Nina Kunz, Autorin und Journalistin aus Zürich, spricht über den Druck, den Titel 'Autorin' zu tragen. Sie reflektiert persönliche Kindheitserinnerungen und ihre literarische Entwicklung, wobei sie über Themen wie Klimawandel und gesellschaftliche Erwartungen diskutiert. Musikalische Einflüsse der 90er Jahre, insbesondere die Girlband Tic Tac Toe, werden ebenso thematisiert wie die Bedeutung von Identität und Verlust. Ihre tiefgreifende Verbindung zu Musik und Natur zeichnet ein eindringliches Bild der Herausforderungen der Gegenwart.
59:08
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Der Weg Zur Selbstbezeichnung
Nina Kunz sagte lange nur 'ich schreibe' und nannte sich nicht Autorin.
Erst nach ihrem Bestseller traute sie sich, die Bezeichnung anzunehmen.
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Labels Tragen Unsichtbaren Druck
Nina Kunz erklärt, dass Berufslabels mit Erwartungen und Druck vorbelastet sind.
Sie beschreibt das Unbehagen und den großen Respekt gegenüber dem Beruf.
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Schreiben Als Kreuzworträtsel
Nina Kunz beschreibt Schreiben als permanente Problemlösung.
Sie vergleicht es mit dem Lösen eines schweren Kreuzworträtsels.
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Der Klimawandel, das Patriarchat, die Überidentifikation mit der eigenen Arbeit: In vielen ihrer Texte geht Nina Kunz Themen nach, die ein Unbehagen in ihr auslösen. Sie zu schreiben, sei wie das Lösen eines schwierigen Kreuzworträtsels.
Sich selbst als Autorin zu bezeichnen, war für Nina Kunz ein langer Prozess. Obwohl sie bereits seit ihren frühen Zwanzigern ihr Geld mit dem Schreiben verdient – unter anderem als Kolumnistin für «Das Magazin» – brauchte es einen Bestseller, bis sie sich traute, sich selbst diese Bezeichnung anzuheften: «Ich denk, ich denk zu viel» ist im März 2021 bei «Kein & Aber» erschienen und besteht aus einer Sammlung von dreissig Texten, in denen Kunz sich mit ihrem eigenen Erleben, ihren Gedanken, sowie jeder Menge Sekundärliteratur auseinandersetzt, von Jean-Paul Sartre über Roxanne Gay bis zum US-amerikanischen Linguisten William Labov.
Aufgewachsen ist Nina Kunz mitten in der Stadt Zürich, im Kreis 4. In «Musik für einen Gast» erinnert sie sich daran, wie sie als Kind auf einer Pingpongtischplatte sass und sich die Scherben aus den Fusssohlen zog, wie sie mit ihren Freundinnen Choreografien zu «Tic Tac Toe» einstudierte und wie sie als Jugendliche die «Bar Italia» in London besuchte; ein Ort, der die englische Rockband «Pulp» zu einem Stück inspiriert hat. Und sie spricht über eines der Themen, das sie so sehr beschäftigt, wie kaum ein anderes: die Auswirkungen des Klimawandels, die sich mittlerweile direkt vor ihrer Haustür zeigen.
Die gespielten Titel:
1. Tic Tac Toe - Ich find dich Scheisse
2. Ariana Grande - Thank U, Next
3. Pulp - Bar Italia
4. Sharon Van Etten - The End of the World
5. Stereo Luchs - Ziitreis
Erstsendung: 21.01. 2024