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Kreiskyforum
Das Bruno Kreisky Forum für internationalen Dialog ist ein Ort des europäischen und globalen Denkens, der Solidarität und Zusammenarbeit.
Namhafte Kurator*innen sprechen mit unseren Gästen über politisch brisante Themen unserer Zeit und unserer Gesellschaften.
Der Podcast zur Stunde.
Alle Informationen zum Kreisky Forum sowie das Programm finden Sie hier: https://www.kreisky-forum.org/
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Mentioned books

Jun 15, 2025 • 1h 5min
Flavio Del Ponte & Maurizio Cardi: HUMANITÄRE HILFE- HOFFNUNG IN FINSTEREN ZEITEN?
Irene Horejs im Gespräch mit Flavio Del Ponte und Maurizio CardiHUMANITÄRE HILFE- HOFFNUNG IN FINSTEREN ZEITEN?Kambodscha, Vietnam, Sahara, Afghanistan, Somalia Ruanda – vierzig Jahre lang war Flavio del Ponte als Chirurg weltweit mit dem Leid des Krieges konfrontiert. Er war als Ausbilder für Kriegschirurgen im Einsatz, unter anderem im Auftrag des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO), als Chief Medical Officer einer UNO-Mission in Afrika oder als Medical Advisor beim UN-Generalsekretariat der UNO in New York. Für die Schweiz war er u.a. als ärztlicher Experte für die internationalen Dossiers der Landminen-Bekämpfung (Ottawa-Konvention) und des Bioterrorismus verantwortlich. In seinem im Westend-Verlag erschienen Buch „Dissonanzen“ erzählt er über sein Leben im Dienste des Humanitären.Im Bruno Kreisky Forum spricht Irene Horejs mit Flavio del Ponte und seinem italienischen Chirurgen-Kollegen Maurizio Cardi, der für die Hilfsorganisation Emergency viele Jahre in Afghanistan im Einsatz war, über ihre Erfahrungen in der internationalen humanitären Hilfe, über ihre Arbeit in Konfliktregionen, in denen die Gesundheitsversorgung zusammengebrochen ist und die unter Krieg und Verfolgung leidende Bevölkerung auf internationale Unterstützung angewiesen ist.Begrüßung:Manuel Irman, Stv. Missionschef der Schweizerischen Botschaft in ÖsterreichPodiumsgespräch:Flavio del Ponte, Schweizer Chirurg und AutorMaurizio Cardi, Italienischer Chirurg, seit 2007 in Einsätzen für die Hilfsorganisation EMERGENCY, die sich seit drei Jahrzehnten für kostenlose und qualitativ hochwertige medizinische Versorgung für die Opfer von Krieg und Armut einsetzt – u.a. in Afghanistan, Sierra Leone, Eritrea, Sudan, Uganda, Gaza, dem Irak, der Ukraine – und mit dem Rettungsschiff Life Support im Mittelmeer tätig ist Moderation:Irene Horejs, ehem EU Botschafterin u.a. in Niger und Mali, war auch Direktorin für Afrika, Asien und Lateinamerika im Europäischen Amt für Katastrophenschutz und humanitäre Hilfe ECHO In Zusammenarbeit mit dem Westend Verlag und Emergency Austria

Jun 12, 2025 • 1h 28min
In Erinnerung an Univ.-Prof.in Dr.in Eva Kreisky: DISKRETER MASKULINISMUS? Eine Diskussion zum Stand der Demokratie im Anschluss an Eva Kreisky
In Erinnerung an Univ.-Prof.in Dr.in Eva KreiskyDISKRETER MASKULINISMUS?Eine Diskussion zum Stand der Demokratie im Anschluss an Eva KreiskyEva Kreisky (1944-2024) war eine Pionierin der deutschsprachigen feministischen Politikwissenschaft. Mit ihrem kritischen Blick auf Staat und Bürokratie als Männerbund hat sie gezeigt, wie idealisierte und verzerrte Vorstellungen von Männlichkeit als geheimer Kitt und als unausgesprochene Ideologie in Politik und Staat operieren. Ihre Analysen und Konzepte verstehen sich als kritische Zeitdiagnosen, die eine Antwort auf die Frage nach demokratischen Blockaden und dem Abbau von Demokratie bieten.Ziel ihrer Forschung war es, Demokratie und Demokratisierung auf allen Ebenen voranzutreiben.Maskulinismus bezeichnet nicht nur den ideologischen Kern des Männerbundes, sondern erklärt auch die Formierung anti-demokratischer Widerstandspraktiken gegen feministische Erfolge. Denn Maskulinismus operiere diskret, zumal er sich unsichtbar gemacht und in den Institutionen festgesetzt habe. Somit bleibt er aber auch eine politische Ressource, die jederzeit (re-)aktiviert werden kann. Eva Kreiskys kritische Zeitdiagnosen sensibilisieren für derartige Phänomene und ihre Auswüchse in der Gegenwart. Sie hat uns ein Forschungsprogramm hinterlassen, mit dem wir den diskreten Maskulinismus und seine demokratieschwächenden Wirkungen untersuchen und aufzeigen können.Im Anschluss an die Präsentation des Buches „Diskreter Maskulinismus“ von Eva Kreisky diskutieren wir, wie sich Maskulinismus in der aktuellen Konjunktur heimischer und internationaler Politik manifestiert. Was bedeuten diskreter und zunehmend indiskreter werdender Maskulinismus für die Zukunft der Demokratie? Gemeinsam mit der Herausgeberin den Buches Marion Löffler diskutieren:Univ.-Prof.in Dr.in Karin Bischof, Leiterin des Departments für Europapolitik und Demokratieforschung an der Universität für Weiterbildung KremsMag.a Ulrike Lunacek, stv. Obfrau der Frauen*solidarität, ehem. Bundes- und Europapolitikerin der GrünenMMag.a Dr.in Gabriele Michalitsch, Politikwissenschafterin und Ökonomin, zahlreiche Gastprofessuren und Lehrbeauftragte an den Universitäten Wien und KlagenfurtUniv.-Prof.in i.R. Dr.in Birgit Sauer, Politikwissenschafterin an der Universität Wien

Jun 10, 2025 • 56min
João Cravinho: AFTER THE VIOLENT DIVORCE - WHAT APPROACH TO EU-SAHEL RELATIONS?
Irene Horejs in conversation with João CravinhoAFTER THE VIOLENT DIVORCE: WHAT APPROACH TO EU-SAHEL RELATIONS?The relations of the EU with Central Sahelian States took a dramatic turn in recent years. After a decade of conflict against insurgencies and jihadist groups and amidst an ever deepening security, economic and humanitarian crisis, the armies of Mali, Burkina Faso and Niger seized power by a series of coup d’états in 2021, 2022 and 2023 prompting harsh reactions by the West and the organization of West African States ECOWAS. The Sahelian military juntas reacted by ousting French troupes – until then their main supporters in the fight against Jihadists – forced the withdrawal of the UN peace keeping mission MINUSMA and the EU civil military missions and engaged with Russia for military support. They also withdrew from ECOWAS and created a new regional body “the Alliance of Sahelian States (AES)”. France in turn suspended all its cooperation, other EU Member states did likewise and the EU stopped budget support operations which had made up as much as 80% of the national budget in the case of Niger.Many predicted the collapse of the new regimes after the withdrawal of Western military and financial support. Yet, despite a worsening security and economic situation and increasingly authoritarian rule, the military juntas and their narrative of sovereignty seem to continue enjoying popular trust, especially among the urban youth.Given the multiple strategic interests in the region, EU Member States largely agree on the need to remain engaged with the 3 countries in Central Sahel and tighten relations with the other states in the wider Sahel. The discussion turns about how to approach relations, how to materialize this engagement and how to contain expansion of Russian and Turkish influence in this region, which is so close to the EU´s southern neighborhood.João Gomes Cravinho was appointed European Union Special Representative for the Sahel on 1st of December, 2024 and is responsible to support the definition and implementation of such new approach. He was Portuguese Minister of Foreign Affairs (2022 – 2024), Minister of Defense of Portugal (2018 – 2022) and had previously served as EU Ambassador to India and to Brazil and as Secretary of State for Foreign Affairs and Cooperation of the Portuguese government. Welcome:Georg Lennkh, member of the Board, former Austrian Special Envoy for Africa (2005-2010)Moderation:Irene Horejs, former EU Ambassador to Niger and Mali

Jun 8, 2025 • 59min
Elisabeth Bronfen & Christian Kern: „DIE ZEIT IST AUS DEN FUGEN“
Robert Misik im Gespräch mit Elisabeth Bronfen und Christian Kern„DIE ZEIT IST AUS DEN FUGEN“Elisabeth Bronfen über Shakespeare, Trump, Macht & Intrige.„Die Zeit ist aus den Fugen“, sagt Hamlet, der Dänenprinz. In diesen Tagen braucht man über die Aktualität der Diagnose keine großen Worte verlieren. Die Ordnung erodiert, an fähigen Anführern fehlt es. Elisabeth Bronfen, die berühmte Literaturwissenschaftlerin, unterzieht in ihrem druckfrischen Buch „Shakespeare und seine seriellen Motive“ die Stücke des legendären Dramatikers einer aktuellen und politischen Relektüre.Die Macht mag seit Shakespeares Zeiten ihre Verkörperungen verändert haben – nicht mehr Könige, Feldherren, Träger personaler Macht sind heute zentral –, sie wabert eher in den Kapillaren der Gesellschaft, hat sich aufgelöst in Strukturen, und dennoch sind die Fragen Shakespeares so aktuell als hätte er sie vorgestern umgrübelt. Die Macht, die mit Ohnmacht einher geht, die unbeabsichtigten Nebenfolgen von Handlungen, die gesetzt werden. Wer überstürzt handelt, richtet Unheil an, wer besonnen ist, erst recht. König Lear, der jähzornige Alte, regelt seine Nachfolge und setzt das Unheil in Gang, Hamlet, der Zauderer, der weiß, dass man gar nicht handeln kann, wird aktionsunfähig. Der Kompromiss führt zu keinen Lösungen, die Kompromisslosen waten durch ein Meer von Blut. Unfähige Könige sitzen am Thron, korrupte Hofschranzen und boshafte Berater umschwänzeln sie. Wer würde da nicht sofort an Donald Trump und den Mafiafaschismus um ihn herum denken, an Elon Musk oder J. D. Vance. Die Leidenschaft zieht eine Blutspur, Ehrgeiz, Rachsucht, Eitelkeit und Gefallsucht sowieso.So lebt Shakespeare fort, wird von uns heute „in einen Dialog mit unseren gegenwärtigen kulturellen Anliegen“ (Bronfen) gelesen. Christian Kern, Kenner sowohl von Shakespeare als auch der Abgründe von Macht und Politik kommentiert das Werk unter der Diskussionsführung von Robert Misik. Elisabeth Eve Bronfen ist eine Kultur- und Literaturwissenschaftlerin und Buchautorin; sie war von 1993 bis 2023 Professorin für Anglistik und Lehrstuhlinhaberin am Englischen Seminar der Universität Zürich. Zudem ist sie seit 2007 Global Distinguished Professor an der New York University. Christian Kern ist ein österreichischer Manager und ehemaliger Politiker. Von Mai 2016 bis Dezember 2017 war er Bundeskanzler der Republik Österreich sowie von 2016 bis 2018 Parteivorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Österreichs. Heute ist er CEO der European Locomotive Leasing Group. Moderation: Robert Misik, Autor und Journalist

Jun 5, 2025 • 1h 1min
Peter Bofinger: EINE TIEFE KRISE UNSERES WIRTSCHAFTSMODELLS
Robert Misik im Gespräch mit Peter Bofinger„EINE TIEFE KRISE UNSERES WIRTSCHAFTSMODELLS“Rezession, Trump-Schock, angespannte Budgets: Wie die Wirtschaft aus der Abwärtsspirale kommt. Wir stecken mitten in einer tiefen Wirtschaftskrise und werden täglich mit Hiobsbotschaften bombardiert. „Die Lage ist schlechter, als es zunächst erscheinen mag“, sagte Peter Bofinger schon um die Jahreswende. Denn wir erleben nicht bloß einen konjunkturellen Abschwung, der etwa mit Wirtschaftsankurbelung bekämpft werden könnte. Das deutsche Wirtschaftsmodell steht nur mehr auf tönernen Beinen, und das österreichische damit auch. Die Autoindustrie, aber auch die Exportindustrie und er Maschinenbau sind schwer unter Druck. Sie brauchen eine fundamentale Transformation. Im internationalen Wettbewerb hat sich viel verändert, nicht nur, aber auch, durch steigende Energiepreise und damit durch die Kostenstruktur. Zugleich schlittert die Weltwirtschaft in Richtung Stagnation, die Trump-Regierung verschärft die Probleme, und die öffentlichen Haushalte sind – wie in Österreich – angespannt. Wird Europa gegensteuern können? Was bringt das deutsche Milliarde-investitionspaket? Peter Bofinger, früher einer der deutschen „Wirtschaftsweisen“, analysiert die gegenwärtigen ökonomischen Probleme schonungslos und beschreibt, was jetzt zu tun wäre, um aus der Spirale schlechter Nachrichten herauszukommen. Peter Bofinger ist ein deutscher Ökonom und Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Würzburg. Von März 2004 bis Ende Februar 2019 war er Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen EntwicklungModeration: Robert Misik, Autor und Journalist

Jun 3, 2025 • 56min
Philipp Lepenies: DEMOKRATIE UNTER BESCHUSS
Robert Misik im Gespräch mit Philipp LepeniesDEMOKRATIE UNTER BESCHUSSVom Werden und Vergehen von Demokratie Dachte man vor wenigen Jahren noch, alles laufe auf eine allmähliche Ausbreitung von Demokratien hinaus, so kann man heute gar nicht mehr anders, als mit Philipp Lepenies zu konstatieren: „Die Demokratie ist unter Beschuss, und zwar von Außen wie auch von Innen.“ Es gibt einen Vertrauensverlust in die Demokratie, aber auch eine Demokratieverachtung und Staatsverachtung, die Demokratien an den Rand des Kollapses bringt. Die Rhetorik des Antidemokratismus ist aber nicht neu: dass der Parlamentarismus nicht funktioniert, dass Eliten über die Köpfe des Volkes hinweg entscheiden usw.In seinem neuen Buch nimmt der Ökonom und Politikwissenschaftler eine Tiefenbohrung vor und fragt: Wie gelang in England, den USA oder in Frankreich einst der Systemwechsel zur parlamentarischen Demokratie? Welche Gründe führten ihre Befürworter an? Warum vollzog sich dieser Wandel in unseren Breiten erst relativ spät?Um diese Fragen zu beantworten, befasst Philipp Lepenies sich mit Wegmarken der Demokratiegeschichte. Aus dem Wissen um das Werden der Demokratie lassen sich Erkenntnisse gewinnen, die helfen, sich gegen ihr drohendes Vergehen zu stemmen – in einer Zeit, in der sich der Souverän immer häufiger gegen das System entscheidet, das ihm die höchste politische Macht einräumt.Philipp Lepenies, Ökonom und Professor für Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin; seit 2022 Leiter des Forschungszentrums für Nachhaltigkeit am Otto-Suhr-InstitutModeration: Robert Misik, Autor und JournalistIn Kooperation mit Literaturschiff – initiative

May 26, 2025 • 1h 33min
„FREE NELSON MANDELA“ - Österreichische Solidarität mit Südafrika zur Zeit der Apartheid – und heute?
„FREE NELSON MANDELA“Österreichische Solidarität mit Südafrika zur Zeit der Apartheid – und heute? Das erst vor wenigen Monaten erschienene Buch “Free Nelson Mandela” beschreibt die Geschichte der Anti-Apartheid-Bewegung in Österreich aus der Sicht der aktiv involvierten Personen: ihre oftmals sehr persönliche Auseinandersetzung mit rassistischer Propaganda, politischen und wirtschaftlichen Seilschaften sowie kolonialistischen Stereotypen. Ihr Eintreten für die Freilassung aller politischen Gefangenen der Apartheid, die strikte Umsetzung des UN-Waffenembargos, für einen Boykott südafrikanischer Produkte und von Sanktionen gegen das international isolierte Regime war eine wesentliche Triebkraft österreichischer Solidarität mit dem demokratischen Widerstand in Südafrika. Gleichzeitig forderten sie von der Regierung Kohärenz zwischen der verbalen Verurteilung des rassistischen Systems im damaligen Südafrika und der außen- und wirtschaftspolitischen Praxis ein.Was ist heute in Österreich – und darüber hinaus – vom Geist internationaler Solidarität geblieben? Und angesichts der Attacken der USA gegen die Errungenschaften der Ära Mandela: Braucht es eine neue Solidarität mit Südafrika? Walter Sauer, Historiker an der Universität Wien, 1988–1993 Vorsitzender der Anti-Apartheid-Bewegung in Österreich und seither ihrer Nachfolgeorganisation, des Dokumentations- und Kooperationszentrums Südliches Afrika (SADOCC).Ferdinand Lacina, Bundesminister a.D.Lucile Dreidémy, Professorin für Österreichische Zeitgeschichte seit 1918 im internationalen Kontext an der Universität Wien und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Bruno Kreisky-Forums.Rapulane Molekane, Botschafter der Republik Südafrika in Österreich, der Slowakischen Republik und der Republik Slowenien sowie Ständiger Vertreter Südafrikas bei den internationalen Organisationen in WienBegrüßung und Moderation:Georg Lennkh, Vorstandsmitglied BKF, Österreichischer Sonderbeauftragter für Afrika 2005 bis 2011.

May 23, 2025 • 58min
Branko Milanović: VISIONS OF INEQUALITY
Robert Misik in conversation with Branko MilanovićVISIONS OF INEQUALITYA sweeping and original history of how economists across two centuries have thought about inequality, told through portraits of six key figures. “How do you see income distribution in your time, and how and why do you expect it to change?” That is the question Branko Milanović imagines posing to six of history’s most influential economists: François Quesnay, Adam Smith, David Ricardo, Karl Marx, Vilfredo Pareto, and Simon Kuznets. Probing their works in the context of their lives, he charts the evolution of thinking about inequality, showing just how much views have varied among ages and societies. Indeed, Milanović argues, we cannot speak of “inequality” as a general concept: any analysis of it is inextricably linked to a particular time and place.Meticulously extracting each author’s view of income distribution from their often voluminous writings, Milanovic offers an invaluable genealogy of the discourse surrounding inequality. These intellectual portraits are infused not only with a deep understanding of economic theory but also with psychological nuance, reconstructing each thinker’s outlook given what was knowable to them within their historical contexts and methodologies.Branko Milanović is Senior Scholar at the Stone Center on Socio-Economic Inequality at the City University of New York and Visiting Professor at the International Inequalities Institute at the London School of Economics and Political Science. Formerly Lead Economist in the World Bank’s research department, he is the author of Capitalism, Alone; and The Haves and the Have-Nots.Robert Misik, Author and Journalist

May 21, 2025 • 54min
Hannes Werther: DIGITALER HUMANISMUS
Robert Misik im Gespräch mit Hannes WerthnerDIGITALER HUMANISMUSDie ungeregelte Macht der Tech-Giganten: Eine Gefahr für die Demokratie? Die Informationstechnologie verändert uns, unsere Gesellschaft, unsere Welt, von der individuellen Ebene bis hin zu geopolitischen Machtspielen. Sie beeinflusst auch, wie wir die Welt sehen und über sie denken. Sind wir gar nur mehr Wurmfortsatz der Maschinen? Dieser Wandel geschah in einer für die Geschichte der Menschheit extrem kurzen Zeitspanne und mit sehr hoher Geschwindigkeit. Und er dauert an – mit Künstlicher Intelligenz als aktuell herausragendem Beispiel. IT hat das Potenzial, zur Lösung der Krisen dieser Welt beizutragen, unsere Welt besser zu machen, gleichzeitig ist sie Teil des Problems (für manche sogar die Ursache).Hannes Werthner thematisiert die fortschreitende Digitalisierung inklusive Künstliche Intelligenz, beschreibt die enormen Möglichkeiten, die sich daraus ergeben, und analysiert auch deren gravierende Mängel. Und er beschreibt auf emeinverständliche Weise die Geschichte und das Funktionieren von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz.Sein Konzept des Digitalen Humanismus versteht sich als Antwort auf diese Situation und will – neben der Analyse der Wechselwirkung von Mensch und Maschine – durch aktive Einflussnahme digitale Technologien gestalten und regeln, sodass sie zum Wohl von Mensch und Natur eingesetzt werden. Modertion: Robert Misik, Autor und JournalistHannes Werthner war Informatikprofessor an der TU Wien, wo er auch als Dekan der Fakultät für Informatik tätig war. Davor Professuren im In- und Ausland. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in Bereichen wie Decision Support Systems, E-Commerce und Empfehlungssysteme. Neben Forschung und Lehre startete er an der TU Wien mehrere Initiativen wie die Vienna PhD School of Informatics oder das i2c / Informatics Innovation Center. Er beobachtet aufmerksam, wie Informatik und Informationstechnologie die Welt und uns verändern. Das ist seine Motivation für den Digitalen Humanismus, dessen Wiener Manifest er 2019 initiierte.

May 19, 2025 • 1h 12min
Amr Adly, Amr Hamzawy & Oraib Al-Rantawi: EGYPT AND JORDAN IN THE LIGHT OF THE GAZA WAR - ARAB POSITIONS FOR THE WAY FORWARD
Gudrun Harrer in conversation with Amir Adly, Amr Hamzawy and Oraib Al-RantawiEGYPT AND JORDAN IN THE LIGHT OF THE GAZA WAR: ARAB POSITIONS FOR THE WAY FORWARD Egypt and Jordan are the most affected Arab states by the war in Gaza which followed the attack by Hamas on Israel on 7th October 2023. Immediate neighbours of the Gaza Strip and the Westbank respectively, they suffer dramatic direct economic, political and social impact which is adding to pre-existing vulnerabilities.Jordan has a majority population of Palestinian origin, Egypt has a deep historic relationship with the Gaza Strip which was under the administration of Cairo until the Israeli occupation in 1967. Among other economic woes, Egypt is confronted with a steep reduction of income from the Suez Canal due to the Yemeni Houthi’s war against commercial shipping in the Red Sea in the name of assistance to Hamas.Furthermore, Cairo and Amman were worried by US president Donald Trump’s remarks who seemed to favour Palestinian migration from the Gaza Strip to other countries, especially Egypt and Jordan. In the beginning of March, Egypt presented her own Gaza reconstruction plan, endorsed by the League of the Arab States. Support came recently from French President Emmanuel Macron at a summit with the leaders of Egypt and Jordan in Cairo.The panel will discuss the effect and impact of the Gaza war on the MENA region, Egypt and Jordan in particular, and the possible Arab path forward. What role for Europe in this scenario?Amr Adly is an associate professor in the department of political science at The American University in Cairo (AUC). He worked as a non-resident scholar at the Carnegie Middle East Center, where his research centered on political economy, development studies, and economic sociology of the Middle East, with a focus on Egypt. Adly has taught political economy at AUC and Stanford University. He is the author of cleft capitalism: the social origins of failed market-making in Egypt (Stanford University Press, 2020) and state reform and development in the Middle East: the cases of Turkey and Egypt (Routledge, 2012). He has been published in several peer-reviewed journals, including Geoforum, Business and Politics, the journal of Turkish Studies, and Middle Eastern Studies. Adly is also a frequent contributor to print and online news sources, including Bloomberg, Jadaliyya, and al-Manasa. (Online participation)Amr Hamzawy is a senior fellow and the director of the Carnegie Middle East Program. He was previously an associate professor of political science at Cairo University and a public policy professor of the practice at the American University in Cairo.Hamzawy is a former member of the People’s Assembly after being elected in the first Parliamentary elections in Egypt after the January 25, 2011 revolution. He is also a former member of the Egyptian National Council for Human Rights. Hamzawy contributes a weekly op-ed to the Arab daily al-Quds al-Arabi.Oraib Al-Rantawi is the founder and director general of the Amman-based Al Quds Center for Political Studies and an established writer and columnist. He has authored and edited several strategic studies and organized and participated in seminars and conferences in Jordan and internationally. He is also a frequent commentator and analyst on television and has produced his own show “Qadaya wa Ahdath” (Issues and Events.)Gudrun Harrer, Senior Editor, Der Standard; Lecturer in Modern History and Politics of the Middle East at the University of Vienna and the Diplomatic Academy of Vienna


