Auf den Punkt

Süddeutsche Zeitung
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Nov 24, 2022 • 12min

Die Menschen in der Ukraine bereiten sich auf den Kriegswinter vor

Am Mittwoch hat es in der Ukraine wieder heftige Angriffe durch russische Raketen gegeben, die meisten davon auf die Energieinfrastruktur des Landes. In vielen Regionen ist deshalb der Strom ausgefallen, zum Beispiel in der Hauptstadt Kiew. Dort ist wegen der Angriffe auch die Wasserversorgung zusammengebrochen. In der ganzen Ukraine werden aktuell Notfall-Anlaufstellen für die Bevölkerung eingerichtet – um im kalten ukrainischen Winter Zuflucht zu bieten, wenn Strom und Heizung länger ausfallen. Wird das reichen? "Das hängt davon ab, wie viel von der Infrastruktur noch übrig bleibt", sagt Sonja Zekri, die seit Kriegsbeginn schon mehrfach für die SZ aus der Ukraine berichtet hat. "Was wir im Moment sehen, ist fast so eine Art Wettlauf: Russland beschießt und zerstört Energieinfrastruktur, Kraftwerke müssen vom Netz genommen werden. Und gleichzeitig versuchen die ukrainischen Energiebehörden unter Hochdruck, alles wiederherzustellen." Der Terror gegen die Zivilbevölkerung und die Zerstörung von Infrastruktur ziele auf die Zermürbung der Ukrainer, so Zekri. Diese Taktik habe Russland auch früher schon angewandt, etwa im Tschetschenienkrieg. Weitere Nachrichten: Russland will Schutzzone um AKW Saporischschja einrichten, UN-Menschenrechtsrat stimmt über Resolution zur Lage in Iran ab Moderation, Redaktion: Nadja Schlüter Redaktion: Tami Holderried, Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Jakob Arnu Zusätzliches Audiomaterial über Youtube / Office of the President of the Ukraine
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Nov 23, 2022 • 13min

Bürgergeld-Kompromiss: Die größte Sozialreform seit 20 Jahren

Vergangene Woche ist die Bürgergeld-Reform, wie sie die Ampel-Koalition geplant hatte, im Bundesrat von der Union blockiert worden und gescheitert. Seitdem wurde an einem Kompromiss gearbeitet. Jetzt gibt es eine Einigung bei den beiden Punkten, die am umstrittensten waren: bei der Vertrauenszeit und beim Schonvermögen. Die Vertrauenszeit soll demnach nicht mehr Teil des neuen Gesetzes sein. Das Schonvermögen soll niedriger ausfallen als geplant. "Es sind schon wichtige Punkte, in denen die Union hier Änderungen erzwungen hat", sagt dazu Roland Preuß aus der SZ-Parlamentsredaktion. "Es ist aber nicht so, dass das Bürgergeld dadurch entkernt wurde, wie Friedrich Merz sagte, sondern wichtige Elemente sind erhalten geblieben. Deshalb ist es weiterhin eine ziemlich umfassende Reform." Es gehe beim Bürgergeld vor allem um mehr Ausbildung und mehr Förderung der Menschen, so Preuß, und um einen respektvolleren, weniger konfliktreichen Umgang mit den Leistungsbeziehern. Hier geht es zur Umfrage. Weitere Nachrichten: Deutsche Mannschaft verliert erstes WM-Spiel und setzt Zeichen gegen Fifa, EU-Kommission will Fördergelder für Ungarn einfrieren Moderation, Redaktion: Nadja Schlüter Redaktion: Tami Holderried Produktion: Benjamin Markthaler Zusätzliches Audiomaterial über dpa
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Nov 22, 2022 • 13min

Debatte um die „One Love“-Binde: DFB in Bedrängnis

Um die Kapitänsbinde der Fußball-Nationalmannschaft hat es schon oft Ärger gegeben. Meistens ging es darum, wer sie tragen darf. Jetzt, bei der aktuellen Weltmeisterschaft in Katar, kommt aber nochmal eine ganz andere Debatte dazu: darüber, wie so eine Kapitänsbinde eigentlich aussehen darf, wie nicht – und ob man sich an jede Vorgabe der Fifa, also des Weltfußballverbands, halten sollte. Die Binde, um die es geht, ist weiß, darauf steht “One Love” und zwischen den Wörtern ist ein Herz, das in bunten Farben gestreift ist. Und die Fifa hat am Montag verkündet: Man werde nicht erlauben, dass Mannschaftskapitäne wie Manuel Neuer diese Armbinde tragen. Das wollten neben Neuer auch die Kapitäne von England, Wales, Niederlande, Schweiz, Belgien und Dänemark machen. Sie wollten damit ein Zeichen für Diversität und gegen Diskriminierung setzen. Jetzt ist diese Binde also verboten, die Fifa droht allen Spielern mit Sanktionen, falls sie sie doch tragen. Manager Oliver Bierhoff vom Deutschen Fußball Bund (DFB) hat am Montag in diesem Zusammenhang sogar von Zensur gesprochen. Trotzdem hat auch der DFB entschieden: Manuel Neuer wird die Armbinde nicht tragen. Und seither gibt es auch deutliche Kritik am DFB. Ist eine Gelbe Karte wirklich so ein großes Risiko? Wäre die Aktion nicht sogar stärker, wenn Konsequenzen drohen? Die Handelskette Rewe hat wegen der Kontroverse jetzt sogar die Zusammenarbeit mit dem DFB beendet. SZ-Reporter Philipp Selldorf berichtet aus Katar. Er sagt: “Der Sinn der Aktion war ja, dass man es gemeinsam macht. Aber die Gemeinsamkeit gibt es nicht mehr.” Der DFB stünde außerdem nicht allein in der Fußballwelt und müsse die Interessen von Millionen Mitgliedern bedenken, “und man weiß nicht, wie viele Mitglieder einen Zweikampf mit der Fifa befürworten würden”, so Selldorf. Insgesamt sieht er das Verbot aber kritisch. Es sei eine reine, autoritäre Machtdemonstration der Fifa. Weitere Nachrichten: Union und Ampel einigen sich beim Bürgergeld, Bundeswehr soll sich aus Mali zurückziehen. Moderation, Redaktion: Tami Holderried Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Jakob Arnu Zusätzliches Audiomaterial über Reuters.
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Nov 21, 2022 • 13min

Warum Erdoğan den Konflikt mit kurdischen Milizen wieder eskaliert

Nach dem Terroranschlag in Istanbul vergangene Woche, für den die türkische Regierung Kurden-Milizen verantwortlich macht, hat die Türkei am Wochenende kurdische Stellungen in Nordsyrien und im Nordirak bombardiert. Dabei sind mindestens 31 Menschen gestorben und viele weitere verletzt worden. Diese Militäroffensive in der Region ist die fünfte seit 2016. Die Türkei beruft sich dabei auf ihr Recht auf Selbstverteidigung, spricht von “Vergeltung”. Die YPG, der syrische Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK, hat mit Gegenangriffen reagiert. Die PKK wird von der Türkei und der EU als Terrororganisation eingestuft. Einige Beobachtende sprechen von einem Vorwand des türkischen Präsidenten Erdoğan – er habe sowieso eine neue Militäroffensive in Nordsyrien starten wollen. SZ-Redakteur Tobias Matern meint: “Die türkische Regierung hat es sich sehr leicht gemacht, sehr schnell mit dem Finger auf kurdische Terroristen zu zeigen.” Erdoğan stehe mitten im Wahlkampf und versuche jetzt, mit dem Sicherheitsbedürfnis der türkischen Bevölkerung zu punkten. Außerdem sei er international in einer bequemen Lage: Als Vermittler zwischen Russland und dem Westen und als Nato-Mitglied, dass den Nato-Beitritt von Schweden und Finnland zu blockieren droht, wenn die Länder kurdische “Terroristen” nicht ausliefern. Insgesamt drohe erneut große Unruhe in der Region. Hier geht es zur Umfrage. Weitere Nachrichten: Auswärtiges Amt ruft Türkei zu Zurückhaltung auf, Neuer spielt ohne “One Love”-Binde, AfD verliert weiteres Fraktionsmitglied. Moderation, Redaktion: Tami Holderried Redaktion: Nadja Schlüter, Antonia Franz Produktion: Imanuel Pedersen
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Nov 19, 2022 • 25min

“Am Wochenende” – Luisa Neubauer über COP 27 und Letzte Generation

Luisa Neubauer ist Aktivistin von Fridays For Future Deutschland und berichtet über ihre Erfahrungen bei der COP27. Sie betont die Bedeutung, keinen "Backlash" in den Klimazielen zuzulassen und die Anliegen der vom Klimawandel betroffenen Länder zu unterstützen. Neubauer diskutiert auch die Proteste der Letzten Generation und verteidigt deren Methoden als notwendige Reaktionen auf unzureichende Klimapolitik. Ihr eindringlicher Appell zeigt, wie wichtig das Engagement für Klimagerechtigkeit ist.
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Nov 18, 2022 • 12min

Anpfiff in Katar: WM der Doppelmoral

2010 hat der damalige Fifa-Chef Sepp Blatter verkündet: "And the Winner is Kartar." Zwölf Jahre später startet am Sonntag die WM in dem kleinen Wüstenstaat, der wegen großer Gasvorkommen unermesslich reich ist. Viel wurde über die Vergabe, die Verlegung in den Winter, die gut geölte PR-Maschinerie, die oft schlimmen Bedingungen für viele Gastarbeiter und die Tausenden toten Arbeiter auf den WM-Baustellen gesprochen. Für Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger hat diese WM “jeden Zauber verloren.” Für die Katarer aber kommt dieses "historische Ereignis” der WM “einer Art Revolution" gleich, sagt SZ-Politik-Redakteurin Dunja Ramadan. Man sei “sehr darauf bedacht, dass hier positive Bilder in die Welt geschickt werden”. Katar sei von sehr mächtigen Ländern wie zum Beispiel Saudi-Arabien und Iran umgeben. “Es möchte bekannt werden durch Sport, durch Kunst - und so seine Existenz sichern.” Bei aller Kritikwürdigkeit etwa bei Arbeiterrechten oder dem Umgang mit Homosexualität, sagt Ramadan weiter, fehle ihr inzwischen, etwa im Vergleich zum Umgang mit Russland und China “so langsam die Verhältnismäßigkeit”. Schließlich kaufe man von den Golfstaaten Öl und Gas und lasse sie europäische Fußball-Clubs einkaufen. Auch in Europa achte man nicht immer die Rechte von Arbeitsmigranten. Sie sehe da “gewisse westliche Doppelstandards”. Auch nehme Katar, im Vergleich zu anderen Ländern auf der arabischen Halbinsel, inzwischen eine Vorreiterrolle ein. Sie glaube zwar nicht, dass es nach der WM mit den Reformen und dem Wandel in diesem Tempo weitergehe. Aber sie würden auch nicht rückgängig gemacht. Weitere Nachrichten: Saudischer Prinz immun vor Strafverfolgung bei Mord an Khashoggi, tödliche Polizeieinsätze in Deutschland. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Nadja Schlüter, Tami Holderried Produktion: Jakob Arnu Zusätzliches Audiomaterial über ZDF, ARD, Fifa
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Nov 17, 2022 • 12min

Russlands Bombardements: "Die Ukraine soll nicht mehr überlebensfähig sein"

Vor neun Monaten hat der Angriff der russischen Armee auf die Ukraine begonnen. Die Vereinten Nationen zählen seither mindestens 6500 getötete und mehr als 10 000 verletzte ukrainische Zivilisten. Die UN geht aber davon aus, dass es tatsächlich sogar viel mehr sind, das sind nur die verifizierten Zahlen. Zudem sind laut Schätzungen des US-Generalstabschefs Mark Milley auf beiden Seiten jeweils 100 000 Soldaten getötet oder verletzt worden. Und zuletzt hat Russland die Angriffe auf die Ukraine nochmal verstärkt. Das sei sicher “Rache für den Abzug aus Cherson”, sagt SZ-Osteuropa-Korrespondent Florian Hassel. Es sei “mittlerweile die sechste Angriffswelle seit Anfang Oktober”, durch die die ukrainische Infrastruktur empfindlich getroffen werden soll. Auch moderne Abwehrsysteme könnten nicht alle Elektrizitätswerke, Umspannwerke, Gasleitungen und Bahngleise in Europas zweitgrößtem Land schützen. Hassel schätzt die Zerstörungen bei der Stromversorgung bereits auf bis zu 60 Prozent. Ziel sei, dass die Ukraine im Winter “nicht mehr überlebensfähig” sei. Gehe es in dieser Intensität der Bombardements weiter, werde irgendwann der Punkt erreicht, an dem die Stromversorgung in den Städten komplett ausfällt. Deshalb plane die Stadtverwaltung von Kiew schon seit Wochen “den GAU – die komplette Evakuierung von 1,5 Millionen Kiewern”. Dies drohe auch anderen Städten. So einen “Massenexodus” von Millionen Menschen, “wollen wir uns lieber konkret noch nicht ausmalen”, sagt Hassel weiter. Weitere Nachrichten: Haftstrafe im Prozess um “NSU 2.0”-Drohschreiben, US-Demokraten verlieren Mehrheit im Repräsentantenhaus. Den Link zum Podcast “Who the f**** is Alice” des SZ-Magazins zum 80. Geburtstag von Alice Schwarzer finden Sie hier. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Lea Gittermann, Tami Holderried Produktion: Imanuel Pedersen Zusätzliches Audiomaterial über Reuters
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Nov 16, 2022 • 12min

Raketeneinschlag in Polen: "Diese Situation ist entschärft"

Wenige Kilometer von der polnisch-ukrainischen Grenze entfernt gab es am Dienstag eine heftige Detonation. Dabei sind zwei Menschen gestorben. Die Nato geht aktuell davon aus, dass die Explosion von einer fehlgeleiteten Rakete der ukrainischen Luftabwehr ausgelöst worden ist. SZ-Redakteur Paul-Anton Krüger sagt, solche Unfälle kämen in bewaffneten Konflikten immer wieder vor. Grund kann zum Beispiel ein Defekt an einer Rakete sein. Und man könne auch nicht ausschließen, dass bei dem heftigen Beschuss Russlands auf die Ukraine irgendwann ein russischer Flugkörper in einem Grenzland der Ukraine einschlägt. Die Aufregung sei deshalb nicht unberechtigt gewesen. Aber: “Artikel 5, also die Nato-Beistandspflicht, ist kein Automatismus,” sagt Krüger. Er greife nur, wenn ein gezielter bewaffneter Angriff stattgefunden habe. Am Dienstag sei aber früh klar gewesen, dass es sich um ein Versehen handele. Hier geht es zur neuesten Folge des SZ-Recherchepodcasts “Das Thema”: Warum viele Jugendpsychiatrien so überlastet sind https://www.sueddeutsche.de/thema/Das_Thema Weitere Nachrichten: Donald Trump gibt Kandidatur bekannt, Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus muss wiederholt werden. Moderation, Redaktion: Tami Holderried Redaktion: Nadja Schlüter Produktion: Benjamin Markthaler Zusätzliches Audiomaterial über Reuters
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Nov 15, 2022 • 12min

Acht Milliarden Menschen, acht Milliarden Chancen

Um 1800 waren wir noch etwa eine Milliarde Menschen auf der Welt. 1927 nach Statistiken der Vereinten Nationen zwei Milliarden – und dann ging es schnell weiter nach oben: 1974 bereits vier Milliarden, und dann nahezu in zehn Jahresschritten bis heute zu acht Milliarden Menschen. Und momentan ist kein Ende in Sicht: Pro Sekunde werden auf der Welt zwei Menschen geboren. Das sind auch acht Milliarden Chancen, sagt Nicole Langenbach, Sprecherin der Deutschen Stiftung für Weltbevölkerung. “Nicht die Anzahl der Menschen” sei das Problem, “sondern das Verhalten”. Also “unser Verbrauch, unser Konsum”. Tatsächlich aber würde sich das Bevölkerungswachstum verlangsamen. “Erstmals in diesem Jahr haben wir eine Wachstumsrate unter einem Prozent.” Vor allem im globalen Norden sinken die Geburtenraten und die Gesellschaften haben mit Überalterung zu kämpfen. Langenbach ist sich sicher, dass Bildung und Aufklärung dazu beitragen werden, dass auch in der Subsahara Afrikas und Teilen Asiens Fortschritte in der Geburtenregulierung künftig zu verzeichnen sein werden. “Afrika ist jetzt bei 4,3 Kindern pro Frau. In den 1970er Jahren waren es noch sechs Kinder pro Frau und teilweise mehr.” Korrekturhinweis: In einer ersten Version des Podcasts war eine Antwort unserer Gesprächspartnerin missverständlich. Es konnte der Eindruck entstehen, dass sie sie Ein-Kind-Politik Chinas befürworten würden, was sie nicht tut. Wir haben das korrigiert. Hier können Sie sich für den Klima-Newsletter “Klimafreitag” anmelden. Weitere Nachrichten: Erdgasspeicher zu 100 Prozent gefüllt, Demokratin Katie Hobbs wird Gouverneurin von Arizona. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Tami Holderried, Nadja Schlüter Produktion: Imanuel Pedersen
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Nov 14, 2022 • 11min

Scholz auf Asienreise: Auf der Suche nach neuen Partnern

In Vietnam und Singapur sind Kanzler Olaf Scholz und Wirtschaftsminister Robert Habeck auf der Suche nach neuen Wirtschaftspartnern und Rohstoffquellen. Deutschland soll aus der Abhängigkeit russischer Energielieferungen gelöst werden. Und langfristig will man sich auch wirtschaftlich nicht völlig von der Volksrepublik China abhängig machen. Am Dienstag stehen beim G20-Treffen auf Bali die Folgen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine im Zentrum der Gespräche. Es gibt zwei Botschaften dieser Reisen, sagt Daniel Brössler, Redakteur des Berliner SZ-Parlamentsbüros. “Wir suchen Handels- und Wirtschaftspartner, über China hinaus. Und wir suchen auch Partner in der Ablehnung des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine.” Letztendlich gehe es um Diversifizierung - auch bei der Beschaffung von Rohstoffen. Das sei Scholz’ Lehre aus dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. “Man darf sich nicht abhängig machen von einem Staat, auch nicht von China.” Weitere Nachrichten: Türkei beschuldigt nach Anschlag Kurdenmiliz, Bundesrat stoppt vorerst Bürgergeld, Verstaatlichung von Gazprom-Tochter und Uniper. Den Link zum Podcast “Geschichte Daily” finden Sie hier. Den Link zum Podcast “Und nun zum Sport” finden Sie hier. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Tami Holderried, Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Justin Patchett _Zusätzliches Audiomaterial über dpa _

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