Sein und Streit

Deutschlandfunk Kultur
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Jan 18, 2026 • 5min

Tag der Jogginghose - Von Karl Lagerfeld zu Nicolás Maduro

Der Internationale Tag der Jogginghose wird gefeiert und wirft spannende Fragen auf. Lagerfelds kontroverse Meinung verkoppelt Jogginghosen mit Kontrollverlust. Die Mode wird als Zeichensystem betrachtet, das soziale Zugehörigkeit signalisiert. Ironisch-politische Umkodierungen zeigen Jogginghosen als Statements. Zudem wird der Bedeutungswandel von Luxusmarken in der Mode thematisiert. Ein faszinierendes Meme des gefesselten Nicolás Maduro im Jogginganzug beleuchtet die semiotischen Aspekte von Mode und Identität.
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Jan 18, 2026 • 37min

Das Recht des Stärkeren - Misstraut den selbsternannten Übermenschen

Bernd Ladwig, Politikwissenschaftler und Philosoph, lehrt an einer Berliner Universität und forscht zu Macht und Rechtsphilosophie. In dem Gespräch thematisiert er die Gefahren der reinen Machtpolitik und den Unterschied zwischen Recht und Stärke. Zudem erläutert er Hobbes' und Rousseaus Ansichten zur menschlichen Natur und Gesellschaft. Ladwig diskutiert die Rolle von Empathie, sowohl in sozialen Medien als auch im Tierreich, und hinterfragt moralische Verantwortlichkeiten. Er kritisiert die Übermenschen-Rhetorik in der Politik und mahnt zur Vorsicht in philosophischen Überlegungen.
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Jan 11, 2026 • 5min

Brandanschlag der "Vulkangruppen" in Berlin: Reaktionäre Technikkritik?

Ein Brandanschlag in Berlin führte zu einem Stromausfall. Die Bekennerschreiben der Vulkangruppen werden auf ihre linksextremen Ausdrucksweisen hin untersucht. Es wird hinterfragt, ob diese Gruppen eher technikkritisch sind als klassisch links. Historische Vergleiche ziehen Parallelen zu Heidegger und dem Unabomber. Die Kritik wird als reaktiv beschrieben, ohne Utopien zu bieten. Außerdem wird die Ablehnung der Energiewende thematisiert, was die Gefahr von Sabotage aufzeigt. Am Ende bleibt die Tragik der reaktionären Technikkritik: kein Vorwärts, nur Negation.
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Jan 11, 2026 • 39min

Digitale Moderne - Soziologe Hartmut Rosa über schwindende Spielräume

Hartmut Rosa, Soziologe an der Universität Jena und Autor des Buches 'Situation und Konstellation', diskutiert die Schattenseiten der digitalen Moderne. Er erläutert, wie Verrechtlichung zu einem Verlust von Handlungsmacht führt und wie Fußball-Videotechniken komplexe Entscheidungen vereinfachen. Rosa spricht über den Wandel vom offenen Bauen zu vorgegebenen Modellen bei Lego und die Entfremdung durch Fotografie. Zudem beleuchtet er, wie konstellative Regeln Kontrolle bieten, aber Handlungsfreiheit einschränken können, und fordert eine Balance zwischen beiden Ansätzen.
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Jan 4, 2026 • 8min

Die Höhle von Rouffignac: Von Meistern der Vorgeschichte

Étienne Roeder, Reporter mit Fokus auf prähistorische Kunst, erkundet die Höhle von Rouffignac und ihre faszinierenden Malereien. Er beschreibt die strengen Besuchsregeln, die nötig sind, um die Kunstwerke zu schützen. Vandalismus wird thematisiert, da Kritzeleien die historischen Bilder überdeckt haben. Besonders eindrucksvoll sind die Mammut-Reliefs, deren technische Raffinesse er erklärt. Roeder diskutiert auch verschiedene Theorien zur Entstehung der Malereien und die Herausforderungen bei ihrem Erhalt, während er anmerkt, dass zukünftige Generationen entscheiden müssen, wie man mit diesem kulturellen Erbe umgeht.
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Jan 4, 2026 • 38min

Politische Utopien - Krisen verlangen nach neuen Antworten

Jan Groos, promovierter Soziologe und Podcaster, diskutiert verschiedene politische Utopien und die Notwendigkeit neuer Ideen in Krisenzeiten. Er kritisiert die Blockaden des Liberalismus und betont die Wichtigkeit von historischen Lehren aus gescheiterten Utopien. Groos plädiert für realistische Utopien, die pragmatische Ansätze fördern. Zudem erläutert er, wie demokratische Planung und kommunale Projekte wie der neue Munizipalismus transformative Potenziale bieten können. Abschließend ruft er dazu auf, die Vorstellungskraft im Alltag zu schärfen.
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Dec 28, 2025 • 9min

Herbertstöckl in Klagenfurt: Wie Maria von Herbert Kant den Feminismus antrug

Barbara Volfing, Journalistin und Mitverfasserin des Beitrags, sowie Miguel de la Riva, Reporter und ebenfalls Mitverfasser, entführen die Hörer in die Geschichte des historischen Herbertstöckls in Klagenfurt. Sie diskutieren die Rolle von Maria von Herbert als frühzeitige Feministin und ihre geheimen Briefe an Kant. Außerdem beleuchten sie den Einfluss des Herbertkreises und prominenter Gäste wie Schiller und Wieland. Abschließend wird der aktuelle Verfall des Hauses und der Kampf um seine Renaturierung thematisiert.
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Dec 28, 2025 • 40min

Zukunft - Für ein anderes Miteinander von Tier und Mensch

In dieser Folge spricht die Philosophin und Lyrikerin Mara-Daria Cojocaru über das Zusammenleben von Mensch und Tier. Sie beleuchtet soziale Beziehungen zwischen Spezies und fordert, Tiere als gleichwertige Mitglieder unserer Gemeinschaft zu betrachten. Cojocaru erörtert die Bedeutung von Mary Midgley für die Tierethik und stellt erfolgreiche Beispiele wie das Kooperative Fischen mit Delfinen vor. Zudem diskutiert sie, wie multispezies Gemeinschaften Mensch und Tier bereichern und die Notwendigkeit, Hoffnung als intellektuelle Haltung zu bewahren.
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Dec 21, 2025 • 3min

Adventskalender: "Deutsche Hörer!" von Thomas Mann

In dieser Folge wird das Buch 'Deutsche Hörer' von Thomas Mann vorgestellt. Jule Hoffmann beleuchtet die historischen Rundfunkansprachen, die während des Zweiten Weltkriegs von der BBC gesendet wurden. Die Absicht hinter Manns Reden war es, die Deutschen zu mobilisieren und gegen die Nazi-Propaganda zu kämpfen. Zudem wird die neue Herausgabe von Meli Kijak gewürdigt, die frische Perspektiven bietet. Schließlich teilt Jule ihre persönliche Verbindung zu dem Buch und erklärt, warum es ein besonderes Geschenk für ihre Freundin ist.
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Dec 21, 2025 • 6min

UCL in London: Warum Jeremy Bentham als Mumie im Glaskasten sitzt

Tauche ein in die faszinierende Welt von Jeremy Bentham, dessen mumifizierte Gestalt im University College London ausgestellt ist. Erfahre, wie sein Leben als Jurist und Sozialreformer Höhepunkte wie das Frauenwahlrecht und Tierrechte prägte, aber auch umstrittene Positionen hervorbrachte. Diskutiert werden kritische Stimmen von Denkern wie Goethe und Marx zur Folgenethik. Das Panoptikum als Symbol totaler Überwachung und Benthams außergewöhnlicher letzter Wille verleihen der Diskussion zusätzliche Tiefe. Seine auto-ikonische Geste bleibt ein provokantes Denkmal.

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