

Auf den Punkt
Süddeutsche Zeitung
Die Nachrichten des Tages – von der Süddeutschen Zeitung als Podcast auf den Punkt gebracht. Bleiben Sie auf dem Laufenden mit aktuellen Meldungen, Interviews und Hintergrundberichten. Kostenlos und immer aktuell: Jeden Tag um 17 Uhr und samstags um 7 Uhr.
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May 11, 2023 • 12min
Nahost-Konflikt: Steht ein neuer Krieg kurz bevor?
Der sogenannte Islamische Dschihad hat am Mittwoch und Donnerstag Tel Aviv und das Landesinnere Israels angegriffen. Israel hat wiederum Ziele im Gazastreifen beschossen. Ist das schon eine neuer Krieg im Nahen Osten?
Peter Münch ist Israel-Korrespondent der SZ, er berichtet aus Tel Aviv. Am Donnerstagmittag ist die Lage in Tel Aviv ruhig, so Münch. Im Grenzgebiet rund um den Gazastreifen habe der Raketenbeschuss am Donnerstagmorgen aber wieder eingesetzt. Münch hofft, dass “es schnell vorbeigeht, so eine Art Druckentladung auf beiden Seiten ist und dann wieder Ruhe einkehrt.” Ob sich der Konflikt zu einem Krieg entwickle, hänge vor allem von der Reaktion der Hamas ab. Bislang halte die sich aber noch zurück.
Weitere Nachrichten: Bahn-Streiks ab Sonntag, Kritik am Flüchtlingsgipfel.
Moderation, Redaktion: Tami Holderried
Redaktion: Johannes Korsche
Produktion: Benjamin Markthaler.
Zusätzliches Audiomaterial über Youtube (IsraeliPM).

May 10, 2023 • 12min
US-mexikanische Grenze: Warum gerade so viele Migranten auf eine Chance hoffen
"Title 42" ist eine Notverordnung, die der damalige US-Präsident Donald Trump 2020 verabschiedet hat. Mit ihr war es möglich, Asylbewerber direkt an der Grenze und ohne Anhörung zurückzuweisen. Offiziell sollte auf diese Weise die Ausbreitung des Corona-Virus eingedämmt werden – aber vermutlich ging es der Trump-Regierung auch darum, dass möglichst wenig Menschen einwandern.
An diesem Donnerstag läuft "Title 42" aus. Darum warten bereits Zehntausende Migranten an der Grenze, Beobachter sprechen sogar von mindestens 150 000. Sie hoffen auf eine leichtere Einreise in die USA. Es wird vermutet, dass sich nach dem 11. Mai noch sehr viel mehr Menschen auf den Weg machen werden.
Peter Burghardt, US-Korrespondent der SZ, war gerade an der Grenze zwischen San Diego und Tijuana und hat mit Migranten gesprochen, die aktuell im Niemandsland zwischen Mexiko und den USA festsitzen. "Sie sind dort teilweise tagelang.Viele sagen, dass sie nichts zu Essen und zu Trinken bekommen", sagt er. "Man schaut sie an durch die Gitterstäbe, als ob sie in einem Zoo wären – und so kommen sie sich auch vor. Einer hat gesagt: Wir sind wie Tiere hier."
Nach dem Ende von "Title 42"werden unzählige neue Anträge eingehen, die dann auch wieder alle geprüft werden müssen. "Wie das alles in der Praxis wird, weiß man nicht", sagt Burghardt. "Trump hat das Asylrecht mehr oder weniger abschaffen wollen. Biden möchte zum Vor-Corona-Modell zurückkehren. Aber das wird wahnsinnig aufwendig und es fehlt an der Grenze auch ganz einfach an Personal."
Schon seit Jahren ringe man in den USA um eine Reform des Asylsystems, ohne dass eine Einigung in Sicht sei. Eines ist laut Burghardt aber klar: "Die USA brauchen, wie auch Europa, unbedingt Migranten. Wenn ich mir anschaue, wer hier in den USA asphaltiert, gärtnert, kocht und bedient – das sind in aller Regel Migranten."
Hier geht es zur Reportage von Peter Burghardt über die aktuelle Situation an der Grenze.
Weitere Nachrichten: Aktuelle Stunde zur "Trauzeugenaffäre" im Bundeswirtschaftsministerium, militante Palästinenser beschießen israelisches Genbiet
Moderation, Redaktion: Nadja Schlüter
Redaktion: Tami Holderried, Jonas Junack, Lars Langenau
Produktion: Jakob Arnu
Zusätzliches Audiomaterial über Reuters und Phoenix.

May 9, 2023 • 13min
Streit zwischen Bund und Ländern: Wer zahlt für Geflüchtete?
Mehr als eine Millionen Geflüchtete hat Deutschland seit Kriegsbeginn aus der Ukraine aufgenommen. Und im vergangenen Jahr kamen noch 218 000 Asylbewerberinnen und Asylbewerber aus anderen Ländern dazu. Und damit stellt sich die Frage: Wer bezahlt das, also zum Beispiel die Unterkünfte? Darüber streiten gerade Bund und Länder. Am Mittwoch treffen sie sich deswegen zu einem Flüchtlingsgipfel. Wie könnte da eine Lösung aussehen? Das habe ich Paul-Anton Krüger aus dem Berliner SZ-Büro gefragt.
“Übers Jahr gerechnet geht die Bundesregierung davon aus, dass wir bei 300.000 bis 350.000 Asylbewerber landen könnten”, sagt Krüger. Und da kämen noch die Geflüchteten aus der Ukraine dazu: “Und diese Doppelbelastung ist aus Sicht der Kommunen eine Überlastung.”
Auf der anderen Seite sage der Bund, “dass er seit Mitte 2022 einen Großteil der Kosten für die ukrainischen Kriegsflüchtlinge trägt - mehr als 90 Prozent nach Angaben des Bundes.” Und der Bund “argumentiert damit, dass damit die größten Belastungen für die Kommunen und für die Länder sowieso schon abgefedert seien.”
Kann es am Mittwoch eine Einigung geben? “Bei diesem Treffen, wie gesagt, sagen selbst die Beteiligten, fehlt Ihnen im Moment die Vorstellungskraft dafür.”
Weitere Nachrichten: Scholz’ Europa-Rede, Tag der Befreiung in Russland
Moderation, Redaktion: Johannes Korsche
Redaktion: Tami Holderried, Theresa Fuchs
Produktion: Jakob Arnu
Zusätzliches Audiomaterial über Welt.

May 8, 2023 • 13min
Viertagewoche: Zu schön, um wahr zu sein?
Vier Tage arbeiten, drei Tage frei haben - und dabei genauso viel verdienen wie bisher. Das ist die Idee der Viertagewoche. Und die finden über 80 Prozent der deutschen Arbeitnehmer gut. Das zeigt eine repräsentative Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung, die 4.000 Beschäftigte befragt hat. Linke Politiker sehen das ähnlich – aber die Arbeitgeber, die Union und die FDP warnen vor Wettbewerbsnachteilen und weniger Wohlstand.
SZ-Experte Benedikt Peters sagt, es sei auf jeden Fall wert, darüber nachzudenken. Es sei ein sehr “zeitgemäßes” Konzept und habe auch schon in Pilotversuchen positive Effekte gezeigt. Arbeitnehmer seien produktiver und zufriedener, außerdem meldeten sie sich seltener krank. Die Viertagewoche könnte laut Peters auch gegen den Fachkräftemangel helfen – weil sie Arbeitnehmer in Teilzeit zum Aufstocken bringen könnte. Allerdings sei das Konzept nicht auf alle Branchen anwendbar und man müsse das alles in Studien “nochmal gut durchrechnen”, so Peters.
Weitere Nachrichten: Länder werfen Bund falsche Rechnung vor,
Weltkriegsgedenken im Zeichen des Ukraine-Kriegs
Moderation, Redaktion: Tami Holderried
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Annika Bingger
Zusätzliches Audiomaterial über WDR, ZDF.

May 6, 2023 • 22min
Am Wochenende: Wie Charles III. seine Krönung politisiert
An diesem Samstag wird König Charles III offiziell zum britischen König gekrönt. Damit wird er auch zum Staatsoberhaupt von 15 Staaten im Commonwealth.
Die Royals begeistern viele Menschen. Aber nicht alle: Denn es gibt auch viel Kritik an den Royals und der Monarchie an sich. Zu teuer, zu abgehoben – und überhaupt: nicht mehr zeitgemäß.
Karina Urbach ist Historikerin mit dem Forschungsschwerpunkt "deutsch-britische Beziehungen der jüngeren Geschichte". Sie lebt in Cambridge und arbeitet in London. Sie sagt: “Das Gefälle ist einfach enorm.” Damit meint sie einerseits die immensen Reichtümer der britischen Royals und andererseits die finanzielle Lage vieler Britinnen und Briten. Sie sagt: “Diese Krönung wäre eine Chance gewesen, mehr Großzügigkeit zu zeigen.” Denn die Krönung bezahlt nicht Charles selbst, sondern der britische Steuerzahler. Charles werde sich aber große Mühe geben, Kontinuität und Verlässlichkeit auszustrahlen, denn dafür stehe die Monarchie in Großbritannien.
Weiterlesen:
Den Text über den Ursprung der Kronjuwelen finden Sie hier.
Redaktionsschluss für diese Sendung war Freitag, 05.05.2023 um 18 Uhr.
Moderation, Redaktion: Tami Holderried
Redaktion: Johannes Korsche, Nadja Schlüter
Produktion: Imanuel Pedersen
Zusätzliches Audiomaterial über BBC, euronews, BR, phoenix.

May 5, 2023 • 12min
Wahlkampf in der Türkei: Das Ende der Ära Erdoğan?
Seit 20 Jahren ist Recep Tayyip Erdoğan in der Türkei an der Macht und regiert das Land seitdem zunehmend autoritär. Bei allen Wahlen seitdem stand sein Sieg eigentlich nie in Frage. Bis jetzt: Für die Präsidentschaftswahl am 14. Mai sehen aktuell fast alle Umfragen Kemal Kılıçdaroğlu von der sozialdemokratischen CHP vorne.
Raphael Geiger, Türkei-Korrespondent der SZ in Istanbul, glaubt, dass es für diese Wechselstimmung vor allem zwei Gründe gibt. "Der eine ist die Hyperinflation, die das Land seit mehreren Jahren erlebt. Große Teile der türkischen Bevölkerung sind schlichtweg verarmt", sagt er. "Der andere Grund ist, dass die Person Erdoğan nicht mehr so zieht. Man merkt ihm an, dass er ein bisschen müde geworden ist, dass er nicht mehr dieses Charisma ausstrahlt und dass er auch keine neue Geschichte zu erzählen hat." Erdoğan fehle eine Vision für die nächsten Jahre.
Sein Konkurrent Kılıçdaroğlu setzt laut Geiger auf Nähe zu den Menschen: "Er versucht zu zeigen, dass er bescheiden ist, und sagt: Wir sind die, die sich wirklich wieder um die Probleme die Leute kümmern werden." Er habe außerdem ein Oppositionsbündnis geschaffen, das es sich als Ziel gesetzt habe, die Ära Erdoğan zu beenden und zu bestimmten Werten zurückzukehren – etwa zu einem starken Rechtsstaat und weniger Korruption.
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Hier geht es zum Podcast "Das Thema" über Erdoğans Weg an die Macht und seine Präsidentschaft. **
Weitere Nachrichten: Wagner-Chef kündigt Rückzug aus Bachmut an, Grüne wollen höhere Förderung für klimafreundlichere Heizungen
Moderation, Redaktion: Nadja Schlüter
Redaktion: Johannes Korsche
Produktion: Julia Ongyerth
Zusätzliches Audiomaterial über Twitter @RTErdogan und @kilicdarogluk.

May 4, 2023 • 12min
Drohnen am Kreml: Was dahinter stecken könnte
Zwei Drohnen fliegen durch den Moskauer Nachthimmel in Richtung Kreml, sie werden abgeschossen. Russland behauptet danach: Ein ukrainischer Terroranschlag. Die Ukraine sagt: Wir waren es nicht. Bleibt die Frage: Wer war es denn nun? Und warum? Florian Hassel, Ukraine-Korrespondent der SZ, ordnet ein.
War es die Ukraine? “Dafür spricht, dass die Ukraine seit Monaten einen intensivierten Drohnenkrieg führt. Sowohl auf der Krim als auch verstärkt auf Ziele in Russland. Ende Februar ist zum ersten Mal eine Drohne relativ nahe an Moskau gesichtet worden.” Aber in Moskau gibt es “einen ziemlich weitgehenden Abwehrschirm”.
War es eine russische Operation? “Was merkwürdig ist, ist, dass die Videos der Überwachungskamera, die am Kreml montiert ist und die unter Aufsicht des russischen Geheimdienstes steht, flugs bei einem Moskauer Fernsehsender gelandet sind.” Also: “Dass diese Aufnahmen so schnell öffentlich gemacht worden sind” spreche dafür, dass es vom Kreml selbst inszeniert gewesen sein könnte.
Weitere Nachrichten: Deutscher Erdüberlastungstag, Scholz in Afrika.
Moderation, Redaktion: Johannes Korsche
Redaktion: Nadja Schlüter, Wanda Silberhorn
Produktion: Benjamin Markthaler
Zusätzliches Audiomaterial über Reuters.
Zum Weiterlesen und Weiterhören:
Den Bericht von Florian Hassel zu dem angeblichen Drohnenangriff auf den Kreml lesen Sie hier.
SZ Plus-Podcast "German Angst"
Immer mehr Menschen in Deutschland wollen vorbereitet sein, wenn eine Katastrophe kommt. So weit, so vernünftig. Doch es gibt auch Menschen, die mit Ängsten und Sorgen Wähler zu gewinnen oder Geld zu verdienen. Und dann gibt es Extremisten, die einen Tag X, der alles verändern könnte, sogar selbst durch Anschläge herbeiführen wollen. Eine Podcast-Recherche, die von den Wäldern vor Cottbus in den Bundestag führt. Zu Rechtsradikalen und zu Menschen, die sich in die mutmaßliche Terrorgruppe „Vereinte Patrioten“ eingeschleust haben.
Hören Sie hier die erste Folge kostenlos.

May 3, 2023 • 13min
Vetternwirtschaft in Habecks Ministerium? "Staatssekretär auf Bewährung"
Um zu verstehen, was da gerade im Wirtschaftsministerium los ist, muss man sich im Wesentlichen drei Männer merken - und wie sie zusammenhängen: Bundeswirtschaftsminister und Vizekanzler Robert Habeck von den Grünen, sein wichtigster Staatssekretär Patrick Graichen und Michael Schäfer, der Chef von der Deutschen Energie-Agentur werden sollte. Das ist ein bundeseigenes Unternehmen. Und deswegen hatte Graichen bei der Besetzung auch ein großes Wort mitzureden. Aber warum nun das Aufsehen? Michael Schäfer ist der Trauzeuge von Patrick Graichen. “Da ist natürlich die Frage: Hat Herr Graichen da unabhängig und nur nach der Qualifikation des Bewerbers entscheiden können? Oder hat er vielleicht seinem Trauzeugen da positiver gegenübergestanden als anderen Bewerbern?”, sagt SZ-Redakteur Claus Hulverscheidt im Podcast.
Graichen ist der wichtigste Mitarbeiter von Habeck: “Es gibt kein energiepolitisches Thema von Belang in den letzten Monaten, an dem er nicht beteiligt war.” Ganz allgemein: “Er ist so eine Art operativer Arm des Bundeswirtschaftsministers Habeck.” Deswegen ist der Vorgang natürlich auch für Habeck ein Problem. “Aber nicht in dem Sinne, dass da irgendjemand um seinen Job fürchten muss”, ordnet Hulverscheidt ein.
Die Opposition spricht von “mafiösen Strukturen” im Wirtschaftsministerium. “Das ist meines Erachtens fünf Nummern zu groß”, sagt Claus Hulverscheidt.
Weitere Nachrichten: Ex-Audi-Chef Rupert Stadler kündigt Geständnis an, Deutschland sinkt in Pressefreiheits-Rangliste, Kreml beschuldigt die Ukraine eines Angriffs auf Putin.
Moderation, Redaktion: Johannes Korsche
Redaktion: Tami Holderried, Antonia Franz
Produktion: Jakob Arnu
Zusätzliches Audiomaterial über Jung & Naiv (YouTube), Phoenix, klimaaktiv (YouTube).
Zum Weiterhören:
Die beiden “Das Thema”-Folgen zur Wahl in der Türkei und Erdogan finden Sie hier.

May 2, 2023 • 13min
49-Euro-Ticket: Was es bringt und warum es noch teurer werden könnte
Egal, ob in Bus, Bahn, Tram-, S- und U-Bahnen: Seit diesem Montag ist das Deutschlandticket gültig. Für 49 Euro pro Monat kann man damit alles nutzen, was deutschlandweit unter die Rubrik "öffentlicher Personennahverkehr" fällt. Also: Busse und Bahnen der örtlichen Verkehrsunternehmen, Trambahnen, U- und S-Bahnen in den großen Städten, Regionalbahnen und Regionalexpresszüge der Deutschen Bahn. Gestartet ist das Projekt aber direkt mit technischen Problemen. Und viele sagen: Das Ticket ist zu teuer, um die Verkehrswende wirklich voranbringen zu können. SZ-Verkehrsexpertin Christina Kunkel erklärt in dieser Folge, warum es für sie trotzdem ein guter erster Schritt ist.
Weitere Nachrichten: Polizei zieht positive Bilanz vom 1. Mai, USA vor Zahlungsunfähigkeit
Moderation, Redaktion: Tami Holderried
Redaktion: Johannes Korsche
Produktion: Benjamin Markthaler
Zusätzliches Audiomaterial über Instagram.

Apr 29, 2023 • 26min
Am Wochenende: Biden gegen Trump? "Kampf der alten, weißen Männer"
US-Präsident Joe Biden hat angekündigt, wieder zu kandidieren. Damit hat er den Wahlkampf in den USA eröffnet. Und irgendwie ist es ja so wie beim letzten Mal schon, eine andere Frage überschattet das fast ein bisschen: Wird wirklich wieder Donald Trump für die Republikaner antreten? Und wird der Wahlkampf dann wieder so schmutzig wie beim letzten Mal?
“Auf dem Papier ist es eine ganz hervorragende Bilanz”, sagt die deutsch-amerikanische Politologin Cathryn Clüver Ashbrook von der Bertelsmann Stiftung über Joe Bidens Präsidentschaft. Trotzdem plagen ihn schlechte Beliebtheitswerte in der Bevölkerung.
Und auch nach Bidens Ankündigung bleibt der Eindruck: “Donald Trump überstrahlt alles.” Biden gegen Trump: “Es könnte auf den Kampf der alten, weißen Männer um das Weiße Haus hinauslaufen.” Trump sei wichtig für die Republikanische Partei, weil “er es geschafft hat, neue Wähler für die Republikanische Partei zu akquirieren”. Inhaltlich sei auch nicht viel Neues zu erwarten: “Es ist in vielerlei Hinsicht die altbekannte Donald-Trump-Platte.”
Sein schärfster Konkurrent in der Republikanischen Partei ist Ron DeSantis, Gouverneur in Florida. “Im Grunde schon ein Erbe des politischen Gedankenguts von Donald Trump.” DeSantis ist “parteipolitisch beziehungsweise programmatisch fast noch rechter einzuordnen als Donald Trump.” Sein größtes Argument als Gouverneur ist aber: ”Er kann sagen: Trump redet darüber, ich kann es durchsetzen.”
Clüver Ashbrook ist sich sicher: “Das wird ein gigantisch teurer und dreckiger Wahlkampf.” Und: “Wenn die Wahl zwischen Joe Biden und Donald Trump steht, dann zieht Joe Biden auch 2024 wieder ins Weiße Haus ein.” Sollten die Republikaner “einen jüngeren Kandidaten oder eine jüngere Kandidatin ins Rennen schicken, dann wird es weit schwerer werden für Joe Biden.”
Redaktionsschluss für diese Sendung war Freitag, 28.04.2023, um 17 Uhr.
Moderation, Redaktion: Johannes Korsche
Redaktion: Tami Holderried, Nadja Schlüter, Wanda Silberhorn
Produktion: Benjamin Markthaler
Zusätzliches Audiomaterial über Joe Biden (YouTube), TODAY, Skype, phoenix, Berliner Morgenpost, Sky News Australia, Fox Business, FOX 32 Chicago, MSNBC.
Weiterlesen und Weiterhören:
Die “Auf den Punkt”-Folge vom Dienstag zur erneuten Kandidatur von Joe Biden finden Sie hier.
Ein herrlich buntes Storytelling zu den telefonierenden Papageien lesen Sie hier.
SZ Plus-Podcast "German Angst"
Immer mehr Menschen in Deutschland wollen vorbereitet sein, wenn eine Katastrophe kommt. So weit, so vernünftig. Doch es gibt auch Menschen, die mit Ängsten und Sorgen Wähler zu gewinnen oder Geld zu verdienen. Und dann gibt es Extremisten, die einen Tag X, der alles verändern könnte, sogar selbst durch Anschläge herbeiführen wollen. Eine Podcast-Recherche, die von den Wäldern vor Cottbus in den Bundestag führt. Zu Rechtsradikalen und zu Menschen, die sich in die mutmaßliche Terrorgruppe „Vereinte Patrioten“ eingeschleust haben. Alle Folgen finden Sie hier.


