Kreisky Forum Talks

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Dec 8, 2022 • 1h 6min

Emran Feroz: DAS ENDLOSE AFGHANISTAN-DESASTER - WARUM WIR HEUTE SIND, WO WIR SIND

Seit über einem Jahr wird Afghanistan wieder von den  militant-islamistischen Taliban regiert. Wir erinnern uns: Am 15. August  2021 fielen die Extremisten in die Hauptstadt ein, während der letzte  Präsident der afghanischen Republik, Ashraf Ghani, ins Ausland flüchtete  und die USA und ihre Verbündeten mit ihrem Truppenabzug beschäftigt  waren. Doch wie kam es zu jenem schicksalhaften Tag und was hat der  „längste Krieg“ der Amerikaner am Hindukusch überhaupt gebracht? Emran Feroz ist freier Journalist, Kriegsreporter  und Autor. Er berichtet seit fast zehn Jahren aus und über Afghanistan  und schreibt mitunter für das US-Magazin Forein Policy, CNN, die New  York Times, für Profil und den Spiegel. 2021 erschien Feroz‘ Bestseller  „Der längste Krieg“, worin er kritisch und detailreich 20 Jahre War on Terror in Afghanistan analysiert. Im selben Jahr wurde Feroz für seine Arbeit  mit dem österreichischen Concordia-Preis in der Kategorie Menschenrechte  ausgezeichnet. Gudrun Harrer, Leitende Redakteurin, Der Standard;  Lektorin für Moderne Geschichte und Politik des Nahen und Mittleren  Ostens an der Universität Wien und an der Diplomatischen Akademie Wien
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Dec 5, 2022 • 1h 7min

BERT FRAGNER MEMORIAL LECTURE 2022 - Florian Schwarz & Hessam Habibi Doroh

BETWEEN GREATER KHOROSAN AND THE KHOROSAN PROVINCE The continuity of Greater Khorasan in the social identity of Iranian Sunnis in Khorasan province The Persian-speaking Iranian Sunnis of the Khorasan province feel a  deep collective resonance with the historical roots of Greater Khorasan  in their social identity. Even today, they continue to praise and  illustrate the glorious Islamic past through their narratives. This is  in contrast to most Iranian Sunnis with a non-Persian-speaking ethnic  identity. Historically Khorasan has long been recognized as the center of Sunni  education. This dates back to the Seljuk period and the establishment  of Sunni educational institutions such as Nizamiyyeh of Niyshabur.  However, the central status of this eastern region of the Islamic world  was diminished following the 15th century – in particular, due to the early 16th-century  expansion of Shiʿi Islam under the Safavids. Yet the sense or idea of  centrality has continued like a thread weaving through the social  identity of the Iranian Sunnis in Khorasan and remains reflected in  their religious and historical narrations today. This lecture explores  this continuity of Greater Khorasan, shows how the historical roots of  Khorasan shaped the social identity of Sunnis in the Khorasan province,  and investigates transnational identity within the local social  identity. BERT FRAGNER MEMORIAL LECTURE 2022 The Bert Fragner Lectures highlight current developments in Iran and  establish connections between historical classification and contemporary  challenges. Inspired by the life’s work of the eminent Austrian Iranist  Professor Bert Fragner (1941-2021), they offer a forum for exchange  with established and – in the spirit of Bert Fragner’s tireless  promotion of young scholars – younger researchers.
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Nov 24, 2022 • 1h 4min

Ulrike Hermann: DAS ENDE DES KAPITALISMUS

Die Menschheit ruiniert den gesamten Planeten, und besonders  bedrohlich ist die Klimakrise. Politik und Wirtschaft hoffen daher auf  „grünes Wachstum“. Doch das ist eine Illusion. Der Ökostrom aus  Solarpaneelen und Windrädern wird nicht reichen, um permanentes Wachstum  zu befeuern. Die Wirtschaft muss schrumpfen. Dies wäre jedoch das Ende des  Kapitalismus, weil er nur stabil ist, solange es Wachstum gibt. Die  Wirtschaftsjournalistin Ulrike Herrmann beschreibt, wie die Zukunft  aussieht – ohne Wachstum, ohne Gewinne, ohne Autos, ohne Flugzeuge, ohne  Banken, ohne Versicherungen und fast ohne Fleisch. Ulrike Hermann, Wirtschaftsredakteurin bei der „tageszeitung“ (taz) Moderation: Robert Misik, Autor und Journalist Ulrike Hermann ist ausgebildete  Bankkauffrau und hat Geschichte und Philosophie an der FU Berlin  studiert. Von ihr stammen mehrere Bestseller. Ihr neuestes Buch ist:  „Das Ende des Kapitalismus. Warum Wachstum und Klimaschutz nicht  vereinbar sind – und wie wir in Zukunft leben werden“ ist im September  2022 im Verlag Kiepenhauer & Witsch erschienen. In Kooperation mit Buch Wien 2022
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Nov 21, 2022 • 1h 10min

James Dorsey: MIDDLE EAST - REALISM VS. PRICIPLES IN US FOREIGN POLICY

At the core of a US policy debate over the Middle East lies the  question of how to best ensure regional stability and protect US  interests. Lost in the debate is whether the cost of maintaining  stability by supporting autocratic rule is lower in the long term than  the upfront expense of adhering to human rights principles, pluralism,  and transparent and accountable governance that would initially alienate  Middle Eastern partners. For a long time, the United States have been supporting autocracy at  the expense of making greater transparency and accountability  cornerstones of cooperation with Washington. The short-term benefits are obvious but so are the wounds that fester  because they are not properly treated, causing greater turmoil and  costs further down the road. Moreover, the approach that juxtaposes US  actions against US rhetoric makes US pledges of adherence to values ring  hollow at a time when credibility may be a major determining factor in  the rivalry with Russia and China. While neither China nor Russia is willing or able to replace the  United States as the region’s security guarantor, regional alliances,  particularly with Israel, may compensate to a degree for uncertainty  about US reliability but are fraught with pitfalls. Gulf states are a  long way away from being able to shoulder full responsibility for their  defense, which in the case of the smaller states may never be  achievable, even if there is a greater emphasis on building domestic  arms industries. James M. Dorsey is an adjunct senior fellow at the  S. Rajaratnam School of International Studies at Singapore’s Nanyang  Technological University, a syndicated columnist, and the author of the  blog and podcast, The Turbulent World of Middle East Soccer. As  a journalist and scholar Dorsey focuses on the geopolitics of Eurasia,  political and social change in the Middle East and North Africa and its  impact on Southeast, South and Central Asia, as well as the nexus of  sports, politics and society. Gudrun Harrer, Senior Editor at Der Standard, Lecturer on Modern History and Politics of the Middle East, University of Vienna and Diplomatic Academy of Vienna
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Nov 21, 2022 • 56min

Reinhard Heinisch: US MIDTERM ELECTIONS – EINE ANALYSE

In den amerikanischen Midterm Elections werden das gesamte Abgeordnetenhaus und ein Drittel des Senats neu gewählt. Entscheidend ist, wie generell bei amerikanische Wahlen, die  Wahlbeteiligung. Der, dessen Anhänger eher zu den Urnen gehen, gewinnt.  Wahlkämpfe sind daher weniger Überzeugungskampagnen, sondern  Mobilisierungsschlachten. Dabei spielen Emotionen und das Schüren der  Angst vor dem Gegner die Hauptrolle. Bis auf zwei Fälle haben alle Präsidenten seit dem Zweiten Weltkrieg bei  Midterms Niederlagen eingefangen. Denn zur Mitte der Amtszeit sind die  eigenen Wähler mit den politischen Verhältnissen noch eher zufrieden und  daher weniger zu mobilisieren. Dagegen brennen die politischen Gegner  darauf, es endlich dem Präsidenten und seiner Partei zu zeigen.  Allerdings wird das Ganze noch durch lokal relevante Themen und Personen  beeinflusst, denn ohne den Präsidenten als Zugpferd auf dem Stimmzettel  wird anderes plötzlich wichtiger. Der Ausgang dieser Wahlen hat große Auswirkungen auf die US-Innenpolitik  und vor allem auf die restlichen zwei Jahre der Präsidentschaft von Joe  Biden. Reinhard Heinisch, Universitätsprofessor für  Österreichische Politik in vergleichender europäischer Perspektive und  Leiter des Fachbereichs Politikwissenschaft und Soziologie, Paris Lodron  Universität Salzburg Eva Nowotny, Vorstandsmitglied des Bruno Kreisky Forums, Diplomatin i.R., Vorsitzende des Universitätsrates der Universität Wien
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Nov 14, 2022 • 36min

FALTER Radio und Kreisky Forum Talks: Mythen rund um Migration

Soziologe und Buchautor Thomas Faist räumt mit Missverständnissen und Fehlinformationen in der Migrationsdebatte auf. Ein Gespräch mit FALTER.morgen Chef Martin Staudinger im Bruno Kreisky Forum. 
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Nov 10, 2022 • 51min

FALTER Radio und Kreisky Forum Talks: Rebellische Demokratie oder autoritäre Wende?

Buchautor Oliver Nachtwey seziert die Radikalisierung rund um die Corona-Proteste und sucht nach Auswegen aus der großen Verunsicherung. Ein Gespräch mit Robert Misik im Bruno Kreisky Forum.
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Nov 9, 2022 • 1h

FALTER Radio und Kreisky Forum Talks: WAS WILL KATAR? Die erste arabische WM und die Geopolitik am Golf

Aufgebaut von Millionen Arbeitsmigranten, will sich Katar als weltoffen und modern präsentieren. Doch archaische Gesetze gegen Homosexualität und zögerliche Reformen belasten die Show. Diesem Thema widmet sich der Nahost- und Fußballexperte Leo Wigger im Gespräch mit Gudrun Harrer im Bruno Kreisky Forum. 
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Nov 8, 2022 • 1h 39min

Antony Lerman: WHATEVER HAPPENED TO ANTISEMITISM? Redefinition and the Myth of the “Collective Jew”

In seinem neuen Buch erklärt Antony Lerman, wie der Antisemitismus zu  einem der kontroversesten Themen unserer Zeit wurde. Die  Öffentlichkeit, Akademiker*innen, Journalist*innen, Aktivist*innen und  Jüdinnen und Juden selbst sind über seine Bedeutung zerstritten wie  noch nie. Dies ist das Ergebnis eines 30-jährigen Prozesses der  Neudefinition, die Antisemitismus und Kritik an der Politik Israels  immer mehr miteinander gleichsetzt. Die Folgen dieser Neudefinition sind  alarmierend: Die fortschreitende Dämonisierung universalistischer  Positionen und eine populistische Legitimierung von Islamophobie und  Nationalismus. Das Ergebnis ist auch eine Bedrohung von Jüdinnen und  Juden in aller Welt. Antony Lerman ist ein britischer Schriftsteller, der  sich auf das Studium des Antisemitismus, des  israelisch-palästinensischen Konflikts, des Multikulturalismus und des  Platzes der Religion in der Gesellschaft spezialisiert hat. Er ist  Senior Fellow beim Bruno Kreisky Forum für Internationalen Dialog und  Honorary Fellow of the Parkes Institute for the Study of  Jewish/non-Jewish Relations an der Universität Southampton. Er ist der  Autor von „The Making and Unmaking of a Zionist: A Personal and  Political Journey“ (London, 2012) und Herausgeber von „Do I Belong?“  (London, 2017). Hanno Loewy, Literatur- und Medienwissenschaftler, Publizist, Direktor des Jüdischen Museums Hohenems Eine Zusammenarbeit des Jüdischen Museums Hohenems und des Bruno Kreisky Forum für internationalen Dialog
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Nov 7, 2022 • 50min

Timna Brauer & Nadine Sayegh: JAFFA – GESTERN UND HEUTE

Nicolas Sayegh, ein palästinensischer „Tom Sawyer“, streift mit  seinen Freunden durch die sonnenübergossenen Straßen des nach  Orangenblüten duftenden Jaffa der 1940er-Jahre. Doch seine unbeschwerte  Kindheit endet abrupt, als im Jahr 1948 seine Familie mit vielen anderen  aus ihrer Heimatstadt flüchten muss. Nadine Sayegh ist Nicolas Tochter.  In ihrem Buch Orangen aus Jaffa hat sie die Erinnerungen ihres  Vaters an seine Kindheit in Jaffa aufgeschrieben; sie erzählt vom Leben  und der Kultur einer bürgerlichen palästinensischen Familie vor ihrer  Vertreibung aus Palästina und der Staatsgründung Israels. Nadine lebt in  Wien, das Jaffa der Gegenwart kennt sie kaum. Timna Brauer ist die Tochter von Neomi, einer jemenitischen Israelin,  und dem österreichischen Maler Prof. Arik Brauer. Gemeinsam mit dem  israelischen Jazz-Pianisten Elias Meiri gründet sie 1985 ein Ensemble,  das bis heute regelmässig international auftritt. Timna Brauer lebt  einen Teil des Jahres in Tel Aviv-Jaffa. Timna Brauer und Nadine Sayegh, die einander seit vielen Jahren  kennen und schätzen, sprechen im Kreisky Forum über das Jaffa von damals  und heute, über israelisch-jüdische und palästinensisch-christliche  Familienerinnerungen und darüber, was sie verbindet und was sie trennt. Nadine Sayegh, geboren in Beirut, wuchs in Wien auf,  studierte Betriebswirtschaft an der McGill University in Kanada und  arbeitete über zwanzig Jahre lang europaweit als Managerin für Coca-Cola  in den Bereichen Finanzen, Risikomanagement und Personalwesen. Jetzt  lebt sie mit ihrer Familie in Wien. Timna Brauer, geboren in Wien, wuchs in Wien, Paris  und Israel auf. Sie studierte am Wiener Konservatorium Gitarre, Klavier  und Gesang, danach absolvierte sie ein Studium der Musikwissenschaften  an der Pariser Sorbonne und Meisterkurse in Klassik, Jazz und indischem  Gesang. An der Universität unterrichtete sie Jazz-Gesang. Seit 2010  leitet sie die Kunstsammlung Prof. Arik Brauer in der Villa ihrer Eltern  in Wien-Währung. Schwerpunkte ihres musikalischen Schaffens sind Cross  Over-Projekte, Chansons, Kinderprogramme und vor allem Jüdische Musik in  all ihren Facetten. Vor kurzem erschien ihre erste Songwriter-CD, ein  Liebeslieder-Zyklus mit dem Titel Minnesang & Drang.

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