
FALTER Radio Verirrungen des Neoliberalismus – #288
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Feb 15, 2020 Isolde Charim, Philosophin und FALTER-Kolumnistin, diskutiert mit Jan-Werner Müller, einem Politikwissenschaftler und Autor, über sein Buch 'Furcht und Freiheit'. Sie erkunden, wie ein Leben ohne Angst vor sozialem Absturz aussieht. Die beiden reden über die Schattenseiten des Neoliberalismus, die Bedeutung von Identitätspolitik und die Notwendigkeit von neuen institutionellen Ansätzen im Dienstleistungssektor. Dabei wird die Macht des Zuhörens betont, um die Stimmen von Marginalisierten besser zu verstehen.
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Episode notes
Neoliberalismus Als Disziplinierungsprojekt
- Neoliberalismus ist nicht einfach Marktliberalismus, sondern eine Disziplinierungsmaschine mit Austerität als Kernwert.
- Isolde Charim betont, dass Neoliberalismus Freiheit rhetorisch nutzt, faktisch aber Anpassung und Leistungsdruck fordert.
Die Pension Als Symbol
- Jan‑Werner Müller nennt die FPÖ-Pension in Osttirol als symbolische Anekdote für die Rückzugsfantasien der Eliten.
- Das Haus plus Gold zeigt materielle Vorbereitung auf den Bruch des Gesellschaftsvertrags.
Britisches Experiment Mit Disziplin
- Großbritannien diente als Experiment für neoliberale Disziplinierung mit Austerität und strengen Kontrollmechanismen für Sozialleistungen.
- Das Ergebnis war extreme staatliche Kontrolle auf Makro‑ und Mikroebene mit harten Folgen für Bedürftige.


