Auf den Punkt

Süddeutsche Zeitung
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Dec 2, 2021 • 13min

Omikron: Hält der Impfschutz gegen die Variante?

Während wir noch mit der Delta-Variante des Coronavirus kämpfen, verbreitet sich schon eine neue Mutante: Omikron. Zuerst in Südafrika entdeckt, gehen Experten davon aus, dass sie sich auch schon seit Wochen in Europa verbreitet. Wie gefährlich ist diese neue Variante? Sie sei bislang noch nicht besonders besorgt wegen Omikron, sagt die SZ-Corona-Expertin Christina Berndt: “Ich würde sagen, dass wir uns immer noch ein gutes Stück auf unseren Impfschutz verlassen können.” Es gehe jetzt vielmehr darum, die vierte Welle zu brechen – und die Maßnahmen dafür blieben dieselben, egal ob Delta oder Omikron. Weitere Nachrichten: Bund und Länder einigen sich auf neue Corona-Maßnahmen Moderation, Redaktion: Tami Holderried Redaktion: Franziska von Malsen, Moritz Batscheider Produktion: Jakob Linus Arnu Zusätzliches Audiomaterial über ARD und WELT.
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Dec 1, 2021 • 13min

Corona: Was Deutschland von Spanien lernen kann

Während sich die Situation bei uns immer weiter zuspitzt, geht das Leben in Spanien trotz Corona verhältnismäßig normal weiter. Bars und Kinos sind offen, die Schulen sowieso. Kein Wunder: Die Inzidenzen steigen dort zwar, sind aber immer noch deutlich niedriger als bei uns. Das liegt vor allem an der extrem hohen Impfquote in Spanien, sagt die SZ-Korrespondentin in Madrid, Karin Janker. Die Spanier sind der Impfung gegenüber kaum skeptisch eingestellt, sondern sehen sie einfach als ein normales Medikament, berichtet sie. Deshalb sind dort mittlerweile fast 80 Prozent der Gesamtbevölkerung gegen Corona geimpft. Weitere Nachrichten: Kinderimpfstoff wird früher geliefert, Intensivmediziner warnen Moderation, Redaktion: Tami Holderried Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Moritz Batscheider Produktion: Benjamin Markthaler Zusätzliches Audiomaterial über ARD.
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Nov 30, 2021 • 11min

BVerfG: Entscheidung zur Notbremse und was folgen könnte

Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden: Die sogenannte Bundesnotbremse aus dem Frühsommer war zulässig. Konkret: die Kontakt-Beschränkungen, die Ausgangssperren und selbst die geschlossenen Schulen. Wie diese Entscheidung auch die Politik der Ampel prägen wird, erklärt Stefan Kornelius, SZ-Politik-Chef. Er sagt: "Die Entscheidung macht der Politik das Leben einfacher, weil sie signalisiert: Euer Mut wurde belohnt, die Notbremse war gerechtfertigt und sie war zumutbar." Weitere Nachricht: IS-Anhänger zu lebenslänglich verurteilt Moderation, Redaktion: Franziska von Malsen Redaktion: Anna-Lena Limpert, Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Imanuel Pedersen
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Nov 29, 2021 • 14min

Prozess gegen Epstein-Freundin Maxwell: Chance auf Gerechtigkeit?

Ein sehr, sehr reicher Mann missbraucht mutmaßlich über Jahre minderjährige Mädchen. Er baut dafür einen Prostitutionsring auf und nutzt dafür seine opulenten Anwesen überall auf der Welt. Und seine wichtigste Komplizin war wohl ausgerechnet eine Frau, seine ehemalige Lebensgefährtin. So zumindest lautet der Vorwurf gegen Ghislaine Maxwell. Und gegen sie startet am Montag in New York der Prozess. Jeffrey Epstein wurde 2019 tot in seiner Gefängniszelle gefunden, aber Maxwell lebt. Deshalb spielt für Epsteins Opfer jetzt eine umso größere Rolle, wie der Prozess gegen sie ausgeht. Sie sehen das Urteil als letzte Chance auf Gerechtigkeit. Denn Epstein ist längst zum Symbol einer wohlhabenden Elite geworden, die sich alles erlauben kann – und mit allem durchkommt. In dem Fall geht es vor allem um Opfer, die Maxwell selbst missbraucht haben soll, sagt US-Korrespondent Thorsten Denkler. Epstein habe nach Ansicht der Staatsanwaltschaft “ein riesiges Netzwerk als Schneeballsystem” gebildet, mit dem er und Maxwell Minderjährige zum sexuellen Missbrauch herangeschafft haben. Diese Mädchen haben dann neue Mädchen rekrutiert, die dann gegen Bezahlung wiederum andere Mädchen in sein Anwesen gebracht haben sollen. Lange habe sich Epstein nicht für seine Taten verantworten müssen. Als hätten die Reichen und Mächtigen, die zu seinem Freundes- und Bekanntenkreis zählten, ihre schützende Hand über ihn und seine Machenschaften gelegt. Weitere Nachrichten: Omikron-Variante, General soll Corona-Krisenstab leiten, Rangnick Trainer von ManU. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Anna-Lena Limpert, Franziska von Malsen Produktion: Benjamin Markthaler Zusätzliches Audiomaterial über Reuters.
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Nov 26, 2021 • 15min

Triage in einer bisher nicht gekannten Notlage

Triage kommt aus dem Französischen und bedeutet so viel wie auslesen, auswählen oder sortieren. Der Begriff stammt aus der Militärmedizin, wo es um die Versorgung der Verletzten auf dem Schlachtfeld geht. Historisch gab es erste Ansätze der Triage im 16. Jahrhundert, als im österreichischen Kaiserreich eine Sanitätseinheit zur Versorgung verwundeter, aber überlebensfähiger Soldaten geschaffen wurde. Während des Massensterbens der napoleonischen Kriege im 18. Jahrhunderts gewann er eine neue, erschreckende Bedeutung. Und jetzt passiert genau das hier bei uns, in der Jetzt-Zeit. Angesichts immer neuer, trauriger Rekordwerte in Deutschland stößt auch das Gesundheitssystem hier an seine Grenzen. Plötzlich sprechen wir auch wieder über die Triage - oder die “Priorisierung”. Und Werner Bartens, Arzt und Redakteur im SZ-Wissenressort, fragt: “Leute, was muss denn noch passieren, damit Ihr Euch impfen lasst?” Die Situation sei wirklich dramatisch: “Das ist eine bisher nicht gekannte Notlage”. Und er fügt hinzu: “Früher war Kinderteller, jetzt geht es um Leben und Tod.” Und längst gehe es in der Debatte "um alle, die eine Notfallversorgung brauchen” und nicht mehr nur um Covid-Patienten. Doch auch Bartens ist klar, dass jeder und jede behandelt werden müsse. Selbst Impfgegner und Impfverweigerer. Und auch die Vereinigung der Intensivmediziner sagt: "Wir sind Retter, keine Richter.“ Weitere Nachrichten: Neue Virusvariante B.1.1.529, grüne MinisterInnen, Grubenunglück in Sibirien. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Anna-Lena Limpert, Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Benjamin Markthaler Zusätzliches Audiomaterial über Bundespressekonferenz und Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e.V.
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Nov 25, 2021 • 13min

Klima, Wohnen, Schuldenbremse: Was der Koalitionsvertrag verspricht

Seit Mittwoch liegt er also vor: der Koalitionsvertrag der Ampel. Ein bisschen kann man sich das vorstellen wie einen Ehevertrag. Nur eben zwischen drei Partnern: SPD, Grüne und FDP. Aber wer hat sich wo mit seinen Vorstellungen durchgesetzt? Das analysiert in dieser Folge Nico Fried, Leiter des SZ-Parlamentsbüros in Berlin. Er sagt, alles in allem könne sich die Ampel mit dem Koalitionsvertrag sehen lassen. Es gibt allerdings auch einen Punkt, an dem er den Plan der Koalitionäre richtig schwach findet. Und ob Christian Lindner der Aufgabe als Finanzminister wirklich gewachsen ist, daran hat Fried so seine Zweifel. Weitere Nachrichten: Impfstoff für Kinder, Ertrunkene im Ärmelkanal Moderation, Redaktion: Franziska von Malsen Redaktion: Anna-Lena Limpert, Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Benjamin Markthaler Zusätzliches Audiomaterial über DPA, Tagesschau.
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Nov 24, 2021 • 14min

Impfpflicht: Was dafür spricht, was dagegen

Für Ungeimpfte herrscht an vielen Orten faktisch wieder Lockdown, sie dürfen nicht mehr in Hotels und Restaurants, nicht mehr zum Sport oder in die Musikschule. Aber auch die Geimpften spüren die Einschränkungen deutlich. Und Bayern verlegt die ersten Intensivpatienten in andere Bundesländer. Ist eine allgemeine Impfpflicht die Lösung? Dazu gehen auch in der SZ-Redaktion die Meinungen auseinander. In dieser Folge sprechen deshalb zwei Kollegen. Der eine ist für die Impfpflicht, die andere dagegen. Wer kann Sie mehr überzeugen? Weitere Nachrichten: Impfpflicht für Soldat:innen, neue Regierung Moderation, Redaktion: Franziska von Malsen Redaktion: Lars Langenau Produktion: Imanuel Pedersen
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Nov 23, 2021 • 11min

Wer wird was in der neuen Bundesregierung - oder auch nicht

Wer wird was im neuen Bundeskabinett? In Berlin kursieren kurz vor Ende der Koalitionsverhandlungen Listen über Ministerämter - und regen Spekulationen an. Dabei ist sehr unwahrscheinlich, dass diese Listen direkt von den Verhandlern stammen. Denn früh genannte Namen könnten Personen pushen - oder auch früh verbrennen, meint SZ-Hauptstadtkorrespondent Stefan Braun. Klar sei nur, dass Olaf Scholz, Christian Lindner, Robert Habeck und Annalena Baerbock im Kabinett vertreten sein werden. "Habeck werde im weitesten Sinne Klimaschutz-Minister, aber wird sein Ministerium auch so heißen?" Vor Lindner als Finanzminister würden sich unsere südeuropäischen Nachbarn fürchten, da er auf die Einhaltung der Schuldenbremse pochen werde. Bei könne sich erst noch zeigen, ob sie "wirklich das Zeug zu einer großen oder guten Außenministerin" habe. Interessante sei auch, ob es wieder ein mächtiges Wohnungsbau-Ministerium geben werde, denn dies könne sich der finanziellen Spaltung in der Gesellschaft entgegenstemmen. Weitere Nachrichten: Immer mehr Länderchefs für Impfpflicht, Söder räumt Fehler in vierter Corona-Welle ein, Helge Braun will Serap Güler als CDU-Generalsekretärin. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Jakob Linus Arnu
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Nov 22, 2021 • 13min

Österreich: Zwischen Lockdown, Impfpflicht und Randale

Am Samstag gab es in Wien eine Großdemo mit 40 000 Teilnehmern gegen die Corona-Politik von ÖVP und Grünen. "Wer sich da einreihte, der musste wissen, dass er hinter Nazis her läuft", sagt SZ-Österreich-Korrespondentin Cathrin Kahlweit. Aber auch die Anzahl der "ernstzunehmenden Spinner" sei irritierend hoch gewesen. Viele Demonstranten wehrten sich gegen die Einführung der allgemeinen Corona-Schutzimpfung im Februar und die neuen Maßnahmen. Denn der neue Lockdown gelte für Alle, also auch für die Geimpften. Jedoch sei die Stimmung bei denen eher so: "Wenn die Deppen sich nicht impfen lassen, müssen wir den Preis dafür zahlen." Die Geimpften würden "Verantwortung übernehmen - und die Ungeimpften randalieren". Weitere Nachrichten: Stichwahl in Chile, Chinesische Tennisspielerin Peng Shuai wieder da. Mehr aus Österreich lesen Sie jeden Freitag im Österreich-Newsletter. Und den können Sie kostenlos unter sz.de/oesterreich bestellen. Unseren Podcast "Und nun zum Sport" finden Sie unter sz.de/podcast. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Franziska von Malsen, Anna-Lena Limpert Produktion: Imanuel Pedersen, Carlo Sarsky Zusätzliches Audiomaterial über Phoenix, Tagesschau, Der Standard.
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Nov 19, 2021 • 13min

Wer über die neuen Coronaregeln entscheidet

Nachdem sowohl im Bundestag als auch in einer Ministerpräsidentenkonferenz neue Coronaregeln beschlossen wurden, gibt es jetzt einen Strauß neuer möglicher Maßnahmen und Vorschriften. Aber welches Gremium entscheidet über was? Und welche Regeln werden bald tatsächlich gelten? “Die Beschlüsse der MPK werden erst Wirklichkeit, wenn das Parlament zustimmt”, erklärt Nico Fried, der Leiter der SZ-Parlamentsredaktion. Er sagt, dass die Situation auch dadurch kompliziert werde, dass es gerade nur eine geschäftsführende Regierung ohne Mehrheit im Parlament gebe. Jetzt komme es auf gute Zusammenarbeit der alten und neuen Regierung an. Weitere Nachrichten: Österreich geht in Lockdown, Bayern verschärft Maßnahmen Moderation, Redaktion: Tami Holderried Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Audiomaterial über Deutscher Bundestag und Die Bundesregierung. Link zum Text über niedrige Impfquoten im deutschsprachigen Raum: https://www.sueddeutsche.de/politik/coronavirus-impfung-alpenraum-impfverweigerer-esoterik-1.5467716 Wir freuen uns sehr, wenn Sie an unserer aktuellen Podcast-Umfrage teilnehmen. Sie dauert fünf bis zehn Minuten und hilft uns, "Auf den Punkt" besser zu machen. Alle weiteren Innformationen und die Umfrage finden Sie hier.

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