Edith Christensen, Mutter von Kjell Kirk Christiansen und entscheidende Stimme in der Lego-Krise, teilt ihre Einblicke in die turbulente Zeit der 2000er-Jahre. Sie spricht über die verzweifelte Lage von Lego, der kurz vor dem Bankrott stand, und die strategischen Wendepunkte, die das Unternehmen retteten. Zudem wird die emotionale Belastung der Familienführung thematisiert sowie die Aufarbeitung der Geschlechterrollen in der Lego-Welt. Ihre Geschichten beleuchten nicht nur die Herausforderungen, sondern auch die Hoffnung und den Neubeginn der Marke.
In den 2000er-Jahren kämpfte Lego mit einer Krise, die durch Überproduktion und ein schwaches Produktportfolio verursacht wurde.
Die Einführung von diversifizierten Produktlinien wie Lego Friends zeigt Legos Bemühungen, neue Zielgruppen zu gewinnen und Kritik an Geschlechterklischees zu begegnen.
Deep dives
Die Herausforderung der Internationalen Raumstation
Im Mai 2011 arbeiten zwei Astronauten, Mike Fink und Satoshi Furukawa, an der Internationalen Raumstation ISS. Während Fink einen Weltraumspaziergang macht und den Roboterarm der Station ausrichtet, führt Furukawa innerhalb der ISS ein Experiment durch, bei dem er mit Legosteinen ein Modell der Station in Schwerelosigkeit nachbaut. Dieses Bildungsprojekt zielt darauf ab, Ergebnisse weltweit mit Schulklassen zu teilen und demonstriert die Reaktionen von Bauklötzen in der Schwerelosigkeit. Die Interaktion zwischen den beiden Astronauten und die Herausforderung, die NASA-Technik zum Laufen zu bringen, zeigen den Ernst und den Teamgeist der Missionsarbeit.
Krisenmanagement bei Lego
In den frühen 2000er Jahren steht Lego kurz vor dem Bankrott, verursacht durch Überproduktion und negative Entwicklungen im Produktportfolio. Die Übertragung der operativen Verantwortung an einen externen CEO, Jørn Knudstorp, ist ein entscheidender Schritt zur Stabilisierung des Unternehmens. Es werden rigorose Einsparungen umgesetzt, jedoch bleibt die finanzielle Situation angespannt, und der Verkauf der Legoland-Parks wird diskutiert, um die finanziellen Schulden zu entlasten. Die Maßnahmen zeigen erste Erfolge, als Lego 2005 einen bescheidenen Gewinn erzielt und somit die Grundlagen für eine zukünftige Erholung legt.
Innovationen und Genderfragen bei Lego
Im Zuge der Bemühungen, den Umsatz zu steigern und neue Zielgruppen zu gewinnen, präsentieren die Lego-Designer mit Reihen wie Lego Friends ein mädchenorientiertes Angebot. Obwohl diese neue Strategie einige Erfolge zeigt, wird sie von Kritikern als reproduktives Klischee betrachtet, das die Geschlechterrollen festigt. Eine öffentliche Petition von einem jungen Mädchen, das mehr Abenteuer für Lego-Mädchen fordert, bringt die inneren Spannungen des Unternehmens zur Sprache. Diese kritischen Rückmeldungen führen zu einem Umdenken bei Lego, wo die Bedeutung eines diversifizierten Produktsortiments erkannt wird, um den aktuellen Marktansprüchen gerecht zu werden.
Folge 3/4: In den 2000er-Jahren steckt Lego in einer nie dagewesenen Krise. Während der Spielzeughersteller mit roten Zahlen kämpft, hofft die US-Konkurrenz auf einen Ausverkauf der wertvollen Marke. Es scheint, als stünde das dänische Traditionsunternehmen vor dem Aus. Eine neue Strategie und ein Managementwechsel sind der einzige Ausweg, bevor Lego alles verlieren könnte.