International

Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)
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Dec 17, 2025 • 28min

Pakistan - mit aller Härte gegen afghanische Flüchtlinge.

Jahrzehntelang galt Pakistan als sicherer Hafen für Millionen afghanische Flüchtlinge, die vor Krieg und Verfolgung in ihrer Heimat flohen. Damit ist Schluss. Bis Jahresende will Pakistan die Flüchtlinge abschieben. In Afghanistan erwarten sie Armut, Hunger und die radikal-islamistischen Taliban. Mehrafzon Jalili hatte grosse Träume. In Afghanistan studierte die 24-jährige Zahnmedizin. Dann kamen die Taliban, ihr Vater wurde ermordet, die Rest-Familie floh ins Nachbarland Pakistan. Gut vier Jahre später steht wieder alles auf der Kippe. Erst setzten sie die pakistanischen Vermieter auf die Strasse. Dann wurde auch ihr Not-Lager in einem Park in Islamabad mitten in der Nacht von der Polizei gestürmt. Pakistan will bis Jahres-Ende alle afghanischen Flüchtlinge ausschaffen. Darunter auch solche, die vor der Machtübernahme der Taliban für westliche Regierungen oder das Militär gearbeitet haben. In Afghanistan drohen ihnen Folter und Tod. Frauen wie Mehrafzon Jalili dürfen unter den Taliban nicht studieren, nicht arbeiten, nicht einmal singen. «Afghanistan ist wie ein Friedhof geworden», sagt Jalili. Pakistan - politisch instabil, hochverschuldet und vom Militär dominiert - gibt den afghanischen Flüchtlingen pauschal eine Mitschuld an den vielen Terroranschlägen in Pakistan - und bestraft sie. Die Flüchtlinge würden zu Sündenböcken gemacht, kritisieren Menschenrechtsorganisationen. Die internationale Gemeinschaft, die helfen könnte, schaut weg.
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Dec 13, 2025 • 9min

TALK: Wie kam Irlands dunkelstes Geheimnis ans Tageslicht?

In Irland wurden uneheliche Kinder bis in die Sechziger Jahre ihren Müttern weggenommen und in Heimen vernachlässigt. Im Talk erzählt Christopher Weingart, wie er per Zufall auf die Lokalhistorikerin Catherine Corless aufmerksam wurde, die den Anstoss zur Aufarbeitung dieses nationalen Traumas gab.
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Dec 10, 2025 • 31min

Das Grab der grünen Insel: Irlands verlorene Kinder

Catherine Corless, eine besessene Lokalhistorikerin aus Tuam, enthüllt die dunkle Geschichte der Mother-and-Baby-Heime in Irland, indem sie eine erschreckende Liste von 796 verstorbenen Kindern recherchiert. Sie spricht über den emotionalen Druck und das Schweigen der katholischen Kirche. PJ Heverty, ein Überlebender des St. Mary's Heims, teilt seine herzzerreißende Geschichte der Trennung von seiner Mutter und seiner Suche nach Identität. Gemeinsam thematisieren sie die Geheimnisse, Zwangsadoptionen und die Verzweiflung von Millionen.
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Dec 6, 2025 • 13min

TALK: Wohin gelangt das «schmutzige» Gold aus Ghana?

Fabian Urech, SRF-Afrika­korrespondent und Reporter, beleuchtet die dunklen Seiten des Goldabbaus in Ghana. Er beschreibt die Unterschiede zwischen industriellen und informellen Minen sowie die gefährlichen Arbeitsbedingungen. Zudem wird das Ausmaß des illegalen Goldabbaus thematisiert und die Verdrängung des Kakaoanbaus, was sich direkt auf die Preise von Schokolade auswirkt. Urech reflektiert darüber, wie trotz viel Gold die lokale Bevölkerung kaum profitiert und warum transparenter Handel oft eine Illusion bleibt.
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Dec 3, 2025 • 24min

Illegaler Goldabbau in Ghana: Wenn im Sand ein Vermögen steckt.

Ghana ist Afrikas führender Goldproduzent, doch der Goldabbau birgt erhebliche Herausforderungen. Illegale Schürfer arbeiten oft unter extrem gefährlichen Bedingungen und verschmutzen die Umwelt massiv. Der Kontrast zwischen hochmodernen Industrieminen und einfachen Kleinminen zeigt, wie komplex die Branche ist. Überraschend enthalten die Minenabfälle große Mengen Gold, und die Verbindung zwischen legalen Firmen und illegalen Praktiken ist oft undurchsichtig. Regulierung und Transparenz sind dringend nötig, insbesondere angesichts der Rolle der Schweiz als wichtiger Goldimporteur.
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Nov 29, 2025 • 10min

TALK: Wie reist man durch den Amazonas-Urwald?

Kaum ausgebaute Strassen, kein Handyempfang und viele kriminelle Aktivitäten: ARD-Südamerikakorrespondentin Anne Herrberg erzählt im International-Talk von Eindrücken und Hindernissen auf ihrer Reportagereise durch den Amazonas.
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Nov 26, 2025 • 26min

Highway der Abholzung - die strittige Strasse durch den Amazonas

Valgino di Sosamota, Bewohner einer traditionellen Flusssiedlung am Rio Madeira, spricht eindringlich über die Bedrohungen durch Abholzung und Landraub in seiner Heimat. Lukas Federnci, Wissenschaftler, erläutert die ökologischen Risiken und prognostiziert massive Flächenverluste, die das globale Klima gefährden könnten. Die BR-319 wird als umstrittene Verkehrsader dargestellt, die illegale Aktivitäten anziehen könnte. Beide Gäste warnen vor den schwerwiegenden Folgen für die lokale Bevölkerung und die Biodiversität des Amazonas.
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Nov 22, 2025 • 10min

TALK: Wie hat Japan gelernt, über Selbsttötungen zu reden?

Innerhalb von zwei Jahrzehnten hat die japanische Gesellschaft ihren Umgang mit Suiziden grundlegend verändert. Das einstige Tabu wurde gebrochen. Warum sich die Zungen gelöst haben und wie die landesweite Kampagne zur Prävention von Suiziden im Alltag spürbar wird, erzählt Martin Fritz in Tokio.
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Nov 19, 2025 • 30min

Gemeinsam gegen das Tabu – Japans Kampf gegen den Suizid

Taiko Watanabe, eine betroffene Mutter, teilt ihre bewegende Trauer über den Suizid ihres Sohnes und spricht über Schuldgefühle sowie den wichtigen Austausch unter Hinterbliebenen. Hisao Sato, Aktivist und Gründer der Organisation Kumono Ito, berichtet von seiner Pionierarbeit in der Suizidprävention in Akita. Sie diskutieren kulturelle Tabus, die gesellschaftliche Wahrnehmung von Suizid und die Bedeutung öffentlicher Hilfsinitiativen. Gemeinsam zeigen sie, wie der offene Umgang mit dem Thema und Unterstützungssysteme Leben retten können.
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Nov 15, 2025 • 10min

TALK: Warum bedrohen Kryptos & Cyborgs die Demokratie in Honduras

Anna Lemmenmeier, Journalistin mit Fokus auf Mittelamerika, spricht über ihre Erlebnisse in der Privatstadt Próspera in Honduras. Sie beschreibt die futuristische Atmosphäre, in der Unternehmen an Kryptowährungen und Gentherapien forschen. Junge Unternehmer mit libertären Ansichten lehnen staatliche Regulierung ab. Interessant ist auch die Nutzung von Chipimplantaten und die Vorstellung einer Verschmelzung von Mensch und Maschine. Ihre Recherchen führten zu Einblicken in die komplexen internationalen Verbindungen und die libertäre Agenda, die diese Experimente antreibt.

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