Der Pudel und der Kern - Philosophie to go

Dr. Albert Kitzler und Jan Liepold
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Apr 8, 2025 • 26min

#147 Vorurteile – Warum wir in Schubladen denken.

„Ich weiß, dass ich nichts weiß.“ (Sokrates) Wir begegnen täglich Vorurteilen – manchmal offen, oft ganz subtil. In Gedanken wie: „So jemand ist bestimmt unfreundlich“ oder „Die kann mit Technik nichts anfangen“ zeigt sich unser Bedürfnis, Menschen und Situationen sofort einzuordnen. Unser Gehirn liebt einfache Kategorien – und genau darin liegt das Problem. In dieser Folge sprechen Albert und Jan darüber, warum wir zum Schubladendenken neigen – und wie wir bewusster damit umgehen können. Geht es darum, Vorurteile zu überwinden – oder vielmehr darum, sie zu erkennen und kritisch zu hinterfragen? Mit Blick auf Psychologie, Alltag und Philosophie – von Sokrates bis zu den Stoikern – fragen wir: Wie kann ein offeneres Denken gelingen? Und warum beginnt ein vorurteilsfreieres Leben vielleicht genau da, wo wir bereit sind, unsere eigenen Muster zu hinterfragen? Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Sokrates, Seneca, Epiktet, Marc Aurel, Buddha Weiterführende Links: „Wie Vorurteile unser Denken bestimmen.“ Deutschlandfunk-Artikel von Ingeborg Breuer mit Studienergebnissen verschiedener Disziplinen, wie Vorurteile unser Denken bestimmen und welche Folgen das hat. „Kleine Einführung in das Schubladendenken.“ Cicero Buch-Rezension über den gleichnamigen Titel von Jens Förster, der über Nutzen und Nachteil des Vorurteils schreibt, bei DVA in München 2007 erschienen.
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Apr 1, 2025 • 34min

#146 Glaubenssätze 3. Was uns prägt – und wie wir uns davon lösen.

„Zwei Dinge verleihen der Seele am meisten Kraft: Vertrauen auf die Wahrheit und Vertrauen auf sich selbst.“ (Seneca) Heute erscheint bereits die dritte Folge der Pudelkern-Serie zu weit verbreiteten Glaubenssätzen, also tief verwurzelten Überzeugungen, die unser Denken, Fühlen und Handeln maßgeblich beeinflussen. Diese formen unser Selbstbild und unsere Wahrnehmung der Welt. Folgende typische positiven und negativen Glaubenssätze sowie deren mögliche Auswirkungen auf das Leben derjenigen, die sie verinnerlicht haben, werden in der Folge besprochen: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Ich muss alles allein schaffen. Ich bin gut so, wie ich bin. Ich gehe meinen eigenen Weg. Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Patangali, Hesiod, Seneca, Sokrates, Konfuzius, Epikur, Goethe. Weiterführende Links: „Suffizienz: mehr Genügsamkeit, weniger Gier.“ Deutschlandfunk Kultur-Artikel über die Auflösung von negativen Glaubenssätzen als Stellschraube, um genügsamer zu werden. „Übungsplatz: Giftsätze.“ Psychologie heute-Artikel von Felix Kunz mit einer konkreten Übung, um alte Gewissheiten zu hinterfragen Das „Pudelkern-Buch“ bei Amazon bestellen und gerne bewerten.
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Mar 25, 2025 • 28min

#145 Vergleichen. Der schmale Grat zwischen Motivation und Selbstzweifel.

„Wo kein Urteil ist, da ist kein Schmerz.“ (Marc Aurel) Wir vergleichen uns ständig – mit Kollegen, Freunden, Prominenten oder Menschen auf Social Media. Manchmal treibt uns das an, manchmal macht es uns klein. Warum fällt es so schwer, sich nicht ständig mit anderen zu messen? Die Psychologie zeigt, dass soziale Vergleiche ein tief verwurzeltes menschliches Verhalten sind, das uns hilft, unsere Position in der Gesellschaft zu verstehen und unser Selbstbild zu formen. Doch wo liegt die Grenze zwischen motivierender Orientierung und schädlichem Neid? In dieser Folge von „Der Pudel und der Kern“ sprechen Albert und Jan darüber, warum wir uns überhaupt vergleichen, und welche psychologischen Mechanismen dahinterstehen. Inwiefern können aufwärtsgerichtete Vergleiche uns motivieren – und warum führen sie gleichzeitig oft zu Selbstzweifeln? Wie können wir lernen, Vergleiche konstruktiv zu nutzen, ohne unser Selbstwertgefühl zu beeinträchtigen? Und warum könnte der Schlüssel zu mehr innerer Ruhe darin liegen, weniger nach außen und mehr nach innen zu schauen? Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Konfuzius, Sokrates, Demokrit, Platon, Aristoteles, Epikur Weiterführende Links: „Zufriedenheit. Wie Du weniger Wert darauf legst, was andere von Dir denken.“ Zeit-Artikel mit Tipps und Studienergebnissen, warum wir nach innen statt auf andere schauen sollten, um ein selbstbestimmteres, glücklicheres Leben zu führen. „Philosophin: Vergleiche machen uns unzufrieden.“ Deutschlandfunk-Interview mit der Philosophin Natalie Knapp zur psychologischen Wirkung von Auf- und Abwärtsvergleichen.
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Mar 18, 2025 • 35min

#144 Resilienz – Wie wir mit Rückschlägen wachsen.

„Nicht das, was uns passiert, bestimmt unser Leben – sondern, wie wir damit umgehen.“ (Epiktet) Jeder Mensch erlebt Krisen, Rückschläge und schwierige Situationen – doch warum gehen manche Menschen gestärkt daraus hervor, während andere daran zerbrechen? Die Antwort liegt in der Resilienz: der inneren Fähigkeit, Widerstände zu überwinden und sich nach schwierigen Erlebnissen wieder aufzurichten. Doch was genau macht resilientes Verhalten aus – und kann man diese Fähigkeit bewusst trainieren? In dieser Folge von Der Pudel und der Kern sprechen Albert und Jan darüber, warum Resilienz für ein erfülltes Leben so wichtig ist. Welche Rolle spielen dabei Faktoren wie Akzeptanz, Optimismus und Selbstwirksamkeit? Wie helfen uns soziale Bindungen, schwierige Zeiten zu überstehen? Und wie unterscheiden sich Resilienz und bloße Durchhaltekraft voneinander? Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Sokrates, Epiktet, Marc Aurel, Buddha, Goethe Weiterführende Links: „Sechs Strategien zum Umgang mit Unsicherheit“ Deutschlandfunk Kultur-Artikel zu Forschungsergebnissen und Wegen, wie wir mit Unsicherheiten gut umgehen können. „Resilienz lässt sich lernen.“ Psychologie heute Buchrezension zu „Der resiliente Mensch“ von Raffael Kalisch, in dem der Forscher erklärt, dass Resilienz eine Frage des Bewertungsstils ist und Krisen standzuhalten sich lernen lässt.
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Mar 11, 2025 • 26min

#143 Anerkennung. Warum wir gesehen werden wollen.

„Respektiere dich selbst und andere werden dich respektieren.“ (Konfuzius) Warum ist es so wichtig, dass wir gesehen und wertgeschätzt werden? Ob ein ehrliches Lob von der Chefin, ein „Gefällt mir“ auf Social Media oder einfach ein Dankeschön von einem Freund – Anerkennung gibt uns das Gefühl, wichtig und bedeutsam zu sein. Doch warum ist dieses Grundbedürfnis so tief in uns verankert? Und wie gelingt es uns, Anerkennung anzunehmen, ohne abhängig von ihr zu werden. Genauso wichtig: Wie können wir regelmäßig Wertschätzung an unsere Mitmenschen geben, ohne, dass diese inflationär oder aufgesetzt wirkt? In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan über die Philosophie und Psychologie der Anerkennung: Warum ist das Bedürfnis nach Wertschätzung so zentral für unser Selbstwertgefühl? Welche Rolle spielen soziale Bindungen, Kompetenz und das Gefühl von Autonomie dabei? Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Konfuzius, Hegel, Hartmut Rosa, Joachim Bauer Weiterführende Links: „Wie man dem Gefühl, wertvoll zu sein, einen Schub verleiht.“ Psychologie heute-Artikel von Annette Schäfer mit vier Wegen, auf denen wir zu mehr Wertschätzung finden können. „Wertschätzung. Bin ich wichtig?“ Spektrum der Wissenschaft-Artikel von Francine Russo zum Phänomen „Mattering und warum es uns so wichtig ist gesehen und geschätzt zu werden.
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Mar 4, 2025 • 33min

#142 Entwicklung. Stillstand ist langweilig.

„Alle Dinge sind im ewigen Fluss, im Werden, ihr Beharren ist nur Schein.“ (Heraklit) Wir alle verändern uns ständig. Entwicklung geschieht dabei bewusst oder unbewusst, durch konkrete Entscheidungen, Krisen oder besondere äußere Umstände. Manche halten solange es geht am Alten fest, andere suchen gezielt den Wandel. Doch was treibt uns an, uns weiterzuentwickeln? Und gibt es einen unveränderlichen Persönlichkeitskern in uns? In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan darüber, was persönliche Entwicklung bedeutet. Ist sie eine bewusste Entscheidung oder ein natürlicher Prozess? Welche Rolle spielen Krisen, Erfolgserlebnisse oder unser Umfeld dabei? Und wie können wir Veränderungen aktiv gestalten, statt uns von ihnen treiben zu lassen? Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Konfuzius, Pindar, Heraklit, Valentinus, Demokrit, Goethe Weiterführende Links: „Frühe Kindheit: Eine entscheidende Entwicklungsphase“ Deutschlandfunk-Artikel von Cajo Kutzbach wie in der frühen Kindheit die Weichen für das ganze Leben gestellt werden. „Persönlichkeit. Wie kann ich mich ändern.“ Spektrum der Wissenschaft-Artikel von Corinna Hartmann zu Strategien, mit denen sich die Persönlichkeit auch bei Erwachsenen noch verändern lässt.
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Feb 25, 2025 • 30min

#141 Streit. Wie Konflikte produktiv werden.

„Wer nicht streiten will, mit dem kann niemand streiten.“ (Laotse) Konflikte gehören zum Leben – doch warum fällt es uns so schwer, richtig zu streiten? Manche meiden Auseinandersetzungen um jeden Preis, andere suchen sie regelrecht. Doch Streit kann mehr sein als eine emotionale Konfrontation – er kann auch ein Werkzeug für Klarheit, Wachstum und tiefere Beziehungen sein. Philosophische Traditionen von Heraklit über Laotse bis Cicero liefern uns wertvolle Hinweise, wie wir uns respektvoll mit unserem Gegenüber auseinandersetzen. Aber wann ist Streit nötig, wann ist er schädlich? Wie unterscheiden wir konstruktiven von destruktivem Streit? Und wie finden wir den richtigen Ton, um zu streiten, ohne zu zerstören? In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan darüber, warum nicht der Streit an sich das Problem ist, sondern die Art und Weise, wie wir uns streiten. Außerdem fragen sich die beiden, ob ein Streit uns einander näherbringen kann. Lässt sich gutes Streiten üben? Und gibt es Menschen, mit denen sich das Streiten schlicht nicht lohnt? Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Konfuzius, Laotse, Heraklit, Seneca, Goethe Weiterführende Links: „Konfliktpsychologie: Fünf Tipps, um sich besser zu streiten“ Deutschlandfunk-Artikel über die Kunst, sich konstruktiv zu streiten. „Richtig streiten“ Zeit Wissen-Artikel von Susanne Schäfer mit neuen Regeln zur Konfliktlösung und einer Anleitung für den gelungenen Zoff. Das „Pudelkern-Buch“ bei Amazon bestellen und gerne bewerten.
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Feb 18, 2025 • 30min

#140 Lebensweisheiten 5. Karl Valentins hintersinnige Wahrheiten.

„Mögen hätt ich schon wollen, aber dürfen hab ich mich nicht getraut." (Karl Valentin) In dieser „Lebensweisheiten“-Folge diskutieren Albert und Jan eine Auswahl von Sinnsprüchen des Münchner Komikers und Philosophen Karl Valentin. Folgende Weisheiten des Wortakrobaten werden besprochen: "Ich freue mich, wenn es regnet. Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch." "Heute ist die gute, alte Zeit von morgen." "Man soll die Dinge nicht so tragisch nehmen, wie sie sind." "Jedes Ding hat drei Seiten: eine positive, eine negative und eine komische." "Gar nicht krank ist auch nicht gesund." "Nicht einmal ignorieren!" Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Konfuzius, Epiktet, Musonius Rufus, Marc Aurel, Sokrates, Plato, Epikur, Seneca, Victor Frankl Weiterführende Links: Offizielle Website des Valentin-Karlstadt Musäums in München In-München-Hommage an den Meister des hintersinnigen Humors (mit Videolinks) Würdigung des Werdegangs und Lebenswerk von Karl Valentin auf der Valentin-Website. Das „Pudelkern-Buch“ bei Amazon bestellen und gerne bewerten.
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Feb 11, 2025 • 31min

#139 Entscheidungen. Wählen, wagen, wachsen.

Die Gesprächspartner beleuchten die Kunst der Entscheidungsfindung und warum wir oft zögern. Sie diskutieren, wie Emotionen und Rationale Aspekte unsere Wahl beeinflussen. Philosophische Konzepte von Sokrates bis Aristoteles bieten tiefere Einsichten in unser Streben nach Zufriedenheit. Es wird auf die Bedeutung von Selbstakzeptanz hingewiesen und wie verschiedene Meinungen verwirrend sein können. Zudem reflektieren sie über das Lernen aus Entscheidungen und die Rolle von Unsicherheit in unserem Wachstum.
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Feb 4, 2025 • 30min

#138 Umbruch. Keine Angst vor Veränderung.

„Fokussiere deine Energie nicht auf das Bekämpfen des Alten, sondern auf das Erschaffen des Neuen.“ (Sokrates) Umbrüche sind unausweichlich – sei es im persönlichen Leben oder auf gesellschaftlicher Ebene. Doch warum fällt es uns so schwer, Wandel anzunehmen? Ob berufliche Veränderungen, Krisen oder tiefgreifende gesellschaftliche Umwälzungen: Jeder Umbruch birgt sowohl Unsicherheit als auch die Chance auf Wachstum. Philosophen und Lebenskünstler wie Sartre, Sokrates oder Thích Nhất Hạnh sehen Veränderung als einen zentralen Bestandteil der menschlichen Existenz – eine Möglichkeit, sich selbst neu zu erfinden und aktiv zu gestalten, statt passiv auf das Unvermeidliche zu reagieren. In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan darüber, wie wir Umbrüche als Weg zu einem bewussteren und freieren Leben begreifen können. Warum scheint es oft so, als bräuchten wir Krisen, um wirklich ins Handeln zu kommen? Welche Denkweisen helfen uns, Wandel als Chance zu sehen? Und welche Rolle spielen Demut, Mut und Verantwortung in Zeiten des Umbruchs? Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Tales, Laotse, Konfuzius, Sokrates, Marc Aurel, Thích Nhất Hạnh Weiterführende Links: „Zwischen Alt und Neu.“ Psychologie-heute-Artikel von Stefanie Charlotte Maeck zur guten Bewältigung von ungewolltem Wandel mit Hinweisen zum Buch „Loslassen & dranbleiben. Wie wir Veränderungen mutig begegnen.“ von Bärbel Wardetzki. „Die Illusion vom großen Wandel.“ SZ-Artikel von Nikolas Westerhoff zum Traum vom Neuanfang und warum es jenseits der 30 zunehmend schwerfällt, sich noch zu verändern.

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