Auf den Punkt

Süddeutsche Zeitung
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Jul 30, 2021 • 12min

Nach der Flut: Was ist eine Existenz wert?

Vor zwei Wochen hat eine Flutkatastrophe im Westen von Deutschland die Leben von zehntausenden Menschen zerstört. Ihre Häuser und Wohnungen sind eingestürzt oder nicht mehr bewohnbar. Vieles weggeschwemmt, kaputt und voller Schlamm. Wie können sie weitermachen? Und wie viel zahlt die Versicherung? SZ-Reporter Marcel Laskus war in den zerstörten Gebieten unterwegs mit Menschen, die genau das bewerten sollen und erzählt im Podcast von seiner Recherche. Die Mitarbeiter von der Versicherung werden "sehr sehnlich erwartet von den Leuten", erzählt Laskus. "Manchmal kann man gar nicht einschätzen als Laie, was das bedeutet, wenn ein Keller vollgelaufen ist." Weitere Themen: Armin Laschets Buch, Corona-Einreiseregeln. Redaktion, Moderation: Antonia Franz Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Jacqueline Dinser Produktion: Benjamim Markthaler Zitiertes Audio-Material über Reuters, Tagesschau, France24, CNN und BBC.
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Jul 29, 2021 • 13min

Olaf Scholz, und sonst? - Die SPD im Wahlkampf

Olaf Scholz, und sonst? – Die SPD im Wahlkampf Zwei Monate vor der Bundestagswahl stimmen die persönlichen Umfragewerte des Vizekanzlers Olaf Scholz: Fragt man Wählerinnen und Wähler danach, ob sie ihm das Kanzleramt zutrauen, stimmen viele zu. Das Problem ist nur: Seine persönlichen Erfolge übertragen sich nur wenig auf die Partei. Scholz hoffe darauf, knapp vor den Grünen zu landen, sagt Cerstin Gammelin, stellvertretende Leiterin des Berliner Büros der SZ. Dann könnte es für eine Ampel-Koalition mit Grünen und FDP reichen, unter Kanzler Scholz. Was dafür allerdings passieren müsste und welche Themen die SPD aktuell hervorhebt, erklärt Gammelin in dieser Folge. Weitere Themen: Streit um Inzidenzwerte; Hohe Inflationsrate. Den angesprochenen Text zu den Inzidenzwerten finden Sie hier. Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb Redaktion: Antonia Franz Produktion: Valérie Nowak Zitiertes Audio-Material über Brigitte Live. Hier finden Sie das gesamte Gespräch.
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Jul 28, 2021 • 12min

"Nebenpräsident Trump": Streit um U-Ausschuss zum Kapitol-Sturm

Seit Dienstag untersucht ein Ausschuss im US-Kongress den Sturm aufs Kapitol. Am ersten Tag erzählen vier Polizisten, was sie am 6. Januar 2021 erleben mussten, wie gefährlich die Ereignisse tatsächlich waren. Der politische Streit rund um und im Vorfeld des Ausschusses zeigt aber nochmal sehr deutlich, wie polarisiert die USA auch Monate nach der Amtszeit von Donald Trump weiterhin sind. Trump sehe sich selbst als "Nebenpräsident zu Joe Biden", sagt US-Korrespondent Thorsten Denkler. Innerhalb der republikanischen Partei sei er immer noch die bestimmende Figur. Wieso Trump gerade dieser U-Ausschuss stört, erklärt Denkler in dieser Folge. Was Reisende jetzt wissen müssen: Lesen Sie hier wichtige Fragen und Antworten. Weitere Nachrichten: Verschärfte Reisebestimmungen; Cum-Ex-Urteil; Explosion in Leverkusen Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb Redaktion: Laura Terberl Produktion: Carolin Lenk
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Jul 27, 2021 • 12min

FDP-Wahlkampf: Alles für Jamaika?

Es läuft gerade ganz gut für die FDP: Die Umfragewerte sind stabil über zehn Prozent, Themen und Tonfall kommen offenbar an. Parteichef Christian Lindner hat deswegen sehr selbstbewusst eine Sommer-Wahlkampfreise begonnen und noch selbstbewusster kommuniziert, für welches Regierungsamt er sich am meisten interessiert: Er wäre gerne Finanzminister. Bis dahin sei es aber noch ein weiter Weg, sagt Daniel Brössler, der Lindner für die SZ im Wahlkampf begleitet. Eine Ampel-Koalition komme derzeit nicht in Frage. Die einzige Chance auf eine Regierungsbeteiligung sei Jamaika. Allerdings würde sich derzeit auch Schwarz-Grün alleine ausgehen. Wen Lindner jetzt als Hauptgegner ausgemacht hat, erklärt Brössler in dieser Folge. Weitere Nachrichten: Verschärfte Reiseregeln in Deutschland; Einreise in USA; Explosion in Leverkusen. Die SZ-Datenrecherche über Starkregen in Deutschland finden Sie hier. Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb Redaktion: Laura Terberl Produktion: Carolin Lenk
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Jul 26, 2021 • 13min

Impfpflicht: "Jeder Mensch muss die Wahlfreiheit behalten"

Fast überall steigen gerade wieder die Corona-Inzidenzzahlen. Frankreich, Italien und Griechenland reagieren mit Impfpflicht für bestimmte Berufe und Ausgrenzungen für Nicht-Geimpfte. Deutschlands Gesundheitsminister Jens Spahn hat sich immer wieder dagegen ausgesprochen. Aber gerade verliert die deutsche Impfkampagne an Kraft. Und jetzt hat Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) angekündigt, dass Menschen ohne Impfung im Herbst mit mehr Einschränkungen rechnen müssten. Unterstützung bekommt er von einer illustren Runde von Innenminister Horst Seehofer (CSU), aber auch von der Grünen-Spitze. CDU-Chef Armin Laschet hingegen lehnt das wie Justizministerin Christine Lamprecht (SPD) kategorisch ab. Einig sind sich die beiden da mit der Linken und der FDP. Christina Berndt hingegen hat sich in einem SZ-Kommentar auf die andere Seite gestellt. Ihre Meinung hat wiederum teils harsche Reaktionen in unserem Leserforum ausgelöst. "Angesichts der erwarteten vierten Welle im Herbst halte ich es für richtig einen Unterschied zwischen Geimpften und Nicht-Geimpften machen, sagt die Redakteurin aus der SZ-Wissensredaktion. Nicht-Geimpfte müsste sich dann strenger an Corona-Vorschriften halten, da von ihnen ein viel höheres Risiko ausgeht. In Deutschland werde auch für Menschen, die eine Infektion überstanden und Antikörper gebildet haben, sehr pragmatisch entschieden. Doch durch die Impfung sechs Monaten nach überwundener Krankheit, könnten zumindest die Betroffenen mit einem hohen Anteil von Antikörpern in eine Zwickmühle geraten. Auch seien Familien mit Kindern in einem Dilemma, da die ständige Impfkommission noch keine Impfung für unter Zwölfjährige empfiehlt. Sie jedenfalls wehrt sich gegen den Vorwurf, dass sie sich für eine Impfpflicht durch die Hintertür einsetzen würde: "Jeder Mensch muss die Wahlfreiheit behalten." Weitere Nachrichten: Warnmeldungen via Mobilfunk, IG-Metall-Chef Hofmann kritisiert Union und FDP, Olympiade. Christina Berndts Kommentar finden Sie hier. Die Leserdiskussion hier. Berndts Text über andere Sommer-Infekte finden Sie hier. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Audiomaterial über Deutschlandfunk und ZDF.
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Jul 23, 2021 • 13min

Die "bizarre Privatreligion" des Attentäters von Waldkraiburg

Der Urheber der Anschläge von Waldkraiburg ist zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt worden - unter anderem wegen versuchten Mordes in 26 Fällen und schwerer Brandstiftung. Sein Motiv: Fanatischer Salafismus, Hass auf Türken im Allgemeinen und den „Staatsislam von Erdogan“, wie er ihn nannte, im Speziellen. Der nächtliche Brandanschlag hätte sehr schlimm ausgehen können, sagt SZ-Gerichtsreporterin Annette Ramelsberger. Im Haus über dem von ihm in Brand gesteckten türkischen Gemüseladen haben sich 26 Personen im Tiefschlaf befunden. Nur zufällig sei es nicht zu Toten gekommen. Dieser Anschlag sei aber nur der Höhepunkt einer ganzen Reihe von Anschlägen des Täters gewesen. Eines Mannes, der für die Lehren der Terrorgruppe des Islamischen Staates brannte. Doch leide er unter Schizophrenie und habe etwas für wahr gehalten, was nicht ist. Etwas, das der verantwortliche Richter eine "bizarre Privatreligion" nannte. Er werde jetzt lange in der geschlossenen Psychiatrie bleiben. Weitere Nachrichten: Misstrauensantrag gegen Ramelow gescheitert, Olympische Sommerspiele in Tokio eröffnet, Alfred Biolek ist tot. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Antonia Franz Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Audiomaterial über TIK Online und Sportschau live.
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Jul 22, 2021 • 12min

Corona: Wie die steigende Inzidenz zu bewerten ist

Die Sieben-Tage-Inzidenz für Deutschland steigt seit mehr als zwei Wochen kontinuierlich an. Und liegt am Donnerstag bei 12,2. Gleichzeitig gibt es aber auch immer mehr Menschen, die geimpft sind. Und damit zumindest meistens vor einem schweren Verlauf geschützt. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sagte am Mittwoch in einer Pressekonferenz bezogen auf die Sieben-Tage-Inzidenz, dass 200 das neue 50 sei: “Also, Stand heute, wenn Sie einfach schauen, wir haben 75 Prozent der über 60-Jährigen, die sind vollständig geimpft. Drei Viertel, ein Viertel nicht. Wenn Sie die Maßzahl nehmen, können Sie sagen, 200 ist das neue 50. Das Vierfache. Wenn Sie es einfach mal herleiten aus dem, was an Belastungen entstehen kann und stehen würde bei einer 50er-Inzidenz für das Gesundheitswesen.” Hanno Charisius aus der Wissensredaktion sieht aber trotzdem noch keinen Grund zur Entspannung: "Wir sehen in Deutschland momentan, dass die Inzidenz vor allem in den jüngeren Altersgruppen stark steigt. Das heißt, da finden gerade sehr viele Kontakte statt, da sind wenige Menschen geimpft und da kann sich das Virus ausbreiten. Und wenn sich wahnsinnig viele aus diesen Altersgruppen anstecken werden, dann werden einige wenige davon auch im Krankenhaus landen. Und aber auch aus kleinen Zahlen kann im Laufe der Wochen dann tatsächlich eine große Zahl werden, die auch das Gesundheitssystem wieder sehr, sehr stark fordert." Im Podcast erklärt Charisius wie die aktuellen Inzidenzen zu bewerten sind und warum wir jetzt nochmal eine ganz neue Corona-Situation vor uns haben, die schwer einzuordnen ist. Weitere Nachrichten: Merkels Sommer-PK, Einigung beim Streit um Nord Stream 2. Redaktion, Moderation: Antonia Franz Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audiomaterial über Reuters.
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Jul 21, 2021 • 13min

Tokio: Kuriose Reise in die olympische Blase

Wegen Corona wurden die Olympischen Sommerspiele in Tokio um ein Jahr verschoben. Am Freitag beginnen sie jetzt offiziell. Ohne Fans - und nur mit wenigen VIPs. Und das obwohl gerade einmal 23 Prozent der Japaner und Japanerinnen vollständig geimpft sind - und die Infektionszahlen wieder steigen. Einige Wettkämpfe sind bereits am Mittwoch über die leere Bühne gegangen. Doch für Milliarden Fernsehzuschauer und 11 000 Athleten und Athletinnen wird Tokio die kommenden Wochen der Mittelpunkt der Welt sein. Kurios dabei: Damit sich die Sportlerinnen und Sportler in den Stadien nicht allein fühlen, soll ein Soundsystem mit Fanlärm und “virtuelles Fern-Klatschen” für Stimmung sorgen. Vom Olympischen Geist ist gerade noch nicht so viel in Tokio zu spüren, sagt SZ-Japan-Korrespondent Thomas Hahn. Es sei mit den ganzen Corona-Schutzbestimmungen eine sehr seltsame Stimmung. Manche der Vorschriften würden wenig Sinn machen, meint Hahn. Einen Aufwind wie nach den Spielen von 1964 erwarte er jedenfalls nicht. "Olympia wird mit mehr oder weniger desaströsen Folgen vorbei gehen." Weitere Nachrichten: Olympiade 2032 in Brisbane, Kindeswohl immer öfter gefährdet, Soforthilfe für Flutopfer. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Antonia Franz Produktion: Carlo Sarsky Zusätzliches Audiomaterial über Olympics und Guardian.
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Jul 20, 2021 • 14min

Wie die Flutkatastrophe den Wahlkampf verändert

Die Bilder der Zerstörungen nach den verheerenden Wassermassen sind noch omnipräsent. Die Keller noch nicht ausgepumpt. Die Toten noch nicht begraben. Aber die Suche nach den Schuldigen hat längst begonnen. Und so hagelt es Vorwürfe von der Opposition. Gegen den Innenminister, gegen das Bundesamt für Katastrophenschutz. Innenminister Horst Seehofer (CSU) weist die Vorwürfe als “billige Wahlkampfrhetorik” zurück. Aber eine Flut hat 2002 schon einmal eine Bundestagswahl entschieden. Damals konnte Gerhard Schröder (SPD) in Gummistiefeln Edmund Stoiber (CSU) noch auf der Zielgeraden überholen. Damals hat Jens Schneider die Flut und den Wahlkampf in Sachsen begleitet, heute berichtet er aus Berlin. Jetzt, nach der neuen Flutkatastrophe, erhofft sich Schneider eine sehr ernsthafte Diskussion um den Klimaschutz. Was muss man jetzt tun, statt sich nur mit Charakterfragen der grünen Spitzenkandidatin zu beschäftigen. Für eindeutige Schuldzuweisung sei es früh. "Man muss intensiv prüfen, was ist falsch gelaufen und was muss man bei den Meldeketten für Warnungen anders machen?" Armin Laschet, der Spitzenkandidat der Union, müsse sich jetzt als Krisenmanager beweisen. Bei Baerbock hebt Schneider hervor, dass sie zumindest nicht im Weg gestanden habe. Auch SPD-K-Kandidat Olaf Scholz hat mit seinen Hilfsversprechungen als Finanzminister "das geliefert, was man von ihm erwarten kann". Weitere Nachrichten: Ultimaten an Polen und Ungarn, Jeff Bezos im All, Humboldt-Forum eröffnet. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Benjamin Markthaler Zusätzliches Audiomaterial über Tagesschau.
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Jul 19, 2021 • 13min

Wie Hilfe im Flutgebiet ankommt

Die Hochwasserlage in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und in Bayern entspannt sich leicht. Aber die Folgen der Flutkatastrophe werden uns noch lange beschäftigen. Und bislang sind mehr als 160 Tote zu beklagen. "Wir helfen mit den Organisationen Maltesern, Johannitern und dem ASB an all den betroffenen Flussläufen und Regionen", sagt Manuela Roßbach, Geschäftsführerin der “Aktion Deutschland Hilft”, einem Bündnis von mehr als 20 renommierten Hilfsorganisationen. Derzeit befinde man sich in den Überschwemmungsgebieten noch mit vielen Mitarbeitern in der Rettungsphase. Spenden sei sehr sinnvoll und 87 Prozent jeder Spende komme bei den Betroffenen an, versichert Roßbach. Der Rest werde für die Verwaltung, Koordination und Information benötigt. Roßbach spricht sich im Gespräch gegen Sachspenden aus. Dies verursache in der derzeitigen Situation noch mehr Chaos. Momentan sei das auch so mit fremder, tatkräftiger Hilfe von Außen: "Warten Sie noch ein bisschen bis sich die Lage geklärt hat. Wie brauchen einen sehr sehr langen Atem", appelliert sie. Klimaschutz spiele auch weltweit eine immer größere Rolle beim Katastrophenschutz. Die Website der “Aktion Deutschland Hilft” mit Ihrem Spendenkonto finden Sie hier. Weitere Nachrichten: Reaktionen auf die Pegasus-Recherche, USA werfen China Hackerangriffe vor, "Freedom Day" in Großbritannien. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Benjamin Markthaler Zusätzliches Audiomaterial über Phoenix.

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