

Auf den Punkt
Süddeutsche Zeitung
Die Nachrichten des Tages – von der Süddeutschen Zeitung als Podcast auf den Punkt gebracht. Bleiben Sie auf dem Laufenden mit aktuellen Meldungen, Interviews und Hintergrundberichten. Kostenlos und immer aktuell: Jeden Tag um 17 Uhr und samstags um 7 Uhr.
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May 5, 2020 • 12min
Autokonzerne: Eine Extrawurst, bitte!
Was die deutsche Automobilbranche fordert, ist klar: Wenn über Hilfen für die Wirtschaft gesprochen wird, dann führt kein Weg an den starken Autokonzernen vorbei. Immerhin sind mehr als 800.000 Menschen in Deutschland hier beschäftigt. Zulieferer, Werbeindustrie, Vertrieb und so weiter sind da noch gar mit nicht eingerechnet.
Ein automobiles Konjunkturprogramm sei unausweichlich, heißt es zum Beispiel beim Autoimporteur-Verband VDIK. In der Politik zeigen die Rufe nach Hilfe Wirkung. Kein Wunder, wo doch keine andere Lobby an die Stärke der Automobilindustrie heranreicht, sagt SZ-Mobilitätsredakteurin Christina Kunkel.
Weitere Themen: Söder stellt Fahrplan vor, Bundesverfassungsgericht erklärt EZB-Anleihekäufe für teilweise verfassungswidrig.
Alle Infos zum Coronavirus gibt es auch auf sz.de/coronavirus
Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro
Redaktion: Jean-Marie Magro
Produktion: Julia Ongyerth

May 4, 2020 • 12min
Italien: Ein bisschen Freiheit, ein bisschen Freude
Italien, das war in den letzten Monaten das Beispiel dafür, wie es nicht laufen dürfe im Kampf gegen Corona. In den Großstädten Brescia und Bergamo, in der Lombardei, also vor allem im Norden des Landes hat es unglaublich viel Leid gegeben.
Deswegen galten fast zwei Monate lang strikte Ausgangsbeschränkungen. Eigentlich durfte man nur noch das Zuhause verlassen, um Besorgungen zu erledigen oder den Müll rauszubringen. An diesem Montag werden nun die ersten Maßnahmen gelockert. SZ-Korrespondent Oliver Meiler erzählt, wie er diesen vorsichtigen Schritt hin zu einem "normalen" Leben erlebt.
Weitere Themen: Lockerungen in Deutschland treten in Kraft, Loveparade-Prozess zu Ende.
Alle Infos zum Coronavirus gibt es auch auf sz.de/coronavirus
Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Valérie Nowak

May 1, 2020 • 10min
Corona-Krise: ein kollektives Tagebuch III
Dieser 1. Mai ist einer ohne Demonstrationen für Arbeitnehmerrechte. Feste und Feierlichkeiten zum internationalen Kampftag der Arbeiterklasse von Pattensen bis Peking sind abgesagt. Aber auch für die, die sich einfach auf einen freien Arbeitstag gefreut haben, ist dieser Feiertag anders. Familie oder Freunde zu Treffen ist stark beschränkt, wenn nicht gar verboten.
Corona hat diesen 1. Mai, aber auch unser Leben und unseren Alltag verändert. Davon haben auch Sie, unsere Leser und Hörer uns erzählt. Über Grenzkontrollen, Ärger mit der Schule - und der ganz banalen Sehnsucht nach einem normalen Leben.
Sie können uns auch weiter erreichen, auf WhatsApp unter der Nummer: 0176-96501041. Mehr Tagebucheinträge als Video oder Text finden Sie unter sz.de/kollektivestagebuch.
Redaktion, Moderation: Lars Langenau
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Justin Patchett

Apr 30, 2020 • 10min
Was die Corona-Krise für die Pressefreiheit bedeutet
An diesem Sonntag, den 3. Mai, ist der internationale Tag der Pressefreiheit. Und zu diesem Anlass haben die Volontärinnen und Volontäre der SZ ein Spezial produziert, in dem es auch darum geht, wie sich die Corona-Krise auf Zensurmaßnahmen in einigen Ländern auswirkt. Warum sich gerade jetzt viele gefährliche Entwicklungen beschleunigen, das erzählt die Juristin und SZ-Volontärin Anika Blatz im Podcast.
Die im Podcast erwähnte Videoserie finden Sie unter folgendem Link: https://projekte.sueddeutsche.de/artikel/muenchen/klinikalltag-in-der-corona-krise-e198602/
Weitere Themen: Bund für Öffnung von Spielplätzen und Museen, gemeinsames Papier von Forschungsinstituten zur Corona-Strategie
Alle Infos zum Coronavirus gibt es auch auf sz.de/coronavirus
Moderation, Redaktion: Laura Terberl
Redaktion: Lars Langenau
Produktion: Valérie Nowak

Apr 29, 2020 • 11min
Warum es die eine verlässliche Kennziffer nicht gibt
Am Anfang hieß es, man wolle Verhältnisse wie in Italien verhindern. Also, dass das Gesundheitssystem kollabiert und Ärzte entscheiden müssen, wer ein Beatmungsgerät bekommt und wer nicht.
Danach ging es um die Verdopplungszeit. Also wie lange es dauert, bis sich die Zahl der Infizierten verdoppelt. Aktuell ist der entscheidende Faktor die Reproduktionszahl: Wie viele Personen steckt ein Infizierter an?
NRW-Ministerpräsident Armin Laschet meint, dass die ständige Auswahl neuer Kriterien die Bevölkerung verunsichert. Doch es gibt nun mal keine magische Zahl, die alle Probleme auf einen Nenner bringt, sagt SZ-Datenjournalist Christian Endt.
Weitere Themen: Grünes Licht für Bundesliga, Weltweite Reisewarnung bis 14. Juni, Anklage im Lübcke-Fall.
Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Justin Patchett
Mitarbeit/Übersetzung: Gunnar Herrmann
Zusätzliches Audiomaterial über www.bundeskanzlerin.de und Anne Will.
Fragen an Dr. Werner Bartens an podcast@sz.de. Zudem können Sie gern für unser kollektives Corona-Tagebuch auch weiterhin Sprachnachrichten schicken unter: 0176-96501041.

Apr 28, 2020 • 13min
Das schwedische Experiment
Anders Tegnell spricht viel von Vertrauen und Freiwilligkeit. Schwedens sozialdemokratischer Ministerpräsident Stefan Löfven und seine rot-grüne Minderheitsregierung folgen den Empfehlungen des Staatsepidemologens uneingeschränkt: Geschäfte, Kirchen, Fitnessstudios und Friseure sind offen. Schulen bis zur 9. Klasse ebenso. Restaurants auch, wenn sie die Abstandsregeln einhalten und am Tisch bedienen.
"Man sieht sich als Insel der Freiheit und des gesunden Menschenverstandes in Europa", so beschreibt SZ-Skandinavienkorrespondent Kai Strittmatter die Stimmung in Stockholm. Die schwedische Strategie beruhe auf der Annahme, dass man das Virus nicht besiegen, sondern nur managen könne. So lange es keinen Impfstoff oder Herdenimmunität gebe, müsse man damit leben. Mit drastischen Restriktionen aber, könne keine Gesellschaft länger als ein paar Wochen leben. Die psychischen und wirtschaftlichen Folgekosten würden zu hoch. Letztendlich bewerten ließe sich der Ausgang des Experiments mit all seinen Folgekosten und Todesopfern aber erst in mehreren Jahren.
Weitere Nachrichten: Neue Corona-Zahlen, neuer Bußgeldkatalog für den Straßenverkehr.
Redaktion, Moderation: Lars Langenau
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Valérie Nowak
Mitarbeit/Übersetzung: Gunnar Herrmann
Zusätzliches Audiomaterial über SVT
Fragen an Dr. Werner Bartens an podcast@sz.de. Zudem können Sie gern für unser kollektives Corona-Tagebuch auch weiterhin Sprachnachrichten schicken unter: 0176-96501041.

Apr 27, 2020 • 13min
"Deine Lieblingsbar wird es dann nicht mehr geben"
Noch nie in der Nachkriegsgeschichte erlebt die Wirtschaft so heftige Schockwellen wie gerade. Besonders hart ist der Stillstand für die Kultur- und Reisebranche - und für die Gastronomie. Viele Kneipen und Restaurants stehen kurz vor der Pleite.
Der Münchner Gastronom Florian Falterer, der in München-Giesing mit dem RiffRaff und Crönlein zwei Kneipen betreibt, hat selbst "Hartz IV" beantragt und seine zwei Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt. Er selbst halte nur noch wenige Wochen durch. Das größte Problem seien die weiterlaufenden Mieten. Es stehe und falle mit der Solidarität der Vermieter. Wenn die hart bleiben würden, dann werde es zu einem massiven Kneipensterben kommen, prophezeit Falterer: "Deine Lieblingsbar wird es dann im Herbst nicht mehr geben."
Weitere Nachrichten: Maskenpflicht auch im ICE, keine zentrale Datenspeicherung bei freiwilliger Corona-App, Rot-Grün in München.
Redaktion, Moderation: Lars Langenau
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Carolin Lenk
Zusätzliches Audiomaterial über Bundespressekonferenz.
Für München haben wir bei der SZ “München bringts” gestartet, eine Karte, die unter anderem anzeigt, welche Restaurants jetzt liefern oder Essen zum Mitnehmen anbieten. Alle Infos auf sz.de/muenchen-bringts.
Fragen an Dr. Werner Bartens an podcast@sz.de. Zudem können Sie gern für unser kollektives Corona-Tagebuch auch weiterhin Sprachnachrichten schicken unter: 0176-96501041.

Apr 24, 2020 • 13min
Wie Europa die Corona-Krise als Chance begreifen könnte
Es war jetzt schon die vierte Videoschalte, die die Staats- und Regierungschefs der EU-Länder abgehalten haben. In den letzten Wochen hat es ja vor allem immer wieder zwischen den Süd- und den Nordländern gekracht. Die einen wollen mehr Hilfen, die anderen nicht für die Schulden von allen haften.
Beim EU-Gipfel einigte man sich nun auf ein Rettungspaket über 540 Milliarden Euro. Ein Anfang, sagt die Politologin Ulrike Guérot. Doch wenn die EU gestärkt aus dieser Krise hervorgehen will, muss sie mehr wollen.
Weitere Themen: Gottesdienste in NRW und Bayern, Norbert Blüm gestorben.
Alle Infos zum Coronavirus gibt es auch auf sz.de/coronavirus
Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Valérie Nowak
Zusätzliches Audiomaterial über bundeskanzlerin.de.

Apr 23, 2020 • 13min
Der Streit um die Corona-Tracing-App
Es klang eigentlich ziemlich vielversprechend, als Anfang April die Plattform "Pan European Privacy-Preserving Proximity Tracing", abgekürzt Pepp-PT vorgestellt wurde. Bei dem Projekt geht es darum, anhand von Handydaten Infektionen mit dem Sars-CoV-2-Erreger schnell zurückverfolgen zu können. Alles anonym und an den höchsten Datenschutzstandards orientiert.
Doch jetzt wird es schwierig, denn viele Wissenschaftler, die ursprünglich bei Pepp-PT mitgemacht haben, haben dem Projekt den Rücken gekehrt. 300 Forscherinnen und Forscher, die einen offenen Brief unterschrieben haben, warnen davor, dass diese App so etwas wie das Einfallstor in eine schleichende Überwachung sein könnte. Warum, erklärt in dieser Folge der SZ-Digitaljournalist Simon Hurtz.
Weiteres Thema: Merkel-Rede im Bundestag.
Alle Infos zum Coronavirus gibt es auch auf sz.de/coronavirus
Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro
Redaktion: Lars Langenau
Produktion: Valérie Nowak
Zusätzliches Audiomaterial über Deutscher Bundestag.

Apr 22, 2020 • 11min
Was Obduktionen über das Coronavirus verraten
Je länger die globale Pandemie andauert, umso mehr wissen wir über das Virus, da auf der ganzen Welt Ärztinnen und Ärzte Datenbanken mit ihren Erkenntnissen füllen.
Eine Möglichkeit, mehr über das Virus zu erfahren, hatte man zunächst gar nicht genutzt: Das Robert-Koch-Institut (RKI) hatte anfangs davor gewarnt, Corona-Verstorbene zu obduzieren, um die Mediziner vor Ansteckung zu schützen. Das haben einige Pathologen aber trotzdem getan, jetzt gibt es erste Erkenntnisse aus diesen Obduktionen.
Hannes Munzinger, Redakteur für Daten und investigative Recherchen, erklärt, was sich daraus für die Behandlung Infizierter ableiten lässt.
Weitere Themen: EU-Mission "Irini" bewilligt, Bundesregierung erwartet Defizit im BIP.
Welche Ausgangsbeschränkungen und Regeln in welchen Bundesländern gelten, können Sie hier nachlesen.
Alle Infos zum Coronavirus gibt es auch auf sz.de/coronavirus
Moderation, Redaktion: Laura Terberl
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Justin Patchett


