
FALTER Radio Soziale Medien, Influencer und Depressions-Romantik - #1347
12 snips
Mar 23, 2025 Laura Wiesböck, Soziologin und Leiterin der Gruppe Digitalisierung und soziale Transformation am Institut für höhere Studien in Wien, diskutiert die Schattenseiten psychischer Gesundheit in sozialen Medien. Sie beleuchtet, wie Influencer und User ihre Diagnosen romantisieren und gleichzeitig ernsthafte Symptome verharmlosen. Wiesböck kritisiert die Kommerzialisierung psychischer Erkrankungen sowie die Herausforderungen der Selfcare-Kultur, die wichtige gesellschaftliche Probleme ignoriert. Zudem wird die gefährliche Auswirkung von sozialen Medien auf Jugendliche thematisiert.
AI Snips
Chapters
Books
Transcript
Episode notes
Leistungsfähigkeit Als Gesellschaftliches Dogma
- Die Fixierung, Nicht-Funktionieren sofort als Störung zu klassifizieren, spiegelt eine Leistungsorientierung westlicher Gesellschaften wider.
- Laura Wiesböck sieht darin eine gesellschaftliche Erwartung, Leistungsfähigkeit permanent wiederherzustellen.
Ästhetisierte Erkrankungsbilder Erzeugen Druck
- Social-Media-Bilder von psychischen Erkrankungen sind oft ästhetisiert und von attraktiven Personen geprägt.
- Das erzeugt Druck bei klinisch Betroffenen, deren Symptome nicht so stylisch aussehen, sagt Laura Wiesböck.
Betroffene Fühlen Sich In Selbsthilfegruppen Entwertet
- Eine Leserin schrieb, sie vermeide Selbsthilfegruppen, weil dort Selbstdiagnosen die Gruppe entwerteten.
- Sie fühlte sich dadurch weniger ernst genommen trotz medizinischer Diagnose.


