

SWR Kultur Forum
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Im SWR Kultur Forum diskutieren wir über Gott und die Welt, über Fußball und den Erdball. Unsere Gäste kommen aus Wissenschaft, Literatur und Kultur – und manchmal auch aus der Politik.
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Jan 21, 2026 • 44min
250 Jahre E.T.A. Hoffmann – Was bleibt vom Schwarzen Romantiker?
Goethe attestierte ihm „krankhafte Verirrungen“, der Kritiker Walter Scott erkannte „Fieberträume eines umnebelten Patienten“. E.T.A. Hoffmann war seiner Umgebung so rätselhaft wie unheimlich. In seinen Märchen und Spukgeschichten beschrieb er die seelischen Abgründe des Menschen wie kein anderer vor ihm, der Psychoanalytiker Sigmund Freud sah in ihm „den unerreichten Meister des Unheimlichen“, die moderne Fantasy-Literatur ist ohne E.T.A. Hoffman nicht denkbar. Vor 250 Jahren wurde er geboren. Was macht ihn heute lesenswert? Gregor Papsch diskutiert mit Prof. Dr. Friedhelm Marx – Literaturwissenschaftler, Universität Bamberg; Prof. Dr. Rüdiger Safranski – Philosoph und Schriftsteller, Freiburg; Prof. Dr. Bettina Wagner – Direktorin der Staatsbibliothek Bamberg und Präsidentin der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft

Jan 20, 2026 • 44min
Terror im Namen der Moral – Wie gefährlich ist Gewalt von links?
"Der Linksterrorismus ist mit steigender Intensität in Deutschland zurück." Das sagt Innenminister Alexander Dobrindt. Die sogenannte Vulkangruppe hat Anfang des Jahres zehntausender Berliner vom Stromnetz abgeschnitten und gut zweitausend Firmen für Tage lahmgelegt. Fahndungserfolge? Fehlanzeige. Anders als bei der Antifa-Ost, einer brutalen Schlägertruppe. Deren Mitglieder stehen inzwischen vor Gericht. In den Zeiten der Ampel galt der Terrorismus von rechts als größte Gefahr. Inzwischen droht die Gefahr von überall. Rechts, links, Russland. In diesem Forum in SWR-Kultur soll es um Linksterrorismus gehen, und wie man ihn bekämpft. Thomas Ihm diskutiert mit Fatina Keilani – Journalistin, WELT; Felix Neumann – Sicherheitsexperte, Konrad-Adenauer-Stiftung; Heiko Teggatz – stellv. Vorsitzender Deutsche Polizeigewerkschaft

Jan 19, 2026 • 44min
Jung, motiviert, laut – Wie die Parteijugend Politik prägt
Die Neugründung der AfD-Jugendorganisation „Generation Deutschland“, die Blockade der Rentenbeschlüsse durch die Junge Union oder der Eklat um einen israelfeindlichen Beschluss der Linksjugend solid – die Parteijugendorganisationen aller politischen Lager prägen die Schlagzeilen der letzten Monate. Die neuen Köpfe wirken dabei radikaler denn je. Was treibt die junge Generation in die Parteien? Was unterscheidet sie von den Politikergenerationen zuvor? Und welche politischen Impulse sind von ihr zu erwarten? Norbert Lang diskutiert mit Prof. Dr. Sabine Achour – Politikwissenschaftlerin; Prof. em. Dr. Ulrich von Alemann – Politikwissenschaftler; Ulrich Schneekloth – Sozialwissenschaftler

Jan 16, 2026 • 45min
Rechtspopulismus – Ein Risiko für die Weltwirtschaft?
Rechtspopulistische Parteien und Politiker gewinnen weltweit an Einfluss – von Europa über die USA bis nach Lateinamerika. Trotz nationaler Unterschiede ähneln sich ihre wirtschaftspolitischen Ideen auffallend: Sie setzen auf mehr Protektionismus und weniger internationale Kooperation. Welche Folgen hat das für globale Lieferketten, freien Handel, Wachstum, Fachkräftesicherung und Klimaschutz? Und wie hängen individuelle Wahlentscheidungen und die wirtschaftliche Situation eines Landes zusammen? Geli Hensolt diskutiert mit Dr. Knut Bergmann – Leiter Kommunikation und Hauptstadtbüro, Institut der deutschen Wirtschaft (IW); Alexander Hagelüken – Wirtschaftsredakteur Süddeutsche Zeitung und Buchautor, u.a. „Ökonomie des Hasses“; Professor Stefan Kooths – Direktor der Forschungsgruppe Konjunktur und Wachstum, Kiel Institut für Weltwirtschaft

Jan 15, 2026 • 44min
KI im Klassenzimmer – Rettet Künstliche Intelligenz das Schulsystem?
Ulrike Cress, Direktorin des Leibniz-Instituts für Wissensmedien, Stefan Jakobs, Co-Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, und Tobias Keber, Landesdatenschutzbeauftragter, diskutieren über die Rolle der Künstlichen Intelligenz im deutschen Bildungssystem. Sie beleuchten die Chancen und Risiken von KI im Unterricht. Dabei geht es um den Datenschutz, die Professionalisierung von Lehrkräften und die Notwendigkeit einer umfassenden Medienbildung. Die Herausforderungen des Föderalismus und die Chancengleichheit im Bildungssystem werden ebenfalls thematisiert.

Jan 14, 2026 • 44min
Tage der Gewalt - Wohin steuert der Iran?
Es scheint, als würden die schlimmsten Befürchtungen wahr: Mindestens 2.500 Menschen, so schätzen NGOs, sollen bei den Massenprotesten im Iran getötet worden sein, mehr als achtzehntausend verhaftet. Die Führung der selbsternannten Islamischen Republik schlägt mit brutaler Härte gegen die eigene Bevölkerung zurück. „Hilfe ist unterwegs“, verspricht Donald Trump den Demonstrierenden – und während die Welt rätselt, was er damit meint, sieht Bundeskanzler Friedrich Merz das iranische Regime bereits am Ende. Ist das so? Sind die Tage der Mullah-Diktatur gezählt? Vor welcher Zukunft steht der Iran? Eva Röder diskutiert mit Ali Sadrzadeh – Journalist und Autor; Gilda Sahebi – Journalistin und Autorin; Karin Senz – ehemalige ARD-Hörfunkkorrespondentin im Iran

Jan 13, 2026 • 45min
Angriff von Google und ChatGPT – Was wird aus der Wikipedia?
Seit 25 Jahren stellt Wikipedia Wissen für alle bereit - kostenlos und unabhängig. Wer im Netz nach Informationen sucht, kommt an der Online-Enzyklopädie nicht vorbei. Bis heute ist sie unter den Top Ten der meistgeklickten websites weltweit. Aber ausgerechnet im Jubiläumsjahr gehen die Nutzerzahlen zurück. KI-gestützte Chatbots liefern Informationen schneller und bequemer. Warum noch seitenlange Artikel lesen, wenn das Google für mich macht oder ChatGPT? Künstliche Intelligenz wird für die Wikipedia zur bislang größten Herausforderung. Ist sie Fluch oder Segen? Was wird aus der Wikipedia? Gregor Papsch diskutiert mit Prof. Dr. Leonhard Dobusch – Wirtschaftswissenschaftler, Universität Innsbruck; Franziska Heine – Vorständin des gemeinnützigen Vereins Wikimedia Deutschland; Anna Biselli – netzpolitik.org

Jan 12, 2026 • 44min
Miss Marple, Poirot und Co – Warum wir Agatha Christie lieben
Barbara Sichtermann, Publizistin und Biografin von Agatha Christie, taucht mit Dr. Paul Ingendaay, Journalist und Schriftsteller, sowie Dr. Hans von Trotha, Historiker, tief in die Faszination rund um Christies Werke ein. Sie diskutieren, wie Christies Romane mehr als nur Krimis sind und die englische Gesellschaft spiegeln. Misanthropie, Selbstjustiz und die Kunst der Beobachtung werden beleuchtet. Die Gäste teilen ihre persönlichen Leseerfahrungen und betrachten Christies Einfluss auf den literarischen Markt und ihre Rolle als Vorreiterin.

Jan 9, 2026 • 44min
„Dry January“ – rauschlos glücklich?
Prof. Dr. Anil Batra, Spezialist für Suchtmedizin an der Universität Tübingen, diskutiert die tief verankerte Rolle von Alkohol in der Kultur. Literaturkritiker Denis Scheck beleuchtet den gesellschaftlichen Aspekt des Weingenusses und argumentiert, dass Kreativität oft nüchterner entsteht. Christine Koschmieder teilt ihre persönlichen Erfahrungen mit Alkohol und Genesung, während sie den Verdrängungsmechanismus der Sucht thematisiert. Gemeinsam erörtern sie die Auswirkungen von Dry January auf den Konsum und die Bedeutung von Selbstkontrolle.

Jan 8, 2026 • 44min
Hass und Hetze im Netz – Wo bleibt die Würde auf TikTok und Co?
„Die Würde des Menschen ist unantastbar“, heißt es in Artikel 1 des Grundgesetzes. Doch die Würde des Menschen bleibt im digitalen Raum allzu oft auf der Strecke. Auf Instagram und TikTok wird das schöne, problemfreie Leben in Dauerschleife propagiert. Das Geschäftsmodell von X sind Krawalldebatten und gezielte Verletzungen der Menschenwürde. Algorithmen fördern Inhalte, die emotionalisieren und polarisieren. Wer von Hass und Hetze im Netz betroffen ist, hat oft nur geringe Aussichten, sich gegen Hate Speech zu wehren. Wo bleibt die Würde des Menschen auf Social Media? Kristine Harthauer diskutiert mit Prof. Dr. Jeanette Hofmann – Politikwissenschaftlerin an der FU Berlin; Prof. Dr. Daniel Hornuff – Kulturwissenschaftler an der Kunsthochschule der Universität Kassel; Prof. Dr. Karl-Nikolaus Peifer – Direktor des Instituts für Medienrecht und Kommunikationsrecht an der Universität zu Köln


