
Im Gespräch Slawist und Übersetzer - Georg Witte macht neue Stimmen aus Russland sichtbar
Jan 6, 2026
Georg Witte, emeritierter Professor für russische Literatur und Translator unkonventioneller Stimmen, spricht über die Kluft zwischen seiner Rolle als Literaturwissenschaftler und Dichter. Er betont die Wichtigkeit, die Fremdheit der Texte beim Übersetzen zu bewahren. Witte erläutert seine Erfahrungen in Moskau, die Auswirkungen von Glasnost und Perestroika auf die Literatur und reflektiert über die gegenwärtige russische Literaturszene. Zudem beleuchtet er die Zusammenarbeit beim Übersetzen und die emotionale Wirkung von Literatur auf Kinder.
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Vom Wissenschaftler Zum Dichter
- Georg Witte schrieb lange wissenschaftlich, erst später verstand er sich als Dichter und wechselte die Stimme beim Schreiben.
- Er betont, dass literarisches Schreiben aus dem eigenen Körper und nicht bloß als wissenschaftliche Analyse kommen muss.
Entdecker In Der Moskauer Szene
- Witte nennt sich selbst gern „Autorensammler“ und hat seit Mitte der 1980er Jahre junge konzeptualistische Szenen in Moskau entdeckt.
- Er begann sofort zu übersetzen, weil Übersetzung für ihn der richtige Zugang zu diesen Texten war.
Warum Ein Pseudonym?
- Der Grund für das Pseudonym Günther Hirt war ursprünglich pragmatisch: Sicherheitsbedenken für Übersetzer in Russland.
- Das Pseudonym blieb als Trennung zwischen akademischer Arbeit und Übersetzertätigkeit bestehen.

