

AstroGeo - Geschichten aus Astronomie und Geologie
Karl Urban und Franziska Konitzer
Im AstroGeo Podcast erzählen sich die Wissenschaftsjournalisten Franziskia Konitzer und Karl Urban regelmäßig Geschichten, die ihnen entweder die Steine unseres kosmischen Vorgartens eingeflüstert – oder die sie in den Tiefen und Untiefen des Universums aufgestöbert haben. Es sind wahre Geschichten aus Astronomie und Astrophysik, Geologie und Geowissenschaften.
Episodes
Mentioned books

Nov 30, 2022 • 59min
Am Inn kehrt die Natur zurück
Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke!
Er ist der sechstlängste Fluss der Alpen und er könnte ein Naturparadies sein: Doch der Inn ist wie alle Flüsse der mitteleuropäischen Kulturlandschaft vom Menschen stark verändert worden. Er wurde begradigt, von Dämmen begrenzt und mit Staudämmen unterbrochen. Viele seltene Arten, die den Inn und seine Ufer einmal besiedelten, sind längst verschwunden.
In dieser Folge von AstroGeo erzählt die Journalistin und Flussreporterin Sonja Bettel von der Renaturierung des Inns. Der Fluss wird wieder geweitet; ihm wird Raum gelassen, um sein Bett selbst zu suchen. Zwar gelang das erst an einigen Stellen, aber die länderübergreifende Anstrengung zeigt bereits Erfolge: Seltene Arten wie der Flussuferläufer oder der Zwerg-Rohrkolben kehren zurück. Ein gemeinsamer, wissenschaftlich erstellter Aktionsplan soll bei der gemeinsamen Anstrengung helfen.
Weiterlesen bei RiffReporter
InnSieme: Die Natur kehrt an den Inn zurück
InnSieme: Gemeinsam für mehr Natur am Inn
Lech: Ein gezähmter Fluss wird wieder wild
Sélune: Größter Staudammabbruch in Europa
Donau: Ein Forschungsprojekt über den Fluss der Erzählungen
Flüsse in Österreich: Rechnungshof kritisiert: Zu spät, zu wenig Geld
Interview: „Das Netzwerk ist das, was Flüsse ausmacht“
Matrose auf der Donau: „Das war ein großes Abenteuer“
Weiterführende Links
WP: Engadin
WP: Inn
WP: Maloja
WP: St. Moritz
WP: Lunghinsee
WP: Lunghinpass
Projekt Innsieme
WP: Kufsteinlied
WP: Val Bever
WP: Deutsche Tamariske
WP: Flussuferläufer
WP: Flussregenpfeifer
WP: Franziszeische Landesaufnahme
YT: Umgehungsgewässer Ering-Frauenstein
WP: Zwerg-Rohrkolben
WP: Europäische Äsche

Nov 16, 2022 • 1h 2min
Die Stickstoff-Schwemme
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Eigentlich ist Stickstoff ein unverzichtbares Element für alle Lebewesen. Über Jahrmilliarden waren biologisch nutzbare Formen des Stickstoffs heiß begehrt und rar. Doch seit rund hundert Jahren hat sich die Lage auf der Erde drastisch verändert. Seitdem verschmutzt und überdüngt die Menschheit den Planeten mit Stickstoff-Verbindungen wie Nitrat, Stickoxiden, Ammoniak und Lachgas und verändert damit fundamental die Bedingungen im Spiel des Lebens – eine problematische Premiere in der Erdgeschichte.
In dieser Episode von AstroGeo taucht die Wissenschaftsjournalistin und Geoökologin Anne Preger in die Geschichte um den Stickstoff ein. Sie erzählt, welche Folgen die globale Überdosis an Stickstoffverbindungen für die menschliche Gesundheit, die Artenvielfalt, die Luftqualität und das Klima mit sich bringt und wie sich Stickstoff zielgerichteter einsetzen ließe. Zu alledem hat Anne Preger ein Sachbuch recherchiert und geschrieben.
Episodenbild: Anne Preger
Weiterführende Links
Buch: Anne Preger, Globale Überdosis. Stickstoff – die unterschätzte Gefahr für Umwelt und Gesundheit
WP: Geoökologie
WP: Stickstoffkreislauf
WP: Guano
WP: Heinrich Ohlendorff
WP: Salpeter / Natriumnitrat
WP: Hamborger Veermaster
WP: Fritz Haber
WP: Carl Bosch
WP: Haber-Bosch-Verfahren
The Nobel Prize: Fritz Haber
WP: Todeszonen / Hypoxie
WP: Ammoniak
WP: Stickoxide
WP: Lachgas
Quarks Storys Podcast: Mangelware im Überfluss
Vorangedacht-Blog: Für eine gesündere Erde – so wird der eigene Stickstoff-Fußabdruck kleiner
Spektrum: Das Schlaraffenland-Experiment
National Trust: Tyntesfield
Bei den Riffreportern
Interview mit Anne Preger zum Buch „Globale Überdosis“
Schiet happens – wie Seevögel die Weltgeschichte verändert haben
Tote Meere, grüne Monotonie: Wie zu viel Stickstoff global die biologische Vielfalt bedroht

Nov 2, 2022 • 1h 2min
Überwintern am Südpol
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Für viele ist es ein Kindheitstraum: einmal den Winter am wohl unwirtlichsten Ort der Erde verbringen. Die Amundsen-Scott-Südpolstation wurde 1956 gegründet, seither stetig ausgebaut und sie ist das ganze Jahr über besetzt. Eine der wichtigsten Aufgaben der Station ist die astronomische Forschung, denn an kaum einem anderen Ort der Erdoberfläche ist die Luft so dünn und trocken. Doch der Betrieb der verschiedenen Observatorien mitten in der vereisten Antarktis ist herausfordernd und erfordert erfahrenes Personal.
In dieser Folge erzählt der Astrophysiker Robert Schwarz, wie er für eine US-Universität zum Südpol-Überwinterer wurde. Es geht um das erste Neutrinoexperiment, das ins antarktische Eis eingelassen wurde und Infrarotteleskope, die Blicke ins junge Universum ermöglichen. Der Betrieb brachte nicht nur Technik, sondern auch den Techniker an seine Belastungsgrenze. Robert Schwarz hat jetzt gemeinsam mit der Wissenschaftsjournalistin Felicitas Mokler ein Buch über seine Erfahrungen geschrieben, aus dem er hier erzählt.
Episodenbild: Robert Schwarz
Weiterführende Links
Robert Schwarz und Felicitas Mokler: Unter den Polarlichtern der Antarktis (Knesebeck, 2022)Vimeo-Kanal mit Antarktis-Aufnahmen von Robert SchwarzHintergrundmaterial zum BuchWP: AntarktisWP: SüdpolWP: Amundsen-Scott-SüdpolstationWP: Antarctic Muon And Neutrino Detector Array (AMANDA)WP: NeutrinoWP: Tscherenkow-StrahlungWP: IceCube Neutrino Observatory
Bei den Weltraumreportern
Neutrinoastronomie in der AntarktisMultimessenger-Astronomie: Ein Schwarzes Loch lässt grüßen

Oct 19, 2022 • 53min
Was Schleim mit uns und der Erde macht
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Schleim hat es nicht leicht. Er ist vielleicht das einzige Biomaterial mit gleich zwei Imageproblemen. Er macht äußerlich nicht viel her, gilt also als banal oder Abfall. Und er ist ein außerordentlich potenter Ekel-Auslöser. Das hat seine Berechtigung, denn diese Emotion soll uns mit starken Abwehrreaktionen von Pathogenen und Parasiten fernhalten. Und Schleim ist tatsächlich oft kontaminiert. Er fängt Erreger ein und Mikroben produzieren selbst eigene Schleime. Das sind gute Gründe, um einen großen Bogen um Schleim zu machen. Aus der Distanz wird aber leicht übersehen, wie wichtig, komplex und unverzichtbar dieses Biomaterial ist.
Schleim hat das Leben auf der Erde wohl von Beginn an begleitet und liefert mehrere essenzielle Funktionen, etwa als Gleitmittel, als Klebstoff und als selektive Barriere, die etwa im Darm Nährstoffe passieren lässt und gleichzeitig Erreger abfängt. Dabei ähneln sich biologische Schleime und gehören zur großen Gruppe der Hydrogele. Sie bestehen fast nur aus Wasser, das aber so gebunden ist, dass es nur langsam fließen kann, Das ergibt die charakteristische Schleimigkeit, wobei der Organismus die Konsistenz und Eigenschaften von Schleimen verändern und so an den jeweiligen Bedarf anpassen kann.
In dieser Folge des AstroGeo Podcast erzählt Susanne Wedlich, wie sie ihren Ekel überwand und den Schleim lieben lernte. Vor allem aber geht es um die Rolle des Schleims auf der Erde und wie das Leben sie dank des besonderen Materials gestaltete. Susanne Wedlich ist Autorin des Riffreporter-Magazins Schleimwelten und hat ein Buch über das Thema geschrieben.
Weiterführende Links
Buch: Susanne Wedlich, Das Buch vom Schleim
English Edition: Susanne Weldich, Slime, A Natural History
WP: Schleim
WP: Hydrogel
WP: Mikrobiom
WP: Glykokalyx
WP: Bindegewebe
WP: Biologische Bodenkrusten
WP: Stromatolithen
WP: Ooide
New York City Slime Museum, Sloomoo Institute
WP: Gaia-Hypothese
Bei den Riffreportern
Chemie-Nobelpreis 2022: Carolyn Bertozzi und die Zellhülle, die zu Krebs und Infektionen beiträgt
Nobelpreis für Medizin: Wie es Svante Pääbo gelang, in den Genen von Urmenschen zu lesen
Die Haut der Erde im Klimastress

Oct 5, 2022 • 39min
Ufo-Stadt Roswell und was dort wirklich passierte
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75 Jahre ist es her, dass ein Farmer in der Wüste von New Mexico auf seltsame Trümmerteile stieß. Der Mann ging mit seinem Fund zum Sheriff; der wiederum verständigte das Militär. Die US Army veröffentliche kurz darauf eine Pressemitteilung: „Ufo in der Wüste abgestürzt.“ Der Name des Ortes: Roswell.
Die Begebenheit ist lange her, doch noch immer ranken sich zahlreiche Verschwörungstheorien um den angeblichen Ufo-Crash von 1947. In unserem Podcast berichtet USA-Reporter Steve Przybilla, wie die Bewohnerinnen und Bewohner im Laufe ihrer Geschichte unterschiedlich mit ihrem außerirdischen Erbe umgehen.
Mal verlacht, mal verpönt, aber immer präsent: Die vermeintliche Ufo-Landung spielt noch immer eine wichtige Rolle in Roswell, vor allem für den Tourismus. Steve schildert seine persönlichen Eindrücke. Er hat bereits 2010 für seine Masterarbeit in Roswell geforscht und die Stadt später noch einmal besucht. Auch bei RiffReporter hat er bereits über Roswell geschrieben.
Episodenbild: Steve Przybilla
Weiterführende Links
WP: RoswellWP: Rosswell-ZwischenfallWP: UFOWP: Area 51WP: Krieg der WeltenWP: Watergate-AffäreWP: Independence Day (1996)Rosswell UFO Festival
Bei Riffreporter
Außerirdische in Roswell: Hilfe, das Ufo ist weg!Was weiß die US-Regierung über Ufos?UFOs – Warum wir sie ernst nehmen solltenWas wäre, wenn wir tatsächlich Aliens finden würden? – Teil eins
Bei AstroGeo
AG053 Wie man heutzutage nach Außerirdischen suchtAG054 Das Rennen der Steine

Sep 21, 2022 • 23min
Saturn-Ringe und ein verlorener Mond
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Im Jahr 1610 beobachtete Galileo Galilei als erster Mensch die Ringe des Saturn durch ein Teleskop. Er wusste zwar nicht genau, was das für seitliche Ausbuchtungen am runden Planeten sind und notiert sich diese „Ohren“ in seinem Notizbuch. Später erkannten Astronomen die Gestalt der Ringe, aber erst in den 1970er und 1980er Jahren haben Raumsonden vom Ringplaneten atemberaubende Fotos zurück geschickt.
Vor ziemlich genau fünf Jahren ging die letzte Saturnmission erfolgreich zu Ende: Cassini-Huygens versank am 17. September 2017 in der dichten Atmosphäre des Saturn. Der Orbiter Cassini umkreiste mehrere Jahre lang den Planeten und seine Monde und die Landeeinheit Huygens setzte sogar auf dem Saturnmond Titan auf.
Eine Unmenge an Daten hat Cassini zur Erde zurück geschickt. Bis heute läuft die Auswertung und ist für viele Überraschungen gut. In dieser Folge vom AstroGeo-Podcast erzählt Yvonne Maier, wie Forschende nun anhand der Cassini-Daten ausgerechnet haben, wie es dazu gekommen ist, dass die Rotationsachse des Saturns knapp 30 Grad geneigt ist und warum er so ein beeindruckendes Ringsystem hat – und was ein verschwundener Mond damit zu tun haben könnte.
Weiterführende Links
WP: SaturnWP: Galileo GalileoWP: SaturnringeWP: Cassini-Huygens
Bei den Weltraumreportern
Leben fernab erdähnlicher Planeten
Quellen
Wisdom, Jack et al.: Loss of a satellite could explain Saturn’s obliquity and young rings, Science (2022)

Sep 7, 2022 • 58min
Als die Erde zu Eis erstarrte
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Die Vereisung fing an den Polen an. Eisschollen ballten sich zu Packeis und überspannten bald den arktischen und antarktischen Ozean. Auch Kontinente in der Nähe der Pole wurden von Eis überzogen, während von den großen Gebirgen hinab Gletscher immer tiefer in die Täler vordrangen. Es war der Beginn einer Eiszeit, die eigentlich zur Erde dazugehören: Alle paar Jahrtausende gab es in jüngerer geologischer Vergangenheit solche Phasen. Unsere Vorfahren erlebten und überlebten vor 23.000 Jahren den Höhepunkt der letzten Eiszeit. Aber diese war ganz anders.
Karl erzählt die Geschichte einer der extremsten Phasen der Erdgeschichte: Vor 650 Millionen Jahren froren nicht nur Teile der Kontinente zu, sondern die Erde gefror komplett. Alle Landmassen und Ozeane waren zwischen den Polen und dem Äquator von Eis bedeckt. Der Blaue Planet war weiß geworden. Diese Phase dauerte in zwei Episoden unvorstellbare 67 Millionen Jahre an. Die Theorie hielten die meisten Geologinnen und Geologen zuerst für so extrem, dass es fast 40 Jahre dauerte, bis die Fachwelt die Idee von Schneeball Erde akzeptierte. Denn es fand sich mitterlweile eine Erklärung, wie die zum Schneeball gefrorene Erde auftauen konnte.
Episodenbild: NASA
Links
WP: SvalbardWP: Brian HarlandWP: Fridtjof NansenWP: Schneeball ErdeWP: PräkambriumWP: Kambrische ExplosionWP: DiamiktitWP: KarbonateWP: Cap CarbonateWP: AktualismusWP: Alfred WegenerWP: Joseph KirschvinkWP: Paul HoffmanWP: CryogeniumWP: Daniel Schrag
Quellen
Buch: Gabrielle Walker, Snowball Earth, Bloomsbury Pub (2003)Kirschvink, Joseph: Late Proterozoic low-latitude global glaciation: the snowball Earth (1992)Hoffman, Paul et al.: Snowball Earth climate dynamics and Cryogenian geology-geobiology (2017)

Aug 24, 2022 • 49min
Es sind nie Aliens – oder?
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„It’s never aliens!“ – Es stimmt schon, dass es bislang für mysteriöse Signale aus dem All meistens profane Erklärungen gab. Aber wie sollen wir potenzielle Außerirdische finden, wenn wir nicht nach ihnen suchen?
Da ein Besuch vor Ort nicht im Rahmen unseres Möglichen liegt, gibt es seit einigen Jahrzehnten SETI: Search for Extraterrestrial Intelligence. Und derzeit läuft das größte SETI-Vorhaben aller Zeiten: Das Breakthrough Listen-Projekt hat zehn Jahre Zeit und 100 Millionen US-Dollar zur Verfügung, um nachzuhören und nachzusehen, ob nicht doch Außerirdische durchs All funken oder gar Laserpulse senden. Und tatsächlich gab es vor ein paar Jahren dieses eine interessante Signal, das praktischerweise von unserem allernächsten Stern zu stammen schien – von Proxima Centauri.
Franzi erzählt einem skeptischen Karl die Geschichte dieses so vielversprechenden Signals namens BLC1, davon, mit welchen Schwierigkeiten Alienjägerinnen und -jäger heutzutage zu kämpfen haben und nach was man überhaupt sucht, wenn man dafür ein gigantisch großes Radioteleskop zur Verfügung hat.
Episodenbild: CC-BY 2.0 Xenu / Flickr
Weiterführende Links
WP: ContactWP: Breakthrough ListenWP: Yuri MilnerWP: Parkes-TeleskopWP: BLC1WP: Das Wow-SignalBR24: Australisches Teleskop empfängt mysteriöse SignaleSpektrum.de: Mysteriöses Alien-Signal leider doch nicht mysteriösAstroGeo Blog: Wow! oder nicht Wow?Deutschlandfunk: Megakonstellationen bedrohen die Astronomie
Bei Riffreporter
Was wäre, wenn wir tatsächlich Aliens finden würden? – Teil einsWas wäre, wenn wir Außerirdische finden würden? Teil zweiUFOs – Warum wir sie ernst nehmen solltenUSA: Woher kommt die Faszination für Ufos und Aliens?
Quellen
Big Ear Memorial WebsiteSheikh et al: Analysis of the Breakthrough Listen signal of interest blc1 with a technosignature verification framework (2021)

Aug 10, 2022 • 45min
Das Rennen der Steine
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Das Death Valley ist ein Ort der Extreme: Zwischen Nevada und Kalifornien gelegen, handelt es sich um einen der trockensten und heißesten Orte der Erde. Goldsucher, die das Tal auf dem Weg nach Westen kreuzten, gaben ihm seinen Namen. Später, im Jahr 1913, maß das US-Wetterbüro hier die höchste jemals gemessene Temperatur von 56,7 Grad Celsius.
Das wohl größte geologische Rätsel des Death Valley wurde erst etwas später entdeckt: Seit 1948 reisten Forschende immer wieder in ein kleines Seitental. Es ist ein Hochplateau, das 1132 Meter über dem Meeresspiegel liegt. In dieser flachen Ebene geht etwas Merkwürdiges vor sich: Es gibt Steine, die sich wie von Geisterhand bewegen. Nie hatte ein Mensch gesehen, wie sie sich bewegten oder warum – doch die Wanderung der Brocken ist durch Schleifspuren im feinen Staub sichtbar.
In dieser Folge erzählt Karl die Geschichte des kleinen Seitentals im Death Valley, das den Namen Racetrack Playa trägt. Das Rennen der Steine geht dort bis heute weiter – es nahm vor wenigen Jahren allerdings eine interessante Wendung.
Episodenbild: CC-BY 2.0 John Fowler
Weiterführende Links
WP: Death ValleyWP: Endorheisches BeckenWP: Racetrack Playa
Quellen
Norris et al.: Sliding Rocks on Racetrack Playa, Death Valley National Park: First Observation of Rocks in Motion (2014)Nature.com: Wandering stones‘ of Death Valley explained

Jul 27, 2022 • 37min
Die verlorenen Mondspiegel
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Bei den Mondlandungen in den 1960er- und 1970er-Jahren ging es um Vieles – die Wissenschaft war da, ehrlich gesagt, eher eine Randnotiz. Und die Apollo-Astronauten haben als Abschiedsgruß auch noch eine ganze Menge Müll zurückgelassen. Allerdings haben Sie auch etwas durch und durch Nützliches auf dem Mond abgestellt. Es war leicht zu tragen und unkompliziert in der Installation: Spiegel. Auch zwei sowjetische Mondfahrzeuge hatten Spiegel an Bord.
Franzi erzählt, warum die lunaren Retroreflektoren auch noch fünfzig Jahre nach dem Ansturm auf den Mond praktisch sind: Dieses „Lunar Laser Ranging“ ist längst nicht nur dafür gut, um die Abstand zu unserem Begleiter hochgenau zu vermessen.
Episodenbild: NASA
Weiterführende Links
WP: Lunar Laser RangingWP: Lunar Retroranging Reflecor ExperimentUniversität Hannover, Institut für Erdmessung: Lunar Laser RangingWP: Lunokhod 1WP: Lunokhod 2 (englisch)WP: Lunar Reconnaissance OrbiterNASA: NASA Long-Lived Mars Opportunity Rover Sets Off-World Driving RecordWP: Geodätisches Observatorium WettzellWP: Allgemeine RelativitätstheorieWP: Gravitationskonstante
Quellen
NASA: Catalogue of Manmade Material on the MoonLROC: Lunokhod 1 RevisitedNew York Times: After 17 Years, a Glimpse of a Lunar PurchasearXiV: Laser Ranging to the Lost Lunokhod 1 Reflector


