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Steinige Rückkehr nach 1945 – #495

Apr 1, 2021
Heinz Fischer, ein ehemaliger Bundespräsident Österreichs mit umfangreicher politischer Erfahrung, und Gabriele Hauch, Professorin für Geschichte und Expertin für Frauengeschichte, beleuchten die Herausforderungen, mit denen zurückkehrende jüdische Flüchtlinge nach 1945 konfrontiert waren. Sie diskutieren die feindliche Haltung der Bevölkerung und antisemitische Diskriminierung. Zudem wird der Einfluss nachhaltiger politischer Veränderungen und der Rückblick auf die Flüchtlingspolitik Österreichs im historischen Kontext thematisiert.
28:48

Podcast summary created with Snipd AI

Quick takeaways

  • Die Rückkehr von jüdischen Flüchtlingen nach dem Zweiten Weltkrieg war geprägt von einer feindlichen Gesellschaft und tiefem Missverständnis.
  • Frauen, die aus dem Exil zurückkehrten, erlebten zusätzliche Diskriminierung und hatten Schwierigkeiten, in einer patriarchalischen Politik Fuß zu fassen.

Deep dives

Rückkehr in eine feindliche Heimat

Die Rückkehr von jüdischen Flüchtlingen nach dem Zweiten Weltkrieg stellte für viele eine traumatische Erfahrung dar, da sie oft auf eine feindliche Gesellschaft trafen. Nach Jahren im Exil fanden viele Rückkehrer eine negativen Empfangsmentalität vor, da die Gesellschaft angesichts der eigenen Kriegstraumata wenig Platz für das Leid der Rückkehrenden hatte. Der Konflikt zwischen den Rückkehrern, die als Opfer der Nationalsozialisten zurückgekehrten, und den Einheimischen, die ihre eigenen Erfahrungen des Krieges erlebt hatten, führte zu einem tiefen Missverständnis. Dies schuf eine Kluft zwischen diesen Gruppen und erschwerte die gesellschaftliche Integration der Rückkehrer erheblich.

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