

AstroGeo - Geschichten aus Astronomie und Geologie
Karl Urban und Franziska Konitzer
Im AstroGeo Podcast erzählen sich die Wissenschaftsjournalisten Franziskia Konitzer und Karl Urban regelmäßig Geschichten, die ihnen entweder die Steine unseres kosmischen Vorgartens eingeflüstert – oder die sie in den Tiefen und Untiefen des Universums aufgestöbert haben. Es sind wahre Geschichten aus Astronomie und Astrophysik, Geologie und Geowissenschaften.
Episodes
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Feb 10, 2022 • 16min
Neue Staffel mit Geschichten
Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke!
Vor einem Jahrzehnt ist AstroGeo gestartet: Im Mai 2012 erschien die erste Episode. Seither hat an dieser Stelle der Journalist Karl Urban Einblicke in seine Recherchen und seine Interviews gegeben.
All das wird bleiben, aber AstroGeo geht einen neuen Weg. Ab sofort sind wir zu zweit. Karl Urban wird von seiner Kollegin Franziska Konitzer unterstützt.
Wir starten diese zweite Staffel in einem regelmäßigen Rhythmus. Alle zwei Wochen erzählen wir uns abwechselnd eine Geschichte. Und wie gehabt, geben wir dabei tief Einblicke in unsere Recherchen.
Dabei verfolgen wir die Idee des Podcast zwischen den Welten sogar noch stringenter als bisher: Denn Franzi ist Astrophysikerin, Karl ist Geologe. Wir erzählen euch das beste aus beiden Welten, der Astrophysik wie den Geowissenschaften. AstroGeo in Reinform.

Jun 15, 2021 • 23min
Sonnensegel
Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke!
Der Wind bläht die Segel und das Schiff nimmt Fahrt auf, neuen Abenteuern entgegen. Eine solche Reise ist auch im All möglich: Mit Segeln ließen sich nach dem Raketenstart Planeten, Asteroiden oder Kometen ganz ohne Treibstoff erreichen. Es sind sogar ganz andersartige Umlaufbahnen möglich.
Noch aber steht die Technologie am Anfang: Seit 2019 segelt LightSail-2 um die Erde, langsam übernimmt auch die NASA die Technologie. In dieser Episode geht es um den aktuellen Stand der Sonnensegel: Wir haben mit Expertinnen und Experten gesprochen, was die Planer noch davon abhält, im All Segel zu setzen – und warum manche diesen Schritt mittlerweile wagen.
In dieser Folge kommen zu Wort: Bruce Betts (Planetary Society), Jeanette Heiligers (TU Delft), Roman Kezerashvili (City University New York), Tom Sproewitz (DLR Bremen), Les Johnson (NASA).
Titelbild: NASA
AstroGeo ist ein Projekt der Weltraumreporter und entsteht dank eurer Spenden und Abo-Beiträge. Seid dabei: Weltraumreporter.de.
Links
Weltraumreporter: Wann segeln wir zum Jupiter?Planetary Society: LightSail ProgramSpencer et al.: The LightSail 2 solar sailing technology demonstration, Advances in Space Research (2021)Vergaaij & Heiligers: Solar-Sail Trajectory Design to Planetary Pole Sitters, Engineering Notes (2019)Popular Mechanics: Light Sails Will Unlock Interstellar TravelWP: Solar Cruiser

Dec 15, 2020 • 1h 10min
1,8 Milliarden Sterne
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Stiege man in ein Raumschiff und flöge hinaus ins All, so würde es schon bald dunkel werden. Die Sonne würde zu einem unauffälligen Lichtpunkt schrumpfen, die in einem Meer anderer Sterne kaum noch auffallen würde. Welche Sterne aber zur Nachbarschaft der Sonne gehören, war bis weit ins 19. Jahrhundert noch unbekannt. Zwar leuchten am Himmel manche Sterne heller als andere, aber ob die uns besonders nah sind oder trotz immenser Entfernung einfach besonders stark leuchten, war ein lange unlösbares Rätsel.
Das Rätsel über unsere kosmische Nachbarschaft gelöst. Zwischen 1989 und 1993 lieferte der Satellit Hipparcos zunächst genaue Entfernungen für rund 100.000 Sterne. Doch dann startete startete im Dezember 2013 der ESA-Satellit Gaia, der die bis dahin existierenden Sternenkataloge weit hinter sich lassen sollte. Zwei Teleskope des Satelliten tasten ständig den Himmel ab und übertragen das Licht jedes einzelnen Sternes auf hochempfindliche CCD-Chips. Gaia kann messen, wohin sich ein Stern wie schnell auf seiner Bahn ums Zentrum der Milchstraße bewegt, ob er angeschubst durch die Schwerkraft unsichtbarer Begleiter hin und her schwingt und wie die stellaren Atmosphären chemisch zusammengesetzt sind. Am 3. Dezember 2020 wurde nun die nächste Version des Katalogs veröffentlicht, das Gaia Early Data Release 3, das nun Daten zu 1.811.709.771 kosmischen Lichtpunkten enthält.
In unserem Podcast sprechen wir mit vier Astronomïnnen über ihre Forschungsarbeit im Zeitalter des Gaia-Katalogs: Stefan Jordan und Emily Hunt von der Universität Heidelberg, Boris Gänsicke von der University of Warwick in England und Thomas Kupfer von der Texas Tech University in den USA.
Musik: Cepeheid, CC-BY 3.0 StellardroneTitelbild: ESA/Gaia/DPAC; CC BY-SA 3.0 IGO. Acknowledgement: A. Brown, S. Jordan, T. Roegiers, X. Luria, E. Masana, T. Prusti and A. Moitinho
Links und mehr zur Gaia-Revolution gibt es hier.

Oct 23, 2020 • 1h 6min
Zukunft astronomischer Forschung
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Die meisten Wissenschaftler treibt der Wille an, die Welt zu verbessern und den menschlichen Horizont zu erweitern. Was ist aber, wenn die eigene Arbeit dazu führt, dass sich der Zustand der Erde verschlechtert? In sechs Kommentaren in einer Sonderausgabe des Magazins Nature Astronomy machten sich nun etliche Astronomen sehr selbstkritische Gedanken darüber, wie sie mit ihrer eigenen Arbeit zur Klimakrise beitragen.
Karl Urban sprach für diesen Podcast mit Astronomin Victoria Grinberg, dem Astronomen Knud Jahnke und der Umweltphysikerin Kira Rehfeld, die ihre Kollegen derzeit aufrütteln wollen, indem sie den ökologischen Fußabdruck ihrer Arbeit für das Klima sichtbar gemacht oder indem sie die Folgen einer wärmeren Erde für die astronomische Beobachtung selbst berechnet haben.
Musik: Mike LeiteTitelbild: CC-BY 2.0 Mbtrama / Flickr
Links und mehr zu Waldbränden rund um astronomische Observatorien gibt es hier.
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Jul 21, 2020 • 41min
Der größte Steinmeteorit
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Blaubeuren liegt am Fuß der Schwäbischen Alb, knapp 20 Kilometer westlich von Ulm. Hier grub der Telekom-Mitarbeiter Hansjörg Bayer 1989 einen 30 Kilogramm schweren, aber sonst erstaunlich kompakten Stein aus. Er lag jahrelang in seinem Garten. Beinahe hätte er ihn entsorgt. Am Ende entschied sich Bayer, ihn von Experten untersuchen zu lassen. Erst da wurde klar: Es handelt es sich um den größten Steinmeteoriten, der bislang in Deutschland gefunden worden ist.
Wir sprechen mit Dieter Heinlein, der für das Institut für Planetenforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt Meteoriten untersucht. Im Januar kam der Fund aus Blaubeuren zu ihm. Und zu Beginn war er nicht sicher, ob der ungewöhnlich große Brocken überhaupt ein Meteorit ist.
Bild: Gabriele Heinlein / DLR
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Links
Weltraumreporter: Meteorit mit Spuren des Menschen?AstroGeo 004: Meteoriten und das Rieskrater-MuseumDLR: Größter deutscher Steinmeteorit in Blaubeuren gefunden

May 7, 2020 • 20min
Phantom Methan
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Methan gilt als Hinweis für Leben auf dem Mars. Seit Jahrzehnten wurde es immer wieder nachgewiesen. Eine neue spezialisierte Sonde findet das Gas allerdings nicht. Wieviel Wunschdenken um ungenaue Messwerte war im Spiel?
Musik: CC-BY 3.0 Mike LeiteBild: NASA
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WP: MarskanäleWP: Giovanni SchiaparelliWP: Curiosity RoverWP: MethanJorge Pla-GarcíaSébastien ViscardyWP: Mars ExpressWP: ExoMars Trace Gas Orbiter
Bei den Weltraumreportern
Rettet den MarsmaulwurfSee unter dem Marsgletscher?Podcast: 366 Tage wie auf dem MarsMars im Rückwärtsgang
Quellen
Mumma et al.: Strong Release of Methane on Mars in Northern Summer 2003, Science (2009)Webster et al.: Mars methane detection and variability at Gale crater, Science (2015)Zahnle: Play it again, SAM, Science (2015)Giuranna et al.: Independent confirmation of a methane spike on Mars and a source region east of Gale Crater, Nature Geoscience (2019)Korablev et al.: No detection of methane on Mars from early ExoMars Trace Gas Orbiter observations, Nature (2019)

Jan 9, 2020 • 46min
Arms Race in Outer Space (English episode)
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Without satellites, modern warfare can no longer work. More and more countries are therefore developing weapons to take down enemy satellites in the event of war. But this development potentially has a high price.
Daniel Porras
Karl Urban talks to Daniel Porras who works in Geneva in Switzerland as a researcher at the United Nations Institute for Disarmament Research. Daniel published a paper in 2006. It is called The Common Heritage of Outer Space: Equal Benefits for most of Mankind. But more recently he is more and more involved with the severity of current space diplomacy.
Picture: Wikimedia Commons
Links
WR: Das All wird zum SchlachtfeldWP: UNIDIRUNIDIR: Daniel PorrasPorras 2006: The Common Heritage of Outer Space: Equal Benefits for Most of Mankind
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Dec 20, 2019 • 19min
Astronomie unter tausenden Satelliten
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Die Astronomie sticht unter den Wissenschaften hervor, weil sie alle Menschen aller Kulturen wohl gleichermaßen berührt: Jeder Mensch kann in einer sternenklaren Nacht an den Himmel blicken und die Gestirne auf sich wirken lassen. Doch die Menschheit verändert den Nachthimmel und das wohl mit zunehmendem Tempo: Die Astronomengemeinde warnt derzeit jedenfalls, dass das Ende des Nachthimmels wie wir ihn bisher kannten, bevorsteht. Und das selbst, wenn die Lichter der Stadt fern und die Sicht gut ist.
Die erste Megakonstellation heißt Starlink: Das Unternehmen SpaceX möchte 12000 Satelliten ins All bringen, vielleicht sogar noch viel mehr. Karl Urban erzählt was dran ist an den Sorgen der Astronomen.
Episodenbild: Victoria Girgis/Lowell Observatory
Links
WR: Gefährdet Starlink Astronomie und Raumfahrt?WP: StarlinkESO: Bruno LeibundgutWP: Bruno LeibundgutTwitter: Mark McCaughrean
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Sep 11, 2019 • 1h 5min
Inklusive Astronomie
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Gerhard Jaworek in seinem Büro (Bild: CC-BY-SA 4.0 Karl Urban/Die Weltraumreporter
Wer einmal in seinem Leben in einer richtig klaren Nacht durch ein richtig gutes Teleskop schauen konnte, den dürfte diese Erfahrung nicht mehr loslassen. Die Sterne, Planeten, Gasnebel oder Galaxien sind überwältigend schön. Doch wie wirkt der Sternenhimmel eigentlich auf Menschen, die ihn nie in ihrem Leben gesehen haben?
Karl Urban und Felicitas Mokler haben in Karlsruhe den Informatiker und Hobbyastronomen Gerhard Jaworek besucht, der seit seiner Geburt blind ist, der über seine Erfahrungen ein Buch geschrieben hat und der regelmäßig Jugendliche mit seiner rein akustischen Faszination der Sterne in den Bann zieht.
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Links
Gerhard Jaworek: Blog, Twitter, BuchWP: GravitationswellenWP: Joachim-Ernst BehrendtWP: Johannes KeplerUniverse2Go: PlayStoreWP: Internationale Astronomische UnionWP: SonifikationWP: Pro-RetinaWP: Astronomische Gesellschaft

May 31, 2019 • 52min
Journalismus im Schwarzen Loch
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Es war vom ersten Moment an ein ikonisches Bild: Am 10. April 2019 präsentierten Forscher die erste Aufnahme eines Schwarzen Loches. Es befindet sich 53 Millionen Lichtjahre von uns entfernt im Zentrum der Galaxie M87. Es eröffnete ein neues Fenster für die Astronomie, die diesen exotischen Typ einer Sternenleiche erstmals direkt beobachten konnten, dank eines weltumspannenden Verbundes gekoppelter Radioteleskope.
Mit diesem wissenschaftlichen Ereignis war auch ein enormes Medienereignis verbunden: Sechs wissenschaftliche Studien erschienen zeitgleich, ohne dass Journalisten sich vorab ein Bild machen konnten und den zu erwartenden Hype einordnen konnten. Karl Urban unterhält sich mit der Wissenschaftsjournalistin (und Astrophysikerin) Felicitas Mokler darüber, was das Bild bedeutet – und wie es in die Welt kam.
Dieser Podcast geht wie gehabt weiter, allerdings unter einem neuen Banner: AstroGeo ist von nun an ein Podcast der Weltraumreporter.
Bei den Weltraumreportern
Weltraumreport: Der Newsletter der WeltraumreporterLeseproben der WeltraumreporterDossier: Schwarze LöcherEin Bild eines Schwarzen Lochs: Interview mit Prof. Michael KramerEin Nobelpreis für Gravitationslinsen
Links
Twitter: WeltraumreporterTwitter: Felicitas MoklerYoutube: Pressekonferenz: BrüsselWP: Carlos MoedasWP: RelativitätstheorieWP: GravitationswellenWP: SpaghettifizierungWP: Sagittarius AWP: M87WP: Event Horizon TelescopeSpektrum.de: BasislinieWP: Gravitationslinseneffekt


