

DFJV-Podcast
Brigitte Hagedorn
Der DFJV-Podcast ist ein gemeinsames Nachwuchsprojekt des DFJV und der Deutschen Journalisten-Akademie (DJA). Journalistenschülerinnen und -schüler sowie erfahrene Medienschaffende machen hier fach(-journalistische) Inhalte hörbar. Die Episoden greifen spezifische Fragestellungen und interessante Aspekte aus den Beiträgen des DFJV-Magazins auf und liefern so hilfreiche Praxistipps für den journalistischen Alltag.
Episodes
Mentioned books

Sep 2, 2026 • 18min
Zwischen Hoffnung und Hype: Wie guter Medizinjournalismus gelingt
Bei journalistischer Berichterstattung über Gesundheit und Medizin geht es um mehr als Information. Sie kann Hoffnungen wecken, beeinflussen, wie Menschen mit ihrem Körper umgehen oder welche Therapien sie wählen. Zugleich verführt das Rennen um Aufmerksamkeit dazu, Revolutionen und Sensationen zu versprechen oder vermeintlich „geheimes Wissen“ zu verkaufen. Daraus ergibt sich eine zentrale Frage für den Medizinjournalismus: Wie kann er verantwortungsvoll mit dem Vertrauen seines Publikums umgehen?Im Gespräch mit Dr. Astrid Viciano, Leitende Redakteurin des Projekts Medien-Doktor GESUNDHEIT und erfahrene Medizinjournalistin, nähert sich Lena Bussmann Fuentes dem Feld des Medizinjournalismus und den besonderen Qualitätsanforderungen, die damit verbunden sind. Im Mittelpunkt stehen die Ziele des Projekts Medien-Doktor GESUNDHEIT und die Frage, wie ein Peer-Review-Verfahren Journalist:innen dabei unterstützen kann, qualitativ hochwertig und verantwortungsvoll über Medizin zu berichten.Zur Person Astrid Viciano ist Ärztin und arbeitet zugleich seit mehr als 20 Jahren als Medizinjournalistin. Sie war unter anderem bei Focus, Die Zeit, stern und der Süddeutschen Zeitung tätig, ihre Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet. Heute arbeitet sie als freiberufliche Medizinjournalistin sowie als Leitende Redakteurin des Medien-Doktor GESUNDHEIT am Lehrstuhl Wissenschaftsjournalismus der TU Dortmund.

Jul 29, 2026 • 18min
KI-Kennzeichnungspflichten: Wer haftet, wer kontrolliert – und wem gehören KI-Inhalte? - Teil 2
Heute können KI-Systeme täuschend echte Inhalte erzeugen, die sich für Menschen kaum oder gar nicht mehr von menschgemachten Inhalten unterscheiden lassen. Wo sich LeserInnen, HörerInnen und ZuschauerInnen nicht mehr sicher sein können, ob die Inhalte, die sie konsumieren, von einem Menschen oder von Künstlicher Intelligenz erstellt wurden, da schwindet das Vertrauen in die Medien und den Journalismus. Der Gesetzgeber reagiert hierauf mit der Verordnung über künstliche Intelligenz – kurz: KI-Verordnung. Artikel 50 KI-Verordnung tritt am 2. August dieses Jahres in Kraft und regelt Kennzeichnungspflichten für KI-generierte Inhalte.Wann genau KI-generierte Inhalte gekennzeichnet werden müssen, was für ältere Beiträge gilt und welche Sanktionen bei Nichtbeachtung der Kennzeichnungspflicht drohen, bespricht Andrea Dagmar Zimmermann in dieser Folge mit Rechtsanwältin Vivian Trebst.Vivian Trebst ist im Urheber- und Medienrecht sowie im Presse- und Äußerungsrecht für die Kanzlei WBS.LEGAL tätig.

Jul 8, 2026 • 23min
KI-Kennzeichnungspflicht (Teil 1): Die wichtigsten Regeln für Journalistinnen und Journalisten - Teil 1
Heute können KI-Systeme täuschend echte Inhalte erzeugen, die sich für Menschen kaum oder gar nicht mehr von menschgemachten Inhalten unterscheiden lassen. Wo sich LeserInnen, HörerInnen und ZuschauerInnen nicht mehr sicher sein können, ob die Inhalte, die sie konsumieren, von einem Menschen oder von Künstlicher Intelligenz erstellt wurden, da schwindet das Vertrauen in die Medien und den Journalismus. Der Gesetzgeber reagiert hierauf mit der Verordnung über künstliche Intelligenz – kurz: KI-Verordnung. Artikel 50 KI-Verordnung tritt am 2. August dieses Jahres in Kraft und regelt Kennzeichnungspflichten für KI-generierte Inhalte.Welche Inhalte und welche Formate gekennzeichnet werden müssen und wann die Kennzeichnungspflicht entfällt, bespricht Andrea Dagmar Zimmermann anhand von alltagsnahen Beispielen mit Rechtsanwältin Vivian Trebst.Vivian Trebst ist im Urheber- und Medienrecht sowie im Presse- und Äußerungsrecht für die Kanzlei WBS.LEGAL tätig.

Mar 25, 2026 • 12min
„Erfolgreich Radio machen“ – Ein Interview mit Yvonne Malak
Yvonne Malak, Radio-Coach und Gründerin von MyRadio, berät seit 2006 Sender und Moderatoren. Sie spricht über die Kraft von Persönlichkeit und Tempo im Radio. Es geht um typische Moderationsfehler, wie Schreiben fürs Sprechen gelingt, und wie Storytelling Hörer fesselt. Außerdem diskutiert sie Chancen für Fachjournalistinnen und -journalisten im Hörfunk.

Dec 17, 2025 • 15min
Pressefreiheit verteidigen: Der Solidaritätspreis für Journalist:innen in Südosteuropa
Viele Journalistinnen und Journalisten arbeiten weltweit in vielen Ländern unterBedingungen, die unabhängige Recherche und Berichterstattung erschweren – auch inSüdosteuropa gehören politischer Druck, wirtschaftliche Abhängigkeiten oder gezielteEinschüchterungsversuche vielerorts zum Berufsalltag. Um diese Arbeit sichtbar zumachen, verleiht die Südosteuropa-Gesellschaft seit 2021 ihren Solidaritätspreis anJournalist:innen, die sich in ihren südosteuropäischen Heimatländern für Pressefreiheit und Demokratie einsetzen – und damit aus Überzeugung große persönliche Risiken eingehen.Im Gespräch mit Dr. Christian Hagemann, Politikwissenschaftler und Geschäftsführerder Südosteuropa-Gesellschaft e.V., geht Lena Bussmann Fuentes der Frage nach, wiedie Idee des Preises entstand, welche besonderen Geschichten mutigerJournalist:innen dahinter stecken und was internationale Solidarität im Journalismusbewirken kann.Wer mehr über den Solidaritätspreis und die Preisträger:innen erfahren möchte, wirdhier fündig: https://www.sogde.org/de/auszeichnungen/solidaritatspreis-soe/Und noch ein Hinweis zum Schluss: Im Podcast der Südosteuropagesellschaft„Südostwärts“ diskutiert Dr. Christian Hagemann selbst regelmäßig aktuelle politische und gesellschaftlicheEntwicklungen in der Region.

Sep 17, 2025 • 18min
Die Zukunft des Journalismus: Szenarien, Herausforderungen, Chancen
Die Zukunft des Journalismus. Wie sieht sie aus? Was bleibt, was verändert sich?Darüber spricht Nadine Zeidler mit Prof. Dr. Michael Graßl.Michael Graßl ist Professor für Journalismus und Medienmanagement an der Hochschule Macromedia am Campus München und hat zusammen mit vier Kolleg*innen das Buch „Die Zukunft des Journalismus. Zehn Szenarien für das nächste Jahrzehnt“ veröffentlicht.

Jul 2, 2025 • 15min
Journalismus in Bürgerhand: Neue Wege für mehr Medienvertrauen?
Dr. Judith Kretzschmar, Kommunikations- und Medienwissenschaftlerin am Zentrum Journalismus und Demokratie, beleuchtet den Verlust des Vertrauens in die Medien und erste Ansätze, um diesem entgegenzuwirken. Sie spricht über ein spannendes Projekt, in dem Bürger selbst journalistisch tätig werden und ihre eigenen Themen aufgreifen. Die Diskussion thematisiert die Kluft zwischen Medien und Gesellschaft sowie die Rolle des Bürgerjournalismus bei der Wiederherstellung des Vertrauens. Zudem wird erörtert, wie die Beteiligung der Gemeinschaft den Journalismus bereichern kann.

Jun 11, 2025 • 14min
„Mehr Tiefe statt Breite“ – Qualitätsjournalismus bewahren und stärken
Qualitätsjournalismus gibt es noch, doch „[…] wir müssen vor allen Dingen dafür sorgen, dass Medien, und zwar wichtige seriöse Medien, überleben können“, verdeutlicht Bernd-Peter Arnold. Denn journalistische Qualität sei wichtiger denn je. Was zeichnet Qualitätsjournalismus aus und welche Bedeutung hat Qualitätsjournalismus für unsere heutige Gesellschaft? Darüber spricht Journalistin Nadine Zeidler mit Bernd-Peter Arnold in dieser Podcastfolge. Herr Arnold war nach seinem Jurastudium und seiner Arbeit als Reporter und Redakteur über viele Jahre in Führungspositionen beim Hessischen Rundfunk tätig, unter anderem als Nachrichtenchef, als Wellenchef der Landeswelle hr 4 sowie des Nachrichtenkanals hr-skyline (heute hr-info). Er war und ist in zahlreichen internationalen Rundfunkgremien tätig und lehrt seit über 30 Jahren an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz Kommunikationswissenschaft und Journalismus. Links zu Bernd-Peter Arnold: www.bernd-peter-arnold.dehttps://www.zen.ifp.uni-mainz.de/emeriti-honorarprofessoren/bernd-peter-arnold/

Apr 30, 2025 • 14min
Verständlich schreiben, Teilhabe fördern – Einfache und Leichte Sprache im Journalismus
Lange, komplizierte Schachtelsätze, viele Fremdwörter und komplexe Inhalte:Das alles macht es für Menschen mit eingeschränkten Lese- undSchreibfähigkeiten oder kognitiven Beeinträchtigungen besonders schwer,Berichte und Reportagen in herkömmlichen Medien zu verstehen.Damit auch diese Zielgruppe am gesellschaftlichen und politischen Lebenteilhaben kann, müssten Journalist:innen in ihren Texten die sogenannte LeichteSprache verwenden. Wie das funktioniert – und warum sie Leichte Sprache soschön findet wie Haikus –, erzählt Lisa Kreutzer, Chefredakteurin desMagazins andererseits, im Gespräch mit Frederike Demattio.Andererseits ist das erste unabhängige Printmedium im deutschsprachigenRaum in Leichter Sprache und erscheint seit März 2024 in Österreich undDeutschland. In der Redaktion arbeiten Menschen mit und ohne Behinderungzusammen. Für ihre Recherchen wurde das Team schon mehrfach ausgezeichnet.

Feb 12, 2025 • 12min
Journalismus unter Druck: "Wie viel kann ich aushalten?" – Über die Helpline von Netzwerk Recherche
Straffe Deadlines, belastende Themen, unsichere Jobs: Stress prägt den Alltag vieler Journalist*innen. Das bestätigt eine Studie des Leibniz Instituts für Medienforschung. Abschalten? Oft unmöglich. Doch was tun, wenn alles zu viel wird? Seit über einem Jahr bietet das Netzwerk Recherche eine Helpline für solche Fälle. Das Sorgentelefon für Medienschaffende ist anonym und kostenlos. Geschulte Kolleg*innen leisten erste Hilfe bei psychosozialen Problemen. Eine von ihnen ist Nea Matzen. Sie arbeitet seit Jahren als Journalistin, Fachbuchautorin und Trainerin im Digitaljournalismus. Als Peer-Supporterin bei der Helpline hört sie aufmerksam zu. Sie weiß, was die Anrufenden belastet: „Sehr häufig kommt das Wort ‚Angst‘ vor, ungefähr in einem Drittel der Fälle“, sagt Nea Matzen im Gespräch mit Gesa Born. Wie können Journalist*innen damit umgehen? Und wie schützen sie ihre Ressourcen, um langfristig resilient zu bleiben?


