Auf den Punkt

Süddeutsche Zeitung
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Sep 20, 2019 • 11min

Klimapaket: Die Groko will niemandem wehtun

Auf der ganzen Welt streiken Menschen an diesem Freitag für das Klima. In fast 160 Staaten wird demonstriert. Auch in Kasachstan, Honduras und an der Elfenbeinküste. Passend dazu hat die Bundesregierung für diesen Freitag die Bekanntgabe ihres Klimaschutzpakets angekündigt. Nach etwa 19 Stunden langen Verhandlungen konnten sich Union und SPD einigen. Zentraler Bestandteil ist die Bepreisung von CO₂. Gebäude sollen so effizienter, Benzin und Sprit teurer werden. Dafür verspricht die Bundesregierung Anreize bei klimafreundlichem Verhalten. Das Volumen der Investitionen soll sich bis 2023 auf 54 Milliarden Euro belaufen. Für die Demonstrierenden ist das viel zu wenig. Und auch SZ-Hauptstadtkorrespondent Stefan Braun findet, dass die große Koalition sich mal wieder nicht getraut hat, mutig zu sein. Weitere Themen: Staatsrechtler fordern kleineren Bundestag, Entsetzen über Künast-Urteil. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Viktoria Hausmann Produktion: Julia Ongyerth Zusätzliches Audiomaterial über dpa. Dieser Podcast wird unterstützt von SAP.
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Sep 19, 2019 • 10min

Fukushima: die Suche nach den Verantwortlichen

Achteinhalb Jahre ist es her, da bebt in Japan die Erde. Tausende Japanerinnen und Japaner sterben. Hunderttausende Gebäude stürzen ein. Und dann kommt noch eine Katastrophenmeldung: Ein Tsunami, 13 bis 15 Meter hoch, hat das Atomkraftwerk in Fukushima Daiichi getroffen. Es gibt mehrere Explosionen und Störfälle. 160 000 Menschen müssen aus der Gegend fliehen und bis zum heutigen Tag können Zehntausende noch immer nicht zurück. Die Anwohner haben Jahre später drei der früheren Manager des Kraftwerkbetreibers Tepco verklagt. Denn Tepco habe gewusst, dass ein hoher Tsunami den Reaktor treffen und das katastrophale Folgen haben könnte. Nun hat das Landgericht in Tokio aber entschieden, die drei Manager freizusprechen. Für die Natur könnten die Betreiber nichts, so die Argumentation. Eine nicht angemessene Begründung, findet Japan-Korrespondent Thomas Hahn. Weitere Themen: Kassen sollen Bluttests für Risikoschwangere zahlen, Großbritannien schickt Änderungsvorschläge, Ermittlungen gegen Airbus-Mitarbeiter. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Viktoria Hausmann Produktion: Julia Ongyerth Dieser Podcast wird unterstützt von SAP.
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Sep 18, 2019 • 10min

Was eine große Koalition in Israel bewegen könnte

Die Neuwahlen in Israel haben** Benjamin Netanjahu** keine Mehrheit verschafft. Im Gegenteil: Der konservative Premier könnte nach Verlusten für seinen Likud sogar gezwungen werden, sich aus der Politik zurückziehen. Er hat sich verspekuliert, sagt die Israel-Korrespondentin der SZ, Alexandra Föderl-Schmid. Am wahrscheinlichsten sei jetzt eine große Koalition von Likud und dem weiß-blauen Bündnis des Ex-Generals Benny Gantz. Dies sei auch eine große Chance für das Land, weil dadurch die Macht der religiösen Parteien eingeschränkt werden könnte. Sicherheitspolitisch seien Gantz und Netanjahu nicht weit auseinander, trotzdem sei mit dieser Koalition auch Bewegung in der Frage des Umgangs mit den ** Palästinensern **zu erwarten. Weitere Meldungen: Robert O'Brien wird neuer US-Sicherheitsberater; Mörder von Sophia Lösche zu lebenslanger Haft verurteilt; Immer mehr Deutsche sind auf Tafeln angewiesen. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Julia Ongyerth Dieser Podcast wird unterstützt von SAP.
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Sep 17, 2019 • 9min

Wie sich Arbeitnehmer im Home-Office oft selbst gefährden

Immer mehr Arbeitgeber ermöglichen Dinge die Arbeit im Home-Office. Doch eine Befragung der AOK zeigt, dass genau diese Arbeitnehmer viel häufiger unter psychischen Problemen leiden als Beschäftigte, die täglich ins Büro kommen. Arbeitnehmer in der Heimarbeit würden sich oft selbst gefährden, sagt die Berliner SZ-Wirtschaftsredakteurin Kristiana Ludwig. Zudem würden sie vielfach auch den Verlust sozialer Kontakte spüren und seien für ihre Vorgesetzten ständig erreichbar. Dadurch würden sie oft unter typischen Stresssymptomen wie Erschöpfung, Konzentrationsproblemen und Schlafstörungen leiden. Auch für Vorgesetzte müssten deshalb strikte Regeln gelten, wann sie auf die Arbeitskräfte im Home-Office zugreifen könnten. Weitere Nachrichten: Italiens Ex-Premier Renzi gründet neue Partei, Pfarrer wegen Kirchenasyl vor Gericht, Europaparlament für Lagarde als EZB-Chefin. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Julia Ongyerth Dieser Podcast wird unterstützt von SAP.
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Sep 16, 2019 • 11min

Höckes ZDF-Interview: Wie mit der AfD umgehen?

Thüringens AfD-Chef Björn Höcke hat ein ZDF-Interview abgebrochen und dem verantwortlichen Redakteur mit Konsequenzen gedroht. Es sei kein Hexenwerk mit der AfD zu sprechen, sagt der für die AfD-Berichterstattung zuständige SZ-Redakteur Jens Schneider. Das Prinzip sei "ich frage, sie antworten", aber man müsse sich ständig fragen, ob es wirklich berichtenswert sei, was da gesagt werde. Man müsse nicht über "jedes Stöckchen" der Rechtspopulisten springen. Der Frontmann des rechten Flügels provoziere immer wieder mit Begrifflichkeiten der Nazis. Was für Außenstehende befremdlich sei, komme bei seinen Anhängern offenbar gut an. Deshalb glaubt Schneider auch nicht, dass der Eklat der AfD bei den Landtagswahlen schaden werde. Weiter Nachrichten: Klimaschutz ohne neue Schulden, Juncker erwartet Lösungen von Johnson. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl, Viktoria Hausmann Produktion: Carlo Sarsky Zusätzliches Audio-Material über ZDF. Dieser Podcast wird unterstützt von SAP.
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Sep 13, 2019 • 10min

Olaf Scholz, Deutschlands Dagobert Duck

Die schwarze Null, sie steht. Finanzminister Olaf Scholz will weiterhin nicht mehr Geld ausgeben, als er durch Steuern einnimmt. In der Haushaltsdebatte wird sein Entwurf von der Opposition kritisiert. Scholz habe seinen Haushalt nur ausgleichen können, weil er sich Geld aus der Asylrücklage genommen habe. Etwa 10 Milliarden Euro. Doch Grüne und Linke wollen gar nicht, dass sich Scholz an die Schuldenbremse hält. Sondern, dass er mehr investiert: in Digitalisierung, Infrastruktur und Klimaschutz. Und dafür soll der Finanzminister im Zweifel eben auch Schulden machen. Auch die SZ-Hauptstadtkorrespondentin Cerstin Gammelin findet, die schwarze Null sei zu einem Zeichen für eine völlig verfehlte Haushaltspolitik geworden. Weitere Themen: Bercow droht Johnson, Probleme bei Pflegereform. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Laura Terberl Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audio-Material über Deutscher Bundestag.
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Sep 12, 2019 • 9min

Zivile Seenotretter: Ein Schiff alleine reicht nicht

Dieses Jahr sind bis jetzt etwas mehr als 50.000 Personen über das Mittelmeer in die EU geflüchtet. 2015 waren es noch über eine Million. Eine zentrale organisierte, europäische Rettungsmission gibt es nicht mehr. Momentan sind einige private Organisationen im Mittelmeer unterwegs, wie zum Beispiel Sea-Watch. Viele Häfen weigern sich aber mittlerweile, diese Schiffe anlegen zu lassen. Nun sagte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche, Heinrich Bedford-Strohm, Christen könnten nicht akzeptieren, dass Menschen ertrinken. Deshalb will die evangelische Kirche ein Schiff für die Seenotrettung im Mittelmeer kaufen. Gemeinsam mit vielen weiteren Organisationen. Doch solche zivilen Rettungsmissionen können kein Dauerzustand sein, sagt Andrea Bachstein. Die SZ-Außenpolitikredakteurin hofft auf eine Entspannung durch die neue italienische Regierung. Weitere Themen: Kretschmann will dritte Amtszeit, EZB verschärft Strafzins. Redaktion, Moderation: Laura Terberl Redaktion: Jean-Marie Magro Produktion: Carolin Lenk _Zusätzliches Audio-Material über den Youtube-Kanal www.EKDde._
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Sep 11, 2019 • 10min

Trump feuert Bolton: Ein Hardliner weniger

John Bolton ist ein außenpolitischer Hardliner. Jemand, der möchte, dass die USA militärisch stark auftreten. Er war schon 2003 für den Irakkrieg. Bolton ist seit April 2018 Sicherheitsberater von Donald Trump. Dabei liegen die beiden in vielen Dingen auseinander: Bolton ist gegen Trumps Annäherungsversuche an Russland. Er hält nicht viel von den Treffen des Präsidenten mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un. Und er hat immer wieder für einen Regimewechsel in Iran geworben. Trump selbst soll über seinen Ex-Sicherheitsberater mal gesagt haben: “Ginge es nach John Bolton, würden wir schon in vier Kriegen stecken.” Nun hat der US-Präsident seinen Sicherheitsberater rausgeschmissen - oder Bolton hat gekündigt. Beide behaupten etwas anderes. Auf jeden Fall sei es positiv, dass der Falke Bolton keine Verantwortung mehr habe, sagt Hubert Wetzel. Der Washington-Korrespondent der Süddeutschen Zeitung hat sich sowieso gefragt, wie Bolton in eine so tragende Rolle kam. Weitere Themen: Zwangspause für britisches Parlament ist illegal, EU kritisiert Netanjahu. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Laura Terberl Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Audiomaterial über Youtube-Kanäle von Late Show with Stephen Colbert und The White House.
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Sep 10, 2019 • 10min

EU-Kommission: Von der Leyens neues Team

Die neue EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat ihr Team präsentiert. Dazu gehören neben dem spanischen Außenminister Josep Borrell auch der Niederländer Frans Timmermans, der eine Art Superminister für die Klimapolitik wird. Überraschend ist der Machtzuwachs der Dänin Margrethe Vestager, sagt der Brüssel-Korrespondent der SZ, Matthias Kolb. Denn die Liberale hatte sich zuvor mit den USA und den Weltkonzernen Facebook und Google angelegt. Sie wird sich weiter um den Wettbewerb kümmern und künftig auch ressortübergeifend um die digitale Wirtschaft. Die Kandidaten aus Rumänien, Polen und Ungarn könnte das Europaparlament eventuell noch ablehnen. Weitere Nachrichten: Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Schwesig an Brustkrebs erkrankt, Finanzminister Scholz warnt vor Rezession, gute OECD-Noten für deutsches Bildungssystem. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Audiomaterial über EU-Kommission.
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Sep 9, 2019 • 10min

Was gegen den Lehrermangel hilft

In den kommenden Jahren fehlen an Schulen in Deutschland viel mehr Lehrer als bislang angenommen. Besonders betroffen sind laut einer neuen Studie der Bertelsmann Stiftung die Grundschulen, an denen bis 2025 mehr als 26.000 Lehrer fehlen. Größere Klassen, mehr Lehramtsstudierende und mehr Quereinsteiger seien nötig, um der Aufgabe zu begegnen, sagt SZ-Bildungsexperte Bernd Kramer. Das Problem sei nicht unbedingt, dass es grundsätzlich zu wenig Lehrer gebe, aber eben nicht für alle Schulformen und in allen Bundesländern. Besonders Brennpunktschulen würden viele junge Lehrer meiden, weil es bequemer sei in "besseren" Orten und Stadtvierteln seinen Job als Lehrer anzutreten. Weitere Nachrichten: Brexit-Debatte in London, Vertrauenabstimmung in Italien, Deutsche wünschen sich engagierte Väter. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Carlo Sarsky

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