AstroGeo - Geschichten aus Astronomie und Geologie

Karl Urban und Franziska Konitzer
undefined
Sep 18, 2024 • 48min

AstroGeoPlänkel: Universum, Satelliten und unerwartete Eichhörnchen

Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! In dieser Episode geht es wieder um euer Feedback zu den Geschichten: Das AstroGeoPlänkel ist eine regelmäßige Sonderfolge, in der es um eure Fragen, Kommentare, Anmerkungen und Wünsche geht.Dieses Mal sprechen wir über die gedankenverknotende Expansion des Universums und warum das junge Universum nicht gleich nach seiner Entstehung zu einem Schwarzen Loch kollabiert ist. Außerdem geht es darum, wie verglühende Satelliten helfen können, Flugbahn und Masse vorher unbekannter Meteoriten zu bestimmen. Wir sprechen auch über unsere Art, True Science-Geschichten zu erzählen und über unsere englischsprachigen Töne. Und zwischendurch geht es auch um Franzis Eichhörnchen, die ihren Balkon – und ihr Herz! – fest in ihren Krallen haben. Weiterhören bei Astrogeo Folge 94: Das Universum und sein Urknall – der Anfang des Anfangs Folge 98: Das Erbe des Urknalls: Wie die Materie in unser Universum kam Folge 99: Aluminium im Himmel: Wie Satelliten die Ozonschicht gefährden Folge 89: Ninjas der Nacht: Die Entwicklung der Säugetiere Folge 78: Kernenergie vor 2 Milliarden Jahren: Der Atomreaktor Oklo Weiterführende Links WP: Kamiokande WP: Eichhörnchen YouTube: Space Shuttle Launch Audio KIT: Starlink-Absturz belauscht Volkssternwarte München: Franzis Vortrag “Der Anfang von Allem: Wie der Urknall ins Universum kam” Quellen Fachartikel: Hans Bethe: Energy Production in Stars, Physical Reviews (1939)
undefined
Sep 4, 2024 • 1h 11min

Aluminium im Himmel: Wie Satelliten die Ozonschicht gefährden

Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Am 22. Februar 2018 starten zwei unscheinbare Satelliten in eine Umlaufbahn: Sie sind weder besonders groß, noch auf andere Weise auffällig. Aber diese zwei Satelliten, die den Namen Starlink tragen, läuten einen Wandel im erdnahen Weltraum ein. Und der ist auch heute längst noch nicht abgeschlossen. Wir befinden uns mitten im Zeitalter der Megakonstellationen – von tausenden Satelliten, die viele neue Anwendungen möglich machen. Allerdings kommen diese Chancen der Raumfahrt zu einem hohen Preis. Karl erzählt in dieser Podcastfolge von seiner Langzeitrecherche über die letzten sechs Jahre. Er wollte herausfinden, ob die Atmosphäre durch immer mehr startende Raketen und vor allem durch die stark wachsende Zahl verglühender Satelliten beschädigt werden könnte. Wieder mal geht es um die Ozonschicht: Denn jeder verglühende Satellit hinterlässt Partikel aus Aluminium, die chemische Abbaureaktionen anstoßen könnten und dadurch den planetaren Schutzschicht gegen krebserregende UV-Strahlung der Sonne beschädigen. Mehr von Weltraumreportern und AstroGeo AstroGeo 074: Leuchtende Nachtwolken Verglühende Satelliten: unterschätzte Risiken für Klima und Ozonschicht Starlink: Zensur im All, digitale Gräben und eine neue Industrie Gefährdet Starlink Astronomie und Raumfahrt? Elektrosmog von Starlink-Satelliten stört Radioteleskope Verglühende Satelliten gefährden Ozonschicht Weiterführende Links WP: Space Shuttle WP: Falcon 9 WP: Starlink WP: Mesosphäre WP: Ozonschicht Aaron Boley, University of British Columbia WP: Paul Crutzen WP: FCKW WP: Ozonloch WP: Montreal-Protokoll Johannes Schneider, MPIC WP: Meteoriten ESA: Clean Space Programme José Ferreira, University of Southern California WP: Molekulardynamik-Simulation WP: Sputtern WP: Thermische Ablation BBC: Japan developing wooden satellites to cut space junk Patrick Flamm, Peace Research Institute Frankfurt Quellen Fachartikel: Boley & Byers: Satellite mega‐constellations create risks in Low Earth Orbit, the atmosphere and on Earth, Scientific Reports (2021) Fachartikel: Molina et al.: The reaction of CIONO2 with HCI on aluminum oxide, Geophysical Research Letters (1997) Präsentation: Bekki et al.: Environmental impacts of atmospheric emissions from spacecraft re-entry demise (2021) Fachartikel: Schulz & Glassmeier: On the Anthropogenic and Natural Injection of Matter into Earth’s Atmosphere, Advances in Space Research (2021) [arXiv] Fachartikel: Flamm et al.: Space sustainability through atmosphere pollution? De-orbiting, atmosphere-blindness and planetary environmental injustice, The Anthropocene Review (2024) Fachartikel: Ferreira et al.: Potential Ozone Depletion From Satellite Demise During Atmospheric Reentry in the Era of Mega‐Constellations, Geophysical Research Letters (2024) Episodenbild: NASA/ESA/Bill Moede and Jesse Carpenter
undefined
Aug 21, 2024 • 50min

Das Erbe des Urknalls: Wie die Materie in unser Universum kam

Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Der Anfang vom Anfang war gemacht: Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatten Wissenschaftler herausgefunden, dass unser Universum nicht ewig und unveränderlich in all seiner Pracht existiert, sondern dass es in ferner Vergangenheit zunächst entstanden ist. Dieses Ereignis bezeichnen wir heute als Urknall – aber was ist dann passiert? In dieser Folge erzählt Franzi die Geschichte eines Physikers namens Ralph Alpher, der herausgefunden hat, wie das Weltall und alles in ihm entstanden ist: wie die Materie in unser Universum kam, allen voran die beiden häufigsten chemischen Elemente Wasserstoff und Helium. Diese Urknall-Nukleosynthese ist bis heute eine der stärksten Hinweise darauf, dass das Universum in einem unvorstellbar heißen und dichten Zustand angefangen hat – und sie verrät uns außerdem, wie lange dieser Anfang vom Allem gedauert hat. Weiterhören bei AstroGeo Folge 94: Das Universum und sein Urknall – der Anfang des Anfangs Folge 79: Fehlende Neutrinos: Als die Sonne kaputt war Weiterführende Links WP: Georges Lemaître WP: Urknall WP: Ralph Alpher WP: Alpher-Bethe-Gamow-Theorie WP: George Gamow WP: Alphastrahlung WP: Hans Bethe WP: Kernfusion WP: Ylem (engl.) WP: Robert Herman WP: Primordiale Nukleosynthese WP: Neutroneneinfang WP: Nukleosynthese Quellen Buch: Joseph D’Agnese – The Scientist and the Sociopath (2014) Buch: Ralph Alpher, Robert Herman – Genesis of the Big Bang (2001) Blog-Artikel: My Unpublished Interview with Astronomer Vera Rubin (2017) Fachartikel: The Origin of Chemical Elements (1948) Fachartikel: What’s in a Name: History and Meanings of the Term „Big Bang“ (2013)
undefined
Aug 7, 2024 • 49min

AstroGeoPlänkel: Urknalllärm, Urvorfahr, Oumamua

Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! In dieser Episode geht es wieder um euer Feedback zu den Geschichten: Das AstroGeoPlänkel ist eine regelmäßige Sonderfolge, in der es um eure Fragen, Kommentare, Anmerkungen und Wünsche geht. Dieses Mal sprechen wir ausgiebig über den Sound des Urknalls, der auch etwas mit Rockmusik und der Band Motörhead zu tun hat – und der Frage, ob es Bands gibt, die sogar lauter als der Urknall sind. Außerdem geht es um die Entstehung des Lebens, besonders den ersten gemeinsamen Vorfahren allen Lebens auf der Erde,  LUCA. Denn vielleicht könnte der viel früher gelebt haben, als noch vor ein paar Jahren angenommen. Zuletzt kehren wir auch zur Debatte über den ersten interstellaren Besucher Oumuamua zurück – was waren eure Reaktionen zur Alien-Kontroverse um diesen mysteriösen Brocken aus dem All? Weiterhören bei Astrogeo AG094 Das Universum und sein Urknall – der Anfang des Anfangs AG095 Von Tümpeln zu Tiefseevulkanen: Wo entstand das Leben? AG096 Späher von fernen Sternen – was verbirgt Oumuamua? Weiterführende Links WP: Phylogenie WP: Molekulare Uhr WP: Drake-Gleichung Quellen Fachartikel: Moody et al.: The nature of the last universal common ancestor and its impact on the early Earth system, Nature (2024) Fachartikel: Cowie: The ‘Oumuamua Controversy, Nature Astronomy (2021) Episodenbild: Galaxie: ESA/Robert Gendler; Tiefseevulkan: CC-BY Ifremer; Komet: ESA/Hubble, NASA, ESO, M. Kornmesser
undefined
Jul 24, 2024 • 1h 39min

Späher von fernen Sternen: Was verbirgt Oumuamua?

Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Am 25. Oktober 2017 finden Forschende in den Daten von vier Teleskopen auf Hawaii ein merkwürdiges Objekt: Es ist ein Lichtpunkt, dessen Umlaufbahn um die Sonne irgendwie seltsam ist. Schnell ist klar: Man hatte den ersten interstellaren Besucher entdeckt. Ein Komet, so vermuten die Astronomen, der aus einem anderen Sternensystem stammt. Karl erzählt in dieser Folge die Geschichte des Objekts 1I/Oumuamua. Obwohl er nach wenigen Wochen bereits aus dem Sichtfeld der meisten Teleskope verschwunden war, konnten einige Daten über ihn gesammelt werden. Diese Daten scheinen aber bis heute nicht gut zusammenzupassen: Zwar beschleunigte Oumuamua nach seinem Vorbeiflug an der Sonne wie ein Komet, der einen Schweif bildet. Aber Teleskope fanden keinen Hinweis auf empor geschleuderten Staub oder austretendes Gas. Auch seine eigenartige Form gibt Rätsel auf, denn die ähnelt entweder einem flachen Pfannkuchen oder einer Zigarre. Die Studienlage ist vielfältig und die Zahl der Hypothesen über den Ursprung und die Entstehung von Oumuamua ist groß. Bekannt wurde der erste interstellare Besucher allerdings durch eine Hypothese des Harvard-Physikers Avi Loeb: Er hält es bis heute für möglich, dass Oumuamua von Außerirdischen gebaut worden ist. Doch seine Herangehensweise, mit der wir uns am Ende dieser Geschichte beschäftigen, schadet der Wissenschaft vielleicht mehr, als dass sie nutzt. Weiterhören bei AstroGeo Folge 62: Pluto – ein Herz und vier Sorten Eis Folge 76: Das Nizza-Modell – Chaos zwischen jungen Planeten Weiterführende Links WP: Minor Planet Center WP: Pan-STARRS WP: 1I/Oumuamua WP: Avi Loeb WP: Oortsche Wolke WP: Komet WP: Banards Pfeilstern WP: 2I/Borisov WP: Spitzer-Weltraumteleskop WP: Vera-Rubin-Teleskop WP: Comet Interceptor WP: Dyson-Sphäre Quellen Minor Planet Center: Comet C/2017 U1 (PANSTARRS) Fachartikel: Bialy & Loeb: Could Solar Radiation Pressure Explain ‘Oumuamua’s Peculiar Acceleration?, The Astrophysical Journal Letters (2018) Fachartikel: Mamajek: Kinematics of the Interstellar Vagabond 1I/’Oumuamua (A/2017 U1), Research Notes of the AAS (2017) Fachartikel: The ‘Oumuamua ISSI Team: The natural history of ‘Oumuamua, Nature Astronomy (2019) Fachartikel: Do et al.: Interstellar Interlopers: Number Density and Origin of ‘Oumuamua-like Objects, The Astrophysical Journal Letters (2018) Fachartikel: Seligman & Laughlin: The Feasibility and Benefits of In Situ Exploration of ‘Oumuamua-like Objects, The Astrophysical Journal (2018) Fachartikel: Fraser et al.: The tumbling rotational state of 1I/‘Oumuamua, Nature Astronomy (2018) Fachartikel: Trissi et al.: Spitzer Observations of Interstellar Object 1I/‘Oumuamua, The Astronomical Journal (2018) Fachartikel: Bergner & Seligman: Acceleration of 1I/‘Oumuamua from radiolytically produced H2 in H2O ice, Nature (2023) Fachartikel: Moro-Martín: Could 1I/‘Oumuamua be an icy fractal aggregate?, The Astrophysical Journal Letters (2019) Fachartikel: Levine et al.: Constraints on the Occurrence of ‘Oumuamua-Like Objects, The Astrophysical Journal (2021) Fachartikel: Hoang & Loeb: Implications of Evaporative Cooling by H2 for 1I/’Oumuamua, The Astrophysical Journal Letters (2023) Fachartikel: Ligterink: Accelerating ‘Oumuamua with H2 is challenging, Nature (2023) Fachartikel: Cowie: The ‘Oumuamua Controversy, Nature Astronomy (2021) Fachartikel: Siraj et al: Physical Considerations for an Intercept Mission to a 1I/’Oumuamua-Like Interstellar Object, Journal of Astronomical Instrumentation (2023)  Buch: Avi Loeb: Außerirdisch, Deutsche Verlags-Anstalt, ISBN 978-3-641-26336-2  (2021) [Deutsche Nationalbibliothek] Hinweis zum Episodenbild Oumuamua hat möglicherweise die Form einer langgestreckten Zigarre, wie hier künstlerisch dargestellt. Als wahrscheinlicher gilt mittlerweile die eines oblaten Spheroids, also eines flachen Eierpfannkuchens. Anders als im Bild dargestellt, konnten weder Staub noch Gas eines Kometenschweifs nachgewiesen werden. Doch es könnte nicht nachweisbare Gase wie Wasser, Stickstoff oder Wasserstoff gegeben haben oder groben Staub, der ebenfalls für die genutzten Teleskope unsichtbar gewesen wäre. Deshalb haben wir uns für dieses Episodenbild entschieden. Bildquelle: ESA/Hubble, NASA, ESO, M. Kornmesser
undefined
Jul 10, 2024 • 1h 25min

Von Tümpeln zu Tiefseevulkanen: Wo entstand das Leben?

Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Es ist keine ganz einfache Frage, wohl aber eine der größten in den Naturwissenschaften: Woher stammt das Leben auf der Erde? Um uns einer Antwort zu nähern, müssen wir in flachen Tümpeln dümpeln und in die Tiefsee tauchen. Viele große Forscherïnnen haben dazu etwas beigetragen, darunter Charles Darwin, Stanley Miller oder Deborah Kelly. Franzi und Karl nehmen in dieser Folge die Chemikerin Martina Preiner an Bord: Sie war Wissenschaftsjournalistin und Podcast-Host und wurde quasi während eines Interviews mit einem Forscher, das sie führte, zurück in die Wissenschaft geholt. Sie forschte dann in Düsseldorf sowie Utrecht und machte eine Forschungsreise zu vulkanischen Tiefseequellen. Seit 2023 entwickelt sie eigene Experimente, die den möglichen Stoffwechsel der ersten Arten nachstellen, gemeinsam mit ihren Kollegïnnen am Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie in Marburg. Martina taucht mit uns tief ein in die Forschungsgeschichte zu jener großen Frage, woher das Leben stammt: Von der Spontanzeugung im 19. Jahrhundert und die Idee der flachen Tümpel über das berühmte Miller-Urey-Experiment im 20. Jahrhundert geht es bis zu Martinas eigenem Forschungsgebiet: Wie die ersten wichtigen Stoffwechsel-Prozesse des Lebens vielleicht ohne komplexe Biomoleküle stattfanden. Weiterhören bei AstroGeo Folge 76: Subduktion – das tiefe Geheimnis des Blauen Planeten Weiterführende Links MPI für terrestrische Mikrobiologie: Gruppe Martina Preiner Audible: Und oder zum Quadrat (Paywall) WP: Chemische Evolution WP: Miller-Urey-Experiment WP: Louis Pasteur WP: Spontanzeugung WP: Charles Darwin WP: Alexander Oparin WP: John Haldane (englisch) WP: Nukleinsäuren WP: RNA WP: RNA-Welt-Hypothese WP: Archaeen WP: LUCA – Last Universal Common Ancestor WP: Serpentinisierung WP: Olivin WP: Schwarze / Weiße Raucher WP: Deborah Kelly (englisch) WP: Lost City WP: Haber-Bosch-Verfahren Quellen Fachartikel: Muchowska et al.: Nonenzymatic Metabolic Reactions and Life’s Origins, Chemical Reviews (2020) Fachartikel: Preiner et al.: The Future of Origin of Life Research: Bridging Decades-Old Divisions, Life (2020) Fachartikel: Preiner et al: A hydrogen-dependent geochemical analogue of primordial carbon and energy metabolism, Nature Ecology & Evolution (2020) Fachartikel: Kirschning: On the evolution of coenzyme biosynthesis, Natural Product Reports (2021) Fachartikel: Weiss et al: The last universal common ancestor between ancient Earth chemistry and the onset of genetics, PloS Genetics (2018) Buch: Smith & Morowitz: The Origin and Nature of Life on Earth: The emergence of the fourth geosphere, Cambridge University Press, ISBN 978-1-107-12188-1 (2016) [Wikipedia, Verlag] Episodenbild: CC-BY Ifremer
undefined
Jun 26, 2024 • 1h 18min

Das Universum und sein Urknall – der Anfang des Anfangs

Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Unser schönes Universum, so majestätisch, so… ewig und unveränderlich? Als Albert Einstein zu Beginn des 20. Jahrhunderts seine Allgemeine Relativitätstheorie auf das gesamte Universum anwendete, gefiel ihm das Ergebnis ganz und gar nicht: Denn seine Theorie sagte ihm, dass das Universum entweder expandiert oder kollabiert, kurzum, dass es dynamisch sei. Das passte Einstein ganz und gar nicht – denn er lebte zu einer Zeit, als das Universum nur aus einer einzigen Galaxie, nämlich unserer Milchstraße, bestand und dazu noch statisch war. Das heißt: Das Universum verändert sich nicht. Es wird weder größer noch kleiner, es hat es schon immer gegeben und es wird es immer geben. Wie ist unser Universum entstanden? Albert Einsteins Antwort darauf lautete zunächst: gar nicht. In dieser Folge von AstroGeo erzählt Franzi die Geschichte vom Anfang des Anfangs: Ein belgischer Priester und Physiker namens Georges Lemaître fand als Erster heraus, dass sich das Universum ausdehnt – und ist von dieser Expansion des Universums zu seinem Anfang gelangt, den wir heute Urknall nennen. Weiterhören bei Astrogeo Folge 85: Böse Doppelgänger aus der Parallelwelt: Die Physik des Multiversums Folge 77: Asteroseismologie: Schwingende Sterne und innere Geheimnisse Folge 63: Sterne verstehen mit Lochkarten Weiterführende Links WP: Albert Einstein WP: Relativitätstheorie WP: Einsteinsche Feldgleichungen WP: Kosmologie WP: Isaac Newton WP: Vesto Slipher WP: Edwin Hubble WP: Henrietta Swan Leavitt WP: Cepheiden WP: Perioden-Leuchtkraft-Beziehung WP: Georges Lemaître WP: Urknall Empfehlung: Podcast Unboxed – Storys ans Licht gebracht Quellen Fachartikel: Einstein’s conversion from his static to an expanding universe (2013) New York Times: Even Einstein had his off days (2005) Fachartikel: The Contribution of V. M. Slipher to the Discovery of the Expanding Universe (2013) Fachartikel: Lemaître – A Personal Profile (2013) Fachartikel: Dismantling Hubble’s Legacy? (2013) Fachartikel: Hubble Law or Hubble-Lemaître Law? The IAU Resolution (2018) IAU Pressemitteilung: IAU members vote to recommend renaming the Hubble law as the Hubble–Lemaître law (2018) Fachartikel: The Beginning of the World from the Point of View of Quantum Theory (1931) Fachartikel: A homogeneous universe of constant mass and increasing radius accounting for the radial velocity of extra-galactic nebulae (1931) Episodenbild: ESA/Robert Gendler
undefined
Jun 12, 2024 • 39min

AstroGeoPlänkel: Explodierende Sterne und Exovulkane

Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! In dieser Episode geht es wieder um euer Feedback zu den Geschichten: Das AstroGeoPlänkel ist eine regelmäßige Sonderfolge, in der es um eure Fragen, Kommentare, Anmerkungen und Wünsche geht. Dieses Mal sprechen wir nochmal über die überwiegend männliche Sehschwäche beim Menschen, wie verschiedene Sterne sterben können und darüber, warum Karl die spannendsten Studien zu Io erst dann findet, wenn die Folge längst aufgenommen ist. Zuletzt geht es um unsere Sprache im Podcast und was wir daran ändern können und wollen. Weiterhören bei AstroGeo Folge 89: Ninjas der Nacht: Die Entwicklung der Säugetiere Folge 91: Ein neuer Stern – die bevorstehende Nova in der Nördlichen Krone Folge 92: Vulkan-Wunderwelt: Wieso brodelt Jupiters Mond Io? Weiterführende Links WP: Supernova WP: 55 Cancri WP: Karbonatite WP: ALMA-Teleskope Youtube: TEDx Stuttgart, Fabian Neidhardt: Die Vielleicht-Ära. Unverbindlichkeit im Alltag Quellen Fachartikel: Hu et al.: A secondary atmosphere on the rocky exoplanet 55 Cancri e, Nature (2024) Fachartikel: De Kleer et al.: Isotopic evidence of long-lived volcanism on Io, Science (2024) Episodenbild: NASA/JPL/DLR; ESO/L. Calçada/M.Kornmesser
undefined
May 29, 2024 • 1h 3min

Vulkan-Wunderwelt: Wieso brodelt Jupiters Mond Io?

Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Am 9. März 1979 blickte die Astronomin Linda Morabito-Kelly auf eine Aufnahme der Raumsonde Voyager 1 und traute ihren Augen nicht. Erst vier Tage zuvor war die NASA-Mission auf ihrer großen Tour durchs Planetensystem am Jupiter und seinen Monden vorbeigeflogen und hatte dabei nicht nur den Gasriesen, sondern auch seine Monde fotografiert. Als Voyager ein paar letzte Bilder aus der Ferne machte, erschien nun über dem Mond Io eine gewaltige schirmförmige Wolke. Der Vulkanausbruch auf Io gilt bis heute als eine der überraschendsten Entdeckungen der Raumfahrtgeschichte. Sie hat gezeigt, dass der jupiternächste Mond keine lange erkaltete und verkraterte Welt ist, wie etwa der Mond der Erde. Io ist stattdessen eine Vulkan-Wunderwelt: Auf seiner Oberfläche brodeln über 250 Vulkane. Es gibt mehrere Lavaseen, von denen der größe 180 Kilometer misst. Und Aschewolken können schon mal ein Drittel seines Durchmesser überspannen. Karl erzählt in dieser Podcastfolge, was seit 1979 über Io in Erfahrung gebracht wurde – und warum das für Planetenforscherinnen und -forscher heute immer interessanter wird: Denn die vulkanische Aktivität auf Io kann auch etwas über ferne Exoplaneten verraten und genauso über die frühe und vulkanisch aktive Geschichte der Erde und anderer unserer planetaren Nachbarn. Weiterhören bei AstroGeo Folge 46: Der erste Exo-Ozean auf Jupitermond Europa Weiterführende Links WP: Linda Morabito-Kelly WP: Voyager 1 WP: Galileische Monde WP: Io WP: Lava WP: Lavatunnel WP: Simon Marius WP: Caldera Größte Calderen der Erde WP: Pele WP: Juno WP: Loki Patera WP: Lavasee WP: Nyaragongo WP: CoRoT-7b WP: Magma Ocean (englisch) WP: Io Volcano Observer (englisch) Quellen Fachartikel: S. Peale et al: Melting of lo by Tidal Dissipation, Science (1979) Fachartikel: N. Thomas: A comprehensive investigation of the Galilean moon, Io, by tracing mass and energy flows, Experimental Astronomy (2021) Fachartikel: G. Davies & A. Vorburger: Io’s Volcanic Activity and Atmosphere, Elements (2022) Fachartikel: D. Seligmann et al.: Potential Melting of Extrasolar Planets by Tidal Dissipation, The Astrophysical Journal (2024) Europlanet webinar: Volcanism on Io Linda Morabito-Kelly: The Stories Behind the Voyager Mission NASA: Juno Reveals Dark Origins of One of Jupiter’s Grand Light Shows Episodenbild: NASA/JPL/DLR
undefined
May 15, 2024 • 58min

Ein neuer Stern - die bevorstehende Nova in der Nördlichen Krone

Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Im Februar 1946 verpasst der Amateurastronom Leslie Peltier die Gelegenheit seines Lebens: Im Sternbild Nördliche Krone ereignet sich ein regelmäßiges, aber seltenes astronomisches Ereignis, auf das er bereits Jahrzehnte gewartet hatte: Es erscheint für wenige Stunden ein neuer Stern – ein Lichtpunkt, der mit bloßem Auge sichtbar ist und der vorher nicht da zu sein schien. Franzi erzählt in dieser Folge vom Phänomen solcher Stellae Novae, kurz Novae. Anders als der Name vermuten lässt, handelt es sich aber gar nicht um neue Sterne, sondern lediglich um das kurzzeitige Aufleuchten eines alten Weißen Zwergs in einer gewaltigen Wasserstoffexplosion. Obwohl Astronominnen und Astronomen den Prozess heute grob verstanden haben, sind noch viele Fragen um die Nova offen. Da passt es ganz gut, dass derzeit der fragliche Stern im Sternbild Nördliche Krone kurz vor dem nächsten Ausbruch steht. Weiterhören bei Astrogeo Folge 43: Wann explodiert endlich die nächste Supernova? Weiterführende Links WP: Leslie Peltier (englisch) WP: Veränderliche Sterne WP: American Association for Variable Star Observers (englisch) WP: Nördliche Krone WP: T Coronae Borealis WP: Nova WP: Harlow Shapley WP: Tycho Brahe WP: Weißer Zwerg WP: Supernova Quellen AAVSO: Leslie Peltier: The World’s Greatest Amateur Astronomer British Astronomical Association, Variable Star Section Circular, No. 138: The Historic Outbursts of T Coronae Borealis Revisited (2008) Fachartikel: The Story of the „Socks Star“; A Bright Nova Discovered by a Schoolgirl in War Time (2000) Fachartikel: Where have all the novae gone? (2006) Fachartikel: The recurrent nova T CrB had prior eruptions observed near December 1787 and October 1217 AD (2023) Fachartikel: The B & V Light Curves for Recurrent Nova T CrB From 1842–2022, the Unique Pre- and Post-Eruption High-States, the Complex Period Changes, and the Upcoming Eruption in 2025.5±1.3 (2023) American Institute of Physics, Oral History: Robert Kraft Sky and Telescope, March 2024: Get Ready for a Nova’s Bright Return Website der American Association of Variable Star Observers AAVSO NZZ: Jeden Tag kann es so weit sein: Dann flammt am Himmel ein «neuer» Stern auf, der so hell wie der Polarstern sein wird BR24: Warten auf die Sternenexplosion: Diese Nova können Sie sehen Episodenbild: ESO/L. Calçada/M.Kornmesser

The AI-powered Podcast Player

Save insights by tapping your headphones, chat with episodes, discover the best highlights - and more!
App store bannerPlay store banner
Get the app