Bayerisches Feuilleton

Bayerischer Rundfunk
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Jul 20, 2023 • 53min

Birding in Bayern - Eine Hör-Safari für Vogelfreunde

Ob in Flussauen, Wäldern oder Nationalparks, mit etwas Glück erspäht man einen von ihnen: Bayerns Birder. Mit festen Schuhen, Fernglas, Landkarten oder Apps stromern die Hobby-Ornithologen durchs Unterholz. Das Bayerische Feuilleton begleitet sie - und versucht das Wesen ihrer Passion zu ergründen. Ja, da schau her, ein Feldsperling!Zum Lesen:Romberg, Johanna: Federnlesen. Vom Glück, Vögel zu beobachten. Bastei Lübbe 2018.Trouern-Trend, Jonathan: Birding Babylon. Tagebuch eines Soldaten im Irak. Berliner Taschenbuch Verlag 2009.
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Jul 14, 2023 • 52min

Genial daneben: Bayerische Irr- und Holzwege

Auch in Bayern trifft nicht jeder Geistesblitz ins Schwarze, auch in Bayern kommen Schnapsideen vor. Vom Neuschwanstein-Wahnsinn Ludwigs II. über die Trockenlegung des Mittelmeeres zu Stoibers Transrapid-Vision: Tragisch, dramatisch, töricht können auch bayerische Irrwege alles in den Abgrund reißen. Eine Erkundung von Thomas Kernert.Mehr Geschichten rund um Bayerische Royals hören Sie hier: "Der Kini - Bayerische Berufungen und Instanzen" https://www.ardaudiothek.de/episode/bayerisches-feuilleton/der-kini-bayerische-berufungen-und-instanzen/bayern-2/94513300/
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Jul 7, 2023 • 53min

Der Bäderkönig - Aloys Fleischmann rockt den Wörthsee

Megaspaß oder Sündenpfuhl? In den 1920er Jahren brachte Aloys Fleischmann Freizeitrummel nach Steinebach am Wörthsee. Ein Strandbad mit Riesenwasserrutsche, Misswahlen, Partys und angeblich sehr lockeren Sitten zog die Münchner an - und überforderte die Steinebacher. Friedemann Beyer erzählt vom "Clash of Cultures" in der bayerischen Provinz.Den Gasthof vom alten Strandbad hat das BR Fernsehen besucht:https://www.ardmediathek.de/video/Y3JpZDovL2JyLmRlL3ZpZGVvL2IyZDFlMmJmLWRkNjUtNDEyZC1hNTQ3LTNhNGY4NzQyY2JjNg Und unser Autor Friedemann Beyer hat schon einmal eine schier unglaubliche Monumentalfilm-Geschichte vom Wörthsee erzählt: "Als Troja noch vor München lag…":https://www.ardaudiothek.de/episode/bayerisches-feuilleton/der-bayerische-monumentalfilm-helena-als-troja-noch-vor-muenchen-lag/bayern-2/12431391/
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Jun 30, 2023 • 53min

RETRO: Der Killerberg - Hermann Buhl auf dem Nanga Parbat

Der Nanga Parbat ist wie ein Brennspiegel der deutschen Geschichte - und Schauplatz eines dramatischen Alleingangs: Am 3. Juli 1953 erreichte der Tiroler Hermann Buhl als erster Mensch den Gipfel des "Killer Mountain" im Himalaya. 2003 hat Georg Bayerle seine Geschichte erzählt - mit einmaligen Originalaufnahmen.Im Sommer 2004 war der Bergfilmer Gerhard Baur zusammen mit vier verschiedenen Bergsteigergruppen an der Diamirseite des Nanga Parbat in Pakistan. Aus der Reihe „Unter unserem Himmel“:https://www.ardmediathek.de/video/unter-unserem-himmel/nanga-parbat-der-toedliche-berg/br-fernsehen/Y3JpZDovL2JyLmRlL3ZpZGVvLzRlZmJkYjExLWUyZDAtNGMwNi1iMzM3LTg5YjU2M2VlY2E0Mw Bayern2-Radiowissen über den Nanga Parbat:https://www.ardaudiothek.de/episode/radiowissen/der-berg-nanga-parbat-mythos-ehrgeiz-risiko/bayern-2/96619766/Die Sendung „Zeit für Bayern“ über den Nanga Parbat:https://www.ardaudiothek.de/episode/zeit-fuer-bayern/bayern-auf-dem-nanga-parbat/bayern-2/94521868/
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Jun 13, 2023 • 53min

Der Kini - Bayerische Berufungen und Instanzen

Acht Prozent der Deutschen wünschen sich angeblich einen König als Staatsoberhaupt. Auch der Freistaat Bayern ist nicht frei von Bewunderung für gewisse Ersatz-Royals, sei es ein täuschend echter Ludwig II. aus der Oberpfalz oder der leibhaftige "König von Togo" im Landkreis Ebersberg.
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Jun 6, 2023 • 24min

LAND UND LEUTE: Riese mit Rückgrat - Das kurze Leben des Peter Zimmermann

Peter Zimmermann, der "Regensburger Goliath", war in jeder Beziehung ein außergewöhnlicher Mensch. Der Priester, der am Ende seines Lebens 2,24 Meter groß war, besaß nicht nur ein heiteres Gemüt und einen wachen Verstand, sondern auch großen Mut.Mit seinen 2,14 m galt Peter Zimmermann im Ersten Weltkrieg als größter Soldat des gesamten deutschen Heeres. Indes war der "Regensburger Goliath", wie er sich einmal selbst bezeichnete, alles andere als kriegerisch veranlagt. Im Gegenteil. Schon im Januar 1916 wurde er aus der Armee entlassen und noch im selben Jahr in Regensburg zum Priester geweiht. Der ständig Kränkelnde erhielt keine eigene Pfarre, sondern er wurde als sogenannter Benefiziat im Maristenkloster Furth bei Landshut seelsorgerisch eingesetzt. Vor allem bei den jüngeren Klosterschülern war er wegen seines heiteren Wesens bald sehr beliebt.Der krankhafte Längenwachstum des 1891 als armer Bauernbub in Warzenried im Bayerischen Wald Geborenen setzte während der Pubertät ein und endete erst mit 2,24m – er wuchs bis ans Ende seines Lebens. Bereits als Kind hatte er einen wachen Verstand bewiesen und durfte deshalb auf Empfehlung seiner Volksschullehrer das Priesterseminar in Regensburg besuchen. Auch als Seelsorger verlor er die weltlichen Dinge nie aus den Augen. Die zunehmende politische Radikalisierung während der späten Weimarer Republik betrachtete er mit höchster Sorge. Fast täglich veröffentlichte er Artikel im Landshuter "Kurier für Niederbayern", in denen er vor dem drohenden Heraufdämmern der Nazidiktatur warnte. Dafür kam er später, als die Nationalsozialisten tatsächlich an der Macht waren, zweimal in "Schutzhaft"; mindestens einmal wurde er dabei körperlich schwer misshandelt. Seinen Humor jedoch hat der "Regensburger Goliath" trotzdem nie verloren.
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Jun 2, 2023 • 54min

Albrecht Dürer revisited - Der junge Altmeister

Albrecht Dürer - das sind die weltberühmten betenden Hände. Der Hase. Das Selbstbildnis mit den langen Haaren. Aber was wissen wir eigentlich von Dürer selbst, dem rebellierenden Starkünstler aus Nürnberg, der beschloss: "Das Leben ist ein Seil oder ein Federbett. Man gebe mir das Seil."Wer heute auf einen Friedhof geht, sieht sie überall: die betenden Hände von Dürer. Ein Riesenhit auf Gräbern und Urnen, aber auch auf diversen Körperteilen, es gibt kaum ein beliebteres Tattoo weltweit. Auch einen Hasen stellt man sich genauso vor, wie Dürer ihn im Jahr 1502 gezeichnet hat. Man kann schon sagen: Der Nürnberger Maler hat mit einen Bildern unsere Art die Welt zu sehen für immer beeinflusst.  Aber was wissen wir eigentlich von Dürer selbst? Wer war dieser langhaarige Künstler aus Nürnberg, der mit seinem Auftreten gegen Konventionen rebellierte, sich auflehnte, weil er ein freier Künstler sein wollte, und der mit seinen Apokalypse-Holzschnitten den Zeitgenossen das Gruseln lehrte? Dürer - das erzählt diese Bayerische Feuilleton -  hat sein Leben lang geforscht und erfunden, war neugierig und jung. Erst die Verehrung und Idealisierung der vergangenen Jahrhunderte hat ihn seltsam alt gemacht, zum starren Denkmal. Dabei hat er selbst einmal gesagt: „Das Leben ist ein Seil oder ein Federbett. Man gebe mir das Seil.“
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May 25, 2023 • 25min

LAND UND LEUTE: Die Wittelsbacher und die Volksmusik (2/2) - Sammeln, Pflegen, Musizieren

Singen und sammeln: Dank Unterstützung von Volksmusik-Freunden aus dem Haus Wittelsbach reiste der "Kiem Pauli" durch Oberbayern und sammelte Volkslieder. Vor allem gesittet hatten die zu sein. Dabei verdiente hochanständige Kiem Pauli anfangs sein Geld mit unanständigen Liedern.Ludwig I. wurde besungen, Lola Montez und die himmelblauen Augen des Märchenkönigs Ludwig II.: Noch bevor Bayerns Oberschicht den Wert von Gstanzln und Landlern erkannte, waren die Wittelsbacher bereits in aller Munde. Durch Lieder, die oft alles andere als schmeichelhaft waren, wenn es etwa um Herzog Albrecht und die Bernauerin ging oder um den ungeliebten Kurfürsten Karl Theodor. Einer seiner Nachfolger auf dem bayerischen Thron, König Max II., setzte sich dann als erster aktiv für die Erhaltung der Volksmusik in Bayern ein – und gleichzeitig auch für deren "Kanalisation": Was allzu wild erschien, wurde nach Möglichkeit ausgemustert. Anfang des 20. Jahrhunderts dann setze sich die Volksmusikpflege durch das Haus Wittelsbach im großen Stil fort mit der materiellen und ideellen Unterstützung des legendären Volksmusiksammlers Kiem Pauli in Bad Kreuth durch zwei bayerische Herzöge. Die Tradition des Förderns ging in den 1980er Jahren auf andere Art weiter mit Prinz Luitpold von Bayern, der auf Schloss Kaltenberg ein Areal für das internationale Folkfest zur Verfügung stellte, das von der Fraunhofer Saitenmusik organisiert wurde und wird.  Wittelsbacher betätigten sich jedoch nicht allein als Förderer; sie waren und sind in einigen Fällen auch selbst Volksmusikanten: Herzog Max in Bayern etwa, der Vater von Kaiserin Sissi, war ein begeisterter Zitherspieler. Und der 1937 geborene Herzog Max Emanuel in Bayern spielte als Klarinettist mit dem Herzog Trio sogar im Studio des Bayerischen Rundfunks.
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May 25, 2023 • 24min

LAND UND LEUTE: Die Wittelsbacher und die Volksmusik (1/2) - Von der Erschaffung des Bayernlandes

Singen und regieren: Einst trug das Adelsgeschlecht der Wittelsbacher die bayerische Krone, später wandte man sich der Volksmusik zu. Herzog Max in Bayern etwa, der Vater von Kaiserin Sissi, war begeisterter Zitherspieler. Ein adliger Vertreter spielte mit seinem Ensemble sogar im Studio des Bayerischen Rundfunks.Ludwig I. wurde besungen, Lola Montez und die himmelblauen Augen des Märchenkönigs Ludwig II.: Noch bevor Bayerns Oberschicht den Wert von Gstanzln und Landlern erkannte, waren die Wittelsbacher bereits in aller Munde. Durch Lieder, die oft alles andere als schmeichelhaft waren, wenn es etwa um Herzog Albrecht und die Bernauerin ging oder um den ungeliebten Kurfürsten Karl Theodor. Einer seiner Nachfolger auf dem bayerischen Thron, König Max II., setzte sich dann als erster aktiv für die Erhaltung der Volksmusik in Bayern ein – und gleichzeitig auch für deren "Kanalisation": Was allzu wild erschien, wurde nach Möglichkeit ausgemustert. Anfang des 20. Jahrhunderts dann setze sich die Volksmusikpflege durch das Haus Wittelsbach im großen Stil fort mit der materiellen und ideellen Unterstützung des legendären Volksmusiksammlers Kiem Pauli in Bad Kreuth durch zwei bayerische Herzöge. Die Tradition des Förderns ging in den 1980er Jahren auf andere Art weiter mit Prinz Luitpold von Bayern, der auf Schloss Kaltenberg ein Areal für das internationale Folkfest zur Verfügung stellte, das von der Fraunhofer Saitenmusik organisiert wurde und wird.  Wittelsbacher betätigten sich jedoch nicht allein als Förderer; sie waren und sind in einigen Fällen auch selbst Volksmusikanten: Herzog Max in Bayern etwa, der Vater von Kaiserin Sissi, war ein begeisterter Zitherspieler. Und der 1937 geborene Herzog Max Emanuel in Bayern spielte als Klarinettist mit dem Herzog Trio sogar im Studio des Bayerischen Rundfunks.
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May 25, 2023 • 53min

Bayerische Kraftplätze - Der Himmel

Wenn Bayern die Vorstufe zum Paradies ist, wie sieht dann erst das wirkliche Paradies aus? So, wie es der Engel Aloisius gesehen hat? Oder der Brandner Kaspar? Ein Feuilleton über einen Sehnsuchtsort, der diffuser nicht sein kann.

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