

Systemfragen
Deutschlandfunk
Die Welt ist komplex. Von Bürokratie über Rechtsextremismus bis Wohnungsnot - wir schauen auf Wissen aus der Forschung: Warum läuft es, wie es läuft? Und wie ginge es anders? Jede Woche ein Thema, rund 20 Minuten.
Episodes
Mentioned books

9 snips
Jan 15, 2026 • 23min
Suche nach Wahrheit - Ab wann Wissenschaft politisch ist
Manuel Walz, Rechercheur und Reporter, ergründet die komplexe Beziehung zwischen Wissenschaft und Politik. Er diskutiert, wann Forschung politisch wird und wie Prognosen, wie etwa beim Fischbestand, die Politik beeinflussen. Auch die Angriffe auf die Klimaforschung werden thematisiert, ebenso wie Lobbystrategien, die Forschung diskreditieren. Walz betont die Wichtigkeit der Wissenschaftsfreiheit und kritisch hinterfragt, wie persönliche Einstellungen die Methodik prägen können. Ein spannender Einblick in die Herausforderungen und Dynamiken der modernen Wissenschaft!

14 snips
Jan 15, 2026 • 39min
Steffen Mau - Soziologe: "Der Glaube an rein evidenzbasierte Politik ist naiv"
Steffen Mau, Soziologe und Leiter des Max-Planck-Instituts zur Erforschung multiethnischer Gesellschaften, diskutiert die Rolle von Wissenschaft in der Politik. Er warnt, dass der Glaube an rein evidenzbasierte Politik naiv ist und betont die Bedeutung öffentlicher Diskussionen über Forschung. Mau erörtert, wie persönliche Betroffenheit und Alltagswissen die Sichtbarkeit von Wissenschaft beeinflussen. Zudem kritisiert er politische Einflussnahme auf Forschung und fordert Transparenz in wissenschaftlichen Debatten, um bessere gesellschaftliche Entscheidungen zu ermöglichen.

Jan 8, 2026 • 24min
Fakten vs. Bauchgefühl - Was unsere Angst vor Kriminalität prägt
In dieser Folge diskutieren die Wissenschaftsjournalistin Josefine Schulz und der Medienwissenschaftler Thomas Hestermann über die Diskrepanz zwischen der Wahrnehmung von Kriminalität und den tatsächlichen Statistiken. Sie beleuchten, wie Medienberichterstattung Angst schürt und dazu führt, dass bestimmte Verbrechensarten überbewertet werden. Schulz erklärt, dass sozioökonomische Faktoren und persönliche Erfahrungen Ängste verstärken können. Hestermann zeigt auf, wie die Darstellung von Tätern in den Medien zu Verallgemeinerungen und Stigmatisierung führt.

36 snips
Jan 1, 2026 • 27min
Zusammenhalt - Warum Nachbarschaft so wichtig ist
Prof. Sebastian Kurtenbach, Politikwissenschaftler und Experte für Nachbarschaft, diskutiert die Bedeutung von Nachbarschaft für verschiedene Gruppen wie Ältere und Familien. Er erklärt, dass echte Konflikte unter Nachbarn seltener sind als angenommen und dass gemeinschaftliche Ziele den Zusammenhalt fördern. Kurtenbach betont, wie wichtig eine gute Nachbarschaft für die soziale Mischung ist und gibt Einblicke in seine Forschung zu Kontaktformen in Plattenbausiedlungen. Zudem beleuchtet er, wie digitale Plattformen Neuen helfen, sich besser zu integrieren.

27 snips
Dec 25, 2025 • 25min
Kulturkampf - Warum der Streit um Werte eskaliert
In dieser Folge diskutieren Luca Rehse-Knauf, Journalist und Reporter, sowie Nikola Schubert, Co-Reporterin, die tiefen gesellschaftlichen Gräben, die durch aktuelle Kulturkämpfe entstehen. Sie erzählen von einem Fall in Friedrichsdorf, wo die Einführung des generischen Femininums in der Feuerwehrsatzung einen Medienrummel auslöste. Zudem wird erläutert, wie soziale Medien lokale Konflikte verstärken und die Polarisierung der Gesellschaft vorantreiben. Praktische Strategien für einen konstruktiven Dialog werden ebenfalls vorgestellt.

20 snips
Dec 18, 2025 • 22min
Bundeswehr - Wer für Deutschland kämpft
Martin Elbe, Projektleiter für Militärsoziologie, und David Matthei, ehemaliger Offizier und Social-Media-Influencer, erörtern die drängenden Personalfragen der Bundeswehr. Elbe präsentiert interessante Erkenntnisse zur Altersstruktur und regionalen Verteilung von Bewerbern. Matthei teilt persönliche Erfahrungen über Kameradschaft und Rekrutierung. Beide diskutieren die Herausforderungen bei der Ansprache junger Menschen und den Einfluss von Diversität in der Truppe. Auch das Motivationspotenzial der Bewerber wird kritisch beleuchtet.

14 snips
Dec 11, 2025 • 20min
Öffentlicher Raum - Warum Toiletten eine Frage gesellschaftlicher Teilhabe sind
Öffentliche Toiletten sind ein Tabuthema, das viele betrifft, insbesondere Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Experten diskutieren, wie fehlende Toiletten soziale Ungleichheiten verstärken und gesundheitliche Folgen haben können. Ein pflegender Angehöriger schildert die Herausforderungen im Alltag seiner demenzerkrankten Frau. Zudem werden Lösungen wie betreute Kioske und innovative Toilettensysteme vorgestellt, um diesen Zugang zu gewährleisten. Der Wandel in der Stadtplanung könnte neue Chancen für inklusive Toiletten bieten.

10 snips
Dec 11, 2025 • 23min
Bonusmaterial: Ein pflegender Angehöriger erzählt - Toiletten bedeuten Teilhabe
Wolf spricht offen über die entscheidende Rolle von Toiletten für pflegende Angehörige. Er teilt persönliche Erfahrungen mit seiner dementen Partnerin und erklärt, wie wichtig die Planung von Ausflügen ist. Diskussionen über geeignete Ausflugsziele wie Museen und Cafés zeigen, wie Teilhabe möglich ist. Wolf kritisiert selbstreinigende Toiletten und plädiert für betreute Kioske. Praktische Tipps zur Routenplanung und der Euroschlüssel als Hilfsmittel runden das Gespräch ab.

11 snips
Dec 4, 2025 • 21min
Dating - Der Status ist in Partnerschaften immer noch relevant
Janina Bühler ist Professorin für Diagnostik und Differenzielle Psychologie und Expertin für Partnerschafts- und Zufriedenheitsforschung. Im Gespräch thematisiert sie, wie der berufliche Status das Dating beeinflusst. Erfolgreiche Frauen bleiben oft Single, während Männer mit traditionellen Rollenvorstellungen weniger Erfolg haben. Studien zeigen, dass Bildungsabschlüsse die Matching-Wahrscheinlichkeit erhöhen. Janina erläutert auch, wie gesellschaftliche Rahmenbedingungen Paare unterstützen können, ihre Rollenmuster zu hinterfragen und Kompromisse zu finden.

17 snips
Nov 27, 2025 • 25min
Berufsleben - Worum es bei Work-Life-Balance wirklich geht
Gudrun Reindl, Arbeits- und Organisationspsychologin an der Universität Leipzig, beleuchtet die facettenreiche Bedeutung von Arbeit für das individuelle Wohlbefinden. Sie erklärt, warum der Begriff Work-Life-Balance irreführend ist und plädiert für eine "Belastungsbalance", um die unterschiedlichen Belastungen im Alltag zu betrachten. Reindl thematisiert die Herausforderungen der ständigen Erreichbarkeit und wie doppelte Erwerbs- und Care-Arbeit insbesondere Frauen stärker belastet. Arbeit bietet Struktur und sozialen Kontakt, doch die Gefahren von Stress und Überforderung sind real.


