Auf den Punkt

Süddeutsche Zeitung
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Nov 4, 2023 • 27min

Wieso Linke glauben, mit Antisemitismus die Welt zu verbessern

Bei den weltweiten Reaktionen auf den Krieg im Nahen Osten wird er wieder besonders offensichtlich: systematischer Hass auf Jüdinnen und Juden. Antisemitismus verbinden viele eher mit der extremen Rechten – aber auch sehr viele Menschen und Gruppen, die sich als politisch links verstehen, äußern sich aktuell problematisch und teilweise sogar offen hasserfüllt oder verschwörungstheoretisch. Neben oft berechtigter Kritik an der israelischen Regierung, gab und gibt es unzählige Statements von links, in denen das Existenzrecht Israels zumindest in Frage gestellt oder sogar ganz abgelehnt wird, in denen Israel Mord vorgeworfen wird und die Hamas-Terroristen als “Befreiungskämpfer” gefeiert werden. Woher kommt der Antisemitismus in der Linken? Darüber spricht in dieser Folge von “Auf den Punkt am Wochenende” der Autor und Antisemitismus-Forscher Nicholas Potter. Er sagt: Viele selbsternannte Progressive würden tatsächlich glauben, mit Antisemitismus die Welt zu verbessern. Zum Weiterhören und -lesen: Hier finden Sie die Sendung von Montag über Israels Militär-Strategie in Gaza. Hier geht es zum Nahost-Liveblog mit allen aktuellen Entwicklungen. Redaktionsschluss für diese Sendung war Freitag, 03.11.2023 um 18 Uhr. Moderation, Redaktion: Nadja Schlüter Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Tami Holderried Produktion: Benjamin Markthaler Zusätzliches Audiomaterial über X @BMWK, @IsraeliPMheb und @SHNasrallah, Youtube @tagesschau. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER
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Nov 3, 2023 • 13min

Migration: Warum Merz jetzt was riskieren muss

Die Migration ist eine Mammutaufgabe, die Deutschland die nächsten Jahre und Jahrzehnte lösen muss. Am Montag wollen Bund und Länder sich mal wieder austauschen, wie das besser gehen kann. Aber auch die Bundesregierung und die Opposition im Bundestag müssen zusammenkommen, damit das klappen kann. Mein Kollege Nico Richter, Chef vom SZ-Parlamentsbüro, sagt: “Der Bundeskanzler und die CDU sind sich grundsätzlich einig, dass es sinnvoll wäre, bei diesem Thema zusammenzuarbeiten. Für die CDU gibt es dabei allerdings ein Risiko.” Darum und um die geplanten Maßnahmen geht es in dieser Folge von “Auf den Punkt”. Weitere Nachrichten: Nasrallah-Rede, Blinken in Israel Wie Menschen Rachsucht überwinden können, lesen Sie hier. Moderation, Redaktion: Franziska von Malsen Redaktion: Tami Holderried, Johannes Korsche Produktion: Annike Bingger Zusätzliches Audiomaterial über ARD Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER
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Nov 2, 2023 • 13min

Bald 37 Mitglieder? Warum die EU nur wachsen kann, wenn sie sich erneuert

Am Donnerstag hat die Bundesregierung zu einer Europa-Konferenz nach Berlin eingeladen, um mit Außenministerinnen und -ministern von EU-Mitgliedsstaaten und EU-Beitrittsländern darüber zu sprechen, wie die EU reformiert und erweitert werden könnte. Zählt man alle Länder zusammen, die eine Beitrittsperspektive haben, käme die EU auf 37 Mitgliedsstaaten. Will sich sie sich nicht selbst lähmen, braucht es deswegen Reformen. Zum Beispiel beim Prinzip der Einstimmigkeit, wonach bei vielen Beschlüssen jedes EU-Land zustimmen muss. Mein Kollege Paul-Anton Krüger berichtet aus Berlin über deutsche Außenpolitik. Er sagt: Es brauche schon eine Menge Optimismus, um daran zu glauben, dass die EU reformiert wird. Aber: Es gibt gerade vielversprechende Ideen, wie genau das gelingen könnte. Weitere Nachrichten: Faeser untersagt Hamas und Samidoun Tätigkeit in Deutschland, 400 Menschen verlassen Gaza-Streifen in Richtung Ägypten. Weiterlesen: Die Rezension zum Film “Anatomie eines Falls” lesen Sie hier. Das Interview mit Hauptdarstellerin Sandra Hüller im SZ-Magazin lesen Sie hier. Moderation, Redaktion: Johannes Korsche Redaktion: Franziska von Malsen, Tami Holderried Produktion: Benjamin Markthaler Zusätzliches Audiomaterial über tagesschau, phoenix. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER
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Oct 31, 2023 • 12min

Söder und Aiwanger: Wie zwei Schulhof-Rowdies

Vergangene Woche haben die Freien Wähler und die CSU einen neuen Koalitionsvertrag bis 2028 unterschrieben. Seitdem ist klar: Markus Söder (CSU) wird wieder Ministerpräsident. Seine offizielle Wahl zum Regierungschef an diesem Dienstag war dann eigentlich nur noch eine Formsache. Mit 120 Ja-Stimmen hat er dann auch eine komfortable Mehrheit bekommen, insgesamt sind es 203 Abgeordnete im Bayerischen Landtag. Söders anschließende Rede war in weiten Teilen vor allem ein Best-of-Wahlkampf, sagt Johann Osel, der für die SZ im Landtag dabei war. Aber bei einer Sache war Söder dann noch deutlicher als bisher: bei der Abgrenzung von der AfD. Weitere Nachrichten: Bundesverfassungsgericht kippt Reform zur Wiederaufnahme von Strafverfahren, Schauspieler Elmar Wepper ist tot **Weiterlesen: ** Den Text zu Söders Wiederwahl von Johann Osel und Roman Deininger lesen Sie hier. [Den Text von Nele Pollatschek zu den Erkenntnissen nach dem 7. Oktober lesen Sie hier.](https://www.sueddeutsche.de/kultur/dagestan-ausschreitungen-progrom-israel-gaza-hamas-1.6295738 ) Moderation, Redaktion: Johannes Korsche Redaktion: Nadja Schlüter, Tami Holderried, Antonia Franz Produktion: Imanuel Pedersen Zusätzliches Audiomaterial über BR24. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER
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Oct 30, 2023 • 12min

Häuserkampf in Gaza: So will Israel die Hamas zerschlagen

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu hat eine “neue Phase” des Krieges verkündet. Für ihn ist das Ziel klar: Die Geiseln sollen befreit und die Hamas zerschlagen werden. Aber ist das realistisch? Der SZ-Militärexperte Sebastian Gierke sagt: “Die Frage ist, ob Israel tatsächlich bereit ist, diesen Kampf zu führen.” Denn schon jetzt sei klar, dass ein Kampf gegen die Hamas Monate dauern würde. Und auf beiden Seiten viele Opfer fordern wird. Im Podcast erläutert Sebastian Gierke, welche Probleme die israelische Armee im Kampf gegen die Hamas bewältigen muss. Und er erklärt, warum die Hamas einen großen strategischen Vorteil hat. Weitere Nachrichten: AfD-Abgeordneter festgenommen, Inflation erstmals wieder sehr niedrig, Staatsbesuche in Afrika. Weiterlesen: Krieg gegen die Hamas: So gefährlich kann der Häuserkampf in Gaza sein. Verdacht auf Volksverhetzung: AfD-Abgeordneter festgenommen. Theaterstück in Jena: Die Hundekot-Attacke. Moderation, Redaktion: Ann-Marlen Hoolt Redaktion: Antonia Franz Produktion: Jakob Arnu Zusätzliches Audiomaterial über x@IsraeliPM_heb. Anmerkung der Redaktion: In einer ersten Version des Podcast wurde Benjamin Netanjahu als Präsident Israels bezeichnet, er ist allerdings Premierminister. Wir haben die entsprechende Stelle korrigiert. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER
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Oct 28, 2023 • 31min

Am Wochenende: “Einige trinken Salzwasser” - die Lage der Zivilisten in Gaza

Schon vor dem Krieg zwischen Israel und der Hamas waren die meisten Menschen im Gazastreifen auf Hilfslieferungen angewiesen. Mehr als zwei Millionen Menschen leben dort, die Hälfte davon sind Kinder. Der Terroranschlag der Hamas am 7. Oktober und die israelische Antwort darauf haben die humanitäre Situation in dem Landstrich noch einmal drastisch verschlimmert. Es fehlt an Nahrungsmitteln, Medizin und Trinkwasser. “Einige schildern, dass sie mittlerweile Salzwasser trinken”, sagt Matthias Schmale. Er leitete die UN-Mission zur Versorgung von Geflüchteten im Gazastreifen von 2017 bis 2021. Inzwischen arbeitet er in Nigeria für die UN, hat aber immer noch viel Kontakt in den Gazastreifen. Zum Weiterlesen und -hören Eine kurze (englische) Besprechung von Moritz Baumstiegers Buchtipp “Enemies and Neighbours” von Ian Black lesen Sie beim Guardian. Ein SZ-Interview mit dem Autoren des zweiten Buchtipps, Tom Segevs “1967”, lesen Sie hier. Den Text von Ronen Steinke zu den Gemeinsamkeiten der jüdischen und palästinensischen Diaspora lesen Sie hier. Redaktionsschluss für diese Sendung war Freitag, 27.10.2023 um 18 Uhr. Moderation, Redaktion: Johannes Korsche Redaktion: Nadja Schlüter, Tami Holderried, Franziska von Malsen Produktion: Imanuel Pedersen Zusätzliches Audiomaterial über euronews (YouTube), WDR aktuell, phoenix, Forbes Breaking News (YouTube). Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER
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Oct 27, 2023 • 11min

Nahostkrieg: Welche Rolle spielt Nachbarland Ägypten?

In den letzten Jahren ist Ägypten immer wieder als Vermittler zwischen Israel und der Hamas aufgetreten. Gelingt das wieder? Dann könnte das Land im Krieg in Nahost eine entscheidende Rolle spielen. Der SZ-Nordafrika Korrespondent Bernd Dörries erklärt im Podcast, dass sich Ägypten politisch in einem Spagat befindet. Denn auf der einen Seite will der Präsident seinen politischen Einfluss ausbauen. Auf der anderen Seite werden seit Kriegsbeginn immer mehr israelfeindliche Stimmen in der Region laut. Weitere Nachrichten: Zweiter Tag des EU-Gipfels in Brüssel, Deutsche Bahn versucht Warnstreiks abzuwenden. Weiterlesen: Wie Ägyptens Präsident die israelfeindliche Stimmung im Land für seinen Wahlkampf nutzt. Was wird aus der Annäherung von Israel und Saudi-Arabien? Hilft positives Denken, wenn das politische Weltgeschehen gerade düster aussieht? Moderation, Redaktion: Ann-Marlen Hoolt Redaktion: Tami Holderried, Johannes Korsche Produktion: Julia Ongyerth Zusätzliches Audiomaterial über The National News. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER
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Oct 26, 2023 • 13min

US-Repräsentantenhaus: Neuer Sprecher von Trumps Gnaden

Wochenlang hat das US-Repräsentantenhaus einen neuen Speaker gesucht. Am Mittwoch hat dann ein Republikaner die notwendigen Stimmen bekommen: Der rechte Hardliner und Trump-Supporter Mike Johnson. Und der muss sich jetzt ziemlich beeilen, sonst stehen die USA bald wieder vor einem Shutdown, sagt US-Korrespondent Peter Burghardt im Podcast. Denn der Übergangshaushalt steht nur noch bis Mitte November und es geht um viel Geld, zum Beispiel Hilfen für Israel, palästinensische Zivilisten oder Waffenlieferungen für die Ukraine. Das werden schwierige Verhandlungen, sagt Burghardt: “Mike Johnson will sich selbst und auch seine Unterstützer, vor allen Dingen ganz rechts, auf jeden Fall befrieden. Und auch Donald Trump. Das Ganze steht eindeutig immer im Zusammenhang mit dem Wahlkampf für 2024. Das ist immer auch ein Duell Biden gegen Trump.” Denn Mike Johnson braucht die Unterstützung von Donald Trump, ohne den er gar nicht erst Sprecher des Repräsentantenhauses geworden wäre. Weitere Nachrichten: Regierung in Bayern steht, Israelische Bodeneinsätze in Gaza, EZB hebt Leitzins nicht weiter an. Moderation, Redaktion: Antonia Franz Redaktion: Tami Holderried, Ann-Marlen Hoolt Produktion: Jakob Arnu Hier können Sie die neue Folge von "Das Thema" hören. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER
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Oct 25, 2023 • 12min

Migration: Ist Scholz zum Hardliner geworden?

Die Bundesregierung will beim Thema Migration mehr Härte zeigen - und in Zukunft Asylsuchende ohne Aufenthaltsrecht schneller abschieben. Einen entsprechenden Gesetzentwurf der Innenministerin Nancy Faeser hat das Bundeskabinett am Mittwoch gebilligt. Doch daran gibt es unter anderem von Asylverbänden Kritik - sie befürchten, dass das Asylrecht in Deutschland ausgehöhlt werden könnte. Dazu sagt der Leiter der SZ-Parlamentsredaktion, Nicolas Richter: "Das Gesetz erleichtert zwar das Verfahren - aber es schränkt auch die Bürgerrechte ein." Im Podcast erzählt er, warum der Ton in der Migrationsdebatte zuletzt rauer geworden ist und wie sich die einzelnen Parteien dazu positionieren. Und es geht auch um die Haltung von Bundeskanzler Olaf Scholz. Weitere Nachrichten: Schwarze Menschen in Deutschland erleben rassistische Diskriminierungen, Israelische Politiker fordern Rücktritt von UN-Generalsekretär Antonio Guterres. Weiterlesen: Migration: Die neue Kälte in der politischen Rhetorik. Eklat im Sicherheitsrat: Kritik an UN-Generalsekretär Guterres. SZ-Test: Welche Spaghetti schmeckt am besten? Moderation, Redaktion: Ann-Marlen Hoolt Redaktion: Tami Holderried, Antonia Franz Produktion: Jakob Arnu Zusätzliches Audiomaterial über: dpa. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER
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Oct 24, 2023 • 12min

Nach Hamas-Terror: Kann Netanjahu Ministerpräsident bleiben?

Seit dem Terror der Hamas am 7. Oktober wissen alle, dass Benjamin Netanjahu sein Versprechen, für die Sicherheit der Israelis zu sorgen, nicht gehalten hat. Der SZ-Israel-Korrespondent Peter Münch sagt: "Das war ein kolossales Versagen auf ganzer Linie: Bei der Armee, bei den Geheimdiensten. Aber verantwortlich ist der Regierungschef.” Warum Netanjahu dazu öffentlich immer noch nicht Stellung bezogen hat, ob – und wann es zu einem Machtwechsel kommen könnte, das erklärt Peter Münch in dieser Folge. Weitere Nachrichten: Bombendrohungen an Einrichtungen in Deutschland, gesunkenes Frachtschiff in der Nordsee Die Protokolle, in denen Menschen über ihre Angst und ihren Alltag in Gaza sprechen, finden Sie hier. Moderation, Redaktion: Franziska von Malsen Redaktion: Johannes Korsche Produktion: Jakob Arnu Zusätzliches Audiomaterial über: Youtube “Sky News” Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

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