Bundestalk - Der Politik-Podcast der taz

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Oct 8, 2026 • 58min

Rechtsextremer Landtagspräsident - Was kommt jetzt auf Sachsen-Anhalt zu?

Ein AfD-Politiker an einem Schalthebel der Macht. Eine zerschredderte CDU und die Frage: Wer hat für den Tabubruch gesorgt? In Sachsen-Anhalt hat sich der neue Landtag konstituiert. Die Sitzung vom 6. Oktober könnte in die Geschichtsbücher eingehen: Zum ersten Mal seit 1945 stellt eine rechtsextreme Partei den Landtagspräsidenten. Und ins Amt des Landtagsvizepräsidenten wurde der völkische AfD-Hardliner Hans-Thomas Tillschneider gewählt. Doch wer hat ihnen zur Merhheit verholfen? Der AfD-Mann Tobias Rausch wurde mit 48 von 82 Stimmen zum Parlamentspräsidenten gewählt, das sind vier Stimmen mehr als AfD und BSW zusammen haben. Unter Verdacht stehen Landtagsabgeordnete der CDU. Wenn sie tatsächlich die Steigbügelhalter waren, wäre das ein Tabubruch, der die CDU in Turbulenzen stürzt. Ein Landtagspräsident ist kein Grüßaugust, sondern ein Posten mit großer Machtfülle. Er hat das Hausrecht, kann mit Ordnungsrufen die Oppostionsparteien drangsalieren und ist Dienstherr über die Verwaltungsjobs. Wie es dazu kommen konnte, was das für die Ministerpräsidentenwahl Anfang Dezember bedeutet und wie es jetzt weiter geht, darüber sprechen Gareth Joswig, AfD-Experte aus dem taz-Parlamentsbüro, Konrad Litschko aus dem Reportage- und Rechercheressort und Sachsen-Anhalt-Korrespondent David Muschenich, moderiert von Martina Mescher aus dem wochentaz-Politikteam. 👍 Dir gefällt, was du hörst und du möchtest das zeigen? Teile den Bundestalk, hinterlasse eine Bewertung bei Spotify oder Apple Podcasts oder unterstütze den Bundestalk über taz zahl ich 💌 Das Bundestalk-Team ist zu erreichen unter [email protected] ✨ Neuer taz Podcast Reingehen – die Geschichten der Woche aus der wochentaz. Jeden Samstag neu. ✨ Die neue Folge von Fernverbindung - der Auslandspodcast der taz ist online! 🎧 Credits Produktion: Daniel Fromm Redaktion: Marie Frank Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem!Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier.Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!
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Oct 1, 2026 • 50min

Berliner Linke unter Druck: Antisemitismus, Gaza und die Machtfrage

Seit dem klaren Wahlsieg der Linken in Berlin unter ihrer Spitzenkandidatin Elif Eralp am 20. September ist die Partei unter Druck geraten. Zu der von rechten Kreisen ohnehin geschürten Angst vor "staatssozialistischen Enteigungsfantasien" gesellen sich Vorwürfe antisemitischer Vorfälle in der Partei und Fotos, die Kontakte zur Organisierten Kriminalität nahelegen. Konservative Medien, aber auch Politiker*innen aus CDU/CSU, aber auch SPD und Grünen haben die Berliner Grünen und Sozialdemokrat*innen aufgerufen, auf keinen Fall mit dieser Linken in eine Koalition zu gehen. Rechnerisch wäre die Alternative nur eine CDU-geführte Regierung, also Schwarz-Grün-Rot statt Rot-Grün-Rot. Was ist an den Vorwürfen gegen die Linke, insbesondere gegen ihren Neuköllner Kreisverband, eigentlich wirklich dran? Wie ist der Umgang der Berliner Parteiführung, aber auch der Linken Bundesspitze mit den Vorwürfen einzuschätzen? Wie kommt eine derart überhitzte Stimmung in konservativen Medien und Politik gegen die Linke zustande? Wie geht es Berliner Juden und Jüd*innen tatsächlich, die ja genausowenig mit einer Stimme sprechen wie alle anderen Bevölkerungsgruppen auch? Und schließlich: Wird es gelingen, die Stimmung so zu besänftigen, dass am Ende tatsächlich ein progressives Bündnis unter Führung von Elif Eralp die Regierung in Berlin übernehmen kann? Darüber spricht Moderator Bernd Pickert mit der Leiterin des Inlands-Ressorts Dinah Riese, taz1-Redakteurin Lotte Laloire und Uta Schleiermacher aus der Berlin-Redaktion. 📖 Zum Weiterlesen: Wollten wir nicht besser sein?. Ein persönlicher Text aus linker, jüdischer Perspektive von Dinah Riese, taz vom 25.9.2026 "Die Linke ist keine antisemitische Partei" Interview von Uta Schleiermacher mit der queer-jüdischen Aktivistin Rosa Jellinek, taz vom 26.9.2026 Wie Jüdinnen und Juden auf die Linke schauen. Sechs Protokolle von Frederik Eikmanns, Lotte Laloire und Konstantin Nowotny, taz vom 28.9.2026 In eigener Sache: Die Bundestalk-Hosts Sabine am Orde und Stefan Reinecke schreiben ein Buch und nehmen dazu eine Auszeit bis Dezember. Die verbleibende Host-Crew aus Martina Mescher und Bernd Pickert wird bis auf weiteres ergänzt durch Anja Krüger. Willkommen im Team! 👍 Dir gefällt, was du hörst und du möchtest das zeigen? Teile den Bundestalk, hinterlasse eine Bewertung bei Spotify oder Apple Podcasts oder unterstütze den Bundestalk über taz zahl ich 💌 Das Bundestalk-Team ist zu erreichen unter [email protected] ✨ Neuer taz Podcast Reingehen – die Geschichten der Woche aus der wochentaz. Jeden Samstag neu. ✨ Die neue Folge von Fernverbindung - der Auslandspodcast der taz ist online! Auslandsredakteurin Tanja Tricarico spricht mit Brasilien-Korrespondentin Christine Wollowski über die bevorstehende Richtungswahl in Brasilien 🎧 Credits Produktion: Daniel Fromm Redaktion: Marie Frank Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem!Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier.Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!
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Sep 23, 2026 • 59min

Wie geht es weiter nach den Wahlen?

Anna Lehmann, Leiterin des taz-Parlamentsbüros, Gareth Joswig, Spezialist für AfD und Rechtsextremismus, und Uwe Rada, Kenner der Berliner Landespolitik, analysieren die Landtagswahlen. Es geht um Merz’ Zukunft, den Reformkurs von CDU und SPD, den Höhenflug der AfD und ein mögliches rot-rot-grünes Berlin. Außerdem: soziale Infrastruktur, glaubwürdige Wahlkämpfe und Konsequenzen aus dem Antisemitismus-Skandal der Linken.
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Sep 17, 2026 • 52min

Wie tickt das BSW? Und wie hält die Partei es mit der AfD?

Daniel Bax, Gesellschafts- und Politikjournalist mit BSW-Erfahrung, Rainer Rutz, Kenner ostdeutscher Politik, und Anna Lehmann, Leiterin des taz-Parlamentsbüros, analysieren den Kurs des BSW. Es geht um Überschneidungen mit der AfD, Wagenknechts Bürgerregierung, innerparteiliche Machtstrukturen und den Wandel vom AfD-Stimmenfänger zum möglichen Machtfaktor. Droht eine Querfront?
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Sep 8, 2026 • 1h 1min

Die Rechtsextremen haben gewonnen- und jetzt?

David Muschenich, taz-Korrespondent für Ostdeutschland, Sabine am Orde, Expertin für CDU und Innenpolitik, und Gareth Joswig, Beobachter der AfD und extremen Rechten, analysieren den AfD-Erdrutschsieg in Sachsen-Anhalt. Sie sprechen über Ulrich Siegmunds Machtanspruch, mögliche Mehrheiten, den Absturz der CDU und ein neues Zwei-Block-System. Im Fokus stehen auch Zivilgesellschaft, Repression, Dialog und die Zukunft der Brandmauer.
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Sep 3, 2026 • 1h 3min

Überlebt Schwarz-Rot die Landtagswahlen?

Anna Lehmann, Leiterin des taz-Parlamentsbüros, Sabine Am Orde, innenpolitische Korrespondentin, und Barbara Dribbusch, Sozialpolitik-Redakteurin, diskutieren die Krise der schwarz-roten Koalition. Im Mittelpunkt stehen Merz’ schwieriger Wahlkampf im Osten, der Streit um die Rente mit 63 und die Zukunft sozialer Reformen. Außerdem geht es um fehlende politische Erzählungen, interne Machtkämpfe und die stabilisierende Wirkung der AfD.
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Aug 27, 2026 • 1h 5min

Was, wenn die AfD in Sachsen-Anhalt gewinnt?

Die Rechtsextremen setzen auf einen Sieg in Magdeburg am 6. September. Doch die Gegenkräfte werden stärker. Der smarte Ulrich Siegmund könnte der AfD bei der Wahl am 6. September den größten Erfolg bescheren und möglicherweise sogar Ministerpräsident werden. Für viele in Sachsen-Anhalt wäre das eine Schreckensvorstellung. Migranten fühlen sich bedroht, Unternehmen wandern ab und Kulturschaffende fürchten Repressionen. Die Stärke der AfD ist die Schwäche der anderen. CDU-Ministerpräsident Sven Schulze distanziert sich von der Bundes-CDU und Kanzler Merz und macht lieber mit Didi Hallervorden Wahlkampf. Doch der positive Schwung, den Siegmund verbreitet, fehlt ihm. Es wird viel davon abhängen, ob SPD und Grüne es in den Landtag schaffen. Denn wenn das gelingt, schwindet die Chance der AfD, mit 40 Prozent alleine die Regierung bilden zu können. Diese Wahl ist deshalb anders als jene in Brandenburg, Thüringen, Sachsen: Dort wählte, wer die AfD von der Macht fern halten wollte, den Amtsinhaber. In Sachsen-Anhalt muss man dafür eher bei kleineren Parteien das Kreuz machen. Am 6. Oktober wird der neue Landtag zusammentreten. Vielleicht geht dann alles mehr oder weniger so weiter wie bisher - mit einem CDU-Ministerpräsidenten. Aber man muss mit allem rechnen - auch mit dem Schlimmsten. Darüber reden David Muschenich, taz-Korrespondent für Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen, Sabine am Orde, politische Korrespondentin im Parlamentsbüro und zuständig für die CDU, Gareth Joswig, der für die taz über die AfD berichtet und mit dem Moderator Stefan Reinecke, der im taz-Parlamentsbüro über die SPD schreibt. Wetten, dass… die Demokratie gewinnt?! Zur Wahl am 06. September steht für Sachsen-Anhalt viel auf dem Spiel. Die taz sprach mit Vertreter:innen aus Zivilgesellschaft und Politik. Die Streams der Gespräche zum Nachschauen finden Sie hier. 📖 Zum Weiterlesen: Möglicher AfD-Sieg in Sachsen-Anhalt - „Wenn die regieren, bin ich weg“ Queere, Migrant:innen, Künst­le­r:in­nen und Linke fürchten einen AfD-Sieg in Sachsen-Anhalt – und fragen sich: gehen oder bleiben, falls es dazu kommt? Ein Bericht von David Muschenich. Vom 24.8.2026 Sommerinterviews mit der AfD: Shit-Show ohne Realitätsabgleich Klimakrise, Migration, angeblicher Wahlbetrug: Chrupalla und Weidel punkten mit Desinformation. Zurückgelehnte Live-Interviews funktionieren so nicht. Ein Bericht von Garteh Joswig. Vom 24.8.2026 Wahlkampf mit Fragezeichen: Wie soll die CDU es mit der AfD halten? Sabine am Orde war zu Besuch bei vier Christdemokrat:innen, die in dieser so wichtigen Frage ganz verschiedener Ansicht sind. Vom 21.8.2026 Vom Kanzler kein Rückenwind Kurz vor den Wahlen in Sachsen-Anhalt zeigt Merz wenig Verständnis für ostdeutsche Probleme. Dabei bräuchte die CDU dort gerade jetzt Unterstützung. Ein Kommentar von Stefan Reinecke. 26.8. 2026 💌 Das Bundestalk-Team ist zu erreichen unter [email protected] 👍 Dir gefällt, was du hörst und das möchtest du deinen Hosts zeigen? Teile den Bundestalk mit anderen, hinterlasse eine Bewertung bei Spotify oder Apple Podcasts oder unterstütze die taz-Podcasts über taz zahl ich Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem!Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier.Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!
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Aug 20, 2026 • 54min

Eskalation im Ukrainekrieg - Naht das Ende?

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine tobt in seinem fünften Jahr. Der Krieg hat sich verändert - in letzter Zeit beschießen beide Seiten insbesondere die gegenseitige Infrastruktur, Warenlager und zivile Einrichtungen. Offenbar mit dem Ziel, den Gegner wirtschaftlich und moralisch in die Knie zu zwingen. Die Ukraine hat keine militärischen Mittel, um die ballistischen Raketen Russlands abzuwehren. Und für die russische Bevölkerung bedeutet die neue Phase, dass der Krieg inzwischen überall spürbar ist. Manche meinen, das sei der lange prognostizierte Abnutzungskrieg im Endstadium. In Russland finden im September Wahlen zur Duma statt. Jabloko, die wichtigste verbliebene Stimme gegen den Krieg, ist allerdings von der Teilnahme ausgeschlossen. Viele rechnen damit, dass unmittelbar nach der Wahl eine neue Mobilisierung für die Front beginnen könnte. In der Ukraine verbietet die Verfassung die Durchführung von Wahlen in Kriegszeiten. Das hält den vor einem Monat geschassten ehemaligen Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow allerdings nicht davon ab, genau das zu fordern. Immerhin: Im Unterschied zu Russland ist eine offene Debatte darüber möglich, inklusive Demonstrationen. Aber die Zwangsrekrutierung junger Männer zur Armee führt zu immer heftigeren Konflikten. Wie sind die zerstörerischen Angriffe auf zivile, wirtschaftliche und Infrastrukturziele von Russland und der Ukraine zu bewerten? Welche Auswirkungen hat diese Form der Eskalation auf die europäischen Partner der Ukraine - insbesondere auf Deutschland? Wenn Russland weiterhin erfolgreich die ukrainische Energie-Infrastruktur zerstört, müssen wir dann zum Herbst/Winter hin mit größeren Fluchtbewegungen Richtung Deutschland rechnen? Und wenn ja, was heißt das? Wie vertragen sich die Perspektiven des Ukraine-Kriegs mit der extrem angespannten politischen Lage und den Landtagswahlkämpfen in Deutschland? Über all das diskutiert Bernd Pickert aus der Auslandsredaktion der taz mit dem freien Korrespondenten Mathias Brüggmann, Auslands-Ressortleiterin Barbara Oertel und Inlands-Fachredakteur Frederik Eikmanns. 📖 Zum Weiterlesen: Die Legitimation bröckelt - Neuwahl-Debatte in der Ukraine. Kommentar von Barbara Oertel, taz vom 19.8.2026 -Der Kreml hat Angst ums Geld - Kapitalflucht in Russland. Artikel von Mathias Brüggmann, taz vom 19.8.2026 Drohnenattacken gegen Russlands Finanzsystem - Ukraine trifft russische Wirtschaft. Artikel von Mathias Brüggmann, taz vom 10.8.2026 Verschlossene Räume und kein Gefühl für Sicherheit mehr - Kyjiw unter russischem Beschuss Artikel von Julia Surkowa, taz vom 16.8.2026 ✨Fernverbindung - der Auslandspodcast der taz ✨ Neuer taz Podcast Reingehen – die Geschichten der Woche aus der wochentaz. Jeden Samstag neu. 💌 Das Bundestalk-Team erreichst du unter [email protected] 👍 Dir gefällt, was du hörst und du möchtest das zeigen? Teile den Bundestalk, hinterlasse eine Bewertung bei Spotify oder Apple Podcasts oder unterstütze den Bundestalk über taz zahl ich 🎧 Credits Produktion: Daniel Fromm Redaktion: Marie Frank Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem!Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier.Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!
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Aug 14, 2026 • 55min

Drohnen, Spione, Aufrüstung - wie sicher ist Deutschland?

Auf dem Leipziger Flughafen brauchte es offenbar eine Reihe glücklicher Umstände, damit die dort gefundene Drohne, die mit dem militärischen Sprengstoff Semtex bestückt war, nicht zu einer großen Katastrophe führte. Der Vorfall vom 4. August beschäftigt nicht nur die Ermittlungsbehörden auf der Suche nach den Urhebern. Die Täterschaft "fremder Mächte" könne nicht ausgeschlossen werden, heißt es aus der Bundesregierung. Und die Politik diskutiert aufgeregt, ob Deutschland womöglich massive Defizite in der inneren und äußeren Sicherheit aufweist. Der Grünen-Sicherheitspolitiker Konstantin von Notz bringt das im taz-Interview so auf den Punkt: "In einer Welt, in der wieder Krieg in Europa herrscht und in der auf deutschen Flughäfen mit dem Sprengstoff Semtex bestückte Drohnen herumfliegen und Wahlen manipuliert werden – in so einer Situation muss man sich neu aufstellen." Neben Diskussionen darüber, ob die Zuständigkeit für Flugsicherheit in der föderal organisierten Bundesrepublik nicht zu unterschiedlich geregelt ist und welche Rolle womöglich sogar das Militär im Innern spielen könnte, hat diese Woche auch ein 700-seitiger Gesetzentwurf von Innenminister Alexander Dobrindt (CDU) das Kabinett passiert, mit dem die Befugnisse der Geheimdienste massiv ausgeweitet werden sollen. Der Bundesnachrichtendienst und der Verfassungsschutz sollen künftig nicht nur Informationen sammeln, sondern auch operativ agieren können. Was bedeutet das genau? Ist nach der Entscheidung, die Bundeswehr massiv zu stärken, eine solche zweite Aufrüstungswelle gerechtfertigt? Woher kommen die Bedrohungen? Wo steht Deutschland in Punkto Drohnenabwehr etwa im Vergleich zu den baltischen Ländern, die mit hybriden Bedrohungen durch Russland schon seit Jahren leben? Und ist die Neugestaltung der Geheimdienste mit der Lehre aus der Naziherrschaft vereinbar, geheimdienstliche und polizeiliche Aufgaben grundsätzlich strikt getrennt zu halten? Über all das diskutiert Bernd Pickert aus der Auslandsredaktion der taz mit Inlands-Fachredakteur Frederik Eikmanns, Rechercheredakteur Konrad Litschko und Sicherheitsredakteurin Tanja Tricarico aus der Auslandsredaktion. 📖 Zum Weiterlesen: „Undurchdacht und gefährlich“ - Grünenpolitiker Konstantin von Notz über die Geheimdienstreform. Interview von Adam Schwedhelm, taz vom 11.8.2026 -Hunderte Drohnen über Einrichtungen der Bundeswehr - Hybride Angriffe in Deutschland. Artikel von Frederik Eikmanns, taz vom 12.8.2026 Gefährliche Doppelstruktur im Verborgenen - Geheimdienstreform im Kabinett Kommentar von Frederik Eikmanns, taz vom 12.8.2026 Überwachung first, Bedenken second - Palantir in Deutschland Artikel von Konrad Litschko, taz vom 15.6.2026 Stören, verwirren, verunsichern - elektronische Kriegsführung Artikel von Tanja Tricarico, taz vom 9.8.2026 ✨Fernverbindung - der Auslandspodcast der taz ✨ Neuer taz Podcast Reingehen – die Geschichten der Woche aus der wochentaz. Jeden Samstag neu. 💌 Das Bundestalk-Team erreichst du unter [email protected] 👍 Dir gefällt, was du hörst und du möchtest das zeigen? Teile den Bundestalk, hinterlasse eine Bewertung bei Spotify oder Apple Podcasts oder unterstütze den Bundestalk über taz zahl ich 🎧 Credits Produktion: Simon Seißler Redaktion: Marie Frank Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem!Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier.Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!
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Aug 6, 2026 • 1h 6min

Ist China Schuld an an der deutschen Wirtschaftskrise?

Eric Bonse, Brüssel-Korrespondent mit Fokus auf EU‑Handel und Außenpolitik, und Felix Lee, erfahrener China‑Korrespondent zur Geoökonomie. Sie diskutieren den China‑Schock 2.0, die Lage der Auto‑ und Chemieindustrie, mögliche EU‑Maßnahmen wie Zölle oder Quoten und Europas Abhängigkeiten von China. Es geht um Industriepolitik, VW‑Krisen und die geopolitischen Risiken für Europas Wirtschaft.

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