

Musik für einen Gast
Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)
«Musik für einen Gast» – die besondere Talkshow auf SRF 2 Kultur: Ein Mensch und seine Musik. Persönlichkeiten – ob aus Kultur, Wissenschaft, Sport, Politik oder Wirtschaft – erzählen über ihr Leben, ihren Beruf, ihre Träume und Visionen und vor allem über die Musik, die sie geprägt hat und ihnen wichtig ist.
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Jul 19, 2025 • 1h 1min
REPRISE: Regula Mühlemann, Sängerin
Salzburg, Wien, Paris, Mailand, New York – die Schweizer Sopranistin Regula Mühlemann singt auf den wichtigsten Opernbühnen und in den renommiertesten Konzertsälen der Welt. Mit ihrer klaren, strahlenden Stimme und ihrer grossen Bühnenpräsenz zieht sie das Publikum in Bann.
In Musik für einen Gast bei Eva Oertle erzählt die sympathische Luzernerin, wie sie trotz ihres Erfolgs nie die Bodenhaftung verloren hat, sie spricht über ihre Liebe zur Natur und zu Frankreich und darüber, welche Musik sie am liebsten hört.
Die Musiktitel
- Dino Brandao, Faber, Sophie Hunger: Derfi di hebe
- Camélia Jordana: Ce qui nous lie. Bande originale du film
- Samuel Hasselhorn, Ammiel Bushakevitz: «Wohin?» aus Die schöne Müllerin von Franz Schubert
- Jessye Norman: «3. Beim Schlafengehen» aus den Vier letzten Lieder von Richard Strauss - Gewandhausorchester Leipzig, Kurt Masur, Leitung
Die vorgespielten Titel:
- Maria Stader – Non so più cosa son, cosa faccio. (Cherubino), I aus Figaros Hochzeit von W.A. Mozart
- Leonard Cohen: Bird on the wire
- Philippe Jaroussky: Ombra mai fu von G. F. Händel
Erstsendung: 03.03.2024

Jul 13, 2025 • 1h 2min
REPRISE: Franz Hohler, Kabarettist, Liedermacher, Schriftsteller
60 Jahre Musik für einen Gast - über 1500 spannende Persönlichkeiten gaben Einblick in ihren Beruf, ihre Leidenschaften und vor allem in die Musik, die sie geprägt hat. Ein Grund zum Feiern! Dieses Jubiläum begehen wir mit einer Spezialsendung mit Publikum.
Zu Gast ist der Schweizer Kabarettist, Liedermacher und Schriftsteller Franz Hohler. Mit seinem unverwechselbaren Stil, seiner feinen Beobachtungsgabe und seinem humorvollen Blick auf die Welt, schafft es Hohler immer wieder, die Menschen zu berühren.
Im Gespräch mit Gastgeberin Eva Oertle spricht Franz Hohler u.a. über sein Leben auf der Bühne, über seine Freundschaft zu Mani Matter, über das Älterwerden und über die Liebe zu seinem Cello, das ihn jahrelang bei seinen Bühnenauftritten begleitet hat.
Die Musiktitel:
1. Giuseppe Sammartini – «2. Allegro» aus der Sonate für Sopran-Blockflöte und Basso continuo, G-Dur
Maurice Steger, Sopran-Blockflöte /Naoki Kitaya, Cembalo
2. Arda String Quartet – W.A. Mozart: «1. Allegro» aus dem Streichquartett Nr. 2, D-Dur
3. Mani Matter - Farbfoto
4. Franz Hohler – Wenn i mol alt bin (wenn ich mal alt bin)
5. Franz Schubert - Nachthelle (Die Nacht ist heiter und ist rein) D 892
Irwin Gage, Klavier / Karl Scheuber, DIR / Schmaz - Schwuler Männerchor Zürich und Orchester
Erstsendung 28.04.2024

Jul 6, 2025 • 1h 7min
Natalia Conde: «Ich vermisse den Geruch hinter der Bühne»
Wie viele Geburten sie begleitet hat, kann Natalia Conde nicht zählen. Und in wie vielen Stücken sie mitgewirkt hat, wohl auch nicht. Ärztin und Schauspielerin: Conde ist beides – und findet verblüffende Überschneidungen zwischen diesen Berufen.
Von der Vorstellung direkt in die Nachtschicht: Es gab eine Zeit in Natalia Condes Leben, da übte sie ihre beiden Berufe gleichzeitig aus. Ganz so extrem ist es heute nicht mehr. Dafür singt sie aber einmal in der Woche im Zürcher Bach Chor. Und leitet mit ihrem Mann Theaterproben an einem Zürcher Gymnasium.
Condes Laufbahn ist im wahrsten Sinne des Wortes aussergewöhnlich. Bis 32 sei sie geradlinig verlaufen, sagt sie selbst: Ein Theaterkurs an der Kanti, Matura, direkt an die Schauspielschule. Doch da war noch dieser andere Wunsch, jener der Medizin. Und so beschloss sie mehrere Jahre später – schwanger mit ihrem dritten Kind – ihm nachzugehen.
Im Gespräch mit Melanie Pfändler erzählt sie, wie es dazu kam und woher sie die Energie für all diese Aufgaben nimmt. Und von ihrer Kindheit als Tochter einer Schweizer Journalistin und eines spanischen Musikers, die vor allem eines wollten: dass ihre Tochter ihr Geld mit dem verdient, was sie glücklich macht.
Die Musiktitel:
1. ABBA – Dancing Queen
2. Antonio Conde – Pingu Intro (1986 – 1988)
3. Peacock Party Band – Sabor a mi (1994)
Unterhaltungsorchester Beromünster, Antonio Conde, Gesang
4. Ella Fitzgerald and Duke Ellington at The Côte d'Azur (28.7.1966) – Lullaby of Birdland
5. Frank Martin – «Notre père» aus dem Oratorium In Terra Pax
5. Al Jarreau – Milwaukee

Jun 29, 2025 • 1h
Adriana Altaras – Musse ist nicht meine Kernkompetenz
Adriana Altaras ist Schauspielerin, Regisseurin und Schriftstellerin. Und sie mag es, wenn etwas läuft. So hat sie neben ihrer Arbeit für die Bühne und den Film bereits fünf Bücher geschrieben. Und seit neuestem ist sie Expertin im SRF-Literaturclub.
Adriana Altaras Geschichte ist aussergewöhnlich und turbulent. Als Tochter ehemaliger jüdischer Partisanen in Zagreb geboren wächst sie nach der Flucht des Vaters und später der ganzen Familie aus dem damaligen Jugoslawien erst in Italien, dann im hessischen Giessen auf. Nach ihrer Schauspielausbildung in Berlin und New York spielt sie anfänglich in einer freien Theatergruppe namens «Theater des westlichen Stadthirschen», wo sie auch zum ersten Mal Regie führt. Mittlerweile ist sie eine arrivierte und höchst erfolgreiche Theater- und Opernregisseurin, erfahrene Filmschauspielerin und seit ihrem Erstling «Titos Brille» im Jahr 2011 auch eine vielgelesene Schriftstellerin, die alle ihre künstlerischen Aufgaben mit viel Energie und Leidenschaft meistert.
Von ihrer Herkunft und Prägung in einer jüdischen Familie im kommunistischen Jugoslawien, von ihrer Arbeit für Bühne, Film und Buch und natürlich auch von ihrer Musik, die möglichst tanzbar sein soll, erzählt Adriana Altaras mit Gastgeber Michael Luisier.
Die Musiktitel:
1. Shantel - Disko Partizani
2. Lucio Dalla - Futura
3. Giuseppe Verdi – Coro nome (Gilda) aus der Oper Rigoletto
Orchestra del Teatro alla Scala / Maria Callas, Sopran / Serafin Tullio, Leitung
4. Prince - Kiss
5. Alcatraz: amore unlimited

Jun 22, 2025 • 1h 4min
Valentin Roschacher: «Genie ist Fleiss.»
Einst jagte er als jüngster Bundesanwalt der Schweiz Mafiosi, heute malt er monumentale Alpenpanoramen, die wie dreidimensionale Naturwunder erscheinen.
Valentin Roschacher arbeitet mit meditativer Präzision: Bis zu zwölf Schichten trägt er mit einem Einhaarpinsel auf, 70 bis 80 Stunden pro Woche verbringt er in seinem Zürcher Atelier. Am Tag schafft er gut fünf Quadratzentimeter Fläche. Seine Lebensqualität sei heute deutlich höher, niemand mische sich mehr ein. Roschacher lebt von der Malerei: Seine Bilder erzielen beachtliche Preise auf dem Kunstmarkt. «Die Juristerei war immer meine mindere Fähigkeit», sagt der ehemalige Bundesanwalt, der stets wusste: «Sterben will ich als Kunstmaler.»
Welche Musik Rochschacher beim Malen hört, warum die Malerei das grosse Drama seiner Familie ist und warum seine Arbeitsgwändli von Armani, Cerutti und Boss stammen, erzählt er Simon Leu in «Musik für einen Gast».
Die Musiktitel:
1. Mezzoforte - Garden Party
2. Frédéric Chopin - Polonaise As-Dur op. 53
Maurizio Pollini, Klavier
3. Gustave Charpentier - Depuis le jour, aus der Oper «Louise»
Anna Netrebko, Sopran; Prague Philharmonie; Emmanuel Villaume, Leitung
4. Michael Ball - Empty Chairs at Empty Tables, aus dem Musical «Les Misérables»
5. Sergei Rachmaninov - Variation 18, Rhapsodie über ein Thema von Paganini
Andrei Gavrilov, Klavier; Philadelphia Orchestra; Riccardo Muti, Leitung

Jun 15, 2025 • 1h 3min
Thomas Moser: «Blindsein ist für mich nichts Defizitäres»
In seinem Alltag braucht Thomas Moser viel Fingerspitzengefühl: Der studierte Sänger arbeitet hauptberuflich als Korrektor für Bücher, die in Brailleschrift übersetzt werden. Um Sehenden die Kultur der Blindheit näher zu bringen, hat er vor 25 Jahren das Restaurant«Die Blinde Kuh» mitgegründet.
Er sei ein lebhaftes Kind gewesen, das gerne sang und musizierte, erzählt Thomas Moser. Früh schon verspürte er den Drang nach Selbständigkeit. Nach der Blindenschule und dem Gymnasium zog er nach Zürich, um Theologie zu studieren. Als Pfarrer zu arbeiten, konnte sich Thomas Moser aber doch nicht vorstellen - auch weil er unsicher war, ob sein Coming-out als schwuler Mann in kirchlichen Kreisen akzeptiert würde. Und so brach er das Studium ab und wechselte ans Konservatorium in Luzern.
Seelsorge betreibt Thomas Moser heute aber trotzdem, als freiwilliges Engagement für die «Dargebotene Hand», einem telefonischen Gesprächsangebot für Menschen in schwierigen Lebenslagen. Da er selbst in seinem Alltag oft auf Hilfe angewiesen sei, freue es ihn, der Gesellschaft auf diese Weise etwas zurückgeben zu können, erzählt er in «Musik für einen Gast».
Die Musiktitel:
1. Dire Straits - Sultans of Swing
2. The Sands Family - Daughters & Sons
3. J.S. Bach - Ein feste Burg ist unser Gott
Klaus Mertens, Bass; Amsterdam Baroque Orchestra; Ton Koopman, Leitung
4. Robert Schumann - Im wunderschönen Monat Mai, aus «Dichterliebe»
Christoph Prégardien, Tenor; Andreas Staier, Klavier
5. John Dowland - Pavane, aus «Lacrymae»
Capriccio Stravagante; Skip Sempé, Leitung

Jun 8, 2025 • 58min
Beat Läuchli: «Ich habe mir jeden Tag gesagt: «Geniesse es!»
Es war eine ganz aussergewöhnliche Aufgabe. Acht Monate lang hat der Basler Ökonom und Unternehmer Beat Läuchli als Gesamtprojektleiter des Kantons Basel-Stadt den ESC vorbereitet. Damit war er für alles verantwortlich, was für Stadt und Kanton mit dem ESC zu tun hatte.
«Schatz, wir müssen reden». Mit diesen Worten kam der Leiter der Abteilung Aussenbeziehungen und Stadtmarketing im Präsidialdepartement des Kantons Basel-Stadt auf Beat Läuchli zu, als sich abzeichnete, dass der ESC nach Basel kommt. Doch die Aufgabe, die Läuchli angetragen wurde, war nicht einfach eine unter vielen, sondern die Gesamtleitung. Alles, was von Seiten des Kantons für den ESC zu bewältigen war, ging nun über Beat Läuchlis Schreibtisch. Eine enorme Aufgabe für ihn und sein Team. Jetzt, drei Wochen nach dem Event und nach mehr als acht Monaten intensivster Arbeit, schaut Beat Läuchli auf eine zwar anstrengende, aber auch höchst erfüllende Zeit zurück. Denn für ihn ist so eine Aufgabe nicht Bürde, sondern vor allem auch ein Genuss.
Von seiner Herkunft und seinem Werdegang, von seinen Erfahrungen mit diversen früheren Events und den Herausforderungen des ESC aber auch von seiner Familie und seiner Musik erzählt der Ökonom, Unternehmer und professionelle Projektleiter Beat Läuchli im Gespräch mit Gastgeber Michael Luisier.
Die Musiktitel:
1. Run-D.M.C. feat. Aerosmith - Walk This Way: Compilation Version
2. Die Fantastischen Vier - Die Da!?!
3. Milow - You And Me (In My Pocket)
4. Christophe Maé - C'est ma terre
6. Zoë Me - Voyage

Jun 1, 2025 • 1h 7min
Jonas Lüscher, Autor: «Am Anfang jedes Buches steht eine Frage»
Verzauberte Vorbestimmung: Jonas Lüschers neuster Roman trägt einen geheimnisvollen Titel. Live an den Solothurner Literaturtagen erzählt er, was er durch sein Schreiben verstehen will, wie früh er davon geträumt hat, Schriftsteller zu werden, und warum sein erstes Buch nie veröffentlicht wurde.
«Ach, das ist doch dieser Covid-Roman!» – Ein Satz, der rasch fällt, wenn man auf Jonas Lüschers neuestes Buch zu sprechen kommt. Den Autor selbst stört das nicht, aber: «Es ist natürlich ein Etikettenschwindel.» Tatsächlich kommt Lüscher erst im letzten Drittel des Texts vertieft auf seine eigene schwere Erkrankung zu sprechen. «Ich glaube, man merkt diesem Buch an, dass ich das mit einem gewissen Widerstand gemacht habe», sagt er. «Meine älteren Bücher sind ja ein ganz distanziertes Schreiben über Personen, die sehr wenig mit mir zu tun haben. Nun habe ich mich zum ersten Mal in ein Buch hineingeschrieben.»
Natürlich ist die Zeit, in der Lüscher im Koma lag, diese sieben prägenden Wochen und das Zurückkämpfen ins Leben, Thema in diesem Gespräch, das live vor Publikum in der «Cantina del Vino» in Solothurn stattgefunden hat, moderiert von Melanie Pfändler. Aber es geht auch um die grossen gesellschaftlichen und politischen Fragen, die Lüscher um- und antreiben. «Ich verstehe das Schreiben immer als eine Art Erkenntnisprozess», erzählt er. An jedes Buch gehe er mit einer Frage heran. «Und ich habe die Hoffnung, dass ich etwas lerne und eine gewisse Klarheit kriege, indem ich schreibe, weil es eine sehr konzentrierte und langsame Form des Nachdenkens ist.»
Dass dies eines Tages sein Beruf werden könnte, hoffte Jonas Lüscher schon als Jugendlicher. Geradlinig verlief sein Weg dahin jedoch nicht. Mitte 20 verdiente er sein Geld als Kellner in München und schrieb über Jahre an einem ersten Buch, das nie veröffentlicht wurde. Später studierte er Philosophie und begann ein Doktorat an der ETH, das er abbrach, nachdem ihm mit «Frühling der Barbaren» der literarische Durchbruch gelang. Und dann, 2017: der Schweizer Buchpreis für «Kraft». Wie blickt er auf diese verschiedenen Kapitel seines Lebens zurück? Und welche Musik hat ihn dabei begleitet?
Die Musiktitel:
1. Nirvana - The Man who Sold the World: MTV Unplugged, New York 1994
(Komponiert von David Bowie)
2. Bob Marley & The Wailers - So Much Trouble in the World
3. Miriam Makeba - Hapo Zamani (Komponiert von Dorothy Masuka)
4. Ephrem Lüchinger - Klaviertagebuch: 03/04/2020
5. Lauryn Hill - Everything is Everything

May 25, 2025 • 1h 5min
Chantal Britt: «Ich bin eine Kämpferin»
Ihre Welt stand plötzlich still – seit einer Covid-Infektion vor fünf Jahren ist für Chantal Britt nichts mehr wie zuvor. Doch anstatt zu resignieren, kämpft sie für Tausende Betroffene.
Chantal Britts Leben wurde durch eine Covid-Erkrankung tiefgreifend erschüttert. Früher genoss sie Musik, betrieb leidenschaftlich Sport und vertiefte sich gerne in Bücher – all das ist heute nicht mehr möglich. Auch ihre Karriere als Kommunikationsfachfrau musste sie aufgeben.
Doch anstatt sich zurückzuziehen, wurde sie zur Stimme der Long-Covid-Betroffenen. Gemeinsam mit anderen Betroffenen gründete sie die Patientenorganisation Long Covid Schweiz, wo sie sich unermüdlich für die Rechte der Erkrankten einsetzt – und für die Anerkennung von Long Covid als körperliche, nicht psychische Erkrankung. Für ihr Engagement wurde sie mit dem renommierten Viktor Award als «herausragendste Persönlichkeit» im Schweizer Gesundheitswesen ausgezeichnet – als erste Patientin überhaupt. Zusätzlich erhielt sie den Prix Courage des Beobachters.
In Musik für einen Gast erzählt Chantal Britt von ihrem Leben vor- und nach Corona und von ihrer Kindheit als kleine Träumerin, aber auch wie sie den Sinn für Gerechtigkeit und für Zahlen von ihrem Vater mitbekommen hat und die Liebe zur Kunst und das Emotionale von ihrer Mutter. Sie spricht über ihre Liebe zu französischen Chansons und zu melancholischen Klängen in Moll – und von ihrem Ziel, eines Tages wieder Marathon laufen zu können.
Die Musiktitel:
1. Henry Purcell: Dido and Aeneas / Act 3: When I Am Laid In Earth - Dido’s Lament
Andreas Scholl, Altus / Accademia Bizantina / Stefano Montanari, Leitung
2. Francis Cabrel: L’encre de tes yeux
3. Radiohead: No surprises
4. Ren: Troubles
5. Massive Attack: Protection

May 18, 2025 • 1h 6min
Peter Reber – «Der ESC macht Türen auf»
Peter Reber ist Musiker, Komponist und Musikproduzent. Mit vier Teilnahmen als Interpret und zwei als Komponist und Produzent ist er vermutlich die Person in der Schweiz mit der grössten ESC-Erfahrung. Ganz sicher aber hat der ESC Peter Rebers Karriere stark unterstützt und beeinflusst.
Das liegt nicht nur an den vier Auftritten mit «Peter, Sue & Marc» und Hits wie «Djambo Djambo», «Io senza te» und anderen, sondern vor allem auch an den beiden ESC-Teilnahmen als Produzent und Komponist. Denn mit den Erfolgen von Paolas «Cinéma» und Pepe Lienhards «Swiss Lady» - beides aus Peter Rebers Feder - wurde er auf einmal auch als Komponist und Produzent aus einem kleinen Land international wahr- und ernstgenommen, was zu vielen weiteren Aufträgen geführt hat.
Im Gespräch mit Gastgeber Michael Luisier erzählt Peter Reber aber auch von seiner Herkunft aus dem Berner Arbeiterquartier Bümpliz und seiner frühen Förderung als Musiker durch Eltern und Lehrer. Er erzählt von seiner siegenjährigen Segelschiffsreise über die Weltmeere und den sieben Jahren auf den Bahamas. Und er erzählt von seiner Familie, die ihn über all die Jahre unterstützt und überallhin begleitet hat, wofür er ausserordentlich dankbar ist. Vor allem aber erzählt er von der Musik an sich, die ihn auch in diesem Jahr wieder an den ESC führt und immer noch seine grosse Leidenschaft ist.
Die Musiktitel:
1. Peter, Sue & Marc - Djambo Djambo
2. John T. Williams - American Collection Theme
Yo-Yo Ma, Recording Artists Orchestra of Los Angeles
3. Oscar Peterson Trio - I'm old-fashioned
4. Nina Reber - Flüge wi ne Vogel
5. Rod Stewart - Sailing
6. Sergej Rachmaninow - Klavierkonzert Nr. 2 c-Moll
Valentina Lisitsa, London Symphony Orchestra, Michael Francis