AstroGeo - Geschichten aus Astronomie und Geologie

Karl Urban und Franziska Konitzer
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Jul 13, 2022 • 59min

Planet der Frühstücksflocken

Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Am 1. Januar 1801 entdeckt der italienische Astronom Giuseppe Piazzi einen neuen Planeten – jedenfalls glaubt er das. Mehrere Jahre hatten Astronomen schon nach dem Himmelskörper gesucht, der sich zwischen den Bahnen von Mars und Jupiter verstecken soll. Die Freude über den Fund ist allerdings nicht von Dauer: Bald stellt sich heraus, dass er nur einer von vielen kleinen Asteroiden ist, die auf ähnlichen Bahnen um die Sonne kreisen. Ceres verschwindet in Folge für fast 200 Jahre aus dem Rampenlicht, bevor er strahlend zurückkehrt. Karl erzählt die Geschichte von Ceres, dessen Ansehen in den letzten zwei Jahrzehnten eine enorme Wende erfahren hat. Er wurde genauer beobachtet und bekam Sondenbesuch. Der größte Körper des Asteroidengürtels ist nicht nur zum Zwergplaneten aufgestiegen, sondern entpuppte sich auch geologisch als einer der erstaunlichsten Körper des Sonnensystems. Beitragsbild: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA Bilder Die Grafik zeigt den inneren Aufbau von Ceres: eine steinige, salzhaltige Kruste, darunter ein fast vollständig gefrorener Ozean mit einigen flüssigkeitsgefüllten Rissen mit Salzwasser, zuletzt ein steiniger Kern.Alternativ: Grafik des angeschnittenen Ceres, unter der grauen Oberfläche eine hellblaue, darunter eine türkise Schicht und ein grauer Kern (NASA/JPL-Caltech/UCAL/MPS/DLR/IDA) Der Krater Occator ist 90 Kilometer groß. Die hellen Flecken bestehen aus Salzen, darunter Karbonate und Schwefelverbindungen wie Gips (NASA/JPL-Caltech/UCAL/MPS/DLR/IDA) Occator ist der größte Krater auf Ceres und verfügt über die auffälligsten hellen Flecken (NASA/JPL-Caltech/UCAL/MPS/DLR/IDA) Ahuna Mons ist der höchste Berg auf Ceres: er erhebt sich fünf Kilometer über dem mittleren Höhenniveau (NASA/JPL-Caltech/UCAL/MPS/DLR/IDA) Im April 2015 fotografiert die Raumsonde Dawn viele Krater und weiße Flecken auf Ceres (NASA/JPL-Caltech/UCAL/MPS/DLR/IDA) Weiterführende Links WP: ZerealienWP: Titius-Bode-ReiheWP: HimmelspolizeyWP: Ceres (Gottheit)WP: Ceres (Zwergplanet)WP: Vesta (Asteroid)WP: AsteroidWP: PlanetWP: Kohlige ChondriteWP: TonmineraleWP: KarbonateWP: Dawn (Raumsonde)WP: HalkiWP: PekoWP: OccatorWP: EggeNASA: Cerealia FaculaeNASA: Vinalia FaculaeWP: Ahuna MonsWP: KerwanWP: Frost line Bei den Weltraumreportern Dossier. Asteroiden und kosmische UrgesteineAsteroiden: Längst keine langweiligen Kartoffeln mehrAbwehr: Kein leichtes Spiel mit AsteroidenRyugu: Der Erdbahnkreuzer Quellen Rivkin et al: The surface composition of Ceres: Discovery of carbonates and iron-rich clays (2006)Nathues et al.: Evolution of Occator Crater on (1) Ceres (2017)NASA Discovers „Lonely Mountain“ on Ceres Likely a Salty-Mud CryovolcanoNASA: Mystery solved: Bright areas on Ceres come from salty water belowDe Sousa et al.: Dynamical origin of the Dwarf Planet Ceres (2022)
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Jun 29, 2022 • 36min

Der gefräßige Zwerg

Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Das Jahr 1917 war eine Zeit, als man sich noch nicht mal sicher war, dass es andere Galaxien als unsere eigene gibt. Es war eine Zeit, als unsere Vorfahren mitten im Ersten Weltkrieg steckten, und „Exoplanetenjägerin“ noch keine anerkannte Berufsbezeichnung war: Es war eine Zeit, zu der der Astronom Adriaan van Maanen sein Teleskop gen Himmel richtete und etwas entdeckte, was als Van Maanens Stern bekannt werden sollte. Diesen ganz besonderen Stern hat er zwar definitiv entdeckt. Aber was sich in der Atmosphäre dieses Sterns wirklich versteckte, zeigte sich erst viel später. Franzi erzählt die Geschichte von Adriaan van Maanen und seinem Stern. Es ist eine Geschichte über einen Pechvogel der Astronomie und über die Zukunft unseres eigenen Sonnensystems. Episodenbild: NASA/JPL-Caltech Weiterführende Links WP: Van Maanens SternWP: Adriaan van Maanen (englisch)bild der wissenschaft: Weiße Zwerge mit Planetentrümmernspektrum.de: Weißer Zwerg vertilgte wohl Exomondspektrum.de: Der Asteroid und der Weiße ZwergSterne und Weltraum: Ein Weißer Zwerg zerreißt seine Kleinplanetenspektrum.de: Sternleiche hat ihren Planeten nicht geschreddert Quellen Interview mit Ben Zuckerman, 11. Mai 2022arXiV: Recognition of the First Observational Evidence of an Extrasolar Planetary SystemNASA: Overlooked treasure: The first evidence of exoplanets
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May 18, 2022 • 57min

Warum hat die Welt Inge Lehmann vergessen?

Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Geologinnen und Geologen schauen sich gerne Steine an, und das nicht nur, wenn sie glitzern und funkeln. Denn Steine verraten etwas über das Erdinnere, in dem viele von ihnen entstanden sind. Die geologische Sammelwut im Namen der Forschung hat aber ihre Grenze: Die meisten Steine, die wir finden, stammen aus der Erdkruste, der vergleichsweise dünnen äußersten Schicht des Planeten. Nur sehr selten sind Gesteine aus tieferen Schichten. Wer bis in den Kern blicken möchte, muss dagegen lernen, die Signale der Erdbebenwellen zu verstehen. In dieser Episode erzählt Karl die Geschichte eines Menschen, dem es erstmalig gelang, bis hinab in den inneren Kern der Erde zu blicken. Es ist die Geschichte der dänischen Mathematikerin, Geodätin und Seismologin Inge Lehmann. Fast gleich alt wie die Physiker Albert Einstein oder Niels Bohr, forschte sie in und trotz einer wissenschaftlichen Welt, in der Frauen keine Rolle spielen durften. Episodenbild: The Royal Library, National Libary of Denmark and University of Copenhagen University Library Links WP: Erdkruste WP: Tiefenbohrung Kola-Halbinsel WP: Erdmantel WP: Erdkern WP: Peridotit WP: Inge Lehmann WP: Seismologie Lotte Kaa Andersen WP: Hanna Adler (dänisch) WP: Niels Bohr WP: Mathematischer Tripos WP: Niels Erik Nørlund WP: Seismometer WP: Murchison-Erdbeben 1929 WP: Seismische Wellen WP: Beno Gutenberg WP: Harold Jeffreys WP: Maurice „Doc“ Ewing WP: Lamont–Doherty Earth Observatory Stele für Inge Lehmann vor der Universität Kopenhagen (englisch) Google Street View: Stele für Inge Lehmann Quellen Buch: Lotte Kaa Andersen, Den inderste kerne, Gutkind-Verlag (2021) I. Lehmann: P‘ (1936)
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May 4, 2022 • 45min

Die ersten Gravitationswellen zerfielen zu Staub

Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Hundert Jahre lang hat die Suche nach Gravitationswellen gedauert: jene Kräuselungen in der Raumzeit, die das Universum zum Tschilpen und Brummen bringen. Auch am Südpol hatten Forscherinnen und Forscher danach gesucht, analysierten jahrelang ihre Daten und konnten so schließlich im Jahr 2014 verkünden: Gefunden! Und, was ziemlich praktisch war: Jene Gravitationswellen wären ein Beleg dafür, dass sich der Urknall und die anschließende kosmische Inflation genauso abgespielt haben, wie man sich das standardmäßig vorstellt. Dieser Beleg wäre damit gleich mit erbracht worden. Doch statt dem Happy End gab es Pleiten, Pech und Pannen: Das Gravitationswellensignal zerfiel nur wenig später zu Staub. Franzi erzählt die Geschichte von BICEP2, der Jagd nach primordialen Gravitationswellen und was das alles mit einem sich exponentiell schnell aufblähenden Universum und interstellarem Staub zu tun hat. Episodenbild: ESA/Planck Collaboration. Acknowledgment: M.-A. Miville-Deschênes, CNRS – Institut d’Astrophysique Spatiale, Université Paris-XI, Orsay, France Links WP: BICEPWP: GravitationswelleDeutschlandfunk: Teleskop am Ende der WeltWelt der Physik: Staub statt GravitationswellenWelt der Physik: Planck und die kosmische MikrowellenhintergrundstrahlungSpektrum.de: Das andere kosmische Hintergrundrauschen Bei den Weltraumreportern „Eine Entdeckung, die die Welt erschütterte“ Quellen YouTube: BICEP2 Press Conference, 18.03.2014Losing the Nobel Prize – Brian Keating
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Apr 20, 2022 • 57min

Der erste Exo-Ozean

Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Die Erde ist der blaue Planet, dabei ist sie verglichen mit vielen anderen Welten überraschend trocken. Nur 0,2 Prozent der Masse der Erde bestehen aus Wasser. Besonders Monde jenseits der Marsbahn besitzen häufig eine dicke Kruste auf Eis. Dazu gehören die Jupitermonde Europa, Ganymed und Kallisto, der Saturnmond Enceladus oder der Neptunmond Triton. Was sich unter dem Eis befindet, war lange völlig unklar. Karl erzählt in dieser Folge, wie der erste Ozean außerhalb der Erde auf Europa am Jupiter entdeckt wurde. Europa ist den Astronomen schon seit über 400 Jahren bekannt. Dennoch brauchte es Jahrhunderte des wissenschaftlichen Fortschritts, viele Jahre von Beobachtungen und mehrere Raumsonden, unter die Eisschicht zu blicken. Unter mehreren Kilometern Eis könnte es von Leben wimmeln. Episodenbild: NASA/JPL-Caltech/SETI Institute Bilder Grafik: NASA/JPL-Caltech/Michael Carroll Grafik: NASA/JPL-Caltech Foto: NASA / JPL-Caltech / SETI Institute Weiterführende Links WP: Galileo Galilei WP: Astrologie WP: Cosimo de Medici WP: Galileische Monde WP: Jupiter WP: Jupitermonde Nachruf: Vasily Ivanowitch Moroz (Paywall) WP: Voyager 1 WP: Voyager 2 WP: Io WP: Galileo (Raumsonde) NASA: NIMS Instrument Galileo WP: Radio Science Subsystem WP: Trägheitsmoment WP: Margaret Kivelson NASA: Galileo Magnetometer WP: Juno WP: Juice WP: Europa Clipper WP: Enceladus Quellen Buch: Kevin Hand: Alien Oceans (2020) Buch: Dava Sobel, The Planets (2006)
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Apr 6, 2022 • 43min

Der Ukraine-Krieg vereitelt die Durchmusterung des Universums

Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Galaxienhaufen, Dunkle Energie, Supernovaüberreste und Neutronensterne: Auf der To-do-Liste des Weltraumteleskops eRosita stand nicht weniger als eine Kartierung des gesamten Himmels, als es 2019 ins All befördert wurde. Eine Himmelsdurchmusterung im Röntgenbereich hatten sich die Forschenden hinter der vornehmlich deutschen Mission vorgenommen, insgesamt acht Mal sollte eRosita den Himmel abtasten. Doch das ist bisher nicht gelungen: Denn eRosita ist auf einem russischen Satelliten montiert. Ins All geschossen wurde das deutsche Teleskop von Russland. Und auch den Bodenkontakt hat bis Anfang März 2022 Russland übernommen… und was war dann? Franzi erzählt die Geschichte des Röntgenteleskops eRosita, das Jahrzehnte gebraucht hat, um überhaupt da zu sein, wo es heute ist, nämlich am Lagrange-Punkt L2. Und es ist eine Geschichte davon, dass ein Krieg auf der Erde auch im All seine Spuren hinterlässt. Beitragsbild: X-ray: Peter Predehl, Werner Becker (MPE), Davide Mella Bilder Bilder: Jeremy Sanders, Hermann Brunner, Andrea Merloni and the eSASS team (MPE); Eugene Churazov, Marat Gilfanov (on behalf of IKI) Weiterführende Links WP: ROSATWP: eRositaWP: Lagrange-PunkteWelt der Physik: eRositaARDalpha: WeltraumteleskopeBayerischer Rundfunk: Ukraine-Krieg – Und was ist mit der ISS?Space Night News – Neuigkeiten aus dem All: Krieg und Raumfahrt Bei den Weltraumreportern Raumfahrt in der Schusslinie Quellen MPE: Stellungnahme zum aktuellen Status des eROSITA-Instruments an Bord von Spektr-RG (SRG)
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Mar 22, 2022 • 40min

Die rätselhafte Marswolke

Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Auf Bildern einer uralten und mäßig guten Kamera entdeckt der spanische Forscher Jorge Hernández Bernal im Jahr 2018 eine gewaltige Wolke auf dem Mars, die bisher niemandem aufgefallen zu sein schien. Die Kamera befindet sich an Bord der betagten Raumsonde Mars Express der ESA. Und eigentlich werden deren Aufnahmen nur verwendet, um für der Öffentlichkeit ein tägliches Bild vom Mars zu liefern. Wissenschaftliche Forschung ist damit nicht geplant. Karl erzählt im Podcast, wie das Bild der Wolke ihn auf einer Konferenz in Beschlag nahm und wie er mit dem Entdecker ins Gespräch kam. In der Geschichte geht es um Vulkane auf dem Mars, die wie alles auf dem Roten Planeten riesenhaft und für Erdenbewohner kaum zu fassen sind und die noch immer für eine Überraschung gut sind. Nachtrag Wann die Wolke das nächste mal auftritt: In den fünf letzten Marsjahren wurde die Wolke beobachtet (Hernández-Bernal 2020). Und da erschien die Wolke immer zwischen 220° und 320° Solar Longitude. Das beschreibt einen Zeitraum: umgerechnet bedeutet das, im Frühling bis Sommer auf der Südhalbkugel. Frühlingsanfang war dort am 24. Februar 2022 und Sommeranfang ist am 21. Juli 2022. Das heißt, grob zwischen April und November 2022 wäre eine neue Wolke am Arsia Mons zu erwarten (Umrechnung via WP: Timing on Mars). Beitragsbild: ESA/DLR/FU Berlin/J. Cowart, CC BY-SA 3.0 IGO Bilder Weiterführende Links WP: Mars ExpressTwitter: VMC – Mars WebcamESA: Visual Monitoring CameraWP: Beagle 2DLR: HRSC – High Resolution Stereo CameraWP: Arsia MonsWP: Volcanism on MarsWP: Tharsis-RegionWP: Olympus MonsWP: Kambrische ExplosionWP: Valles MarinerisDeutscher Wetterdienst: Orografische WolkePlanetary Society: Mars‘ CalendarWP: Staubsturm (Mars) Quellen EPSC 2019: Dynamics of the extremely elongated cloud on Mars Arsia Mons volcanoESA: Mars Express lüftet die Geheimnisse einer seltsamen Wolke
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Mar 9, 2022 • 41min

Wann explodiert endlich die nächste Supernova?

Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Im Jahr 1054 war richtig was los am Nachthimmel. Und 1181 auch. Und was für ein Jahr war 1604, als Johannes Kepler gar ein ganzes Buch über den neuen „Gaststern“ am Himmel schrieb! Doch seitdem:Fehlanzeige! Es gab seither keine einzige Sternexplosione in unserer Milchstraße mehr. Im Universum explodiert gefühlt ständig irgendwo eine Supernova. Und eigentlich sollte es auch innerhalb unserer Milchstraße doch bald irgendwann mal wieder so weit sein – Spektakel am irdischen Nacht- oder sogar Taghimmel inklusive. Oder? Franzi erzählt, warum sie sehnsüchtig auf die nächste galaktische Sternexplosion wartet – und was ihr selbst beobachten könntet, wenn das denn endlich passiert. Titelbild: NASA/CXC/SAO/D.Patnaude, Optical: DSS Empfehlung bei den Weltraumreportern Ukraine-Krieg: Raumfahrt in der Schusslinie Weiterführende Links WP: SupernovaWP: Die Supernova von 1987 in der Großen Magellanschen WolkeSpektrum: Warten auf das galaktische FeuerwerkBayerischer Rundfunk: Beteigeuze: Staub statt Supernovabild der wissenschaft: Hoffen auf die Supernova Quellen SuperNova Early Warning System SNEWS
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Feb 28, 2022 • 59min

Das wertvollste Material der Welt

Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Im Februar 1968 traf sich auf dem Gelände des Johnson Space Centers in Texas eine illustre Gruppe von Ingenieuren und Wissenschaftlern. Sie wollten beraten, wo schon bald die ersten Menschen auf dem Mond landen sollten. Dabei ging es allerdings nur sehr am Rand um die Geologie des Erdtrabanten. Karl erzählt die Geschichte des Mondgesteins, die nach etlichen erfolgreichen menschlichen und robotischen Missionen erst ihren Anfang nahm. Das Mondgestein wanderte dabei nicht nur in die Labore, sondern geriet auch auf Abwege. Titelbild: NASA Weiterführende Links WP: Oceanus ProcellarumWP: Nördlinger RiesWP: Apollo 15WP: Harrison SchmittWP: Lunar Sample Displays / Goodwill Moon RocksWP: Sowjetisches Luna-ProgrammWP: RegolithWP: Mons RümkerHarald HiesingerWP: Wolf AmendmentWR: Was Chang’e 4 auf dem Mond herausfinden sollWR: Neue Mondsteine für die ErdeWP: Chang’e 6 Quellen NASA: 50 Years Ago: Lunar Landing Sites SelectedNASA: „Scott’s opinion tipped the balance“Buch: Dava Sobel, The PlanetsSmithsonian: Ten Scientific Discoveries from the Apollo MissionsChe et al.: Age and composition of young basalts on the Moon, measured from samples returned by Chang’e-5, Nature (2021)Scinexx: Formte ein Einschlag die Mondseiten?
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Feb 17, 2022 • 46min

Ein Planet namens Poltergeist

Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Eigentlich hatte der Radioastronom Alex Wolszczan 1990 in Puerto Rico nach etwas ganz anderem gesucht – und fand stattdessen erstmals Planeten, die einen anderen Stern als unsere Sonne umkreisen. Wobei „Stern“, strenggenommen, nicht ganz richtig ist: Denn dieser Exoplanet umkreist einen Pulsar, also einen Neutronenstern namens PSR B1257+12. Damit ist er bis heute unter den seitdem tausenden gefundenen Exoplaneten ein wahrer Exot. Franzi erzählt die Geschichte dieses Zufallsfunds, von den wohl dichtesten (im wörtlichen Sinne) Objekten im Universum und warum diese allerersten Exoplaneten zu richtig gruseligen Namen gekommen sind. Titelbild: NASA/JPL-Caltech Weiterführende Links WP: Pulsar PSR B1257+12 WP: Aleksander Wolszczan WP: Pulsar WP: Exoplanet YT: Einsturz Arecibo-Radioteleskop PSR B1257+12 c im Exoplanet Catalog der NASA Quellen Wolszczan & D. A. Frail: A planetary system around the millisecond pulsar PSR1257 + 12, Nature (1992) Konacki, Maciej; Wolszczan, Alex: Masses and Orbital Inclinations of Planets in the PSR B1257+12 System, The Astrophysical Journal (2003) Alex Wolszczan: Discovery of pulsar planets, New Astronomy Review (2012) M. Bailes, A. G. Lyne & S. L. Shemar: A planet orbiting the neutron star PSR1829–10, Nature (1991)

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