Auf den Punkt

Süddeutsche Zeitung
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Feb 13, 2024 • 11min

Gazakrieg: Israels Offensive in Rafah könnte den Frieden mit Ägypten gefährden

Bei israelischen Angriffen und Kämpfen im Gazastreifen sind laut Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde in den vergangenen 24 Stunden abermals 133 Palästinenser getötet worden. Seit Beginn des Krieges nach dem Massaker am 7. Oktober beläuft sich demnach die Zahl der getöteten Bewohner des Küstenstreifens auf fast 28 000, mehr als 68 000 Menschen seien verletzt worden. Nun wächst die Sorge über israelische Pläne für eine großflächige Bodenoffensive in Rafah im Süden des Gazastreifens. Dort haben mehr als eine Millionen Menschen auf Anweisung Israels Schutz gesucht. US-Präsident Joe Biden hat gerade eine "mindestens sechswöchige Kampfpause" gefordert. Doch die Chancen dafür stehen von Seiten der israelischen Regierung schlecht, sagt SZ-Politikredakteurin Sina-Maria Schweikle. Für sie sei die große Frage, wohin die Zivilisten noch fliehen könnten: "Ein Großteil des Gazastreifens ist zerstört, die meisten Menschen sind schon mehrfach geflüchtet." Zudem gebe es auch in anderen Teilen des Gazastreifens kaum noch Lebensmittel und Wasser. Laut Medienberichten plant die israelische Regierung den Aufbau riesiger Zeltlager, für die dann aber Ägypten zuständig sein soll. Doch wenn Palästinenser auf ägyptisches Gebiet gedrängt werden würden, sagt Schweikle, könnte das den Friedensvertrag zwischen Israel und Ägypten gefährden. Weitere Nachrichten: US-Senat billigt Milliardenhilfe für Ukraine, Maßnahmen gegen Rechtsextremismus von Innenministerin. Weiterlesen: Die SZ-Serie "Wie ich Euch sehe" finden Sie HIER. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Johannes Korsche Produktion: Imanuel Pedersen Zusätzliches Audiomaterial über BBC Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER
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Feb 12, 2024 • 11min

Nato-Beistandspflicht: Wie ernst muss man Trump nehmen?

US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hat die Nato-Beistandspflicht in Frage gestellt. Der "Präsident eines großen Landes" habe ihn einmal gefragt, hat Trump am Samstag in South Carolina gesagt, ob die USA dieses Land auch dann noch vor Russland schützen würden, wenn es für seine Verteidigung nicht genug Geld ausgebe. Er habe das verneint. Und wörtlich gesagt, dass er vielmehr Russland sogar dazu ermutigen würde, "zu tun, was auch immer zur Hölle sie wollen". Das hat vor allem bei den Nato-Partnern blankes Entsetzen ausgelöst. Stefan Kornelius, Leiter des SZ-Politikressorts, sagt: Dass Trump Russland faktisch auffordert, Verbündete anzugreifen, sei "unerhört". Trump tue dies allein aus "innenpolitischen Gründen" – und schüre die "Angst vor einem unsichtbaren äußeren Feind". Neben Migranten seien das die angeblich so "unberechenbaren Verbündeten, die Amerika auf der Tasche liegen und das Land von den eigentlichen Pflichten abhalten, nämlich die Südgrenze zu schützen". Trump, sagt Kornelius, sei bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt seiner Wahlkampagne so radikal, "dass man gar nicht weiß, wohin er sich noch entwickeln möchte bis November". Aber diese "Form von Radikalität" könnte noch immer genügend Wähler in den USA abstoßen und trage zur Mobilisierung gegen seine Wiederwahl bei. Weitere Nachrichten: Geisel-Befreiung in Rafah, Merz in Israel, Wahlwiederholung in Berlin. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Franziska von Malsen Produktion: Imanuel Pedersen Zusätzliches Audiomaterial über Reuters. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER
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Feb 9, 2024 • 19min

Super Bowl: Was Millionen Menschen an American Football fasziniert

Beim Super Bowl in Las Vegas treffen in der Nacht zum Montag die zwei besten Teams der National Football League dieser Saison aufeinander: Die Kansas City Chiefs und die San Francisco 49ers. Hunderte Millionen Menschen werden das Spektakel an den Bildschirmen verfolgen. Unternehmen, die beim Super Bowl 30 Sekunden lang Werbung schalten wollen, zahlen dafür in diesem Jahr sieben Millionen Dollar. Aber was macht die Faszination dieses Sports aus? Darüber spricht in dieser Folge Nadine Nurasyid. Die Münchnerin ist ehemalige Football-Spielerin und Cheftrainerin, zuletzt bei den Munich Cowboys. Sie sagt: “Die NFL kann einfach sensationelles Marketing.” Und weil jetzt auch noch Taylor Swift, die mit einem Spieler der Kansas City Chiefs liiert ist, als Stargast erwartet wird, interessiere sich weltweit noch eine weitere Zielgruppe für den Super Bowl: junge Frauen. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER Moderation, Redaktion: Johannes Korsche Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Julia Ongyerth Zusätzliches Audiomaterial über die NFL.
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Feb 8, 2024 • 13min

Ukraine-Hilfen blockiert: Trump beherrscht die US-Politik

Monatelang haben Demokraten und Republikaner über ein Gesetz verhandelt. Es geht darin um unterschiedliche Dinge. Zum einen: Um Methoden, die verhindern sollen, dass Einwanderer von Mexiko aus illegal über die Grenze in die USA gelangen. Zum anderen geht es aber auch um milliardenschwere Hilfszahlungen an die Ukraine und an Israel. Drei Themen also, die auf den ersten Blick gar nichts miteinander zu tun haben. Ob das Gesetz kommt oder eben nicht, das könnte immense Auswirkungen haben. In den USA, genauso wie auf der anderen Seite des Atlantiks: in der Ukraine, Israel – aber auch für die EU. Am gestrigen Mittwoch haben die Republikaner das Gesetz im Senat nun wie erwartet blockiert. Keine Hilfsgelder für die Ukraine und Israel. Aber auch keine schärferen Kontrollen der US-Grenze. Was ja eigentlich ein wichtiges Anliegen der Republikaner ist. Welches Ziel verfolgen sie damit – und hat die Ukraine, wenn die Unterstützung aus den USA tatsächlich wegfällt, noch eine Chance im Verteidigungskrieg gegen Russland? Weitere Nachrichten: Russischer Oppositioneller darf nicht kandidieren, Bodenoffensive in Rafah Weiterlesen: Die Analysen über die 1,5 Grad-Messungen lesen Sie hier und hier. Moderation, Redaktion: Franziska von Malsen Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Julia Ongyerth Zusätzliches Audiomaterial über MSNBC via Youtube Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER
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Feb 7, 2024 • 12min

100 Millionen Menschen an der Urne: Wahlen in Pakistan und ihre Bedeutung

Im Sommer 2018 feierten viele Menschen in Pakistan auf der Straße. Damals wurde der ehemalige Kricket-Star Imran Khan zum Premierminister gewählt. Vor allem junge Menschen setzten große Hoffnungen in ihn. Denn Khan hatte versprochen, das Land auf Vordermann zu bringen: mehr Bildung, mehr Arbeitsplätze, weniger Korruption, bessere internationale Beziehungen. Umgesetzt hat er all das nicht – und seine Amtszeit endete nicht im Guten. Im Jahr 2022 hat ihn das Parlament mit einem Misstrauensvotum gestürzt, seitdem gibt es eine Übergangsregierung. Mittlerweile sitzt Khan sogar im Gefängnis, verurteilt wegen Korruption, Weitergabe von Staatsgeheimnissen und dem Verstoß gegen islamische Ehevorschriften. Er und seine dritte Frau sollen nach deren Scheidung zu früh wieder geheiratet haben. Von weiteren Wahlen wurde Imran Khan ausgeschlossen. Die nächsten Wahlen in Pakistan stehen jetzt an: Am Donnerstag, dem 8. Februar, sind 100 Millionen Wahlberechtigte aufgerufen, ein neues Parlament zu wählen. Das Land in Südasien zwischen Iran, Afghanistan, China und Indien hat die fünftgrößte Bevölkerung der Welt und zwei Drittel der mehr als 235 Millionen Menschen sind unter 30 Jahre alt. Es gibt extreme Armut und die Sicherheitslage ist sehr angespannt. Allein in den vergangenen Wochen gab es mehrere Terroranschläge und Gefechte zwischen Pakistan und Iran. Zudem ist Pakistan Atommacht, laut Schätzungen hält es 170 Atomwaffensprengkörper. Der SZ-Politikredakteur und ehemalige Südasien-Korrespondent Tobias Matern war kürzlich auf Recherchereise in Pakistan und spricht in dieser Folge von “Auf den Punkt” über seine Eindrücke vor Ort und die anstehenden Wahlen Zum Weiterlesen: Hier geht es zu den Publikumspreis-Gewinnern des Wettbewerbs "Wildlife Photographer of the Year". Weitere Nachrichten: Koalitionsverhandlungen in den Niederlanden vorerst gescheitert, weitere Verhandlungen über Feuerpause im Gazastreifen Moderation, Redaktion: Nadja Schlüter Redaktion: Johannes Korsche Produktion: Annika Bingger Zusätzliches Audiomaterial über Reuters. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER
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Feb 6, 2024 • 12min

Die Ampel will die Wirtschaft ankurbeln. Doch wie?

Die deutsche Wirtschaft ist Ende vergangenen Jahres um 0,3 Prozent geschrumpft. Für das laufende Jahr hat der Internationale Währungsfonds nur noch ein Wachstum von mageren 0,5 Prozent prognostiziert. Um die Wirtschaft wieder anzukurbeln, werben sowohl Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) als auch Finanzminister Christian Lindner (FDP) für niedrigere Steuern für Unternehmen. Doch über den Weg dahin sind sich die Ampel-Parteien uneins. Während Lindner für die Abschaffung des Solidaritätszuschlags wirbt, schlägt Habeck ein weiteres, schuldenfinanziertes Sondervermögen vor. Kanzler Olaf Scholz (SPD) erinnert seine Minister an das bereits geplante Wachstumschancengesetz. Bastian Brinkmann, Vize-Chef des SZ-Wirtschaftsressorts, plädiert für eine "kluge Mischung" aus Steuersenkungen und Subventionen. Deutschland habe die niedrigsten Schulden von allen G-7-Ländern, also von den sieben größten Volkswirtschaften der Welt. Deshalb könne man dort durchaus noch Schulden machen, um die Konjunktur zu beleben. Zum Weiterlesen: Den Text über die Sorge um König Charles finden Sie HIER. Weitere Nachrichten: Junge Alternative ist gesichert rechtsextrem, Schweden stellt Ermittlungen zu Anschlag auf Nord Stream ein, FDP-Veto gegen EU-Lieferkettengesetz. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Nadja Schlüter Produktion: Imanuel Pedersen Zusätzliches Audiomaterial über ARD. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER
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Feb 5, 2024 • 12min

Ein Jahr nach dem Erdbeben in der Türkei: Kein Zurück ins Leben Davor

Vor einem Jahr, am 6. Februar 2023, sind bei Erdstößen im Südosten der Türkei und im Norden Syriens Zehntausende Menschen gestorben. Jenseits der Menschenleben hat die Regierung in Ankara den Schaden auf mehr als 100 Milliarden Dollar beziffert. 280 000 Gebäude sind eingestürzt oder wurden schwerbeschädigt. Knapp 18 Millionen Menschen sind von der Katastrophe und ihren Folgen betroffen. 690 000 Menschen leben seither in Containern. "Der türkische Präsident Tayyip Erdoğan hatte damals versprochen, dass innerhalb eines Jahres wieder alles steht", sagt SZ-Türkei-Korrespondent Raphael Geiger. "Davon kann überhaupt keine Rede sein." Bei seinem Besuch in der Region sei er stundenlang durch die Region gefahren und habe noch "sehr viel Zerstörung" gesehen. Der Wiederaufbau sei ein riesiges Unterfangen und werde noch sehr lange dauern. Die Reportage aus Anatolien von Raphael Geiger finden Sie HIER. Einen Text über die Gedankenspiele für höhere SUV-Gebühren finden Sie HIER. Weitere Nachrichten: Neue Kraftwerkstrategie, Warnstreiks im Flugverkehr. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Franziska von Malsen, Johannes Korsche Produktion: Imanuel Pedersen Zusätzliches Audiomaterial über Guardian. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER
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Feb 3, 2024 • 28min

Ukrainische Deserteure in Deutschland: Asyl oder Ausweisung?

In Deutschland halten sich um die 200 000 ukrainische Männer im “wehrfähigen Alter” auf. Manche aus der Opposition im Bundestag fordern, sie in die Ukraine auszuweisen. Denn dort klagt das Militär, dass es nicht genügend Soldaten gibt, die gegen die russische Armee kämpfen. Aber sollte man Männer ausweisen, denen in ihrer Heimat der Fronteinsatz oder bei Kriegsdienstverweigerung Gefängnis droht? Darüber spricht in dieser Folge von “Auf den Punkt” Rudi Friedrich von “Connection eV”. Der Verein aus Offenbach setzt sich seit mehr als 30 Jahren für die Rechte von Deserteuren und Kriegsdienstverweigerern ein. Friedrich sagt: “Kriegsdienstverweigerung ist ein Menschenrecht.” Und das sollte gerade in Kriegszeiten besonders geschützt sein. Zum Weiterlesen Den Text über Voodoo Jürgens lesen Sie hier. Moderation, Redaktion: Johannes Korsche Redaktion: Lars Langenau Produktion: Imanuel Pedersen Zusätzliches Audiomaterial über Phoenix, Büro des Präsidenten der Ukraine (YouTube), BR24, euronews. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER
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Feb 2, 2024 • 13min

FDP-Veto zum EU-Lieferkettengesetz: Wirtschaft über Menschenrechte?

Um sich klarzumachen, wie konkret der abstrakte Begriff "Lieferkettengesetz" mit Menschenleben zusammenhängt, helfen Erinnerungen an Szenen aus dem Jahr 2013. Damals stürzte in Dhaka, der Hauptstadt Bangladesch die Textilfabrik Rana Plaza ein. Mehr als 1100 Menschen kamen ums Leben, mehr als 2400 wurden verletzt. Ohne Schutzkleidung bargen Helfer und Angehörige Leichen aus dem riesigen Trümmerberg. In dem maroden Gebäude haben Arbeiter und Arbeiterinnen Kleidung genäht, für Firmen wie Primark, Kik oder C&A. Nach dem Unglück wurde verstärkt über die Arbeitsbedingungen für Menschen im Globalen Süden gesprochen, die für den Globalen Norden nähen, schrauben oder nach Rohstoffen graben. In den vergangenen Jahren hat die EU darum um ein Lieferkettengesetz gerungen. Es soll die Unternehmen dazu verpflichten, zu überprüfen, wie und unter welchen Bedingungen ihre Produktionsprozesse ablaufen. Wenn an irgendeinem Glied der Produktionskette gegen Menschenrechte oder Umweltauflagen verstoßen wird, sollen die Unternehmen dafür zur Rechenschaft gezogen werden können. Kommende Woche soll der Europäische Rat, also die Staats- und Regierungschefs der EU, final darüber abstimmen. Aber seit dieser Woche steht die Zustimmung Deutschlands auf der Kippe, denn Finanzminister Christian Lindner (FDP) und Justizminister Marco Buschmann (FDP) wollen nicht zustimmen. Wieso die FDP das Gesetz blockieren will und wie es doch noch gerettet werden könnte, darüber spricht in dieser Folge Michael Bauchmüller, der für die SZ über alles rund um Nachhaltigkeit berichtet. Weitere Nachrichten: Bundestag beschließt Haushalt 2024, Einigung bei Cannabis-Legalisierung Moderation, Redaktion: Nadja Schlüter Redaktion: Lars Langenau, Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Jakob Arnu Zusätzliches Audiomaterial über Reuters. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER
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Feb 1, 2024 • 12min

Warum Viktor Orbán seine Blockade der Ukraine-Hilfen aufgegeben hat

Viktor Orbán und die EU, das ist ein Drama mit vielen Kapiteln. Einen Höhepunkt gab es zuletzt kurz vor Weihnachten. Da ging es beim EU-Gipfel in Brüssel um die Frage, ob die EU Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine aufnimmt. Auch da hatte Orbán sich erstmal quergestellt. Nur dank eines diplomatischen Tricks gelangten die 26 anderen EU-Länder zu ihrem Ziel. Aber, Orbán wäre nicht Orbán, hätte er nicht direkt die nächste Auseinandersetzung begonnen. Eigentlich wollten die Staats- und Regierungschefs bei dem Gipfel Dezember nämlich auch direkt die Finanzhilfen für die Ukraine freigeben. Da geht es um 50 Milliarden Euro, damit das Land seine durch den Krieg schwer angeschlagene Wirtschaft stabilisieren kann. Diese Abstimmung musste ins neue Jahr verschoben werden – weil Orbán in Aussicht gestellt hat, dass er das blockieren könnte. Am Donnerstagmorgen war nach mehreren Beratungsrunden immer noch unklar, wie die ganze Sache ausgehen könnte. Wie die EU-Länder und Orbán doch noch zu einem Deal gefunden haben und welcher Preis dafür an Orbán entrichtet worden ist, darüber spricht in dieser Folge Jan Diesteldorf, SZ-EU-Korrespondent in Brüssel. Weitere Nachrichten: Verdi-Streik, Sprengungen im Gaza-Streifen Weiterhören: Den Podcast Das Thema über die russischen Kriminellen, die für vorzeitige Entlassung in den Krieg ziehen, lesen Sie hier. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER Moderation, Redaktion: Franziska von Malsen Redaktion: Nadja Schlüter Produktion: Benjamin Markthaler

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