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Die politische Ökonomie des Populismus – #216

9 snips
Aug 2, 2019
Philip Manow, Politikwissenschaftler an der Universität Bremen, erforscht die komplexen Beziehungen zwischen Populismus und Kapitalismus. Er diskutiert, wie wirtschaftliche Unsicherheiten das Wahlverhalten beeinflussen und die Anziehungskraft populistischer Bewegungen stärken. Besonders interessant ist die Verbindung zwischen Angst vor Statusverlust und dem Aufstieg populistischer Parteien. Zudem beleuchtet Manow die geschlechtsspezifischen Dynamiken im Rechtspopulismus und die Migrationseinstellungen in Ost- und Westeuropa.
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Episode notes
INSIGHT

Populismus Als Strategisches Muster

  • Populismus ist eine Strategie der Machterlangung, die etablierte Repräsentationswege umgeht.
  • Er konstruiert ein homogenes 'Volk' gegen vermeintlich abgehobene Eliten.
INSIGHT

Nord‑Süd-Varianz Erklärt

  • In Europa zeigt sich ein Nord‑Süd-Muster: Südeuropa mehr Linkspopulismus, Norden mehr Rechtspopulismus.
  • Ursache sind unterschiedliche ökonomische Schocks wie Euro‑Krise vs. Flüchtlingskrise.
INSIGHT

Systemtyp Bestimmt Populismusform

  • Präsidialsysteme begünstigen persönlichen Führerkult und starke populistische Degeneration.
  • Parlamentarische Systeme mit starken Parteien folgen anderen Dynamiken.
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