

Am Rande des Kollaps: Die Klimabewegung auf Selbstfindung beim Kollapscamp
Aug 20, 2025
Tadzio Müller, Klimaaktivist und Buchautor, spricht über das erste Kollapscamp in Brandenburg, das alternative Ansätze zur Krisenbewältigung in der Klimabewegung erforscht. Er thematisiert die psychologischen Ursachen für das Verdrängen der Klimakrise und dessen gesellschaftliche Konsequenzen. Müller betont die Wichtigkeit emotionaler Arbeit und zwischenmenschlicher Beziehungen im aktiven Umgang mit Ängsten. Zudem erklärt er, wie solidarisches Preppen neue Hoffnung und Resilienz in der Klimabewegung schaffen kann.
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Gesellschaft Als Missbräuchliche Beziehung
- Deutschland verhält sich wie ein "abusive boyfriend": Versprechungen ohne Einhaltung und aggressive Reaktionen auf Erinnerung.
- Schuld, Scham und Überforderung erklären politische Rückzüge stärker als rein ökonomische Interessen.
Mobilisierung Nach Kopenhagen Als Trauma
- Tadzio erzählt von seiner Mobilisierung zu Kopenhagen und den nachfolgenden Vorwürfen, Aktivist*innen verheizt zu haben.
- Die Erfahrung wurde für ihn zum Polit-Trauma und löste Selbstkritik über magisches Denken aus.
Katastrophe Führt Nicht Automatisch Zu Schutz
- Mehr Klimakatastrophen führen erfahrungsgemäß nicht zu mehr Unterstützung für Klimaschutz, sondern oft zu Ablehnung.
- Emotionen wie Angst, Schuld und Scham erklären dieses paradoxe Verhalten besser als rein materielle Erklärungen.