Kreisky Forum Talks

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Nov 30, 2023 • 1h 6min

Isabelle Werenfels: DAS NEUE SELBSTVERTRAUEN DER MAGHREB-STAATEN

Gudrun Harrer im Gespräch mit Isabelle Werenfels DAS NEUE SELBSTVERTRAUEN DER MAGHREB-STAATEN Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine war die Hoffnung im Westen groß, dass auch politische Führungen in Afrika und dem Nahen Osten das Vorgehen der transatlantischen Verbündeten mittragen würden. Doch die Länderanalysen offenbaren, wie sehr sich die Wahrnehmungen und Interessenlagen dieser Akteure von denen der westlichen Staatengemeinschaft unterscheiden. Gerade in Algerien und Tunesien ist die russische Perspektive stark präsent, in der regierungsnahen Presse wie in den sozialen Medien: Nicht selten gilt der ukrainische Präsident als Provokateur und Aggressor. Derlei Reaktionen gründen in tiefsitzenden antiimperialistischen und antiamerikanischen Reflexen, wobei Russland paradoxerweise nicht als imperialistisch wahrgenommen wird. Gleichzeitig ist die Verhandlungsmacht der Region gegenüber der EU aktuell durch das Migrationsthema gestärkt. Während die Europäische Union mit Tunesien über ein Flüchtlingsabkommen verhandelt, geht das nordafrikanische Land hart gegen Migrant:innen vor. Zudem herrscht große Uneinigkeit innerhalb der EU über die Frage, wie das europäische Asylsystem künftig ausgestaltet werden soll. Auch diesen Umstand können sich die Maghreb-Staaten zunutze machen. Isabelle Werenfels ist Senior Fellow und ehemalige Leiterin der Forschungsgruppe Afrika und Mittlerer Osten an der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin, wo sie zur Maghreb-Region forscht. Ihre Expertise erstreckt sich von politischen Transformationen, Elitenwandel und soziale Bewegungen in den Maghreb-Staaten, über inner-maghrebinische Beziehungen, bis hin zur deutschen und europäischen Politik gegenüber der Region. Gudrun Harrer, Leitende Redakteurin, Der Standard; Lektorin für Moderne Geschichte und Politik des Nahen und Mittleren Ostens an der Universität Wien und an der Diplomatischen Akademie Wien:
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Nov 27, 2023 • 1h 14min

Quinn Slobodian: KAPITALISMUS OHNE DEMOKRATIE

Robert Misik im Gespräch mit Quinn SlobodianKAPITALISMUS OHNE DEMOKRATIE Freiheit und Demokratie, so der Investor Peter Thiel 2009, seien nicht länger kompatibel. Wer die Freiheit liebe, müsse daher versuchen, der Politik in all ihren Formen zu entkommen. Zuflucht suchen könnten Libertäre im Cyberspace, im Weltraum und auf dem offenen Meer. Das mag verblasen klingen, steht aber in einer jahrzehntealten Tradition marktradikaler Ideen: Denker wie Milton Friedman begeisterten sich für das noch unter britischer Oberhoheit stehende Hongkong; Margaret Thatcher träumte von einem Singapur an der Themse. In Globalisten befasste sich Quinn Slobodian mit Versuchen, ökonomische Fragen der demokratischen Willensbildung zu entziehen, etwa durch ihre Übertragung an internationale Organisationen. In Kapitalismus ohne Demokratie geht es nun um eine andere Lösung für das von Thiel beklagte Problem: die Zerschlagung der Welt in Steueroasen, Privatstädte oder Mikronationen. Slobodian nimmt uns mit auf eine faszinierende Reise durch die Welt der neoliberalen Utopien. Sie führt nach Dubai und Liechtenstein, ins vom Bürgerkrieg zerrüttete Somalia und zu Elon Musks texanischem Weltraumbahnhof. Und sie weitet den Blick auf eine mögliche Zukunft, die uns Sorgen machen sollte. Das Gespräch findet in englischer Sprache statt. Quinn Slobodian, geboren 1978 im kanadischen Edmonton, ist Associate Professor am Department of History des Wellesley College. Seine Spezialgebiete sind deutsche Geschichte, soziale Bewegungen und das Verhältnis zwischen den Industrieländern und dem globalen Süden. Moderation: Robert Misik, Autor und Journalist
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Nov 24, 2023 • 45min

FALTER Radio & Kreisky Forum Talks: Was braucht eine moderne Sozialdemokratie?

Peter Michael Lingens im Gespräch mit Elfriede Hammerl, Nikolaus Kowall, Wolfgang Petritsch und Sonja Schneeweiss ZEITZEUGE EINES JAHRHUNDERTS Die Familiengeschichte Peter Michael Lingens‘ ist aufs Engste mit der Geschichte des 20. Jahrhunderts verzahnt. Sein Buch „Zeitzeuge eines Jahrhunderts“ ist ein Plädoyer gegen den Neoliberalismus, von dem er fürchtet, dass er die EU sprengen und einen neuen Faschismus herbeiführen könnte. Der inhaltliche Bogen spannt sich von den familiären Wurzeln in einer in einer Industriellendynastie über das intellektuelle Milieu im Verband sozialistischer Studenten der Zwischenkriegszeit, in dem seine Mutter sich bewegte, bis hin zu den prägenden Stationen seiner journalistischen Karriere in wichtigen Medien des Landes. Dabei führt uns Lingens durch die politischen Skandale der 70er und 80er bis hin zu den geopolitischen und wirtschaftlichen Bedrohungen unserer Gegenwart, wie sie sich insbesondere in der Präsidentschaft Donald Trumps und der Aggression Wladimir Putins manifestierten. Bei der Buchpräsentation im Bruno Kreisky Forum spricht Peter Michael Lingens mit Christian Kern und Elfriede Hammerl über prägende Ereignisse seiner Familiengeschichte, seiner Zeit als Journalist und über aktuelle Probleme und Herausforderungen für Österreich und Europa. Peter Michael Lingens, Jahrgang 1939, war Berichtsaalberichterstatter des Kurier, Herausgeber von profil und Wochenpresse/Wirtschaftswoche, Co-Chefredakteur des Standard und ist derzeit Kommentator der Wochenzeitung Der Falter.  Elfriede Hammerl ist Journalistin, Kolumnistin, u.a. beim profil,  und Schriftstellerin Nikolaus Kowall, Wirtschaftswissenschafter, Gründungsmitglied der Sektion 8 Wolfgang Petritsch, Diplomat, Präsident des Österreichischen Instituts für internationale Politik (oiip) Sonja Schneeweiss, Wirtschaftswissenschafterin, Europasprecherin des BSA (Bund sozialdemokratischer AkademikerInnen, Intellektueller und KünstlerInnen In Zusammenarbeit mit dem Böhlau Verlag
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Nov 21, 2023 • 1h 9min

Wilhelmine Goldmann, Ferdinand Lacina & Lucile Dreidemy: ROTE BANDITEN

Wilhelmine Goldmann, Ferdinand Lacina & Lucile Dreidemy im Gespräch „ROTE BANDITEN“Geschichte einer sozialdemokratischen Familie Wilhelmine Goldmann gehört zu den VertreterInnen jener Generation, die erst spät angefangen hat, Fragen zu stellen. Die Geschichte ihrer Familie, vor allem die folgenschweren Auswirkungen des österreichischen Bürgerkriegsjahres 1934, blieb ihr lange verborgen. Es bedurfte mühsamer Recherchearbeit, um sie an die Oberfläche zu holen. Das Ergebnis ist eine über das Private hinausgehende Erzählung einer österreichischen Arbeitergeschichte. Am Beispiel ihrer Eltern macht Wilhelmine Goldmann die Entwicklung der Arbeiterklasse aus tiefem Elend zu Bildung und Wohlstand sichtbar. Ausgangspunkt ist der Industrieort Traisen im südlichen Niederösterreich. Den Eltern der Autorin war trotz Schulerfolgen eine höhere Bildung verschlossen. Immerhin konnte der Vater eine Lehre als Schriftsetzer abschließen, die Mutter erkämpfte sich einen Platz in der Handelsschule. Schon in ihrer Jugend begannen beide, sich politisch zu engagieren. Als überzeugte SozialdemokratInnen kämpften sie für Gerechtigkeit und Bildung und verteidigten im Schicksalsjahr 1934 die demokratische Republik gegen die Dollfuß-Diktatur. Nach 1945 nahm Goldmanns Vater seine politische Tätigkeit in Traisen wieder auf, engagierte sich am Wiederaufbau der Republik und wurde 1961 zum Bürgermeister von Traisen gewählt. Die schmerzliche Erfahrung des Jahres 1934 hat nicht nur das Leben seiner Generation geprägt, sie ist bis heute Konfliktstoff in der österreichischen Innenpolitik. Den Hass der „Bürgerlichen“ auf die „Sozis“ hat die Autorin auch in ihrem Berufsleben verspürt und sich immer gefragt: Wo kommt er her? Ihre Familiengeschichte ist der eindringliche Versuch einer historischen Klärung, der bis heute in beiden politischen Lagern ausgewichen wird, weshalb das Trauma des Bürgerkrieges immer wieder wie eine klaffende Wunde aufbricht. Wilhelmine Goldmann: Nach dem Studium an der Wirtschaftsuniversität Wien war sie 20 Jahren in der Arbeiterkammer Wien tätig, in der Folge wirkte sie 16 Jahre lang als Managerin in Führungspositionen der ÖIAG, beim Postbus und in der ÖBB Personenverkehr AG. Danach war sie Aufsichtsrätin in verschiedenen Unternehmen, Kuratoriumsvorsitzende der Salzburger Festspiele und Universitätsrätin an der Kunstuniversität Graz. Ferdinand Lacina: Ökonom, war seit seiner Jugend in der Sozialdemokratie aktiv. Er war u.a. Bundesminister für Finanzen (1986-1995), BM für öffentliche Wirtschaft und Verkehr (1984-86), Staatssekretär im Bundeskanzleramt (1982-84) und Kabinettschef von Bundeskanzler Kreisky (1980-82). Lucile Dreidemy: Historikerin, ist Senior Lecturer am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien, Redaktionsmitglied der Zeitschrift »zeitgeschichte« und Ko-Initiatorin der Forscher*innengruppe New Cold War Studies. Sie ist Austrofaschismus-Expertin, hat das Buch „Mythos Dollfuss » geschrieben und ist auch Mitglied der Historikerkommission zur Neugestaltung des Dollfuss Museums.
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Nov 14, 2023 • 46min

FALTER Radio & Kreisky Forum Talks: Festwochen-Chef Milo Rau und das "toxische" Wien

IN KOOPERATION MIT BUCH WIEN & FALTER Radio Robert Misik im Gespräch mit Milo Rau DIE RÜCKEROBERUNG DER ZUKUNFT   «Milo Rau ist ein Genie.» Die Welt  Der neue Intendant der Wiener Festwochen im Gespräch im Kreisky Forum! Kritiker haben ihn schon den „einflussreichsten“ (Die Zeit) und den „kontroversesten“ (New York Times) Theaterkünstler unserer Zeit genannt – den aus der Schweiz stammenden Autor und Regisseur Milo Rau. Anfang dieses Jahres wurde er in einem spektakulären Mutanfall der Verantwortlichen zum neuen Intendanten der Wiener Festwochen gekrönt. Im dichten Stakkato haut er auch Bücher raus. Eben wurde die „Rückeroberung der Zukunft“ ausgeliefert. Milo Rau wirbelt durch die Welt, gefühlt ist er jede Woche auf einem anderen Kontinent. „Rückeroberung der Zukunft“, basiert auf den Zürcher Poetikvorlesungen des Vorjahrs. Poetik legt er da gleich in voller Breite aus, als Poetik von Solidarität, von gemeinschaftlichen Erfahrungen, Poetik des Kooperativen. Milo Rau ist all das: Künstler, Kämpfer, Denker. „Man kann nicht einsam denken“, sagt er. Ein ehrliches, herrliches, selbstironisches und kluges Buch. Milo Rau, geboren 1977 in Bern, studierte Soziologie, Germanistik und Romanistik in Paris, Zürich und Berlin. Er ist fester Teil des „Literaturclubs“ im Schweizer Fernsehen, Intendant der Wiener Festwochen und Hauskünstler des NTGent. Seine Theaterinszenierungen und Filme waren bislang in über 30 Ländern zu sehen, werden zu den wichtigsten nationalen und internationalen Festivals eingeladen und vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Europäischen Theaterpreis und dem Schweizer Filmpreis. Legendär etwa die „Zürcher Prozesse“ oder die „Moskauer Prozesse“ und „Hate Radio“. Moderation: Robert Misik, Autor und Journalist
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Oct 31, 2023 • 57min

Philipp Blom & Cathrin Kahlweit: AUFKLÄRUNG IN ZEITEN DER VERDUNKELUNG

„Aus Kreiskys Wohnzimmer“ Philipp Blom im Gespräch mit Cathrin Kahlweit AUFKLÄRUNG IN ZEITEN DER VERDUNKELUNG Das neue Buch von Philipp Blom ist der Aufruf zu einer neuen Klarheit des Denkens. Denn die Probleme von morgen können wir nicht mit der Denkweise und Philosophie von gestern bekämpfen. Wenn die wichtigsten politischen und philosophischen Errungenschaften der Aufklärung – Demokratie, Menschenrechte, evidenzbasiertes Denken – überleben sollen, müssen wir eine Lebensweise und ein Verständnis der Welt entwickeln, die dem menschlichen Wohlergehen verpflichtet sind und von planetarischer Gerechtigkeit getragen werden. In existenziellen Krisen der Menschheit ist das Ethos der Aufklärung notwendiger denn je. In seinem kämpferischen Essay zeigt Philipp Blom: Es sind mit theologischem Schutt behaftete Ideen, die von der gemäßigten Hauptströmung der Aufklärung transportiert wurden und unser Denken und Handeln bis heute prägen. Jetzt ist es Zeit für die wahre, radikale Aufklärung! Philipp Blom, geboren 1970 in Hamburg, studierte Philosophie, Geschichte und Judaistik in Wien und Oxford. Er lebt als Schriftsteller und Historiker in Wien. Zu den bekanntesten Büchern des vielfach ausgezeichneten Bestseller-Autors zählen Der taumelnde Kontinent, Die zerrissenen Jahre, Die Welt aus den Angeln, Was auf dem Spiel steht sowie zuletzt Die Unterwerfung. Neben seinen historischen und literarischen Werken ist Philipp Blom journalistisch tätig, moderiert die Sendung Punkt Eins auf dem österreichischen Kultursender Ö1, macht Filme wie die mehrfach preisgekrönte Dokumentarserie Der taumelnde Kontinent und kuratiert Ausstellungen in Europa und den USA. Cathrin Kahlweit, Journalistin und Publizistin
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Oct 25, 2023 • 54min

Manfred Matzka: SCHAUPLÄTZE DER MACHT

Oliver Rathkolb im Gespräch mit Manfred Matzka SCHAUPLÄTZE DER MACHT Geheimnisse, Menschen, Machenschaften Wenn Wände sprechen könnten, wüssten wir, was sich in der einstigen Döblinger Präsidentenvilla, im Palais Trautson, im Kriegsministerium am Stubenring, in der Herrengasse, im Winterpalais des Prinzen Eugen, am Ballhausplatz, in hinteren Winkeln der Hofburg, im Vorwärts-Haus und im Palais Todesco alles abspielte. Denn wo Macht und Menschen zusammenkommen, sind kuriose Persönlichkeiten ebenso nah wie große Skandale, absurde Intrigen, finstere Klüngel, revolutionärer Elan und schicksalhafte Begegnung. Mit Manfred Matzka, der Österreichs politischen Betrieb von innen kennt wie wenig andere, blicken wir nun hinter die Architektur der Macht – und begegnen jenen oft ganz speziellen Charakteren, die von hier aus mal besser, mal schlechter gewaltet und geschaltet haben. Geschichten kommen an das Licht der Öffentlichkeit, die es in der Regel nicht tun: fundiert recherchierte, spannende und erhellende Einblicke, Zusammenhänge und Analysen, durchaus auch politisch subjektiv.   Manfred Matzka, Jurist, langjähriger Präsidialchef des Bundeskanzleramtes, Minister- und Kanzlerberater, ist ein fundierter Kenner des politischen Tagesgeschäfts in Österreich. Er arbeitete 40 ahre im Bundesdienst, lange auch als Kabinettschef, wurde von der Politik als Insider akzeptiert und respektiert und hält mit seiner stets ebenso gut begründeten wie pointierten Meinung nicht hinter dem Berg. Er ist Autor der Bestseller „Die Staatskanzlei“ sowie „Hofräte, Einflüsterer, Spindoktoren“. Oliver Rathkolb ist Professor am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien. Seit 2004 ist er Herausgeber der Fachzeitschrift „zeitgeschichte“. Er ist Vorsitzender des Hauses der europäischen Geschichte (Europäisches Parlament/Brüssel) und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Kreisky Forums. Zahlreiche Publikationen zur Zeitgeschichte, zuletzt „Schirach. Eine Generation zwischen Goethe und Hitler“ (Molden-Verlag 2020, auch ins Englische und Französische übersetzt) sowie die mehrfach herausgegebene und ausgezeichnete Monographie „Die Paradoxe Republik. Österreich 1945-2015″(Paul Zsolnay Verlag Wien 2015; englische Übersetzung: Berghahn Books New York -Oxford 2021)   In Zusammenarbeit mit dem Brandstätter Verlag
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Oct 24, 2023 • 47min

Munira Khayyat: A LANDSCAPE OF WAR

Monika Halkort in conversation with Munira KhayyatA LANDSCAPE OF WAR What worlds take root in war? This talk takes us to the southern border of Lebanon where resistant ecologies thrive amid perennial gusts of war. In frontline villages armed invasions, indiscriminate bombings and scattered landmines have become the conditions within which everyday life is waged. Here, multi-species partnerships such as tobacco-farming and goat-herding carry life through seasons of destruction. Neither green-tinged utopia nor total devastation, these survival collectives make life possible within an insistently deadly region. Sourcing an anthropology of war from where it is lived decolonizes distant theories of war and brings to light creative practices forged in the midst of ongoing devastation. Like other unlivable worlds of the Anthropocene, war is a place where life must go on. Munira Khayyat teaches anthropology at New York University Abu Dhabi. She is the author of A Landscape of War: Ecologies of Resistance and Survival in South Lebanon (University of California Press 2022). Her writing has appeared in American Ethnologist, Public Culture, JMEWS, Cultural Anthropology, Anthropology News, HAU and a number of edited volumes. Khayyat was a Member of the School of Social Science at the Institute for Advanced Study in Princeton (2018-19). Before joining NYUAD, she taught at the American University in Cairo (2013-23) and the American University of Beirut (2011-13). She holds a PhD in Cultural Anthropology from Columbia University. Monika Halkort is a researcher and lecturer at the School for Transformation at the University of Applied Arts in Vienna. Her research focuses on the political and moral ecology of techno-scientific infrastructures and their historical entanglements with colonial knowledge regimes. Next to her academic work, she is a regular contributor to the Ö1 programs Radiokolleg and Diagonal.
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Oct 20, 2023 • 1h 2min

Rosie Collington & Therese Guttmann: THE INFLUENCE OF THE CONSULTING INDUSTRY ON BUSINESSES, GOVERNMENTS & ECONOMIES

Rosie Collington in conversation with Therese Guttmann THE INFLUENCE OF THE CONSULTING INDUSTRY ON BUSINESSES, GOVERNMENTS AND ECONOMIES There is an entrenched relationship between the consulting industry and the way business and government are managed today. Based on her book co-authored with Mariana Mazzucato, in this talk, Rosie Collington will explore how our economies’ reliance on companies such as McKinsey, Boston Consulting Group and Deloitte stunts innovation, obfuscates corporate and political accountability and impedes our collective mission of halting climate breakdown – and what an alternative system looks like. Rosie Collington is a political economist based at University College London’s Institute for Innovation and Public Purpose, where she is also completing her PhD. Alongside her academic research, she writes for and has appeared on various international media outlets including Al Jazeera, BBC Radio 4 and The Guardian. Therese Guttmann is a socio-economist at the Ecological Economics Institute of the Vienna University of Economics and Business Administration and conducts research on socio-ecological change. After studying economics, she worked as a consultant at Volkshilfe Austria and as a researcher at AIT. In cooperation with WIENER VORLESUNGEN
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Oct 17, 2023 • 1h 10min

Helene Maimann: DER LEUCHTENDE STERN - Wir Kinder der Überlebenden

Helene Maimann und Doron Rabinovici im Gespräch DER LEUCHTENDE STERNWir Kinder der Überlebenden Unsere Eltern hatten ein extremes Leben hinter sich : als Kämpfer in Spanien, in der Résistance, in den Armeen der Alliierten, als Überlebende im Untergrund oder in einem KZ, im Exil in Moskau oder in einem Lager in Sibirien. Andere standen auf Schindlers Liste. Sie waren jüdisch oder kommunistisch oder beides. Nach dem Zweiten Weltkrieg wird die Welt eine andere, das stand für sie fest. Ihre Kinder gingen vom Rand der Gesellschaft in ihre Mitte. Viele zählen heute zur kulturellen und politischen Avantgarde. Die Historikerin Helene Maimann ist eine von ihnen. Sie erzählt von ihrer Prägung, aber auch von den Konfrontationen mit der Welt der Eltern, von Hoffnungen und vom Scheitern und von den Freunden Elizabeth T. Spira, Robert Schindel, André Glucksmann, Edek Bartz, Arik Brauer u.a. Helene Maimann, in Wien geboren, ist Historikerin, Autorin und Filmemacherin. Sie kuratierte mehrere große Ausstellungen zur österreichischen Zeitgeschichte und wurde u. a. mit dem Karl-Renner- Publizistikpreis (2011), dem Käthe-Leichter-Staatspreis für Frauenforschung (2017) und dem Axel-Corti-Preis (2019) ausgezeichnet. Doron Rabinovici, in Tel Aviv geboren, in Wien aufgewachsen, ist Schriftsteller und Historiker. Sein Werk umfasst Kurzgeschichten, Romane und wissenschaftliche Beiträge. Sein jüngster Roman „Die Einstellung“ erschien 2022 im Suhrkamp-Verlag. Für sein Werk wurde er u.a. mit dem Anton-Wildgans-Preis und dem Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln ausgezeichnet. In Zusammenarbeit mit dem Zsolnay Verlag

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