Klassenkampf von oben – der Podcast

Arbeit&Wirtschaft
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Mar 31, 2021 • 50min

Warum eigentlich verschärft der Kapitalismus in der Krise Ungleichheit? Sara Hassan im Gespräch mit Wirtschaftsforscher Stephan Schulmeister

Wir leben ein Jahr in der Corona-Krise, der nächste Lockdown ist da und der andauernde Ausnahmezustand stürzt immer mehr Menschen in existenzielle Krisen. Und trotzdem sind wir vor Corona nicht alle gleich — während die einen um ihr Überleben kämpfen, machen die anderen inmitten der Krise auch noch satte Profite.   Wer sind die großen Krisen-Gewinner*innen, und wer verliert? Wer wird gerettet, wer ist auf sich allein gestellt? Wie sollen sich junge Menschen auf diesem Arbeitsmarkt zurechtfinden, auf dem gerade so viel krachen geht? Müssen wir gezwungenermaßen davon ausgehen, dass Arbeit und Leben noch prekärerer wird, oder gäbe es auch ganz andere Wege aus der Krise und wie sehen die aus?    Auch wenn sich Corona nach einer neuen Qualität an Krise anfühlt, steht sie doch nicht alleine da, sondern legt ein System offen, das immer wieder Krisen produziert.   Wie ähnlich sind sich diese Krisen im Kapitalismus? Warum eigentlich können Superreiche aus diesen Krisen Kapital schlagen? Und warum lernen wir als Gesellschaft nichts daraus?    Das alles und viel mehr bespricht Autorin und Journalistin Sara Hassan mit dem Wirtschaftsforscher Stephan Schulmeister. Folge direkt herunterladen
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Jan 27, 2021 • 39min

Warum eigentlichist Ausbeutung so normal? Sara Hassan im Gespräch mit Vina Yun von Undok

Unsicher, Unsichtbar, unterm Radar: Undokumentierte Arbeit ist überall, aber sie ist nur sehr selten Thema. Keine Papiere, kein Arbeitsschutz, kein Lohnzettel – so sieht die Lebensrealität undokumentiert arbeitender Menschen aus. Ausbeutung steht auf der Tagesordnung – mit prekärer Arbeit, Unsichtbarkeit und Lohndumping machen Unternehmen satte Profite. Undokumentierte Arbeit, das ist im Regelfall migrantische Arbeit. Sie ist unsicher, sie ist unsichtbar, schlecht bezahlt und gefährlich.  Keine Papiere bedeutet aber nicht: keine Rechte. Wie kommen undokumentiert arbeitende Menschen zu ihren Rechten? Wie kämpfen und organisieren sie sich heute schon? Welche Auswirkung hat die Krise darauf? Wie unterstützen Gewerkschaften, wie können sich dokumentiert arbeitende Menschen solidarisch zeigen und ihre Privilegien nutzen? Wie lassen sich gemeinsam Rechte erstreiten und einfordern? Warum eigentlich wird die Ausbeutung migrantischer Arbeit, ob in der Gastro, als private Haushaltshilfen oder in der Pflege, immer noch als so normal betrachtet? Darüber und viel mehr spricht Autorin und Journalistin Sara Hassan mit Vina Yun von Undok – der Anlaufstelle zur gewerkschaftlichen Unterstützung UNDOKumentiert Arbeitender. Folge direkt herunterladen
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Dec 18, 2020 • 40min

Warum eigentlich leben wir in einer Klassengesellschaft? Sara Hassan im Gespräch mit Autorin Brigitte Theißl

Hocharbeiten, aufsteigen, dazugehören: So wird die  Geschichte vom gesellschaftlichen Aufstieg gern erzählt und schöngeredet. Wer es nicht schafft, ist selbst schuld – solche und andere Mythen wirken stark in unserer Gesellschaft, die immer noch gerne erzählt, wir würden in einer „Leistungsgesellschaft“ leben, in der alle die gleichen Chancen hätten. Dabei leben wir in einer Klassengesellschaft, die stark von Erbschaften geprägt wird. Was bedeutet es aber eigentlich wirklich, sich als Arbeiter*innenkind durch das Schulsystem boxen zu müssen und sich später durch die Uni zu beißen? Das Thema Klasse wird meistens ausgeblendet – so werden gesellschaftliche Hürden und Ausschlussmechanismen unsichtbar gemacht. Und wenn dann doch einmal Klasse zur Debatte steht, dann wird darüber immer von oben herab gesprochen. Die romantische Erzählung vom Aufstieg, den angeblich alle schaffen könnten, wenn sie sich nur genug anstrengen würden, kurbelt den Wettbewerb noch weiter an, erzeugt Druck und wälzt die Verantwortung für Erfolg oder Misserfolg auf Einzelne ab, statt auf die Gesellschaft. Aber wie sieht es eigentlich aus, wenn Menschen aus der Arbeiter*innen- und Armutsklasse ihre Geschichten selbst erzählen? Wer hat überhaupt Klassenbewusstsein und wie sieht das aus? Welche Rolle spielt Scham und Beschämen im Ausschließen und Untenhalten? Welche kleinen und großen Mechanismen werden eingesetzt, um Menschen zu disziplinieren, und auf ihren Platz zu verweisen? Wer wird gehört, wenn es um Klassenanalysen geht und wer nicht?  Warum eigentlich spielt Klasse so selten eine Rolle in öffentlichen Debatten, warum wird in Österreich so selten die Klassenfrage gestellt? Darüber und viel mehr Autorin und Journalistin Sara Hassan mit Autorin und Journalistin Brigitte Theißl. Folge direkt herunterladen
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Dec 3, 2020 • 46min

Warum eigentlich kümmert sich in der Pandemie niemand wirklich um die Jugend? Sara Hassan im Gespräch mit Ilkim Erdost

Wer baut eigentlich vor, damit junge Menschen in eine Gesellschaft wachsen, die auf die großen Corona-Herausforderungen eingeht? Was bedeutet der Ausnahmezustand für junge Menschen – in Bildung, Arbeit und Sozialleben? Denn wie lange diese Krise noch andauern wird,und was sie für die Zukunft bedeutet, das weiß gerade niemand. Was bedeutet es, ein junger Mensch zu sein – im ersten Jahr der Pest? Homeschooling, Distance Learning und Co machen eine Reihe an gesellschaftlichen Lücken und systematischen Versäumnissen sichtbar. Wegschauen wie bisher, das geht jetzt nicht mehr. Wie unzureichend digitale Medienkompetenz in Österreichs Schulen angekommen ist, das wächst sich jetzt zu einem gewaltigen Problem heran. Verpasste Chancen der Digitalisierung drängen viele Menschen noch weiter an den Rand. Die Pandemie ist letztendlich auch eine Klassenfrage. Wie sieht das im Alltag von Jugendlichen aus? Was bedeutet das alles für die Zukunftsperspektive junger Menschen heute? Auf was für einen Arbeitsmarkt werden wir uns nach der Krise gefasst machen müssen? Warum eigentlich wird der Arbeitsmarkt immer weiter digitalisiert und spezialisiert, während der Ausbau für digitale Kompetenzen auf der Strecke bleibt?  Darüber und viel mehr spricht Journalistin und Autorin Sara Hassan mit der Geschäftsführerin der Wiener Jugendzentren, Ilkim Erdost. Folge direkt herunterladen
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Nov 13, 2020 • 54min

Warum eigentlich werden Schulen in der Krise alleingelassen? Sara Hassan im Gespräch mit Volkschuldirektorin Petra Revay-Schwarz

Der Herbst ist da, in der Schule herrscht das große Chaos. COVID19 hat vor dem Schulsystem nicht halt gemacht: Eltern, Kinder und Lehrer*innen fühlen sich oft erschlagen, überfordert, mit der Situation allein gelassen und müssen die massive zusätzliche Arbeit alleine schultern. Was macht das mit Kindern, die in Zeiten einer Pandemie leben und lernen müssen? Welche Kinder erreicht Distance Learning und welche nicht? Wer wird so ausgeschlossen und wie verschärft die Corona-Krise so die ohnehin schon ausgeprägte soziale Ungleichheit in der Schule? Lässt sich in diesem absoluten Ausnahmezustand überhaupt „normal“ Schule machen? Und wie sieht das aus? Woran sollten Schulen festhalten und was vielleicht doch eher aufgeben? Und welche Folgen hat die Krise jetzt schon auf eine ganze Generation von Schülerinnen und Schülern? Warum eigentlich werden Schulen in der Krise alleingelassen und was macht es mit Volksschulkindern, die mit so viel Unsicherheit zu leben haben? Darüber und viel mehr spricht Journalistin und Autorin Sara Hassen mit der Volkschuldirektorin Petra Revay-Schwarz. Folge direkt herunterladen
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Oct 23, 2020 • 57min

Warum eigentlich ist es einfacher, über Hass im Netz zu sprechen, als über alles, was dahinter steht? Sara Hassan im Gespräch mit Journalistin Vanessa Spanbauer

Gegen Hass im Netz: Diese Parole sagt sich irgendwie so leicht – und darum sagen sie gerade auch viele. Aber was ist eigentlich mit dem hass offline, dem Hass im echten Leben, im Alltag, auf der Straße, in der Schule? Über Rassismus, Sexismus, Homo- Und Transphobie zu sprechen scheint deutlich schwieriger. Warum können sich also jetzt so viele hinter diesem Thema versammeln? Und warum eigentlich ist es einfacher, darüber zu sprechen als über alles, was dahinter steht? Mit einem neuen Gesetzespaket hat das Thema noch einmal Fahrt aufgenommen und wirft eine Reihe Fragen auf: Wer definiert, was Hass ist und was  nicht? Wer kontrolliert das, und wer hat am Ende die Verantwortung dafür? Welche rechtlichen Mitteln gibt es und wo versagt das Recht und die Regulierung? Wer ist eigentlich die größte Gruppe, die von Hass im Netz betroffen ist? Wo schaut die Öffentlichkeit hin, wenn Hassparolen gegen gewisse Personen und Gruppen geschwungen werden, und wo zuckt sie höchstens mit den Achseln? Was können Betroffene tun, und wie können sich Zeug:innen einmischen? Darüber und viel mehr spricht Autorin und Journalistin Sara Hassan mit der Journalistin Vanessa Spanbauer. Folge direkt herunterladen
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Oct 7, 2020 • 57min

Warum eigentlich wählt nur die Hälfte der Wiener*innen? Sara Hassan im Gespräch mit Demokratieforscherin Tamara Ehs

Nicht wählen können, dürfen, wollen: Bei der kommenden Wien-Wahl wird nur die Hälfte der Wiener*innen im Wahlalter ihre Stimme abgeben. Das wirft ein immer größer werdendes Problem auf: Wie legitim ist eine Demokratie, in der immer weniger Menschen wählen gehen? Und welche Faktoren entscheiden, ob sich Menschen demokratisch beteiligen können, dürfen, wollen oder eben nicht? Wer wählt nicht und warum eigentlich? Was eint so viele Nichtwähler*innen, und was sind ihre Beweggründe? Und auf der anderen Seite – welche Gruppen gehen heute sehr wohl verstärkt wählen und wer wird ganz gezielt angesprochen?  Was hat das alles mit Ungleichheit zu tun, und mit dem Verlernen von demokratischer Praxis auf allen Ebenen? Wie lässt sich eigentlich Demokratie lernen? Was können Einzelne tun, um demokratische Rechte einzufordern, hochzuhalten, und undemokratische Prozesse zu stören –  für uns alle?  Darüber und viel mehr spricht Journalistin und Autorin Sara Hassan mit der Demokratieforscherin Tamara Ehs. Folge direkt herunterladen
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Sep 18, 2020 • 51min

Warum eigentlich entscheiden oft so wenige über die Vielen? Sarah Hassan im Gespräch mit Inklusionsexpertin Michaela Moser

Mitreden, mitmachen, mitbestimmen! Demokratische Beteiligung, das sieht im klassischen Fall oft so aus: Einmal alle paar Jahre wählen, sein Kreuz setzen, und das war’s dann eigentlich auch schon wieder. Ist da wirklich nicht mehr drin, wenn es um das Mitentscheiden geht? Von der Covid- bis zur Klimakrise nehmen viele Entwicklungen in unserer Gesellschaft gerade Fahrt auf, extrem vieles verändert sich – weniger aber, wenn es darum geht, unsere Stimme abzugeben und auszudrücken, wie wir zu neuen Entwicklungen und alten Zuständen stehen. Wie werden Krisen genutzt, um demokratisches Mitspracherecht zu beschneiden? Warum brauchen gute Teilhabeprozesse oft lange und wie passt das zusammen mit gewissen Typen in Machtpositionen, die eigentlich nicht mehr Menschen am Verhandlungstisch haben wollen? Woher kommt die Vorstellung, dass schnelle Entscheidungen irgendwie die besseren wären und was bleibt dabei oft auf der Strecke? Wie können im Ausnahmezustand autoritäre Phantasien durchgeboxt werden und warum ist „Schnell-Schnell“ oft nicht das richtige, wenn es um echte Teilhabe geht? Warum eigentlich entscheiden oft so wenige über die Vielen? Welche Methoden sind vorstellbar, um auf große Gesellschaftliche Veränderungen zu reagieren und sich einzubringen? Welche anderen Formen der Mitbestimmung gibt es, wie können wir gemeinsam teilhaben und Gesellschaft mitgestalten? Gibt es nicht jetzt schon mehr und genauere Abstimmungsmöglichkeiten und kollektive Entscheidungsformen und wie sehen diese genau aus? Wie können mehr Menschen mitreden und sich organisieren?  Darüber und viel mehr spricht Journalistin und Autorin Sara Hassan mit Inklusionsexpertin Michaela Moser. * Im Podcast "Warum eigentlich?" spricht Sara Hassan mit Expertinnen und Experten über Themen aus den Bereichen Wirtschafts-, Sozial- und Gesellschaftspolitik, Umwelt, Europa und Mitbestimmung. Gemeinsam suchen sie Antworten auf Fragen, die uns heute bewegen. Folge direkt herunterladen
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Aug 4, 2020 • 40min

Warum eigentlich kümmert niemand die 24-Stunden-Pflege? Sara Hassan im Gespräch mit der Aktivistin Flavia Matei

Keine Pause, kein Geld, keine Rechte. Das ist die bittere Realität für 24-Stunden-Personenbetreuer*innen.  In der Krise wurden sie beklatscht, in der Realität weiter ausgebeutet und alleingelassen. Die 24-Stunden-Pflege ist ein Knochenjob. Scheinselbstständig, abhängig und oft ohne jegliche Vertretung – so sieht das Leben für die Frauen aus, die das System am laufen halten. Unter hohen gesundheitlichen Risiken, ohne Pausen und ohne die Möglichkeit nachhause zu fahren, haben die Betreuer*innen die Last der Krise geschultert. Corona hat ein Schlaglicht darauf geworfen, wie notwendig die Arbeitskraft von migrantischen Personenbetreuer*innen ist: Denn ohne sie drohte das System völlig in sich zusammenzubrechen. Um die Situation der Pfleger*innen selbst kümmert man sich heute aber nicht. Wie sieht deren Leben aus, wie belastend ist diese Arbeit, wieviel Ausbeutung und wie wenig Unterstützung gibt es? Wo sind die Rechte für jene, ohne die es einfach wirklich nicht geht? Wo bleibt die Wertschätzung für die Frauen, die das Pflegesystem in Österreich erhalten? Die Krise legt all diese Missstände frei – und zeigt allen, wie unentbehrlich Pfleger*innen für den Erhalt des Systems sind. Wie beginnen Betreuer*innen jetzt sich selbst zu organisieren und warum eigentlich werden dann die Menschen in diese Berufen nicht endlich angemessen bezahlt? Darüber und viel mehr spricht Autorin und Journalistin Sara Hassan mit der Aktivistin Flavia Matei. Folge direkt herunterladen
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Jul 23, 2020 • 33min

Warum eigentlich bedeutet Recht nicht immer Gerechtigkeit? Sara Hassan im Gespräch mit dem Richter Oliver Scheiber

Recht und Gerechtigkeit - das ist nicht immer ein und dasselbe.  Für wen ist das Recht auch wirklich rechtens?  Welche Verbrechen werden ins Visier genommen und verfolgt und wo wird oft einfach weggeschaut?  Warum eigentlich werden oft kleine Regelverstöße hart bestraft und bei Wirtschaftskriminalität beide Augen zugedrückt? Wann ist ein Rechtssystem fair? Was macht systematische Ungerechtigkeit mit einer Gesellschaft? Wer macht überhaupt das Recht und wer schafft Gerechtigkeit? Wie weit darf man das Recht hinterfragen?  Darüber und viel mehr spricht Journalistin und Autorin Sara Hassan mit dem Richter und Autor Oliver Scheiber. Folge direkt herunterladen

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