Auf den Punkt

Süddeutsche Zeitung
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Sep 18, 2023 • 13min

Migranten auf Lampedusa – Warum die EU keine Lösung hat

Auf der italienischen Insel Lampedusa herrscht seit Mitte letzter Woche Ausnahmezustand: Mehr als elfeinhalb Tausend Menschen sind dort in wenigen Tagen angekommen. Fast doppelt so viele, wie die Insel Bewohner zählt. Und so viele, wie noch nie in so kurzer Zeit. Dabei ist die kleine Insel zwischen Afrika und Sizilien schon lange immer wieder im Zentrum der Migrationsdebatte – nicht nur der italienischen, sondern auch der europäischen. Deshalb sind am Sonntag Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni gemeinsam nach Lampedusa gereist. Josef Kelnberger, EU-Experte der SZ, sagt: “Nach dem Drama auf Lampedusa bestand die Gefahr, dass Meloni ihren noch rechteren Koalitionspartnern nachgeben muss. Und so verrückte Sachen wie eine Seeblockade ernsthaft ins Auge fasst.” Deshalb sei es so wichtig, dass von der Leyen und die europäischen Länder signalisieren: Das Problem ist ein europäisches und die EU lässt Italien und Griechenland nicht damit allein. Weiterlesen: Das Datenstück über den Bierpreis auf der Wiesn lesen Sie hier. Weitere Nachrichten: neuer Corona-Impfstoff, Olearius-Prozess Moderation, Redaktion: Franziska von Malsen Redaktion: Tami Holderried, Johannes Korsche Produktion: Benjamin Markthaler Zusätzliches Audiomaterial über Reuters, BR24 Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER
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Sep 17, 2023 • 3min

Trailer: "Söders Endspiel – Sein Kampf um die Macht" (Neuer SZ Plus-Podcast)

“Schicksalswahl” – so hat Markus Söder die kommende Landtagswahl selbst einmal bezeichnet. Und tatsächlich: Wenn Bayern im Oktober wählt, könnte das im schlimmsten Fall sein Karriereende einläuten – oder doch die Chance eröffnen, irgendwann noch Kanzler zu werden. Sein ganzes Leben lang hat Söder sich jedenfalls auf Wahlkämpfe wie diesen vorbereitet. Und für einen neuen SZ-Podcast hat ihn ein SZ-Team ein Jahr lang begleitet: Wie er in Bierzelten die Menschen begeisterte, wie er immer wieder gegen die Grünen mobilisierte, wie er auf die Flugblatt-Affäre um seinen Vize Hubert Aiwanger reagieren musste. Mit welchen Mitteln kämpft Söder um die Macht? Ist er wirklich der skrupellose Machtpolitiker, wie ihm oft vorgeworfen wird? Und: Bleibt seine Karriere unvollendet – oder gewinnt er sein Endspiel? Hören Sie die erste Folge des neuen Formats kostenlos – alle weiteren sechs Folgen wöchentlich ab dem 13. September mit SZ Plus unter sz.de/soeder-podcast und in der SZ-Nachrichtenapp.
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Sep 16, 2023 • 27min

Am Wochenende: “Angst reicht nicht mehr aus” – ein Jahr Proteste in Iran

Am 16. September 2022 wurde die 22-jährige Kurdin Jina Mahsa Amini in Iran von der Sittenpolizei festgenommen, weil sie ihr Kopftuch zu locker getragen haben soll. Kurz darauf erlag sie im Krankenhaus schweren Verletzungen. Es wird davon ausgegangen, dass die Polizisten sie zu Tode geprügelt haben. Ihr Tod hat Menschen weltweit bewegt, Massen auf die Straßen gebracht, wochenlang, monatelang. Besonders natürlich in Iran: Das Land hat seitdem die größten Proteste seiner Geschichte erlebt: gegen das Regime, für Frauenrechte, die in Iran extrem eingeschränkt sind, für Freiheit für alle Iranerinnen und Iraner. Das iranische Regime hat als Reaktion auf diese Proteste seit vergangenem Jahr Hunderte Menschen festgenommen, gefoltert oder getötet. In den vergangenen Monaten sind die Proteste abgeebbt. Doch je näher der Jahrestag rückt, desto nervöser agieren die Machthaber wieder: Aktivisten sind präventiv in Gewahrsam genommen worden und Familien von Opfern wurde verboten, Gedenkfeiern abzuhalten. Ein Jahr Protestbewegung – was macht das mit einem Land und seinen Menschen? Das erzählt in dieser Folge die Deutsch-Perserin Avin Khodakarim. Sie arbeitet als freie Journalistin und engagiert sich seit Beginn der Proteste für die Bewegung. Den Text zur Protestbewegeung in Iran finden Sie hier. Redaktionsschluss für diese Sendung war Freitag, 15.09.2023 um 18 Uhr. Moderation, Redaktion: Tami Holderried Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Annika Bingger Zusätzliches Audiomaterial über Guardian, ARD Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER
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Sep 15, 2023 • 13min

Die AfD als Mehrheitsmacher: Skandal oder neue Normalität?

Zum ersten Mal hat die CDU in Thüringen eine Gesetzesänderung mithilfe der AfD durchgesetzt. Auch die FDP hat dafür gestimmt – doch ohne die Stimmen der AfD wäre es nicht möglich gewesen, die rot-rot-grüne Landesregierung zu überstimmen. Ist das eine politische Katastrophe? Oder nicht so schlimm, wie es aussieht? Der Berliner Politikwissenschaftler Thorsten Faas sagt: “Wenn die CDU es ernst meint, dass sie eigentlich keine Kooperation mit der AfD möchte, dann hätte sie diesen Antrag nicht einbringen dürfen.” In dieser Folge erklärt er außerdem, warum der Fall Thüringen ein Sonderfall ist und wie die Grenzen zum Extremismus gestärkt werden können. Weitere Nachrichten: Weltweiter Klimastreik, Bahn will wichtige Strecken sanieren Weiterlesen So hat sich das Klima in Ihrem Wohnort verändert. Moderation, Redaktion: Ann-Marlen Hoolt Redaktion: Nadja Schlüter, Tami Holderried, Produktion: Imanuel Pedersen Zusätzliches Audiomaterial über ARD. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER
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Sep 14, 2023 • 10min

Libyen: Die meisten Toten hätte man verhindern können

Die Zahl der Toten und Vermissten in Libyen wird laufend nach oben korrigiert. Besonders schwer getroffen hat es die Küstenstadt Darne. Allein hier werden mittlerweile 20.000 Tote befürchtet, wie der Bürgermeister der Stadt erklärt hat. Das wäre jeder fünfte Bewohner der Stadt. 10.000 Menschen werden immer noch vermisst, 30.000 haben ihre Häuser verloren. Dunja Ramadan, Expertin für den arabischen Raum bei der SZ, sagt, die Menschen seien verzweifelt, nicht einmal ihre toten Familienmitglieder könnten sie im Moment begraben. Weiterhören: Den Recherchepodcast "Das Thema" über die Wasserknappheit in Deutschland finden Sie hier. Weitere Nachrichten: Lampedusa ruft Notstand aus, Leitzinserhöhung Moderation, Redaktion: Franziska von Malsen Redaktion: Tami Holderried Produktion: Jakob Arnu Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER
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Sep 13, 2023 • 13min

Warum die Freien Wähler nach der Flugblatt-Affäre ein Umfragehoch erleben

Kurz vor der Landtagswahl in Bayern gibt es diese Woche neue Umfrageergebnisse. Die Freien Wähler legen demnach kräftig zu – während die CSU an Zustimmung verliert. Alles kurz nach der Affäre rund um das antisemitische Flugblatt im Schulranzen von Freie Wähler-Chef Hubert Aiwanger. SZ-Expertin Katja Auer sagt, für viele Wählerinnen und Wähler sei wichtig, dass die Koalition von CSU und Freien Wählern fortbesteht. Und dafür seien sie bereit, einiges in Kauf zu nehmen. Auer sagt: "Diese schwarz-orange Koalition ist für viele Menschen in Bayern, vor allem für viele Anhänger der CSU, die einzige Option.” Weitere Nachrichten: Überschwemmungen in Libyen, EU will gegen chinesische Subventionen für E-Autos vorgehen, Klage gegen Höcke Unseren neuen Podcast "Söders Endspiel" finden Sie hier und in der weißen SZ-App. Moderation, Redaktion: Franziska von Malsen Redaktion: Tami Holderried Produktion: Annika Bingger Zusätzliches Audiomaterial über Bayerischer Rundfunk Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER
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Sep 12, 2023 • 13min

Krisenhilfe in Marokko: Zu wenig und zu spät?

Am vierten Tag nach dem Erdbeben in Marokko ist die Situation in der betroffenen Region weiterhin unübersichtlich. Die Hoffnung, noch Überlebende in den Trümmern zu finden, schwindet mit jeder Stunde. Inzwischen helfen auch internationale Hilfskräfte im Erdbebengebiet – allerdings nur aus ausgewählten Ländern. Marokko hat viele internationale Hilfsangebote ausgeschlagen. Politikwissenschaftlerin Anja Hoffmann, die in Marokko das dortige Büro der Heinrich-Böll-Stiftung leitet, findet es allerdings noch zu früh, das Krisenmanagement der marokkanischen Regierung zu bewerten: “Ich finde es auch nachvollziehbar, dass man verhindern will, dass zu viele Hilfstruppen die Zugangswege verstopfen oder sich im Weg stehen.” In dieser Folge erklärt Hoffmann, worauf es stattdessen gerade ankommt. Weitere Nachrichten: Überschwemmungen in Libyen, mehr junge Deutsche ohne Ausbildung Weiterlesen: Das Corona-Dilemma: Wie die Politik vor Long-Covid schützen will. Moderation, Redaktion: Ann-Marlen Hoolt Redaktion: Franziska von Malsen Produktion: Imanuel Pedersen Zusätzliches Audiomaterial über dpa. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER
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Sep 11, 2023 • 12min

Baerbock in Kiew: Mehr als ein Besuch in schwierigen Zeiten

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock ist am Montagfrüh nach Kiew in die Ukraine gereist. Dort hat Baerbock unter anderem ihren ukrainischen Amtskollegen, Dmytro Kuleba, getroffen. Auf der gemeinsamen Pressekonferenz der beiden hat sie anschließend betont, dass Deutschland die Ukraine weiterhin unterstützen wird – militärisch, humanitär und finanziell. Ein wichtiges Signal für die Ukraine, sagt Daniel Brössler aus dem SZ-Parlamentsbüro. Denn die internationale Unterstützung für die Ukraine bröckelt immer mehr. Ländern wie Südafrika und Indien sei egal, wie der Krieg endet. Umso wichtiger sei für die Ukraine, dass der Westen weiterhin an ihrer Seite steht. Dafür sei Baerbocks Besuch ein wichtiges Zeichen. Weitere Nachrichten: Erdbebenfolgen in Marokko, Rezession in Deutschland Moderation, Redaktion: Tami Holderried Redaktion: Franziska von Malsen Produktion: Imanuel Pedersen Zusätzliches Audiomaterial über phoenix Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER
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Sep 9, 2023 • 24min

Am Wochenende: Ist die Vier-Tage-Woche eine Utopie?

Vier statt fünf Tage arbeiten, bei gleichem Lohn – die Vier-Tage-Woche klingt nach einer verlockenden Idee. Die IG Metall hat das jetzt für die Stahlindustrie gefordert. Und diese Forderung trifft gerade einen Nerv – immer mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wünschen sich nämlich die Vier-Tage-Woche. Aber ist das Konzept auch großflächig über verschiedene Branchen umsetzbar? Oder ist das nur eine Utopie? Darüber spricht in dieser Sendung Julia Backmann. Sie forscht an der Uni Münster zur Transformation der Arbeitswelt und begleitet eine Pilotstudie zur Vier-Tage-Woche in Deutschland. Redaktionsschluss für diese Sendung war Freitag, 08.09.2023 um 18 Uhr. Moderation, Redaktion: Tami Holderried Redaktion: Laura Terberl, Nadja Schlüter Produktion: Benjamin Markthaler Zusätzliches Audiomaterial über Bundesfinanzministerium, BR. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: sz.de/mehr-lesen Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER
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Sep 8, 2023 • 13min

G 20 in Indien: Wie sich Premier Modi als Weltstaatsmann inszeniert

Überall in Neu-Delhi hängen Plakate mit dem Gesicht des indischen Premierministers. Narendra Modi wirbt mit dem Logo der G 20. Er will sein Land im besten Licht präsentieren. “Modi präsentiert sich als Weltstaatsmann. Und das auf Kosten der Steuerzahler”, sagt SZ-Südostasien-Korrespondent David Pfeifer. Modi verfolge ein ehrgeiziges Ziel, so Pfeifer: Indien eine neue weltpolitische Bedeutung zu geben. Weitere Nachrichten: Heizungsgesetz beschlossen, möglicherweise Brandanschlag auf Hamburg Hauptbahnhof, Überschwemmungen in Hong-Kong Weiterlesen: Herausgeputzt für die große Modi-Show. Heizungsgesetz: Und was passiert jetzt in meinem Keller? “Auf den Punkt” vom 31. August: Zehntausende Lehrer fehlen. Die Gründe - und mögliche Lösungen. Moderation, Redaktion: Ann-Marlen Hoolt Redaktion: Franziska von Malsen, Andre Anthony Foster, Tami Holderried Produktion: Jakob Arnu Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: sz.de/mehr-lesen Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

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