Archivradio – Geschichte im Original

SWR
undefined
Dec 22, 2024 • 21min

Orkan Lothar: Jahrhundert-Sturm zum Jahrhundert-Ende | 27.12.1999

Die Weihnachtstage gingen zu Ende, da kam am Sonntag, den 26. Dezember 1999, ein Orkan, der es in sich hatte. Lothar kam von Frankreich nach Süddeutschland und stürmte mit Geschwindigkeiten von mehr als 270 Stundenkilometern. Mehr als 100 Menschen starben in Frankreich, Deutschland und der Schweiz, die meisten durch umfallende Bäume. Der Verkehr stand still, Autobahnen waren gesperrt. Waldflächen in den Bergen wurden einfach umgeknickt. Baden-Württemberg hat es besonders getroffen. Kein anderer Sturm in Europa hat so hohen Schäden verursacht. Die SWR1-Sendung "Thema heute" fasst am 27. Dezember 1999 die Ereignisse zusammen. Nachdem der Orkan Lothar eine Schneise der Verwüstung durch Süddeutschland gezogen hat, stellen sich kritische Fragen: Warum hat der Deutsche Wetterdienst den Orkan Lothar nicht rechtzeitig erkannt und davor gewarnt? SWR1 fragt nach.
undefined
Dec 19, 2024 • 3min

Bahn bietet Friseur im Zug an | 2.5.1989

1989 gibt es noch keine ICEs. Bahnfahrten dauern entsprechend länger. Um den werten, effizienzorientierten Kundinnen und Kunden dennoch eine Zeitersparnis zu bieten, führt die Deutsche Bundesbahn einen neuen Service ein: den rollenden Friseursalon – Bahnfahren mit inklusivem Haareschneiden. Darüber berichtet der Süddeutsche Rundfunk am 2. Mai.1989. Doch das neue Angebot erweist sich als unrentabel und wird bald wieder eingestellt.
undefined
Dec 17, 2024 • 40min

DDR feiert Beethoven als Sozialisten | 16.12.1970

Die DDR feiert den 200. Geburtstag von Ludwig van Beethoven mit einem Festakt in der Deutschen Staatsoper, unweit der Berliner Mauer. Ministerpräsident Willi Stoph spricht vor der versammelten SED-Prominenz und erklärt, warum die DDR stolz auf Beethoven ist.
undefined
Dec 15, 2024 • 12min

Franz Xaver Schwarz zum Richtfest der NSDAP-"Parteibauten" | 3.11.1935

NSDAP organisiert sich Die Jahre vor 1933 bezeichneten die Nazis, nachdem sie an die Macht gekommen waren, rückblickend gerne als "Kampfzeit“. Diejenigen, die sich in den 1920ern als Aktivisten betätigt haben, werden "alte Kämpfer“ genannt. Denn lange schien der Aufstieg der NSDAP unwahrscheinlich zu sein. Die Partei war nicht mehr als eine Splitterpartei, die mit schrillen Parolen lautstark und krawallbereit auf sich aufmerksam zu machen versuchte. Im Nachhinein betonten führende Funktionäre der Hitler-Partei die Entbehrungen dieser Phase, in der allerdings bereits eine stabile Organisation im Hintergrund vorhanden war. Reichsschatzmeister kümmert sich um Aufbau einer Geschäftsstelle Eines der besten Beispiele für einen Nazi der ersten Stunde, der hinter den Kulissen wirkt, ist Franz Xaver Schwarz. Hitler ernennt ihn 1925 zum Reichsschatzmeister der NSDAP. Schwarz bringt die Parteifinanzen ins Lot und kümmert sich um den Aufbau einer funktionierenden Geschäftsstelle. In dieser Ansprache vom 3. November 1935 blickt Schwarz auf diese Anfänge zurück. Es ist das Richtfest der sogenannten "Parteibauten“ in der Nähe des Münchner Königsplatzes: eine Gelegenheit von hohem Symbolwert für die Nazis.
undefined
Dec 15, 2024 • 8min

Der "Euro" bekommt seinen Namen | 15.12.1995

Das Geld, mit dem wir heute bezahlen, bekam 1995 seinen Namen. Vorher gab es die Einheit ECU. Das war aber nur eine Recheneinheit, man konnte mit ihr nicht bezahlen, schon gar nicht in Münzen und Scheinen. Es war der damalige Bundesfinanzminister Theo Waigel, der den Namen Euro vorgeschlagen hat. Am 15. Dezember 1995 verständigen sich auch die Staats- und Regierungschefs der EU auf ihrem Gipfel in Madrid schnell darauf. Nur beim Kleingeld sind sie sich noch nicht einig – und die Bürger fremdeln noch mit dem Namen.
undefined
Dec 12, 2024 • 3min

NATO-Doppelbeschlusss in Brüssel | 12.12.1979

Ende der 1970er-Jahre kommt es zu neuen Spannungen im Kalten Krieg zwischen den Ländern des Warschauer Paktes und den NATO-Staaten. Der Westen fühlt sich durch die Stationierung sowjetischer Mittelstreckenraketen in Osteuropa bedroht. Am 12. Dezember einigen sich die Außen- und Verteidigungsminister der NATO-Staaten in Brüssel auf den NATO-Doppelbeschluss – eine folgenreiche politische Entscheidung, die bei vielen Menschen die Angst vor einem neuen atomaren Wettrüsten schürt und einer der Treiber wird für die Friedensbewegung der 1980er-Jahre.
undefined
Dec 10, 2024 • 3min

Drei Monate nach Hoyerswerda: Angela Merkel zu rechter Jugendgewalt | 10.12.1991

Angela Merkel war Anfang der 1990er-Jahre Bundesministerin für Frauen und Jugend, konkret von 1991 bis 1994. Gleich zu Beginn ihrer Amtszeit kommt es in Hoyerswerda zu mehreren rassistisch motivierten Gewalttaten gegen Migranten. Unter anderem greifen Neonazis ein Flüchtlingswohnheim an. Die Polizei ist nicht in der Lage, die Situation zu beruhigen. Mehr Geld für Jugendarbeit Drei Monate danach kündigt die Jugendministerin Angela Merkel an, zusätzliches Geld für die Jugendarbeit in Ostdeutschland zur Verfügung zu stellen. Damit möchte sie der hohen Zahl an fremden und ausländerfeindlichen Straftaten begegnen.
undefined
Dec 8, 2024 • 4min

Notre-Dame de Paris brennt | 15.4.2019

Am Abend des 15. April 2019 brennt die berühmteste Kathedrale von Paris: Notre-Dame. Vor allem der Dachstuhl ist betroffen. Erst nach vier Stunden, etwa um Mitternacht, gelingt es der Feuerwehr, den Brand unter Kontrolle zu bekommen. Kurz darauf produziert SWR-Reporter Matthias Zahn seinen Bericht.
undefined
Dec 8, 2024 • 5min

Wiederaufbau von Notre-Dame – Forstleute spenden beste Eichen für Pariser Kathedrale | 13.3.2021

Nachdem im April 2019 die Kathedrale Notre-Dame in Paris abgebrannt ist, läuft zwei Jahre später der Wiederaufbau auf Hochtouren. Einen wesentlichen Beitrag dazu leisten Forstleute, die Bäume spenden, um das Holz zu ersetzen. Die schönsten Eichen Frankreichs wachsen 200 Kilometer südwestlich von Paris – in einem einst königlichen Wald. Ehrensache für die Forstleute, sie für den Wiederaufbau zur Verfügung zu stellen. Stefanie Markert war im März 2021 beim Fällen einer Eiche dabei.
undefined
Dec 7, 2024 • 9min

Willy Brandts Kniefall in Warschau – Livereportage | 7.12.1970

7. Dezember 1970. Live-Bericht vom Besuch Willy Brandts im Warschauer Getto. Die Kranzniederlegung war geplant. Der Kniefall eine Überraschung. Gemessen daran, wie diese Geste später im Gedächtnis blieb, geht der Moment in der Reportage von Korrespondent Peter Schnell zügig vorbei. Es folgt die Unterzeichnung des deutsch-polnischen Vertrages.

The AI-powered Podcast Player

Save insights by tapping your headphones, chat with episodes, discover the best highlights - and more!
App store bannerPlay store banner
Get the app