Kreisky Forum Talks

Kreiskyforum
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Mar 24, 2023 • 45min

Philomena Apiko & Franz Schmidjell: AFRICA, EUROPE AND THE WAR IN THE UKRAINE

A year ago, AU and EU held their sixth summit, in Brussels. Whereas the sentiments afterwards were optimistic on the EU-side – mainly because it had rolled out their Global Gateway initiative to be financed with 150 billion €, Africans were disappointed: Europe had made promises, as always, but discussions were still not on an equal level, issues like migration, Covid 19, and even security had been put aside. The summit results were immediately overshadowed by Russia’s invasion of Ukraine, whose spill over effects continue to affect EU-Africa relations. The war has devastating effects on food and fuel security across Africa, deepening existing food crisis, driving millions more into poverty, triggering protests and political instability across the continent and increasing the risk of long-lasting armed conflicts, in the Sahel. Africans view EU sanctions on Russia as exacerbating Africa´s food security and economic problems. EU funding for Ukraine fuel concerns that financial promises made to African countries may no longer hold. Georg Lennkh will discuss with Philomena Apiko and Franz Schmidjell about the economic, social and political impact of the war in Ukraine on African countries, on EU- Africa relations and about what this means for Europe. Philomena Apiko, Head of the EU – AU Department at the Centre for Africa – Europe relations. She specialises in AU-EU relations, AU reforms, trade and regional integration, gender, governance, democracy and human rights, and international law and justice. Franz Schmidjell, Deputy Director of Vienna Institute for International Dialogue and Cooperation VIDC Moderation: Georg Lennkh, Ambassador ret., former Special Representative for Africa of the Austrian Government, Member of the Board of Bruno Kreisky Forum
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Mar 23, 2023 • 1h 25min

Michael Häupl & Barbara Prainsack: AUS WIDERSTAND UND SOLIDARITÄT

AUS WIDERSTAND UND SOLIDARITÄT Kann man aus der Geschichte lernen? Begrüßung:Gertraud Auer Borea d’Olmo, Kreisky ForumTanja Wehsely, Volkshilfe Wien Einleitung:Alexander Emanuely, Schriftsteller, Kulturwissenschaftler Im Gespräch:Michael Häupl, Präsident der Volkshilfe WienBarbara Prainsack, Univ. Wien, Forschungs­gruppe Zeitgenössische Solidaritätsstudien Moderation: Christa Zöchling, Journalistin 1922, in den frühen Jahren der jungen Ersten Republik, wurde die Hilfsorganisation Societas gegründet, um die unfassbare Not nach dem 1. Weltkrieg zu lindern. Die Societas war ein Verband von vorwiegend Wiener Fürsorgevereinen der Arbeiter*innenbewegung auf Bezirksebene und arbeitete eng mit der staatlichen Fürsorge bzw. mit jener der Wiener Stadtverwaltung, des Roten Wien, und mit anderen privaten Fürsorgevereinen zusammen. Diese aus der Zivilgesellschaft entstandene Organisation wollte, ohne Unterschied von Herkunft und Religion, helfen und eingreifen, wo dem Staat die Mittel fehlten. Man wollte nicht nur wohltätig sein, sondern die Armut auch politisch bekämpfen. 1934 wurde die Societas verboten. Am 21. März 1947 wurde im Geiste der Societas die Volkshilfe gegründet. Damals wie heute geht es nicht nur um das bloße Verteilen von Almosen an Bedürftige, sondern um die Begegnung mit in Not geratenen Menschen auf Augenhöhe, um deren Unterstützung und darum, ihnen wieder eine Perspektive zu bieten. Ob und inwieweit kann man aus der Geschichte lernen? Wie passen der Wunsch nach mehr Solidarität und Zusammenhalt und die zunehmende Vereinzelung in unserer Gesellschaft zusammen? Welche Impulse braucht es aus Politik und Zivilgesellschaft, um den vielen Krisen zu begegnen und um ein gutes Leben für möglichst alle zu ermöglichen? Kann Geschichte Orientierung und Zuversicht für eine wenig berechenbare Zukunft geben?
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Mar 21, 2023 • 49min

Robert Menasse: DIE ERWEITERUNG

Soll die Europäische Union weitere Mitglieder aufnehmen? Die Erweiterung ist bereits das zweite große EU-Buch von Robert Menasse. Der preisgekrönte Autor beschreibt darin „eine Geschichte von biblischer Drastik, die kontrastiert wird mit den Rechtsauffassungen jener politischen Organisation, der sich Menasse als engagierter Intellektueller verschrieben hat.“ (FAZ) Menasse streicht die Widersprüchlichkeit heraus, dass man innerhalb der EU mit antieuropäischer Rhetorik nationale Wahlen gewinnen kann, während man außerhalb der EU Wahlen gewinnt, indem man pro-europäische Signale ausschickt. Was macht das mit den Menschen hier und da? Anhand von Albanien erzählt Menasse nicht nur von den Hoffnungen und Enttäuschungen jener, die vor der Festung Europa stehen. Er schreibt auch über die die sogenannten „Schwurjungfrauen“ – eine alte albanische Tradition, bei der Frauen sich zu Männern erklären. Für Menasse ein guter Beitrag zur Transgender-Debatte. Welche Werte gibt sich die EU? Was können Mitglieder und Beitrittskandidaten voneinander lernen? Robert Menasse ist ein Wiener Schriftsteller, der für seine Romane vielfach ausgezeichnet wurde. Für seinen ersten großen EU-Roman „Die Hauptstadt“ erhielt er 2017 den Deutschen Buchpreis, für seinen zweiten großen Europaroman „Die Erweiterung“ den Bruno-Kreisky-Preis für das Politische Buch 2022. Tessa Szyszkowitz ist Journalistin und Autorin, seit 2010 mit Sitz in London. Davor war sie Korrespondentin in Moskau, Brüssel und Jerusalem. Sie schreibt regelmäßig für Falter, profil & Cicero, ist Kuratorin der Reihe Philoxenia im Kreiskyforum und Distinguished Fellow im Royal United Services Institute in London.
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Mar 20, 2023 • 1h 5min

Philipp Blom & Nina Khrushcheva: RUSSIA - A SOCIETY IN MELTDOWN

The war on Ukraine is catastrophic for both parties. Ukraine has to bear widespread destruction of infrastructure and a terrible loss of life. The morale within the society is high, and if the country can prevail on the battlefield, the future appears dynamic. For Russia the situation is radically different, says political scientist Nina Khrushcheva, the first guest of the Dialogues for Tomorrow. Having divided her time between Moscow and the US during the past year, she has observed the changes in Russian society from within. How is Russian society developing in the shadow of war and political oppression? How secure is Putin's power and are their oppositional protagonists and structures apart form the Kremlin elite and the oligarchs? Is a change of power in Russia a plausible prospect, and what will Russia look like after the war, and after Putin? How much has been destroyed already by the loss of countless people who left the country, by the tightening of dictatorship and the breakdown of trade and political relations with Western countries? What will the future hold for Russia and for European and global power politics and global alliances? Philipp Blom (Historian and Author) speaks with Nina Khrushcheva (Professor of International Affairs, The New School, New York) about a society in meltdown and its future in the context of both its historical and political path, and of international security. Dialogues for Tomorrow Von der Klimalkatastrophe bis hin zu Demokratien in der Krise, neuen Kriegen und sozialen Kontroversen: Die Zukunft birgt enorme Herausforderungen. Die Diskussion darüber braucht Öffentlichkeit. Phillip Blom diskutiert mit renommierten, innovativen, klugen und provokanten internationalen Gästen über Transformation, sinnvolle Anpassung, notwendige Maßnahmen und neue Denkräume. Eine gemeinsame Veranstaltungsreihe des BKF (Bruno Kreisky Forums für Internationales Dialog), des IWM (Instituts für die Wissenschaften vom Menschen) und der Universität für angewandte Kunst in Wien. Mit freundlicher Unterstützung der RD Foundation Vienna.
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Mar 15, 2023 • 1h 8min

Tobias Zumbrägel: DIE "GRÜNE STUNDE" DER VEREINIGTEN ARABISCHEN EMIRATE

Gudrun Harrer im Gespräch mit Tobias Zumbrägel DIE „GRÜNE STUNDE“ DER VEREINIGTEN ARABISCHEN EMIRATE Ist die neue Klimapolitik der Golfmonarchien eine ernsthafte Nachhaltigkeitswende? Die nächste UN-Klimakonferenz wird im Dezember 2023 von den  Vereinigten Arabischen Emiraten ausgerichtet. Höchste Zeit, sich mit dem  kleinen aber ambitioniertem Wüstenstaat auseinanderzusetzen, der seinen  Reichtum und politischen Einfluss dem Verkauf von Öl und Gas verdankt.  Seit kurzem findet aber ein radikaler Wandel in den ölreichen  Golfmonarchien auf der Arabischen Halbinsel statt, der federführend von  den Emiraten ausgestaltet wird. Was sind die Motive des Emirats und was  verbirgt sich hinter dem „grünen Hype“? Wie findet eine klimaneutrale  Energiewende in einem auf Erdöl getrimmten Land statt? Diesen und  anderen Fragen wird sich der Vortrag widmen. Tobias Zumbrägel ist Historiker, Politologe und  Islamwissenschaftler mit Fokus auf den Nahen Osten. Seit Jänner 2023 ist  er als Postdoc am Institut für Geographie der Universität Heidelberg  tätig. Dem voraus gingen Forschungstätigkeiten am Kompetenzzentrum  „Climate, Climatic Change, and Society“ (CLICCS) der Universität Hamburg  sowie am Center for Applied Research in Partnership with the Orient  (CARPO) in Bonn. 2022 erschien sein Buch Political Power and Environmental Sustainability in Gulf Monarchies (Palgrave). Gudrun Harrer, Leitende Redakteurin, Der Standard;  Lektorin für Moderne Geschichte und Politik des Nahen und Mittleren  Ostens an der Universität Wien und an der Diplomatischen Akademie Wien
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Mar 14, 2023 • 60min

Zum internationalen Frauentag: GLOBAL FEMALE FUTURE

GLOBAL FEMALE FUTURE Frauen zwischen bewaffnetem Kampf und parlamentarischer Teilhabe Luisa Dietrich Ortega, Konflikt- und Friedensberaterin, Autorin, Politikwissenschaftlerin Schwerpunkt: Lateinamerika Ulrike Lunacek, Autorin, langjährige Bundes- und Europapolitikerin (Die Grünen), Schwerpunkt: Europapolitik, Außenpolitik und Menschenrechte Margit Maximilian, Journalistin und Autorin, ORF-Redakteurin, freie Afrika-Korrespondentin, Schwerpunkt: Subsahara-Afrika, Nigeria Moderation: Andrea Ernst, Autorin, langjährige WDR/ARD/ARTE-Redakteurin Anlass des Gesprächs ist das kürzlich bei Kremayr& Scheriau  erschienene Buch „Global Female Future“ (Hrsg.: A. Ernst, U. Lunacek, G.  Neyer, R. Zechner, A. Zelinka). Der Sammelband öffnet den Blick auf 40  Jahre feministische Auseinandersetzungen in Politik, Wirtschaft,  Reproduktion, Ökonomie und Ökologie – exemplarisch erzählt von und mit  Autor*innen aus Afrika, Asien, Lateinamerika und Europa.
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Mar 8, 2023 • 1h 7min

Christian Strohal & Martin Sajdik: OSZE, UKRAINE & DIE BEDEUTUNG VON MULTILATERALEN VERHANDLUNGEN IN KRISEN

Eva Nowotny im Gespräch mit Christian Strohal und Martin Sajdik Der Angriff Russlands auf die Ukraine war nicht nur eine  völkerrechtswidrige Aggression gegen einen Nachbarstaat, er war auch ein  Angriff auf das System europäischer Sicherheit, das durch KSZE/OSZE  durch Jahrzehnte aufgebaut wurde. Viele Experten meinen, dass der Krieg  in einem militärischen Patt mündet. Damit stellt sich die Frage, ob es  eine Chance für ein diplomatisches Verhandlungsangebot gibt,  beziehungsweise wann der richtige Zeitpunkt für eine diplomatische  Initiative kommen würde? Ist die OSZE durch den Krieg als Organisation  europäischer Sicherheit in ihrer Existenz beschädigt? Was ist die  Zukunft multilateraler Diplomatie? Diese und andere Fragen wird Eva  Nowotny mit Martin Sajdik und Christian Strohal, zwei ausgewiesenen  OSZE-Experten, diskutieren Christian Strohal, Diplomat, Sonderbeauftragter für den österreichischen Vorsitz der OSZE 2017 Martin Sajdik, Diplomat, Senior Advisor und Board  Member des Austria Institut für Europa- und Sicherheitspolitik,  Ukraine-Sondergesandter der OSZE von 2015 bis 2020 Eva Nowotny, Vorstandsmitglied des Bruno Kreisky Forums, Diplomatin i.R., Vorsitzende des Universitätsrates der Universität Wien
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Mar 6, 2023 • 46min

FALTER Radio und Kreisky Forum Talks: DIE KRISE(N) DES NEUEN EUROPA

Ein „Europäischer Salon“ in Kooperation von Willi-Eichler-Akademie und Bruno-Kreisky-Forum im Rahmen der Reihe „Transformation der Erinnerung – Transformation der Aufarbeitung“. Robert Misik im Gespräch mit Philipp Ther DIE KRISE(N) DES „NEUEN EUROPA“ Mit den Revolutionen der Jahre 1989 ff setzte in den zentral- und  osteuropäischen Nationen eine Systemtransformation ein. Zunächst sorgte  der Fall des Eisernen Vorhanges für Faszination im Westen, doch das wich  schnell auch Ignoranz. Die Länder des Ostens müssten modernisiert und  verwandelt werden, aber einfach nach und nach „so wie wir“ werden – so  eine weit verbreitete Auffassung. Desinteresse und Arroganz gingen oft  auch Hand in Hand. Im Osten wiederum führten die Mühen der Ebene oft  auch zu Enttäuschungen. Mentalitäten im Westen und Osten blieben  getrennt. Die Transformationen im Osten wirkten aber auch auf den Westen  zurück, es vollzog und vollzieht sich bis heute eine Art von  „Kotransformation“, die längst noch nicht wirklich realisiert wird, da  uns Routinen und Konventionen des Denkens den Blick verstellen. Neoliberalismus im Westen und Schocktherapie im Osten, Privatisierungen  und auch Korruptionsskandale lassen sich nicht getrennt voneinander  verstehen. Wertekonflikte, etwa mit Regierungen in Polen und Ungarn,  prägen die Wahrnehmung, und mit der Invasion Russlands in die Ukraine  kehrte der Großkrieg nach Europa zurück, machte aber auch Spannungen  unübersehbar, die zu lange ignoriert wurden. Manche Hoffnungen blieben  auch Blütenträume und führten auf beiden Seiten der einstigen  Blockgrenzen zu Enttäuschungen und zu einer gesellschaftlichen  Übellaunigkeit. Heute liegt die Sicherheitsarchitektur der  Post-1989er-Jahre in Trümmern. Müssen wir also ganz neu auf die  politische Geografie des „Neuen Europa“ blicken? Im Rahmen eines „Europäischen Salon“ spricht Robert Misik mit dem  Historiker, Osteuropa-Experten und Wittgenstein-Preisträger Philipp  Ther. Philipp Ther, Historiker, Universität Wien Robert Misik, Autor und Journalist
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Mar 2, 2023 • 56min

Maurice Höfgen: DER NEUE WIRTSCHAFTSKRIEG

»Deutschlands spannendster Nachwuchs-Ökonom« — Berliner Zeitung Putins schrecklicher Überfall auf die Ukraine war eine Zäsur – auch  für die Wirtschaftspolitik. Der Westen hat mit Sanktionen geantwortet,  die es in dieser Härte noch nicht gab. Gleichzeitig haben sich  politische Fehler der Vergangenheit gerächt: die Abhängigkeit von  russischer Energie, der deutsche Investitionsstau, das  Geldwäsche-Paradies im Immobiliensektor. Der Ökonom Maurice Höfgen hat jetzt ein Buch für all jene geschrieben,  die die komplizierten Wirtschafts­sanktionen und die Rolle von  Zentralbanken, Energieriesen und Steueroasen verstehen wollen. Er  bilanziert das Vorgehen der deutschen Ampel-Regierung und erklärt, mit  welchen Wirtschaftsreformen wir die Herausforderungen des 21.  Jahrhunderts stemmen können. Wer immer wissen will, wie die Sanktionen wirken, welche Auswirkungen  sie genau haben, welche davon schlauer, welche weniger schlau sind –  Höfgen hat die Antworten. Um das Buch des aufgehenden Sterns am  Jungökonomen-Himmel wird man kaum herum kommen. Maurice Höfgen, Ökonom Robert Misik, Autor und Journalist Maurice Höfgen ist Ökonom, Betriebswirt und Buchautor. Derzeit  ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter für Finanzpolitik im Bundestag  tätig. Er ist Autor der Bücher »Der Neue Wirtschaftskrieg« und »Mythos  Geldknappheit«. Außerdem ist er YouTuber bei »Geld für die Welt« und »Jung und Naiv« und Kolumnist bei der Berliner Zeitung.
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Feb 28, 2023 • 49min

Cathrin Kahlweit: EIN JAHR KRIEG - EUROPA IN DER ZEITENWENDE

Putins Aggression gegen die Ukraine zwingt die EU zu diplomatischem und militärischem Handeln. Braucht Europa eine neue Entspannungspolitik? Oder eine europäische Armee? Seit einem Jahr herrscht Krieg in Europa. In der Ukraine sterben  Soldaten und Zivilbevölkerung unter den Angriffen der russischen Armee.  Der Krieg verändert auch die europäischen Nachbarstaaten – Österreich  und Deutschland ganz besonders.  Haben auch in Österreich und  Deutschland Regierungen und Bevölkerungen umgedacht und sich von dem  Bild des billigen, verlässlichen Gaslieferanten im Osten verabschiedet?  Hat Putin mit seinem Angriff die EU-Staaten enger zusammengeschweißt?  Wird die Ukraine durch den Krieg immer sicherer ein westlicher Staat auf  dem Weg in die EU? Oder, das wird Cathrin Kahlweit im Gespräch mit  Tessa Szyszkowitz diskutieren, zeigen sich Ermüdungserscheinungen an der  Front und in den europäischen Staatskanzleien? Der Druck für einen  Waffenstillstand steigt, eventuell auch mit territorialen Kompromissen.  Das Engagement für die Ukraine in Europa wird nicht schwächer. Aber  militarisiert oder pazifiziert sich die Europäische Union dadurch? Cathrin Kahlweit, derzeit wieder Korrespondentin der  Süddeutschen Zeitung in Wien für Österreich, Mittel- und Osteuropa.  Seit sie 1989 bei der SZ anfing, war Kahlweit als Korrespondentin und  Reporterin unermüdlich zwischen Donau und Donbass im Einsatz. Sie  analysiert Europas Krieg und Frieden in Kommentaren und Analysen in  Presse und Fernsehen. Tessa Szyszkowitz ist Journalistin und Autorin, seit  2010 mit Sitz in London. Davor war sie Korrespondentin in Moskau,  Brüssle und Jerusalem. Sie schreibt regelmäßig für Falter, profil &  Cicero, ist Kuratorin der Reihe Philoxenia im Kreiskyforum und  Distinguished Fellow im Royal United Services Institute in London.

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