anpassungsprozessen.
• Technische Parallelen: Selbstfahrende Autos, smarte Geräte und ihre Wechselwirkung mit Kultur und Verhalten.
Takeaways
• Systeme sind mehr als die Summe ihrer Teile.
• Kontext und Kopplung bestimmen, wie Systeme reagieren.
• Die Psyche verbindet Organismus und soziales System – selbstorganisiert und nicht linear steuerbar.
• Reduktionistische Erklärungen greifen bei lebenden Systemen zu kurz.
• Auch Beratung, Therapie oder Pädagogik bewegen sich in diesem Spannungsfeld von Autonomie und Einfluss.
Markante Zitate:
• „Systeme sind zusammengesetzte Einheiten.“
• „Technische Systeme sind fremdorganisiert, lebende Systeme sind selbstorganisiert.“
• „Autopoiesis heißt: sich selbst herstellen und in der Struktur erhalten.“
• „Wenn du den Vergaser klaust, fährt das Auto nicht mehr – aber deswegen erklärt der Vergaser nicht, wie das Auto funktioniert.“
• „Kein Mensch verhält sich in unterschiedlichen Situationen gleich.“
• „Kommunikationssysteme bestehen aus Kommunikation – nicht aus Menschen.“
• „Mein R4 war flexibel genug, sich dem Mercedes anzupassen.“
• „Ein Blechschaden ist auch eine Form der Kommunikation.“
• „Die Psyche ist das, was den Organismus mit dem sozialen System verbindet.“
• „Die Einheit der Entwicklung ist nie ein System allein, sondern immer ein System und seine relevanten Umwelten.“
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Heidelberger Systemische Interviews
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Zusammen entscheiden
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Aug 27, 2025 • 30min
#232 Thomas C. Breuer | Gesünder kränkeln – Von Achtsamkeit bis Zeit und Zen
Heute ist der Preisträger des renommierten Kabarett-Preises Salzburger Stier Thomas C. Breuer nach 2023 zum zweiten Mal unser Gast. Nach seinem Kompendium zur Bewusstseinserheiterung Angstfrei fürchten hat Breuer ein weiteres Buch vorgelegt, das auf oder bei keinem Nach(t)tisch fehlen sollte (oder an keinem der sonstigen Orte, die sich zum vergnüglichen Lesen und Lachen eignen): Gesünder kränkeln – Wohlfühlatlas zum Stabilbleiben.
„Gar nicht so einfach, in aller Seelenruhe eine innere Heimat zu finden. Erste Hilfe für alle, denen das Leben verwirrender daherkommt als ein Maislabyrinth. Obacht: Optimal für Wohlfühlempfänger, nichts für No-Brainer!“ heißt es im „Beginning for Starters“. Mit feinem Beobachtungsinstrumentarium und legendärem Sprachwitz rückt Thomas C. Breuer den vielseitig beschworenen Angeboten, endlich glücksgesund zu sein, buchstäblich zu Leibe bzw. zu Verstand.
Wir sprechen mit dem Autor darüber, wie ihm was auffällt, und wie es gelingen kann, selbst den abstrusesten Erfahrungen und Gesundheitsversprechen Humoriges abzutrotzen.
Viel Spaß im Gespräch mit Thomas C. Breuer! Und: Gesundheit!
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Aug 25, 2025 • 23min
#4 PEP basics® | Bohne & Hucho – PEP in Coaching und Resilienztraining – und bei Schmerzen
Die Prozess- und Embodimentfokussierte Psychologie – kurz PEP – wurde von Dr. Michael Bohne entwickelt, hat sich in Psychotherapie und Coaching fest etabliert und findet stets neue Anwender:innen, Anwendungsbereiche und Anwendungskontexte.
Im Kern geht es bei PEP um Selbstregulation von Emotionen bei Stress und vielen Formen von Herausforderungen sowie besonderer Belastung. Eine ausführliche Beschreibung dessen, was PEP ausmacht, findet sich auf der Webseite dr-michael-bohne.de/was-ist-pep
Neben einem ausführlichen Ausbildungscurriculum und zahlreichen Spezialkursen gibt es jetzt den neuen Zertifikatskurs PEP basics in zwei Anwendungsgebieten: für pädagogische Fachkräfte und für medizinisch-pflegerische Fachkräfte. Alles Wissenswerte dazu unter pep-basics.de
In diesem Special bei Carl-Auer Sounds of Science sprechen wir bis 8. September 2025 jeden Montag mit Michael Bohne, mit dem Team hinter PEP basics und mit einigen PEP basics-Trainer:innen über die praktischen Bildungsziele und – last not least – über die positiven Erfahrungen mit PEP und PEP basics in unterschiedlichen Anwendungsfeldern und in den Aus- und Weiterbildungen.
In diesem Gespräch gibt Helene Hucho Einblicke in ihre Arbeit mit PEP als Coach und Resilienztrainerin sowie in Inhalte und Struktur ihrer Kursbeiträge bei PEP basics. Wie kann man Selbstwert gut thematisieren? Worauf gilt es zu achten, wenn etwas nicht gelingt wie erhofft? – Ein weiteres Augenmerk liegt auf der Anwendung von PEP zur Regulation von Schmerzerleben, mit verblüffenden Erfolgen. Dazu läuft aktuell eine wissenschaftliche Studie.
Helene Hucho ist systemische Coach mit zahlreichen weiteren Ausbildungen, wie EMDR, Provokatives Coaching, wing-wave, Hypnosystemik nach Dr. Gunther Schmidt, und nicht zuletzt PEP® nach Dr. Michael Bohne. Und sie ist mit Herz und Seele „PEPologin“. Die schnelle, punktgenaue Wirkungsweise von PEP® fasziniert sie immer aufs Neue. Helene Hucho wendet PEP® im Training wie im Coaching an, u.a. bei Schmerz-Selbsthilfegruppen, in Schulen und Hochschulen sowie Kitas. https://hirnleuchten.de
Michael Bohne, Dr. med., Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, ist der bedeutendste Vertreter der Klopftechniken in Deutschland und hat diese entmystifiziert und prozessorientiert weiterentwickelt. Hierbei hat er die Klopftechniken um psychodynamische, verhaltenstherapeutische und hypno-systemische Diagnostik- und Behandlungsaspekte bereichert, woraus eine neue Psychotherapie- und Coachingmethode Namens PEP® entstanden ist. Er ist Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher über Auftrittsoptimierung, Selbstwert, Klopftechniken und PEP. Gemeinsam mit Gunther Schmidt, Bernhard Trenkle und Matthias Ohler (Carl Auer Akademie) hat er die Tagung „Reden reicht nicht“ ins Leben gerufen, die 2014, 2016 ,2019, 2022 und 2025 mit großem Erfolg stattgefunden hat. Ferner wurden durch seine Initiierung und Unterstützung die weltweit ersten beiden fMRT Studien (Hirnforschung) zu den Klopftechniken und PEP an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) durchgeführt. Aktuell (2025) wurde eine klinische Wirksamkeits-Studie zu PEP bei mittelgradigen Depressionen abgeschlossen. Weitere Studien zu PEP bei Depressionen und zu PEP bei chron. Schmerzen sind in Planung. Michael Bohne ist ferner Experte für Auftrittscoaching von klassischen Musiker:innen und Opernsänger:innen. Kontakt: www.dr-michael-bohne.de

Aug 22, 2025 • 21min
S3 #3 Der Mensch ist mehr als seine Krankheit | „Fristüberschreitung“
„Fristüberschreitung!“ – Ein ärgerlicher Bescheid besonders dann, wenn er Ergebnis von Verzögerungen ist, die im Verantwortungsbereich der Sozialarbeiterin liegen, auch wenn keine Absicht zugrundeliegt – bzw. wenn Fehler dort zugeordnet werden können. Selbstwertgefühl, Gewissen und Einschätzung der eigenen Professionalität in energischer Diskussion. Und was ist mit der Haftung?! – Das Thema Fehlerkultur berührt alle Beteiligten. Und je nachdem, wie der Umgang mit Fehlern ist, kann man aus ihnen lernen, persönlich, in der professionellen Funktion und – nicht zuletzt – die Organisation.
Der Mensch ist mehr als seine Krankheit. So lautet der Titel des vielgelobten Buches von Ursula Pabsch zu Systemischer Sozialer Arbeit im Krankenhaus. Der mehrteilige Podcast bei Sounds of Science Specials mit Ursula Pabsch beleuchtet detailliert und auf dem Hintergrund der immensen praktischen Erfahrung der Gesprächspartnerin viele Kontexte und Anforderungen dieses wichtigen Arbeitsfeldes. Anhand von Fallbeispielen werden die Vorzüge systemischen Denkens und Handelns direkt erfahrbar. Eine Auswahl von Reflexionsfragen (siehe Anhang) lädt die Hörer:innen in jedem Post ein, die Arbeit und sich selbst weiter zu beobachten und zu professionalisieren.
Ursula Pabsch, Dipl. Päd., ist Systemische Therapeutin, Beraterin, Supervisorin und Organisationsentwicklerin; langjährige Tätigkeit in der klinischen Sozialarbeit; selbstständig in außerklinischem Case Management und Supervision; Inhaberin des Intensivpflegeportals www.leben-mit-intensivpflege.de; Beraterin von Intensivpflegediensten.
Literatur:
Pabsch, Ursula H.: Der Mensch ist mehr als seine Krankheit. Systemische Soziale Arbeit im Krankenhaus. Heidelberg: Carl-Auer Verlag 2024
Systemische Grundsätze/Haltung:
• Alles hat seine guten Gründe, auch die eigene Überforderung. Diese zu sehen gehört zu einer gesunden Fehlerkultur.
Weitergehende mögliche systemische Fragen:
• Welche Fehlerkultur wird im Haus gelebt? Wie offen gehen wir damit um? Wer kriegt es überhaupt mit? Und was denken die anderen über den Sozialdienst?
• Was denken die Patienten über uns/mich?
• Angenommen, es geht eine offizielle Beschwerde ein, was denkt die Geschäftsführung über die Abteilung/über mich? Wie läuft das Beschwerdemanagement im Haus ab?
Der Blick zu mir:
• Wie gehe ich persönlich damit um? Was denke ich über mich als Sozialarbeiterin?
• Welchen Anspruch habe ich an mich und meine Professionalität?
• Was kann ich tun, um ähnliche Fehler zu vermeiden? Was ist mein Beitrag zur Optimierung der Verfahrensabläufe?
• Wem vertraue ich meine Fehler an? Zu wem habe ich Vertrauen?
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Aug 21, 2025 • 49min
#2 Erkenntnistheoretischer Führerschein | Entscheidung, freier Wille & Strukturdeterminiertheit
In dieser Folge nehmen Andreas Kollar und Fritz Simon den freien Willen unter die erkenntnistheoretische Lupe. Wie entstehen Entscheidungen? Was bedeutet es, strukturdeterminiert zu sein? Und wieso kann ein Hund vielleicht Verkehrsregeln lernen, aber kein selbstfahrendes Auto (noch) autopoietisch sein? Eine erkenntnistheoretische Fahrstunde über Systeme, Beobachter, Verantwortung – und über das befreiende Potenzial von Nichtanpassung.
Inhalt dieser Folge:
• Was ist ein System? – Vom Topf Kartoffeln bis zum Straßenverkehr
• Beobachter als Konstrukteur: Systeme entstehen erst durch Beobachtung
• Beobachten = Entscheiden: selektive Wahrnehmung und Aufmerksamkeit
• Entscheidungen sind nicht beobachtbar – Verhalten schon
• Gilbert Ryle: Augenzwinkern als Kommunikations- oder Körperphänomen
• Strukturdeterminiertheit: Warum Reize nicht automatisch Reaktionen sind
• Lernen als Kontextverarbeitung: Hunde, Rehe, Pavlovs Hund & die Glocke ohne Klöppel
• Maturana & Luhmann: Perturbation, Irritation, Anregung
• Selbstorganisation vs. Autopoiese – warum Menschen mehr können als Maschinen
• Soziale Systeme: Kommunikation als Element, nicht Personen
• Freier Wille als nützliches Konstrukt – oder als Haftungskonzept für das eigene Gehirn
• Hans Lieb: Idee vom „zirkulär vernetzten freien Willen“
• Biologisches und kollektives Unbewusstes als doppelte Leitplanken
• Entscheidung durch Nichtanpassung: Lernen ohne Scheitern
• Der erkenntnistheoretische Schulterblick: Zwischen Kontrolle und Vertrauen
Besondere Zitate von Fritz Simon:
• „Systeme sind nicht einfach da – sie entstehen erst durch Beobachter.“
• „Entscheidungen kann man nicht beobachten – nur Verhalten.“
• „Alles, was ein Organismus tut, ist durch seine Struktur determiniert.“
• „Entscheidungen treffen sich oft mehr, als dass wir sie selber treffen.“
• „Für die Entscheidung meines Gehirns bin ich bereit, die Haftung zu übernehmen.“
• „Das Unbewusste ist biologisch – das kollektive Unbewusste ist sozial.“
• „Nichtanpassung ist nicht immer Scheitern – manchmal ist es der Beginn von etwas Neuem.“
• „Wenn man zu lange in den Spiegel schaut, fährt man nie los.“
• „Ein selbstfahrendes Auto wäre erst dann autopoietisch, wenn es sich selbst bauen würde.“
• „Frösche haben eine andere Struktur als Hunde – deswegen sprechen sie auch kein Latein.“
• „Man muss sich davon verabschieden, etwas perfekt machen zu wollen. Sonst fängt man gar nicht erst an.“
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8 snips
Aug 18, 2025 • 24min
#3 PEP basics® | Bohne, Kirschbaum & Hinz – PEP in pädagogischen Kontexten 2
Die Prozess- und Embodimentfokussierte Psychologie (PEP) wird als effektive Methode zur Selbstregulation in Bildung und Gesundheit vorgestellt. Fachkräfte berichten von der Anwendung in Schulen und Kitas, wo Klopftechniken helfen, emotionale Herausforderungen zu meistern. Es wird betont, wie wichtig Selbstfürsorge im pädagogischen Alltag ist. Außerdem wird das neue Zertifikat PEP basics und seine sofortige Anwendbarkeit besprochen, zusammen mit inspirierenden Erfolgsgeschichten aus der Praxis.

Aug 15, 2025 • 18min
S3 #2 Der Mensch ist mehr als seine Krankheit | „Zurück in die Neurologie“
Respekt, Neutralität, Verantwortung. – Welche Faktoren spielen hinein, wenn zu erbringende medizinische Leistungen und die Einschätzung der Gesamtsituation für Versorgung und Betreuung in Konkurrenz zueinander geraten? Zum Beispiel durch Befürchtungen von Vorwürfen an jeweils betroffene Abteilungen? Welche Implikationen sind da, wenn es plötzlich heißt: „Zurück in die Neurologie!“? Und wie können hier Würde und Autonomie des Patienten gewahrt werden?
Der Mensch ist mehr als seine Krankheit. So lautet der Titel des vielgelobten Buches von Ursula Pabsch zu Systemischer Sozialer Arbeit im Krankenhaus. Der mehrteilige Podcast bei Sounds of Science Specials mit Ursula Pabsch beleuchtet detailliert und auf dem Hintergrund der immensen praktischen Erfahrung der Gesprächspartnerin viele Kontexte und Anforderungen dieses wichtigen Arbeitsfeldes. Anhand von Fallbeispielen werden die Vorzüge systemischen Denkens und Handelns direkt erfahrbar. Eine Auswahl von Reflexionsfragen (siehe Anhang) lädt die Hörer:innen in jedem Post ein, die Arbeit und sich selbst weiter zu beobachten und zu professionalisieren.
Ursula Pabsch, Dipl. Päd., ist Systemische Therapeutin, Beraterin, Supervisorin und Organisationsentwicklerin; langjährige Tätigkeit in der klinischen Sozialarbeit; selbstständig in außerklinischem Case Management und Supervision; Inhaberin des Intensivpflegeportals www.leben-mit-intensivpflege.de; Beraterin von Intensivpflegediensten.
Literatur:
Pabsch, Ursula H.: Der Mensch ist mehr als seine Krankheit. Systemische Soziale Arbeit im Krankenhaus. Heidelberg: Carl-Auer Verlag 2024
Systemische Grundsätze/Haltung:
Respektvolle Haltung gegenüber seiner Entscheidung. Er hat seine guten Gründe dafür.
Neutralität gegenüber den Entscheidungen, hier die des Patienten.
Weitergehende mögliche systemische Fragen:
An den Patienten:
Was brauchen Sie, um eine gute Entscheidung treffen zu können?
Wo fühlen Sie sich sicher? Angenommen, es geht Ihnen die Lebenskraft aus. Gibt es etwas, was Sie noch regeln möchten?
Zu wem haben Sie Vertrauen?
Der Blick zu mir im System Krankenhaus:
Was ist mein Beitrag, bei hausinternen Verlegungen für informatorische Kontinuität zu sorgen?
Angenommen, es gäbe eine vertrauensvolle ärztliche Zusammenarbeit, welche Auswirkungen hätte es auf meine Tätigkeit?
Welche Auswirkungen hat der wirtschaftliche Druck auf das Klinikpersonal?
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Aug 14, 2025 • 40min
#1 Erkenntnistheoretischer Führerschein | Die Kunst des klaren Wischiwaschi
In der ersten offiziellen Folge des „Erkenntnistheoretischen Führerscheins“ sprechen Andreas Kollar und Fritz B. Simon über Beobachten, Denkunfälle und den überraschenden Nutzen von Unklarheit. Warum schlampiges Denken oft funktioneller ist, als man glaubt. Weshalb man Landkarten nicht essen sollte. Und wieso UNO-Resolutionen absichtlich mehrdeutig formuliert sind – all das erfahren Sie hier.
Inhalt dieser Folge:
• Denkunfälle vs. Verkehrsunfälle – und warum es keine „Denkpolizei“ geben sollte.
• Schlampiges Denken als psychische Gesundheitsvorsorge.
• Landkarte vs. Landschaft – der Klassiker unter den Erkenntnisfallen.
• Beobachten = Unterscheiden + Bezeichnen.
• Unterschied zwischen Organismus-, Psyche- und Sozialwelt-Beobachtung.
• Beobachtung zweiter Ordnung: Sich selbst auf die Schliche kommen.
• Spencer-Browns Kreis-Übung: Innen/Außen verstehen.
• Die Funktion von Wischiwaschi in Kommunikation und Politik.
Besondere Zitate von Fritz Simon:
• „Nur wer schlampig denkt, bleibt gesund.“
• „Der erste große Denkunfall ist, die Speisekarte für die Speise zu halten.“
• „Man muss lernen zu unterscheiden, wann strenges Denken nützlich ist – und wann Wischiwaschi.“
•v„Unklarheit kann die Voraussetzung dafür sein, dass man überhaupt im Gespräch bleibt.“
Literaturen:
• Spencer-Brown, G. (1969): Laws of Form. London: Allen & Unwin.
• Maturana, H. R., & Varela, F. J. (1987): Der Baum der Erkenntnis: Die biologischen Wurzeln des menschlichen Erkennens. Bern: Scherz Verlag.
• Bateson, G. (1972): Steps to an Ecology of Mind. San Francisco: Chandler Publishing. (Kapitel: „Form, Substance, and Difference“)
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Aug 13, 2025 • 7min
#0 Erkenntnistheoretischer Führerschein | Teaser
Erkenntnistheoretischer Führerschein – der neue Podcast mit Andreas Koller und Fritz B. Simon!
In diesem Sounds of Science Special geht es um die Kunst, klares Denken mit Wischiwaschi-Denken bewusst zu verbinden. Wann hilft Präzision und wann muss auf Ambiguität gesetzt werden?
Angelehnt an Fritz B. Simons Buch „Formen“ führt dieses Special die Zuhöhrer:innen durch Schlüsselbegriffe wie Beobachtung, System und Perspektive. Es wird experimentell, herausfordernd und zugänglich zugleich! Ideal für alle, die ihre Ambiguitätstoleranz trainieren und Lust auf konstruktive Irritation haben.
Start ist der 14. August 2025. Abonniere jetzt um nichts zu verpassen!
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8 snips
Aug 11, 2025 • 22min
#2 PEP basics® | Michael Bohne & Stefan Fischer – PEP in pädagogischen Kontexten
In dieser spannenden Diskussion ist Stefan Fischer zu Gast, ein systemischer Supervisor und erfahrener Schulsozialpädagoge. Er erklärt, wie die Prozess- und Embodimentfokussierte Psychologie (PEP) Kindern in Schulen helfen kann, emotionalen Stress besser zu bewältigen. Die Methoden wie Klopfen und Überkreuzübungen werden konkret vorgestellt und zeigen sofortige Wirkungen. Fischer betont auch die Rolle von Erwachsenen an der emotionalen Entwicklung von Kindern und teilt inspirierende Beispiele über Selbstregulation im schulischen Kontext.