Auf den Punkt

Süddeutsche Zeitung
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Mar 15, 2022 • 14min

Corona: Doch noch nicht lockern?

Am Sonntag fallen fast alle Corona-Maßnahmen weg – und das obwohl die Zahlen weiter steigen. Es sei denn, ein Bundesland erklärt eine Stadt oder ein Gebiet zum Hotspot. Ab wann das möglich oder geboten ist: Dafür gibt es allerdings keine Grenzwerte in Zahlen mehr, wie etwa den Inzidenzwert oder die Krankenhausauslastung. Die Länder sollen die Gefährdungslage individuell bewerten. Wie es zu dieser komplizierten Lösung gekommen ist und wie sich die Corona Situation dadurch entwickeln könnte: Das erklärt Katharina Riehl, Chefin des SZ-Politikressorts. "Geschichte Daily", unseren neuen Podcast, der durch die Zeit reist, finden Sie hier. Weitere Nachrichten: Reaktion der Bundesländer, Zusammenfassung Ukraine Moderation, Redaktion: Franziska von Malsen Redaktion: Tami Holderried Produktion: Justin Patchett
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Mar 14, 2022 • 13min

Russland: Wer demonstriert, riskiert so viel wie nie

Auf Videoaufnahmen aus Moskau sieht man gerade immer wieder die gleiche Szene: Dunkel vermummte, russische Polizisten, mit schweren Helmen und schusssicheren Westen halten einen Menschen an Füßen und Armen gepackt und tragen ihn davon. Mal ist es ein junger Mann, mal eine ältere Frau mit Kopftuch. Sie demonstrieren gegen den Krieg in der Ukraine. Aber was danach mit den Davongetragenen passiert, davon gibt es keine Aufnahmen. Wer sind die Leute, die sich gerade jetzt trauen, zu demonstrieren? Darüber spricht Sonja Zekri, ehemalige SZ-Russland-Korrespondentin. "Eine der bizarrsten Szenen war: Eine Frau hält nur ein weißes Papier hoch und wird schon weggetragen", erzählt Zekri. "Das zeigt die voll ausgewachsene Paranoia von Putin, wenn man so will." Weitere Nachrichten: Verhandlungen Russland Ukraine, Anklage Wirecard "Geschichte Daily", unseren neuen Podcast, der durch die Zeit reist, finden Sie hier. Moderation, Redaktion: Franziska von Malsen Redaktion: Tami Holderried Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Audiomaterial über tagesschau.de.
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Mar 11, 2022 • 13min

Warum ein Frieden in der Ukraine so schwierig ist

Am Donnerstag haben sich der russische Außenminister Lawrow und der ukrainische Außenminister Kuleba in der Türkei getroffen. Es war das erste Mal seit Beginn des Kriegs in der Ukraine, dass zwei so ranghohe Vertreter der Länder miteinander geredet haben. Allerdings: ohne Ergebnis. “Es ist eine enorme Erstarrung auf beiden Seiten zu beobachten, eine Bereitschaft auch zur Eskalation,” sagt Stefan Kornelius, der Leiter der SZ-Politikredaktion. Er sieht aktuell kaum Hoffnung auf eine Deeskalation und setzt in dieser verfahrenen Situation vor allem auf Zeit. Die Forderungen des Kremls, die Außenminister Lawrow in der Türkei wiederholt hat, könne man “weder als Ukraine noch als Westen akzeptieren.” Nachdem Israel und die Türkei sich als Schlichter versucht haben, schätzt Kornelius auch die Chancen einer chinesischen Intervention niedrig ein: “Momentan habe ich Zweifel, dass Xi Jinping Putin zu irgendetwas beeinflussen kann.” Weitere Nachrichten: Lauterbach warnt vor steigenden Corona-Zahlen, Sorge um Lebensmittelknappheit Moderation, Redaktion: Tami Holderried Redaktion: Laura Terberl Produktion: Imanuel Pedersen Zusätzliches Audiomaterial über BBC.
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Mar 10, 2022 • 17min

Will Putin zurück zu imperialer Größe?

Vielleicht hatte Wladimir Putin gehofft, durch das Auffahren russischer Militärtechnik und durch die Stationierung der 150.000 Soldaten noch einmal Druck auf den Westen ausüben zu können, meint Reinhard Krumm, Leiter des Büros der Friedrich-Ebert-Stiftung in Riga. "Für das, was er im Kern will: keine Nato-Mitgliedschaft, Neutralität, möglicherweise Anerkennung der Krim-Annexion und der Gebiete im Donbass." Da das diplomatisch offensichtlich nicht zu lösen war, schien ihm, dass das jetzt die beste Möglichkeit sei. Eine "katastrophale Fehleinschätzung", sagt Krumm. Die Bereitschaft der Ukraine und ihrer Menschen so zu kämpfen, sei möglicherweise unterschätzt worden. Putin würde seiner Einschätzung nach aber noch immer "im Rahmen der Rationalität" handeln, allerdings einer, die "wir nicht mehr wahrgenommen haben". Denn für die EU ist Krieg schon lange kein Mittel mehr. Das allerdings würden die USA auch schon "immer ein bisschen anders" sehen. "Wir sollten auch nicht den Fehler machen, als ob das jetzt das Maximum ist, wozu die russische Armee fähig ist", meint Krumm. "Es gibt bestimmte Waffen, die noch gar nicht eingesetzt wurden." Weitere Nachrichten: Friedensgespräche in Antalya gescheitert, Bischöfe für Waffenlieferungen. Weiterführende Links finden Sie hier: Warum Putin die Ukraine nicht als Nation gelten lässt, die Ukraine als “Später Staat”, Wenn Putin ein Großrussland anstrebt, wäre jetzt der Moment dafür , Was Putin will und hier einen Text über den Holodomor. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Franziska von Malsen, Antonia Franz Produktion: Imanuel Pedersen
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Mar 9, 2022 • 14min

Wie Kriegsverbrechen in der Ukraine geahndet werden könnten

Die Lage in der Ukraine verschlimmert sich seit dem russischen Angriff vor zwei Wochen weiter. In der Nacht auf Mittwoch wurden abermals mehrere Städte bombardiert, auch zivile Ziele sollen angegriffen worden sein. Die UN spricht von mehr als 400 getöteten Zivilistinnen und Zivilisten, die Nato verurteilt das Vorgehen des russischen Militärs. Währenddessen versucht die Ukraine sich auch vor internationalen Gerichten gegen die russischen Angriffe zu wehren. Ronen Steinke, Jurist und Rechtsexperte der SZ sagt, dabei gehe es einerseits um Symbolik und darum, Verbrechen auch als Verbrechen zu benennen. Steinke sagt aber auch: “Aber natürlich verbindet sich damit auch die Hoffnung, dass man tatsächlich die Verantwortlichen eines Tages vor Gericht stellen kann.” In der Ukraine habe es von Beginn des russischen Angriffs an Attacken auf zivile Gebiete gegeben. “Und solche Fälle sind seitdem vielfach dokumentiert worden, wo zivile Opfer wenn nicht eingepreist, wahrscheinlich sogar beabsichtigt sind.” Weitere Nachrichten: Neue Evakuierungsversuche in der Ukraine, Österreich setzt Impfpflicht aus. Moderation, Redaktion: Tami Holderried Redaktion: Lars Langenau Produktion: Imanuel Pedersen Zusätzliches Audiomaterial über ChronicleLive.
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Mar 8, 2022 • 14min

Kann Europa auf Energie aus Russland verzichten?

Fast die Hälfte des aktuellen europäischen Energiebedarfs wird mit russischem Gas, Öl und Kohle gedeckt. Und so fließen jeden Tag Millionen Dollar in Putins Kriegskasse. Ukraines Präsident Selenskij beklagt die Doppelmoral und fordert ein Embargo. Die Wirtschaft warnt aber vor einem Desaster und auch Kanzler Scholz ist dagegen. Nun wollen die Staats- und Regierungschefs der EU bei einem Gipfel Ende der Woche den Abbau der Abhängigkeit von russischer Energie beschließen. Als Reaktion darauf droht der russische Vize-Ministerpräsident Nowak mit dem Lieferstopp von Gas durch die nach Deutschland führende Ostsee-Pipeline Nord Stream 1. Der Benzinpreis ist inzwischen auf zwei Euro pro Liter gestiegen. "Die Märkte sind oft schneller als die Politik", sagt Bastian Brinkmann, stellvertretender Chef der SZ-Wirtschaftsredaktion. Da sei schon ein bisschen vorweggenommen, dass es vielleicht zu einem Öl- und Gas-Embargo kommen könnte. Beim Gas aber habe man auf den ersten Blick keinen Ausweg. Das sei das Erpressungspotenzial des Kremls."Aber was ist die Alternative?" fragt Brinkmann. "Wollen wir Putin einfach weiter machen lassen mit den Krieg in der Ukraine? Das ist aus meiner Sicht keine Alternative." Weitere Nachrichten: Humanitäre Korridore, Bundesanwaltschaft ermittelt wegen Kriegsverbrechen, Weltfrauentag. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Tami Holderried Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Audiomaterial über das Büro des ukrainischen Präsidenten, Deutschlandfunk.
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Mar 7, 2022 • 13min

Ukrainische Geflüchtete: Wie München hilft

Das UN-Flüchtlingshilfswerk erwartet die größte Fluchtbewegung in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg. Seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine sind bislang weit mehr als 1,7 Millionen Menschen geflüchtet, die meisten nach Polen. Aber auch in deutschen Kommunen kommen die ersten Geflüchteten an. Allein Berlin empfängt gerade mehr als 10.000 pro Tag. Die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) bittet bereits den Bund um Hilfe. Bislang nur ein paar Hunderte sind auch am Hauptbahnhof in München angekommen. Dort werden sie von der Caritas betreut. "Was uns derzeit sehr hilft, ist die große Hilfsbereitschaft der Münchner Bevölkerung", sagt Gerhard Mayer, Leiter des Münchner Amtes für Wohnen und Migration. Mütter mit Kindern oder Familienverbände würden auf drei- bis vierhundert Unterkünfte verteilt. Und noch immer habe man um die 3000 Angebote. Damit komme München "sicherlich erst mal über den ersten Ansturm hinweg". Aber natürlich sei "so eine Unterkunft nicht für ewig". Hier werde die Stadt "natürlich Kapazitäten umfassend schaffen müssen". Auch ein Gymnasium solle zeitweise als Notunterkunft dienen. Mayer erwartet, dass ein Teil der Geflüchteten bleiben werde. "Wenn Sie jetzt die Bilder von Mariupol gesehen haben, das faktisch ja fast nicht mehr existiert. Da kann man nicht einfach so zurückkehren." Aber derzeit gebe es eben auch noch "eine ganz große Solidarität der Münchnerinnen und Münchner". Wenn Sie in München leben und konkret und aktiv helfen möchten, dann finden Sie diverse seriöse Anlaufstellen wie “Willkommen in München” oder “Münchner Freiwillige” auch hier. Wenn Sie lieber Geld spenden möchte, können Sie das beispielsweise beim Bündnis "Aktion Deutschland Hilft" tun. Weitere Nachrichten: Direkte Gespräche zwischen ukrainischen und russischen Außenminister geplant, Einbruch bei Dax und Welthandel. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Pegah Julia Meggendorfer, Franziska von Malsen Produktion: Jakob Arnu
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Mar 6, 2022 • 10min

Gespräche mit Putin: Kann Israel vermitteln?

Am Samstag ist der israelische Premierminister für viele überraschend erst nach Moskau zu Gesprächen mit Putin gereist. Und danach am Abend nach Berlin zu Olaf Scholz. Wolodimir Selenskij, der Präsident der Ukraine, hatte die Regierung in Jerusalem mehrfach dazu aufgefordert im Konflikt zu vermitteln. Auch mit ihm hat Bennet nach seinem Gespräch mit Putin am Samstag noch telefoniert. Ob und wie Israel in dieser angespannten Lage zwischen Putin und der Ukraine vermitteln könnte, darüber spricht Peter Münch, der SZ-Korrespondent in Israel, im Podcast. Zum Weiterlesen: Der SZ-Liveblog zum Krieg in der Ukraine mit allen aktuellen Entwicklungen. Moderation, Redaktion: Antonia Franz Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Jakob Arnu
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Mar 5, 2022 • 14min

Ukraine-Krieg: Wie können Zivilisten geschützt werden?

Gerade auch für Zivilistinnen und Zivilisten hat sich die Lage in den ukrainischen Großstädten zuletzt stark zugespitzt. An diesem Samstag sollte für das eingekesselte und schwer beschossene Mariupol und die Stadt Wolnowacha zum ersten Mal eine Feuerpause gelten. Es soll humanitäre Korridore geben, um Menschen versorgen und evakuieren zu können. Zunächst wurde die Evakuierung von Mariupol dann noch einmal verschoben, die Stadt warf russischen Truppen vor, die Feuerpause nicht einzuhalten. Trotzdem werden wir in den kommenden Tagen öfter über solche humanitären Korridore sprechen. Warum und wieso der Ukrainische Präsident Selenskij der NATO schwere Vorwürfe macht, das erklärt Stefan Korenelius, Leiter desSZ Politikressorts. Zum Weiterlesen: Wichtige Fragen und Antworten zu Schutzkorridoren. Der SZ-Liveblog zum Krieg in der Ukraine mit allen aktuellen Entwicklungen. Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Audio-Material über dpa und das Büro des Ukrainischen Präsidenten.
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Mar 4, 2022 • 13min

"Es braucht keinen Angriff, um eine Atomkatastrophe auszulösen"

Freitagmorgen wurden schlimme Erinnerungen an Fukushima oder an Tschernobyl geweckt. Doch diesmal war kein menschliches Versagen oder eine Naturkatastrophe die Ursache. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag wurde das Atomkraftwerk Saporischschja im Südosten der Ukraine beschossen. Es ging wohl glimpflich aus, war aber natürlich hochgefährlich. Ukraines Präsident Selenskyi, der Westen, die Nato und die Internationale Atomenergiebehörde sind in großer Sorge. "Ein Feuergefecht auf dem Gelände eines Atomkraftwerks ist nicht unbedingt das, was man sich unter einem vorsichtigen oder sinnvollen Vorgehen vorstellt", sagt SZ-Sicherheitsexperte Paul-Anton Krüger. Allerdings habe man auch bei Fukushima gesehen, dass eine Katastrophe ausgelöst werden kann, wenn die Stromversorgung und Kühlung ausfällt. Eigentlich sollten die Genfer Konventionen und andere international Regeln ebenso für AKW's als auch zum Schutz der Zivilsten gelten. Doch es gebe Berichte, dass das eben nicht überall geschehe. Krüger erwartet zudem, "dass das ein sehr langer und dann auch schmutziger Krieg werden könnte". Weitere Nachrichten: Schröder steht als Ehrenbürger infrage, Faeser warnt vor Anfeindungen gegen Russen. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Tami Holderried Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Audiomaterial über Reuters und IAEA.

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