Über Israel und Palästina sprechen

Shai Hoffmann
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Oct 17, 2025 • 1h 14min

Verlernen, Zuhören, Aushalten – Johanna Voß & Iven Saadi über kritische politische Bildung nach dem 7. Oktober

In dieser Folge spreche ich mit Johanna Voß und Iven Saadi über politische Bildungsarbeit zwei Jahre nach dem 7. Oktober.Johanna Voß leitet bei der Gesellschaft im Wandel den Bereich Politische Bildung und entwickelt mit ihrem Team Fortbildungen für Lehrkräfte, Sozialarbeiterinnen und andere Multiplikatorinnen zum Themenkomplex Israel-Palästina. In ihrer Arbeit verbindet sie rassismus- und antisemitismuskritische Ansätze und schafft Räume, in denen Emotionen, Perspektiven und Widersprüche besprechbar bleiben.Iven Saadi arbeitet seit über 15 Jahren in der diskriminierungskritischen Fachkräftebildung und Prozessbegleitung – zu Themen wie Rassismus, Antisemitismus und Geschlechterverhältnissen. Er beschäftigt sich mit der Frage, wie diese Ansätze trotz zunehmender Polarisierung wieder stärker zusammengeführt werden können und wie Solidarität zwischen Betroffenen gestärkt werden kann.Im Gespräch geht es darum, wie der 7. Oktober die politische Bildungsarbeit verändert hat – fachlich, strukturell und emotional. Wir sprechen über Spannungen und Sprachlosigkeit in Schulen, über Überforderung und Mut, über Räume, in denen Ambivalenzen Platz finden dürfen. Außerdem geht es um strukturelle Herausforderungen, den Druck auf unabhängige Träger und die Frage, was politische Bildung braucht, um unter den aktuellen Bedingungen handlungsfähig und offen zu bleiben.Gäste: Johanna Voß und Iven Saadi Host: Shai HoffmannLinks:https://www.instagram.com/hanni_vau/https://disruptif.org/https://israelpalaestinavideos.org/team/johanna-vosshttps://politischbilden.de/expertise/iven-saadi/https://www.bildungsbausteine.org/projekte/zusammen-denken-zusammen-handelnhttps://www.youtube.com/watch?v=wQHbIMgV9hkDanke an: Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion), Simon Eichinger (Postproduktion) sowie Jordi Kuragari (Video-Snippets)Ein Projekt von Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert von der Robert Bosch Stiftung.Danke fürs Zuhören – abonniert den Podcast und teilt die Folge gern mit anderen weiter!
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Oct 10, 2025 • 1h 3min

Politische Bildung in herausfordernden Zeiten - Canan Korucu über Umgang mit Jugendlichen

Heute spreche ich mit Canan Korucu, Co-Geschäftsführerin von ufuq.de, wo bundesweit zu politischer Bildung, Prävention und Jugendkultur gearbeitet wird. Sie hat Erziehungswissenschaften und Gender Studies in Berlin studiert, ein Aufbaustudium in Islamwissenschaften absolviert und war unter anderem in der außerschulischen Bildungsarbeit sowie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Uni Bremen tätig. Heute liegt ihr Schwerpunkt auf rassismuskritischer Bildungsarbeit, Online-Prävention und der Fortbildung von Fachkräften im Umgang mit antimuslimischem Rassismus.Wir sprechen darüber, wie der 7. Oktober 2023 die Arbeit mit Jugendlichen verändert hat – emotional, inhaltlich und strukturell. Canan Korucu berichtet von Spannungen, Konflikten und neuen Dynamiken in Schulen, über den Einfluss sozialer Medien auf die Haltung junger Menschen und darüber, wie sie Polarisierung und Tabus im Unterricht begegnet. Außerdem geht es um die Unterstützung, die Lehrkräfte aktuell brauchen, um politische Bildung wirksam und zugänglich zu gestalten, und um langfristige Perspektiven, die trotz aller Schwierigkeiten Hoffnung geben.Gast: Canan KorucuHost: Shai HoffmannLinks:https://www.ufuq.de/israel-und-palaestina-in-berlin-paedagogik-und-politische-bildung-zu-israelbezogenem-antisemitismus/https://www.ufuq.de/publikation/nahostkonflikt-schule/https://www.taskcards.de/#/board/8430c432-8194-438d-8199-859f332c5bb2/viewhttps://mediendienst-integration.de/fileadmin/Dateien/Informationsschreiben_Umgang_mit_Sto__rungen_des_Schulfriedens.pdfhttps://www.ufuq.de/aktuelles/the-kids-are-alright/?utm_source=chatgpt.comhttps://www.ufuq.de/news_from_the_club/neue-webtalk-reihe-von-alpha-maennern-und-mincels/Herzlichen Dank an Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion), Jordi Kuragari (Video-Snippets) sowie Simon Eichinger (Postproduktion)Der Podcast ist ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert von der Robert Bosch Stiftung.Schön, dass ihr reingehört habt! Abonniert den Podcast und empfehlt ihn weiter.
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Oct 7, 2025 • 1h

Spezialfolge: Zwei Jahre 7. Oktober – Joana Osman über Trauma, Empathie und das Ringen um Frieden

In dieser Spezialfolge von „Über Israel und Palästina sprechen“ spreche ich mit Joana Osman über den 7. Oktober 2023 – zwei Jahre danach – und wie sie als Palästinenserin, Autorin und Friedensaktivistin auf die Entwicklungen seitdem blickt.Joana Osman ist Tochter eines palästinensischen Vaters und einer deutschen Mutter. Sie hat Amerikanistik, Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte studiert und war 2012 Mitbegründerin der Friedensbewegung The Peace Factory. Ihr Debütroman „Am Boden des Himmels“ erschien 2019 (Atlantik Verlag), 2023 folgte der autofiktionale Roman „Wo die Geister tanzen“ (C. Bertelsmann). Sie arbeitet als Autorin, Dozentin und Storytelling-Coach und lebt bei München.Im Gespräch geht es um den 7. Oktober 2023 – zwei Jahre danach – und um ihr Buch „Frieden“, das als Appell an Leser*innen und die Zivilgesellschaft verstanden werden will. Joana Osman spricht über die deutsche Debatte, Polykrisen und die Gründe, warum diese gerade jetzt eskalieren. Sie erläutert, wie sie den Begriff des Extraktivismus über Ressourcen hinaus auf Menschen, Gesellschaft, Demokratie und Werte ausweitet und wie sie Sprache, Bildsprache und Erzählung nutzt, um aktuelle Ereignisse begreifbar zu machen. Gleichzeitig diskutieren wir die Zumutungen, die wir uns und anderen abverlangen müssen, um empathisch zu bleiben, und die Verantwortung, die jede:r Einzelne in Krisenzeiten tragen kann. Die Folge endet mit einer Schweigeminute – zwei Jahre danach und immer noch mittendrinGast: Joana OsmanHost: Shai HoffmannLinks:https://www.instagram.com/joana_osman_author/https://www.hr2.de/podcasts/eine-reale-utopie-ist-aber-ein-positives-zukunftsbild-ein-wunschbild---joana-osman-schriftstellerin-und-mitbegruenderin-der-friedensbewegung-the-peace-factory,audio-112190.html https://www.penguin.de/autoren/joana-osman/738151https://www.penguin.de/buecher/joana-osman-frieden/buch/9783328604563https://www.republik.ch/2025/02/13/die-truemmer-dieses-kriegesDanke an: Jordi Kuragari (Video-Snippets), Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion) sowie Simon Eichinger (Postproduktion)Ein Projekt von Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert von der Robert Bosch Stiftung.Schön, dass ihr dabei wart! Abonniert den Podcast und teilt ihn gerne weiter.
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Oct 3, 2025 • 1h 17min

Spezialfolge: Zwischen Plan und Realität - Kirsten Krampe & Nazih Musharbash über den 20-Punkte-Plan und Deutschlands Rolle

In dieser Folge spreche ich mit Kirsten Krampe, Leiterin des Büros der Heinrich-Böll-Stiftung in Ramallah, und Nazih Musharbash, Pädagoge, langjähriger SPD-Kommunalpolitiker und Präsident der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft.Ausgangspunkt ist der neue 20-Punkte-Plan von Donald Trump, der aktuell die Debatten um Israel und Palästina bestimmt. Wir diskutieren, warum er trotz massiver Schwächen – etwa dem völligen Fehlen des Rechts auf Selbstbestimmung der Palästinenser*innen – international so breite Unterstützung findet, während kaum jemand klar an der Seite der USA steht. Beide Gesprächspartner sind skeptisch, ob der Plan überhaupt eine Perspektive eröffnen kann.Außerdem geht es darum, wie Deutschland sich positioniert: Warum ist die öffentliche Stimmung hier deutlich pro-palästinensisch, ohne dass sich dies im Regierungshandeln widerspiegelt? Und welchen Einfluss hat diese Diskrepanz auf Bildungsarbeit, auf Schulen und den gesellschaftlichen Diskurs insgesamt?Gäste: Kirsten Krampe und Nazih MusharbashHost: Shai HoffmannLinks:https://www.boell.de/de/2025/06/27/tod-bei-humanitaerer-hilfehttps://www.boell.de/de/2025/08/01/die-hoelle-auf-erden-gaza-jetzt-ist-politisches-handeln-geforderthttps://www.deutschlandfunk.de/plan-fuer-gaza-interview-nazih-musharbash-dt-palaest-gesellschaft-100.htmlhttps://www.deutschlandfunk.de/plan-fuer-gaza-interview-nazih-musharbash-dt-palaest-gesellschaft-100.htmlhttps://www.deutschlandfunk.de/deutsch-palaestinensische-gesellschaft-begruesst-us-plan-102.htmlDanke an Simon Eichinger (Postproduktion) und Jordi Kuragari (Video-Snippets) sowie Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion)Der Podcast ist ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert von der Robert Bosch Stiftung.
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Oct 3, 2025 • 55min

Wie reagiert Erinnerungskultur auf Polarisierung? Mirjam Zadoff über NS-Erinnerung in Deutschland

In dieser Folge spreche ich mit Mirjam Zadoff, Direktorin des NS-Dokumentationszentrums München. Seit Mai 2018 leitet sie das Haus, das sich als international anerkannte Institution etabliert hat, die sich mit dem Nationalsozialismus und dessen Nachwirkungen auseinandersetzt. Unter ihrer Leitung entstanden innovative Projekte wie die Ausstellung Tell me about (yesterday) tomorrow, das Mobile Game Forced Abroad und die digitale Ausstellung Departure Neuaubing, die Geschichte auf zeitgemäße Weise vermitteln und auch jüngere Generationen einbeziehen. Parallel unterrichtet sie an der LMU München und der TUM und ist in zahlreichen Gremien zu Demokratie, Erinnerungskultur und Wissenschaft aktiv.Im Gespräch geht es um die Relevanz von NS-Gedenkstätten in Zeiten wachsender gesellschaftlicher Polarisierung, die Verantwortung von Erinnerungskultur in der Gegenwart sowie um kontroverse Debatten, wie die Einladung der niederländischen Schriftstellerin Chaja Polak, die sowohl Solidarität mit Opfern der Shoah als auch mit den Menschen in Gaza thematisiert. Wir sprechen darüber, wie man historische Orte und Wissen nutzen kann, um zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu differenzieren, Antisemitismus früh zu erkennen und Hass konstruktiv entgegenzutreten.Gast: Mirjam ZadoffHost: Shai HoffmannLinks:https://www.abendzeitung-muenchen.de/muenchen/rueckkehr-von-autoritaeren-und-faschistischen-haltungen-chefin-des-muenchner-ns-dokuzentrums-ueber-parallelen-mit-den-1920er-jahren-art-1045707https://www.sueddeutsche.de/muenchen/ns-dokumentationszentrum-ausstellung-wiedereroeffnung-mirjam-zadoff-muenchen-li.3244855https://www.merkur.de/kultur/ns-dokuzentrum-muenchen-wiedereroeffnung-mirjam-zadoff-max-mannheimer-platz-tag-der-befreiung-zr-93720681.htmlhttps://www.swr.de/swrkultur/leben-und-gesellschaft/mirjam-zadoff-direktorin-des-ns-dokumentationszentrums-muenchen-gespraech-2024-10-05-100.htmlhttps://www.zeit.de/news/2025-05/07/mehr-sicherheit-und-neue-objekte-im-ns-dokuzentrum-muenchenDanke an Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion), Simon Eichinger (Postproduktion) und Jordi Kuragari (Video-Snippets).Der Podcast ist ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert von der Robert Bosch Stiftung.
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Sep 26, 2025 • 1h 5min

Nie wieder und jetzt? – Charlotte Wiedemann über Hoffnung, Verantwortung und den Blick nach vorn

In dieser Folge spreche ich mit Charlotte Wiedemann, Journalistin, Autorin und Public Fellow am Leuphana Institute for Advanced Studies. Seit den 1980er Jahren berichtete sie als politische Korrespondentin für große deutsche Medien wie Stern, Die Woche und die taz. Später schrieb sie von Malaysia aus für Die Zeit, Le Monde diplomatique und die NZZ über Menschenrechte, interreligiöse Beziehungen und globale Konflikte. Parallel dazu unterrichtete sie an Journalistenschulen und Universitäten in Deutschland. Heute zählt sie zu den wichtigsten Stimmen, wenn es um Erinnerungskultur und ihre Verflechtungen mit aktuellen Konflikten geht.Im Gespräch geht es um die Frage, wie sich das „Nie Wieder“ von einer Betroffenenbewegung hin zu einer Staatsräson entwickelt hat – und welche Folgen dies für die Debatten um Israel und Palästina hat. Wir sprechen über Engführungen und Leerstellen in der deutschen Erinnerungskultur, über multidirektionales Erinnern und darüber, welche neuen Perspektiven sich daraus für Politik und Gesellschaft eröffnen könnten.Außerdem diskutieren wir, welche Chancen es für eine inklusivere Erinnerungskultur gibt – von Schulen bis hin zu internationalen Kooperationen – und warum es für Deutschland entscheidend wäre, im Nahostkonflikt ein „konstruktiver und fairer Partner“ zu werden.Gast: Charlotte WiedemannHost: Shai HoffmannLinks:https://www.bic-media.com/widget/?isbn=9783549100493&textToSpeech=yes&showSettings=no&buyButton=no&spine=yes https://www.youtube.com/watch?v=Bc0QA14DTu8 https://www.leuphana.de/zentren/lias/fellows/charlotte-wiedemann.html http://charlottewiedemann.de/essays-and-medienethik  https://taz.de/Solidaritaet-mit-Palaestina/!6106426/ https://x.com/chawichawi Danke an Jordi Kuragari (Video-Snippets), Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion) sowie Simon Eichinger (Postproduktion).Der Podcast ist ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert von der Robert Bosch Stiftung. Schön, dass ihr zugehört habt – abonniert den Podcast gern und teilt ihn mit euren Freund*innen und Familien!
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Sep 19, 2025 • 1h 2min

Protest, Folter, Exil: Hamza Howidys Kampf für Freiheit und Recht auf Asyl (Folge auf englisch)

Hamza Howidy ist ein Friedensaktivist aus Gaza. In dieser Folge spreche ich mit ihm darüber, wie er sich schon vor dem 7. Oktober 2023 bei den „We Want to Live“-Protesten gegen die Lebensumstände in Gaza gestellt hat und dafür von der Hamas inhaftiert und gefoltert wurde. Er floh über Griechenland nach Deutschland und setzt sich heute als eine wichtige Stimme gegen Antisemitismus und antimuslimischen Rassismus ein. Wir diskutieren seine Einschätzung zu den Plänen der israelischen Regierung und seine scharfe Kritik an der Hamas, die er für die fehlende demokratische Erneuerung in Gaza verantwortlich macht.Am Ende der Folge sprechen wir auch über die drohende Abschiebung, der Hamza aktuell ausgesetzt ist, und warum er juristisch für ein Bleiberecht kämpft.Weitere Infos zu Hamza Howidy:Instagram: https://www.instagram.com/hamzahowidyy/Taz Artikel über Hamza: https://taz.de/Aktivist-aus-Gaza-zwischen-den-Fronten/!6092641/Gast: Hamza HowidyHost: Shai HoffmannHört jetzt die ganze Folge auf Spotify oder Apple Podcast. Oder in meiner Bio im wonderlink direkt den Link anklicken.Über uns:Die Folge wird präsentiert von der Gesellschaft im Wandel gGmbH, die sich für Trialog und Bildung zu Israel und Palästina engagiert. Mehr Infos zu unseren Projekten findet ihr auf gesellschaftimwandel.org. Der Podcast ist gefördert von der Robert Bosch Stiftung. Unser Dank geht an Simon Eichinger für die Postproduktion, Jordi Kuragari für die Video-Snippets sowie 365 Sherpas und Redaktions-Koordinatorin Lea Volz für ihre redaktionelle Unterstützung.Vielen Dank fürs Zuhören – abonniert den Podcast und teilt ihn gerne weiter!
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Aug 29, 2025 • 1h 4min

Kein legitimes Ziel – Anja Osterhaus von Reporter ohne Grenzen über getötete Journalist*innen im Krieg und der Verfassung der Pressefreiheit weltweit

In dieser Folge spreche ich mit Anja Osterhaus, Geschäftsführerin bei Reporter ohne Grenzen.Seit April 2024 verantwortet sie dort die politische Arbeit und strategische Ausrichtung. Zuvor leitete sie fast sieben Jahre das Deutschlandbüro von Oxfam als Programmdirektorin und war zuvor bei Transparency International für die Region Europa und Zentralasien zuständig. Mit einem Hintergrund in Politikwissenschaft (Berlin und Mexiko-Stadt) bringt sie jahrzehntelange Erfahrung in internationalen NGOs, im Menschenrechtsschutz und in der Pressefreiheit mit.Im Gespräch geht es um die gezielten Tötungen von Journalist*innen im Gazastreifen – aktuell am Beispiel von Anas al-Sharif und seinen Kollegen, allesReporter aus Gaza, deren Tod weltweit Schlagzeilen machte. Wir sprechen darüber, ob eine mutmaßliche Nähe zu einer Konfliktpartei jemals ein legitimer Grund für solch eine Tat sein kann, welche völkerrechtlichen Schutzmechanismen eigentlich greifen müssten und wie realistisch eine unabhängige internationale Aufklärung ist.Außerdem diskutieren wir, wie Reporter ohne Grenzen vergleichbare Fälle weltweit einordnet, welche Rolle internationale Organisationen wie die Vereinten Nationen dabei spielen – und was passieren müsste, damit Pressefreiheit auch in Kriegs- und Krisengebieten konsequenter verteidigt wird und wie es um die Pressefreiheit in Deutschland und der Welt steht.Gast: Anja OsterhausHost: Shai HoffmannLinks und mehr:https://www.reporter-ohne-grenzen.de/pressemitteilungen/meldung/rsf-verurteilt-gezielte-toetungen-in-gazahttps://www.reporter-ohne-grenzen.de/pressemitteilungen/meldung/neue-rsf-geschaeftsfuehrung-ist-kompletthttps://www.tagesspiegel.de/internationales/israel-totet-bekannten-journalisten-in-gaza-gegen-al-sharif-wurde-zuletzt-eine-regelrechte-kampagne-gefuhrt-14159960.htmlhttps://www.br.de/mediathek/podcast/br24-medien/pressefreiheit-wie-koennen-wir-sie-retten/2106020https://taz.de/Tag-der-Pressefreiheit-2025/!6062439/Danke an Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion), Simon Eichinger (Postproduktion), sowie an Jordi Kuragari (Video-Snippets).Der Podcast ist ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert von der Robert Bosch Stiftung. Schön, dass ihr zugehört habt – abonniert den Podcast gern und teilt ihn mit euren Freund*innen und Familien!
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Aug 26, 2025 • 1h 6min

Zwischen Demonstrationen und Machtkampf – Dr. Ofer Waldman über ein verkämpftes Land

In dieser Folge spreche ich mit Dr. Ofer Waldman über die aktuellen Protestbewegungen in Israel und die politischen Spannungen, die sie erzeugen.Ofer Waldman ist Autor, Publizist und Redner. Seine Texte erscheinen u. a. bei Deutschlandfunk Kultur und im ARD-Netzwerk. 2023 veröffentlichte er den Erzählband Singularkollektiv, 2024 den Briefwechsel Gleichzeit mit Sasha Marianna Salzmann. Sein neues Buch Verkämpftes Land – Beobachtungen erscheint im September 2025 im Wallstein Verlag. Seit kurzem leitet er das Büro der Heinrich-Böll-Stiftung in Tel Aviv.Wir sprechen über die Samstagsdemonstrationen in Tel Aviv, den wachsenden Druck auf Netanjahu und die Rolle der Armee. Ofer ordnet die Genehmigung neuer Siedlungsprojekte, rechtsextreme Pläne für Gaza und Israels Angriffe auf Ziele im Jemen ein. Außerdem diskutieren wir den Zusammenhang zwischen den aktuellen Entwicklungen und dem bereits vor dem 7. Oktober begonnenen Justizumbau seitens der israelischen Regierung.Als Leiter des Böll-Büros reflektiert Ofer über die vielbeschworene Zweistaatenlösung – und darüber, ob sie noch eine realistische Perspektive bietet.Ein sehr interessantes Gespräch über Schock, Hoffnung und Verzweiflung.Gast: Ofer WaldmannHost: Shai HoffmannLinks und mehr:https://www.instagram.com/ofer_waldman/?hl=dehttps://www.wallstein-verlag.de/9783835359796-verkaempftes-land.htmlhttps://il.boell.org/enhttps://www.deutschlandfunkkultur.de/beendet-den-krieg-waechst-der-druck-auf-ministerpraesident-netanjahu-100.htmlhttps://table.media/security/heads-category/ofer-waldman-vom-orchester-in-den-nahostkonflikthttps://www.arte.tv/de/videos/122391-001-A/israel-und-gaza/https://www.ardmediathek.de/video/phoenix-der-tag/waldman-zu-israel-harte-worte-sind-wichtig/phoenix/Y3JpZDovL3Bob2VuaXguZGUvNTAyODYyNwHerzlichen Dank an Simon Eichinger (Postproduktion), Jordi Kuragari (Video-Snippets) sowie an Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion).Der Podcast ist ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH und wird von der Robert Bosch Stiftung gefördert.Danke fürs Zuhören – abonniert den Podcast gern und teilt ihn mit euren Freund*innen und Familien!
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Aug 22, 2025 • 59min

Zwischen Protest und Verantwortung – Prof. Dr. Julia von Blumenthal über die Rolle der Humboldt-Universität zu Berlin im Kontext Israel/ Palästina

In dieser Folge spricht Shai Hoffmann mit Prof. Dr. Julia von Blumenthal, Präsidentin der Humboldt-Universität zu Berlin, über die Rolle und Verantwortung einer Universität in gesellschaftlich hoch emotionalen Debatten – insbesondere rund um Proteste zu Israel und Palästina.Prof. Julia von Blumenthal ist seit Oktober 2022 Präsidentin der Humboldt-Universität zu Berlin. Die Politikwissenschaftlerin forschte zu Föderalismus, Governance-Strukturen und der Rolle von Amtsträger*innen in demokratischen Systemen. Zuvor leitete sie die Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) und prägte als Professorin und Gründungsdekanin die Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät der HU Berlin.Wir diskutieren, welche Formen des Protests in den letzten Jahren an der HU stattfanden, was sie einzigartig machte und wie sich pro-palästinensische und pro-israelische Gruppen artikulierten. Prof.  von Blumenthal schildert die Herausforderungen, wenn Studierende von Gewalt und Bedrohung betroffen sind und wie Hochschulen Räume für Meinungsäußerung und Austausch gestalten können.Ein Schwerpunkt liegt auf der medialen Berichterstattung – von differenzierten Analysen bis zu schlagzeilengetriebener Zuspitzung, wie sie etwa die BILD lieferte. Wir sprechen darüber, wie viel Wut in Anbetracht des Leids gerechtfertigt ist, und wie man es aushält, in solch polarisierenden Momenten Verantwortung zu tragen. Hoffnung macht eine neue Studierendengruppe namens „Tacheles“, die antisemitismuskritisch arbeitet und selbstorganisierte Veranstaltungen zu Themen wie Zionismus anbietet.Gast: Prof. Dr. Julia von BlumenthalHost: Shai HoffmannLinks:https://www.hu-berlin.de/de/pr/nachrichten/november-2024/nr-24116-1https://www.instagram.com/tacheles.hu/?hl=dehttps://www.hu-berlin.de/de/pr/nachrichten/mai-2025/nr-25527-2https://chancengerechtigkeit.hu-berlin.de/deHerzlichen Dank an Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion), Jordi Kuragari (Video-Snippets), Simon Eichinger (Postproduktion).Dieses Podcastprojekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH wird von der Robert Bosch Stiftung gefördert.Vielen Dank fürs Zuhören – wir freuen uns, wenn ihr den Podcast abonniert und weiterempfehlt!

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