Durchblick Philosophie

Florian Kraemer
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Jan 7, 2026 • 27min

101 Hannah Arendt über Macht und Gewalt

Die Diskussion dreht sich um die komplexen Begriffe Macht und Gewalt. Hannah Arendt wird vorgestellt und ihr Menschenbild als handelndes Wesen im politischen Kontext erläutert. Es erfolgt eine differenzierte Betrachtung von fünf Begriffen: Stärke, Kraft, Macht, Autorität und Gewalt. Arendt beschreibt Macht als Ergebnis kollektiven Handelns, während Gewalt als instrumentelles Werkzeug erscheint. Die Rolle von Gewalt in Revolutionen und die Gefahren des totalitären Terrors werden thematisiert. Kritische Würdigungen runden die Analyse ab.
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Dec 18, 2025 • 0sec

100c (Jubiläum) Gott. Kant. Ende (der Welt).

Im letzten Teil meines Podcast-Jubiläums geht es um drei Hörerfragen zur Metaphysik (im weitesten Sinne). Erstens: Gibt es einen Punkt, an dem sich Religion, Wissenschaft und Philosophie treffen? Ich lese dazu Ronald Dworkin, bin aber nicht restlos überzeugt. Zweitens: Wie kann Gott das Leid zulassen? Kant macht mit der Frage kurzen Prozess und bietet anschließend trotzdem eine Lösung an (sort of…). Drittens: Was sagt Philosophie über das Ende der Welt? Auch hier fragen wir Kant, und der antwortet uns: Die Menschheit betrachtet sich selbst als eine Art Netflix-Serie. Viel Vergnügen! Literatur: Ronald Dworkin, Religion ohne Gott, Berlin 3. Aufl. 2014 Immanuel Kant, "Über das Misslingen aller philosophischen Versuche in der Theodizee", in: Denken wagen, Ditzingen 7. Aufl. 2017, S. 37–59 Immanuel Kant, "Das Ende aller Dinge", ebd., S. 60–77
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Dec 4, 2025 • 0sec

100b (Jubiläum) All you can Ethik

Daniel, Betreiber des Podcasts Privatsprache-Philosophie, bringt spannende Fragen zur Ethik ein. Er diskutiert mit Florian die Herausforderungen, andere zu ertragen, und beleuchtet Kants philosophische Ansichten zur Meinungsfreiheit und dem Gewissen. Zudem geht es um den praktischen Syllogismus und die Kunst des Überzeugens in der Rhetorik. Unterschiede zwischen Präferenz- und klassischem Utilitarismus werden ebenfalls erklärt, wobei langfristige Interessen eine große Rolle spielen. Ein abwechslungsreicher Einblick in zentrale ethische Fragestellungen!
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Nov 21, 2025 • 30min

100a (Jubiläum) KI – Eltern – Bewusstsein

In dieser Jubiläumsfolge wird die Rolle von KI im öffentlichen Raum beleuchtet, einschließlich der Gefahren durch KI-generierte Inhalte. Es wird diskutiert, wie gleichgeschlechtliche Paare als Eltern angesehen werden können, unabhängig von genetischer Verbindung. Zudem wird die spannende Debatte über Bewusstsein und die unterschiedlichen philosophischen Ansätze, wie Dualismus und Materialismus, aufgegriffen. Florians Erörterung von neuen Reproduktionstechniken und deren Begriffsfragen rundet die vielschichtige Diskussion ab.
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Nov 5, 2025 • 30min

99 Demokratie Real Talk: J. A. Schumpeter

Was ist Demokratie wirklich? Während Rousseau von einem Gemeinwillen träumt, liefert Schumpeter eine realistischere Sicht: Demokratie ähnelt einem Markt, wo Einzelne mit Ideen um Stimmen konkurrieren. Politische Meinungen sind oft fabriziert und nicht einfach ablesbar. Schumpeters Modell betont die Wichtigkeit von Führungsqualitäten und die Rolle kleiner Wählergruppen. Er hinterfragt auch, ob die Qualität der Politiker ausreicht, um echte Demokratie zu gewährleisten. Schließlich fordert er zivilgesellschaftliches Engagement, um die Demokratie zu erhalten.
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Oct 20, 2025 • 27min

98 Wer ist das Volk? Jan-Werner Müller über Populismus (mit Rousseau-Nachspiel)

Der Politikwissenschaftler Jan-Werner Müller erklärt, dass Populismus die Behauptung eines einheitlichen Volkswillens ist. Dabei wird Trumps Rhetorik als Beispiel herangezogen, um die Delegitimation von Eliten zu beleuchten. Der Podcast thematisiert die historische Nutzung des Slogans 'Wir sind das Volk' und zeigt Spannungen in der Demokratie auf, insbesondere wer zum Demos gehört. Zudem wird Rousseaus Idee des Gemeinwillens diskutiert und die Herausforderungen, die multikulturelle Gesellschaften für diese Konzepte darstellen.
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Sep 16, 2025 • 30min

97 Meinungsfreiheit 5: Was dürfen Plattformen?

Das Thema Meinungsfreiheit wird spannend im Kontext von Bühnen und Plattformen beleuchtet. Die Diskussion über De-Platforming stellt zentrale Fragen zur Eigentumsrechte und Zugangsregelungen. Konkrete Beispiele aus Universität, Schule und Comedy zeigen, wie der Zweck der Bühne Einfluss auf die Meinungsäußerung hat. Außerdem wird das Plattformparadox sozialer Netzwerke analysiert und die Idee einer öffentlich-rechtlichen digitalen Plattform als mögliche Lösung vorgestellt. Ein fesselnder Ausblick auf zukünftige Themen rund um Staatstheorie und Demokratie rundet das Gespräch ab.
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Aug 4, 2025 • 27min

96 Meinungsfreiheit 4: Was ist eine Plattform?

Wenn ich meine Meinung frei sagen darf, aber niemand mir jemals zuhören wird, dann bringt mir das recht wenig. Meinungsfreiheit braucht eine „Bühne“ oder „Plattform“, also einen Ort, an dem wir uns Gehör verschaffen können, zum Beispiel ein Rednerpult, einen Social Media Kanal oder einen Radiosender. Aber was genau ist eigentlich eine Plattform, philosophisch betrachtet?  Um diese Frage geht es in der heutigen Episode. Ich leihe mir dazu ein paar Gedanken bei Jürgen Habermas, der seit 60 (!) Jahren über den Begriff der „Öffentlichkeit“ arbeitet. Literatur: Jürgen Habermas, Strukturwandel der Öffentlichkeit, Frankfurt / M. 1962 Jürgen Habermas, Ein neuer Strukturwandel der Öffentlichkeit und die deliberative Politik, Berlin 2022
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Jul 5, 2025 • 29min

95 Meinungsfreiheit 3: Was zählt als „Meinung“? (Mill revisited)

John Stuart Mill hat dafür argumentiert, möglichst viel Meinungsfreiheit einzuräumen. Alle sollten jede Meinung frei sagen dürfen. Aber was genau ist eigentlich eine „Meinung“? Ist jeder beliebige Satz, den ich sage, eine „Meinungsäußerung“?  Die heutige Episode führt einen klassischen „Meinungs“-Begriff aus der Erkenntnistheorie ein. Wir bleiben im Rahmen von Mills Ansatz und betrachten einige Grenzfälle: Beleidigungen auf der einen Seite, Lügen, Bullshit und Dogwhistling auf der anderen. Literatur: John Stuart Mill, Über die Freiheit, Stuttgart 2010
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Jun 4, 2025 • 29min

94 Meinungsfreiheit 2: John Stuart Mill, „On Liberty“

John Stuart Mill ist ein richtiger „Klassiker“ zum Thema Meinungsfreiheit. Er argumentiert, dass es die Welt insgesamt besser macht, wenn möglichst alle Menschen möglichst ungehindert ihre Meinung sagen dürfen, egal wie absurd oder abwegig diese Meinung ist. Er will zeigen: Selbst wenn meine Meinung die „herrschende“ ist, selbst dann wäre es besser für mich selbst, wenn abweichende Meinungen erlaubt sind. In der heutigen Episode erkläre ich sein Argument in Grundzügen und ordne es danach – ganz kurz – kritisch ein. Literatur: John Stuart Mill, Über die Freiheit, Stuttgart 2010

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