

Auf den Punkt
Süddeutsche Zeitung
Die Nachrichten des Tages – von der Süddeutschen Zeitung als Podcast auf den Punkt gebracht. Bleiben Sie auf dem Laufenden mit aktuellen Meldungen, Interviews und Hintergrundberichten. Kostenlos und immer aktuell: Jeden Tag um 17 Uhr und samstags um 7 Uhr.
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Oct 7, 2019 • 9min
Was die Türkei in Nordsyrien will
In Nordsyrien werden nach dem Willen von Präsident Erdogan demnächst türkische Soldaten einmarschieren. Noch ist nichts beschlossen, aber es gibt immer mehr Hinweise auf einen Militäreinsatz. Und US-Präsident Trump soll Erdogan grünes Licht für den Angriff gegeben haben, weil ihm der Einsatz für die Kurden schlicht "zu teuer" geworden ist.
Dieses Gebiet ist den Türken seit Jahren ein Dorn im Auge, sagt die Türkei-Korrespondentin der SZ, Christiane Schlötzer. Es gilt den Türken als Rückzuggebiet kurdischer Rebellen, die auch im Südosten der Türkei agieren würden. Doch die Türkei wird mit dem Widerstand der Kurden rechnen müssen und auch der syrische Diktator Assad hat angekündigt, einen Einmarsch nicht einfach hinnehmen zu wollen.
Weitere Nachrichten: Nobelpreis für Medizin geht an Zellforscher, Klimaschutz-Paket soll abgeschwächt werden, Ungleichheit in Deutschland wächst weiter.
Redaktion, Moderation: Lars Langenau
Redaktion: Laura Terbel
Produktion: Justin Patchett
Zusätzliches Audio-Material über Reuters.

Oct 4, 2019 • 10min
Wie die EU auf Johnsons Brexit-Vorschlag reagiert
In Brüssel haben an diesem Freitag Brexit-Gespräche zwischen Großbritannien und der EU stattgefunden. Zwei Tage nachdem der britische Premier Boris Johnson zum ersten Mal Vorschläge gemacht hat, wie er bis Ende Oktober doch noch einen Brexit-Deal erreichen will. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie sich nach dem Brexit eine harte Grenze zwischen Irland und Nordirland verhindern lässt. Ob es jetzt endlich Fortschritte gibt, erklärt der Brüssel- Korrespondent, Matthias Kolb.
Weitere Themen: Trump und die Ukraine-Affäre, Vermummungsverbot in Hongkong; Kritik am Klimapaket der Großen Koalition.
Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb
Redaktion: Jean-Marie Magro
Produktion: Julia Ongyerth
Zusätzliches Audiomaterial über das britische Parlament und die Facebook-Seite der Conservatives.

Oct 2, 2019 • 9min
Deutsche Einheit: Was Ost und West noch trennt
Deutschland feiert in Kiel den Jahrestag der Deutschen Einheit. Das Motto lautet: “Mut verbindet”. Aber was trennt und verbindet heute den Osten mit dem Westen Deutschlands? Und warum schwelgen noch immer Leute in Ostalgie?
Das ist keine allgemeine Sehnsucht nach der DDR, sagt der Leipziger SZ-Korrespondenten, Cornelius Pollmer. Vielmehr gab es einige Dinge, die vielleicht sogar besser waren als in Westdeutschland. Doch weil selbst nach dem Mauerfall die eliminiert worden seien, würden viele Ostdeutsche selbst mit dem Begriff der Wiedervereinigung hadern. Schließlich sei die Deutsche Einheit doch eher ein Anschluss gewesen, als dass sich damals zwei souveräne Staaten vereinigt hätten.
Weitere Meldungen: Johnson will keine Grenzkontrollen nach Irland, Bewegung im Ukrainekonflikt.
Redaktion, Moderation: Lars Langenau
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Carolin Lenk
Zusätzliches Audio-Material über die Bundespressekonferenz.

Oct 1, 2019 • 10min
70 Jahre VR China: Gestörte Feierlichkeiten
Vor 70 Jahren wurde die Volksrepublik China gegründet. Doch zeitgleich mit einer großen Militärparade in Peking eskalieren die Proteste in Hongkong.
Der Konflikt wird sich noch weiter zuspitzen, sagt die SZ-Korrespondentin in China, Lea Deuber. Zur Lösung brauche es ein starkes Angebot aus Peking, aber sie sei skeptisch, dass das kommen werde.
Weitere Meldungen: FPÖ-Politiker Strache zieht sich aus Politik zurück, Pflegeheime sollen neu geprüft werden.
Redaktion, Moderation: Lars Langenau
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Julia Ongyerth
Zusätzliches Audio-Material über dpa und Reuters.

Sep 30, 2019 • 10min
Schwierige Partnerwahl in Wien
Österreichs junger Alt-Kanzler wird Österreichs neuer Kanzler. Es geht nur noch um die Fragen, welchen Partner Sebastian Kurz für seine Koalition wählen wird - und wer mit ihm koalieren will.
SPÖ und FPÖ werden es wohl eher nicht. Schwarz-grün - oder eben türkis-grün - aber wäre ein denkbares Experiment, sagt der Österreich-Korrespondenten der SZ, Peter Münch. Knackpunkte sind die Wahlkampfthemen Zuwanderung und Klimapolitik, aber Kurz sei politisch so geschmeidig, dass Kompromisse möglich wären. Auch die Grünen seien inzwischen so weit, dass sie sich einer pragmatischen Machtoption öffnen würden. Schließlich gebe es schon Vorbilder für diese Koalition in den Bundesländern.
Weitere Meldungen: Musterfestellungsklage gegen VW, Nutri-Score-Label für Lebensmittel kommt, Europaparlament lehnt EU-Kommissare aus Rumänien und Ungarn ab.
Redaktion, Moderation: Lars Langenau
Redaktion: Vinzent Vitus Leitgeb
Produktion: Julia Ongyerth
Zusätzliches Audio-Material über die Facebook-Seite von Sebastian Kurz.
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Sep 27, 2019 • 10min
Österreich-Wahl: Kurz in einsamer Höhe
In Österreich wird an diesem Sonntag gewählt. Denn wegen des Ibiza-Skandals hatte Sebastian Kurz im Mai nach nur 18 Monaten die Koalition seiner ÖVP mit der FPÖ beendet. Nach einem sehr emotionalen Wahlkampf könnten aber vielleicht doch wieder genau diese beiden Parteien zusammen regieren. Welche Alternative noch am realistischsten ist, erklärt in dieser Folge der Österreich-Korrespondent der SZ, Peter Münch. Er sprich auch über die Rolle das Ibiza-Video im Wahlkampf.
Weitere Meldungen: Trump in der Ukraine-Affäre; Razzia gegen Cyberkriminelle; Neuer DFB-Präsident.
Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb
Redaktion: Jean-Marie Magro
Produktion: Justin Patchett

Sep 26, 2019 • 10min
Kennzeichnungspflicht: Polizisten unter Generalverdacht?
Es gibt sie schon in einigen Bundesländern, die Kennzeichnungspflicht für Polizeibeamte. Die Regelungen unterscheiden sich dann zwar von Bundesland zu Bundesland, aber im Prinzip geht es darum: Polizeibeamte sollen, damit Bürgerinnen und Bürger sie leichter identifizieren können, ein Namensschild oder eine Nummer tragen. So sollen mehr Bürgernähe und Transparenz geschaffen werden.
Viele Beamte halten jedoch nicht viel von diesem Gesetz. Sie erkennen einen Generalverdacht gegen die Polizei. In Brandenburg haben zwei Beamte gegen die Kennzeichnungspflicht geklagt. Das Bundesverwaltungsgericht hat nun die Klage abgewiesen. Zwar greife das Tragen eines Kennzeichens in das Recht auf auf informationelle Selbstbestimmtheit ein, doch das Interesse der Bürger an einer transparenten Polizei überwiege, so das Urteil. Für den Innenpolitikredakteur Joachim Käppner sind die Argumente beider Seiten verständlich. Das Dilemma lasse sich nur durch einen Kompromiss lösen.
Weitere Themen: Jacques Chirac ist tot, EU-Parlament stoppt zwei Kandidaturen, 106.500 Kita-Fachkräfte fehlen.
Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro
Produktion: Julia Ongyerth
Zusätzliches Audiomaterial über dpa.

Sep 25, 2019 • 11min
Impeachment: Wie gefährdet Trump wirklich ist
Lange Zeit hat sich die Demokratin und Sprecherin des US-Repräsentantenhauses Nancy Pelosi gesträubt, ein Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump einzuleiten. Nun entschloss sie sich, den Weg dafür zu ebnen. Denn ein Whistleblower, der ein Mitarbeiter der US-Regierung sein soll, hat gegen Donald Trump eine Beschwerde eingereicht.
Es geht dabei um Telefongespräche mit Trumps ukrainischem Amtskollegen Wolodimir Selenskij. Trump soll Selenskij dazu gedrängt haben, in der Ukraine gegen die Familie von Joe Biden zu ermitteln - wegen Korruption. Biden will ja für die Demokraten 2020 um die Präsidentschaft antreten. Und Bidens Sohn ist als Geschäftsmann in der Ukraine unterwegs. Mit dem drohenden Impeachment-Verfahren gegen Trump würde sich ein Kreis schließen, der im Verfahren gegen Bill Clinton seinen Anfang fand, sagt SZ-Außenpolitikchef Stefan Kornelius.
Weitere Themen: IPCC-Sonderbericht, Brexit-Debatte im Unterhaus.
Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Carlo Sarsky
Zusätzliches Audiomaterial über dpa.

Sep 24, 2019 • 10min
What's next, Britannia
Die vom britischen Premier Boris Johnson durchgedrückte Zwangspause des Parlaments ist null und nichtig. Das hat das Oberste Gericht Großbritanniens einstimmig geurteilt.
Das ist eine herbe Niederlage für den Premierminister, sagt die SZ-London-Korrespondentin Cathrin Kahlweit. Schließlich habe das Gericht festgestellt, dass Johnson sogar die Queen belogen habe. Trotzdem traue sie Johnson zu, dass er selbst das politisch überleben werde. tatsächlich heißt es aus der Downing Street Number 10: Er werde nicht zurücktreten.
Weitere Nachrichten: Staatsanwaltschaft klagt VW-Manger an, EuGh: "Recht auf Vergessenwerden" gilt nicht global, Francos Gebeine werden umgebettet.
Redaktion, Moderation: Lars Langenau
Produktion: Julia Ongyerth
Zusätzliches Audio-Material über dpa.

Sep 23, 2019 • 10min
UN-Klimagipfel: Warten statt Taten?
Taten statt Worte, verlangt UN-Generalsekretär Guterres von den Regierungschefs beim Klimagipfel in New York. Er habe drei Enkelkinder und möchte nicht dafür verantwortlich sein, dass sie auf einem halb zerstörten Planeten leben, wenn sie in seinem Alter seien.
Die Politik könne angesichts der drohenden Katastrophe nicht mehr länger warten, meint auch SZ-Politikredakteur Markus Schulte von Drach. Man müsse auch mit Verboten agieren, um die Erderwärmung zu stoppen. Deutschland müsse mehr tun, um als Vorbild taugen zu können. Es sei wichtig, dass die von Greta Thunberg initiierte Bewegung einen großen Zulauf erfahre. Schließlich werde genau diese Generation bereits die Folgen der Erdwärmung zu spüren bekommen.
Weitere Nachrichten: Insolvenz von Thomas Cook, Labour fordert 32-Stunden-Woche.
Redaktion, Moderation: Lars Langenau
Redaktion: Viktoria Hausmann
Produktion: Julia Ongyerth
Zusätzliches Audio-Material über Reuters und United Nations.


