

Shifting Minds - der Podcast von Haufe Sustainability
Alexander Kraemer
Drückt man Shift, wird es groß. Erreicht man die richtigen Köpfe, wird es riesig. Mit „Shifting Minds“ blicken Alexander Kraemer und Haufe Sustainability auf die „Shifting Moments“ von Nachhaltigkeitsverantwortlichen. Dabei geht es um ihre Karrierepfade und die Themen, mit denen sie einen Shift zu mehr Nachhaltigkeit in Unternehmen erreichen. So erhalten (zukünftige) Nachhaltigkeitsverantwortliche und alle, die ihr Unternehmen nachhaltig lenken wollen, wertvolle Einblicke in Entwicklungen innerhalb der Szene.
Alexander ist seit mehr als 10 Jahren verantwortlich für Nachhaltigkeitsmanagement in Unternehmen. Er ist tief verwurzelt in der Szene und ein begeisterter Netzwerker. Dies als Mitgründer der Peer School for Sustainable Development sowie als Director Outreach & Engagement in Deutschlands größter Initiative für nachhaltige Unternehmen.
Wenn euch der Podcast gefällt, schaut auch auf unser Portal www.haufe.de/sustainability!
Dort findet ihr Alex‘ Kolumne und viele weitere Beiträge, Interviews und Reportagen rund um nachhaltige Unternehmensführung.
Alexander ist seit mehr als 10 Jahren verantwortlich für Nachhaltigkeitsmanagement in Unternehmen. Er ist tief verwurzelt in der Szene und ein begeisterter Netzwerker. Dies als Mitgründer der Peer School for Sustainable Development sowie als Director Outreach & Engagement in Deutschlands größter Initiative für nachhaltige Unternehmen.
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Episodes
Mentioned books

Nov 19, 2025 • 49min
Nachhaltigkeit im Spannungsfeld von Regulatorik und Krisen
Andreas Rasche, Professor an der Copenhagen Business School, teilt seine spannenden Einblicke in das Nachhaltigkeitsmanagement. Er vergleicht die Ansätze in Deutschland und Dänemark, wobei Letzteres pragmatischer agiert. Rasche diskutiert die Herausforderungen der aktuellen Regulatorik und die politische Polarisierung. Zudem beleuchtet er die Chancen der Dekarbonisierung und den Wettbewerbsvorteil, den Unternehmen in Krisenzeiten erlangen können. Sein Ziel: Nachhaltigkeit sollte bis 2050 zur Norm werden, nicht nur als Zusatzaufgabe angesehen werden.

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Nov 5, 2025 • 51min
Nachhaltigkeit in der Medienbranche: Verantwortung zwichen Entertainement und Gesellschaft
Steffen Hubert, Director External Affairs and Sustainability bei ProSiebenSat.1, hat ein umfangreiches Wissen über Medien und Nachhaltigkeit. Er teilt, wie seine Zeit im Wattenmeer sein Engagement prägte. Themen wie die Verantwortung von Medienhäusern gegenüber Desinformation und Online-Hass werden umfassend diskutiert. Außerdem beleuchtet er die Herausforderungen der programmatischen Werbung und die Notwendigkeit von sozialen KPIs. Hubert betont die Bedeutung redaktioneller Unabhängigkeit und die langfristige Arbeit an Nachhaltigkeitsstandards in der Branche.

Oct 22, 2025 • 56min
Nachhaltigkeit zwischen Regulierung und Transformation
Melanie Kubin-Hardewig, die Vice President für Unternehmensverantwortung bei der Deutschen Telekom, teilt ihren Werdegang von der Juristerei zur Nachhaltigkeit. Sie spricht über die Herausforderungen und Chancen der aktuellen Regulierungswelle und die Bedeutung von Transparenz im Reporting. Spannend wird es bei der Diskussion über die Integration von Nachhaltigkeit in die Unternehmensstrategie, sowie beim Zusammenspiel von Business Case und sozialer Verantwortung. Ihr Wunsch für 2050? Eine Welt, in der Nachhaltigkeit allumfassend in Produkten und Entscheidungen verwoben ist.

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Oct 8, 2025 • 57min
Von Gänsefedern bis Kreislaufwirtschaft
Saskia Bloch, Global Director Sustainability bei Fjällräven, teilt ihren faszinierenden Werdegang und ihre Einsichten zur Nachhaltigkeit in der Outdoor-Textilbranche. Sie erläutert, wie ihre Erfahrungen in der Logistik und Wirtschaftsethik ihre Perspektive auf Lieferketten prägten. Themen wie Kreislaufwirtschaft und das Streben nach Transparenz in der Produktion stehen im Fokus. Zudem diskutiert sie die Bedeutung von Living Wages und die strategische Ausrichtung auf Responsible Sourcing bis 2030. Ein inspirierendes Plädoyer für nachhaltige Praktiken!

Sep 24, 2025 • 49min
Nachhaltigkeit zwischen Finanzströmen und Verantwortung
Dr. Andreas Gruber, Chief Sustainability Officer der DKB, hat einen spannenden Werdegang von der Politik zur Nachhaltigkeit hinter sich. Er erklärt seine drei Hauptaufgaben: die Interpretation eines dynamischen Umfelds, Querschnittssteuerung und externe Repräsentation. Gruber spricht über die essenzielle Rolle von Banken bei der Transformation zu nachhaltigem Wirtschaften, bewertet das Spannungsfeld zwischen Realwirtschaft und Finanzwirtschaft und betont die Bedeutung nachhaltiger Finanzierung als Wachstumstreiber. Sein Ziel? Nachhaltigkeit so zu integrieren, dass spezielle CSO-Posten überflüssig werden.

Jun 11, 2025 • 49min
Von Brokkoli und Bilanzen: Wie TÜV Süd Nachhaltigkeit global denkt
Joachim Sandt, Global Head of Sustainability bei TÜV Süd und Experte für technischen Umweltschutz, teilt seine Reise in die Welt der Nachhaltigkeit. Er spricht über den Balanceakt zwischen globalen Vorgaben und lokalen Initiativen. Sandt beleuchtet Herausforderungen wie CO2-Emissionen durch Geschäftsreisen und den Wissenstransfer in technischen Berufen. Besonders eindrucksvoll ist sein Ziel, Nachhaltigkeitsmanagement irgendwann überflüssig zu machen, indem es in die Unternehmensprozesse integriert wird. Mut, Zuhören und Entscheidungskraft sind dabei seine Leitprinzipien.

May 28, 2025 • 43min
Vom Reporting-Chaos zu strategischer Klarheit - Shifting Minds S3F5
Christian Holländer, Chief Product Officer bei LIDITY, hat einen beeindruckenden Hintergrund in der Nachhaltigkeitsberatung und Digitalisierung. Im Gespräch schildert er seine Reise von der Beratung zur Entwicklung von ESG-Software. Besonders spannend ist sein Fokus auf die Rückkehr zu strategischem Handeln und die Verlagerung von Compliance zu echtem Impact. Holländer erläutert die Wichtigkeit, Reporting nicht der Strategie, sondern umgekehrt zu unterordnen. Er betont die Relevanz von transparenten Klimabilanzen und einer integrativen Teamstruktur.

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May 14, 2025 • 45min
Grünes Datenmanagement: Zwischen Flugrouten und ESG-Berichten - Shifting Minds S3F4
mit Frieder Olfe, Head of Sustainability Technology, TUI Group
Vom Eventmanagement zur Nachhaltigkeitstechnologie
Frieder Olfes berufliche Reise begann in einer ganz anderen Branche. Nach einer Ausbildung zum Eventmanager und einem Studium der Betriebswirtschaftslehre entdeckte er während seiner Bachelorarbeit seine Begeisterung für soziale und ökologische Themen. Diese Leidenschaft führte ihn zu einem Masterstudium in Sustainable Business Management an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde, das den Grundstein für seine berufliche Laufbahn legte.
Nach Stationen bei Capgemini und betterplace.org, wo er erste Erfahrungen mit Digitalisierung und Nachhaltigkeit sammelte, spezialisierte sich Olfe auf ESG-Datenmanagement bei einer Ratingagentur. Diese Expertise brachte ihn schließlich zur TUI Group, wo er als Head of Sustainability Technology innovative Ansätze entwickelt, um Nachhaltigkeit durch Technologie zu fördern.
Sustainability Technology: Mehr als nur Green IT
In seiner Rolle leitet Olfe ein Team, das gleich zwei Aufgaben verfolgt: Zum einen die IT des Konzerns nachhaltiger zu gestalten („Sustainability of Technology“), zum anderen Technologien zu nutzen, um den gesamten Konzern nachhaltiger zu machen („Sustainability by Technology“). Letzteres umfasst Projekte wie Flugroutenoptimierung, KI-gestützte Lebensmittelabfallreduktion in Hotels und digitale Lösungen für die nachhaltige Zertifizierung von Reiseangeboten.
Ein Schwerpunkt liegt auf dem Datenmanagement. „Unser Ziel ist es, ESG-Daten systematisch zu erfassen, zu digitalisieren und in Entscheidungsprozesse zu integrieren“, erklärt Olfe. Sein Team betreut dafür spezialisierte Softwarelösungen, die Daten aus diversen Unternehmensbereichen – von Hotels bis hin zu Kreuzfahrtschiffen – konsolidieren und analysieren.
Datenqualität als Herausforderung
Der Weg zu einem effektiven ESG-Datenmanagement beginnt oft mit einfachen Lösungen wie Excel, doch die Realität in einem globalen Unternehmen wie TUI ist schnell komplex. „In einem Konzern mit so unterschiedlichen Geschäftsbereichen reichen einfache Tools nicht mehr aus“, betont Olfe.
Ein Beispiel: Während Airlines präzise Flugdaten in Echtzeit liefern können, sind die Daten aus Hotels oft weniger standardisiert. „Wir arbeiten daran, diese Datenqualität zu verbessern und durch automatisierte Schnittstellen zu konsolidieren“, so Olfe. Dabei helfen spezialisierte ESG-Softwares, die nicht nur Daten erfassen, sondern auch an Nachhaltigkeitsstandards wie die Science Based Targets Initiative (SBTi) angepasst sind.
Daten als Grundlage für strategische Entscheidungen
Für Olfe ist klar: Daten haben das Potenzial, die Nachhaltigkeitsleistung eines Unternehmens signifikant zu verbessern. „Wenn Entscheidungsträger:innen die richtigen Daten zur richtigen Zeit in verständlicher Form vorliegen haben, können sie fundierte Entscheidungen treffen“, sagt er. Dieses Zielbild – Daten als Grundlage für strategische Entscheidungen – beschreibt Olfe als sein persönliches „Utopia“.
Ein innovatives Beispiel aus Olfes Arbeit ist die Entwicklung eines internen ESG-Chatbots. Dieser hilft, häufig gestellte Fragen zu Nachhaltigkeitsdaten und -berichten effizient zu beantworten. „Ein solches Tool spart Zeit und steigert die Transparenz“, sagt Olfe. Solche Projekte zeigen, wie Technologie nicht nur die Arbeit erleichtern, sondern auch die Akzeptanz für Nachhaltigkeitsmaßnahmen erhöhen kann.
Potenziale von KI im Nachhaltigkeitsmanagement
Ein weiteres spannendes Thema ist der Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Während KI bereits in Bereichen wie Flugroutenoptimierung zum Einsatz kommt, sieht Olfe im Bereich ESG-Datenmanagement noch Entwicklungsbedarf. „Die Datenqualität muss stimmen, bevor KI wirklich effektiv eingesetzt werden kann“, betont er. Dennoch experimentiert sein Team mit KI-Lösungen, um Daten auf Plausibilität zu prüfen und potenzielle Fehler frühzeitig zu erkennen. „Wir stehen erst am Anfang, doch die Möglichkeiten, die Technologie für die Nachhaltigkeit bietet, sind riesig“, betont er. Sein Ziel ist es, dass Nachhaltigkeitsdaten nicht nur Berichte befüllen, sondern aktiv in die Strategie und Entscheidungen des Unternehmens einfließen.
Mit Projekten wie dem ESG-Chatbot und der Digitalisierung von Datenprozessen zeigt er, wie Technologie zum Treiber nachhaltiger Transformation werden kann. „Wenn wir es schaffen, Technologie und Nachhaltigkeit sinnvoll zu verbinden, können wir wirklich etwas bewegen“, fasst Olfe zusammen.
Links:
Haufe Sustainability: www.haufe.de/sustainability
Nachhaltigkeit bei der TUI Group: www.tuigroup.com/de/nachhaltigkeit
Shifting Minds auf allen Plattformen
Der Podcast für Nachhaltigkeitsmanager erscheint regelmäßig – mit spannenden Menschen, Meinungen und Themen. Damit Sie keine Folge verpassen, kündigen wir Neuerscheinungen immer auf unseren Online-Seiten, im Newsletter und in unseren Social-Media-Kanälen an.

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Apr 30, 2025 • 46min
Biodiversität: Das Fundament für alle Unternehmen - Shifting Minds Staffel 3 Folge 3
mit Natalie Rothausen
Von der Finanzanalystin zur Biodiversitätsexpertin
Natalie Rothausens Weg in die Welt der Nachhaltigkeit war alles andere als geradlinig. Ursprünglich im Finanzbereich tätig, begann sie ihre Karriere bei RWE als Teil eines zweijährigen Programms. Ein Angebot, als Corporate Social Responsibility Managerin einzusteigen, eröffnete ihr 2019 den Einstieg in das Nachhaltigkeitsmanagement – eine Chance, die sie mit beiden Händen ergriff. „Ich wollte etwas Neues aufbauen und mich als Expertin etablieren“, sagt sie.
Seitdem hat sich Rothausen kontinuierlich weiterentwickelt. Nach Stationen im Bereich Nachhaltigkeitsstrategie ist sie seit 2022 verantwortlich für das Thema Biodiversität – ein Bereich, der zunehmend an Bedeutung gewinnt. Sie beschreibt ihre Arbeit als privilegiert: „Ich liebe die Natur und darf jetzt hauptberuflich dafür sorgen, dass die Energiewende im Einklang mit der Natur geschieht.“
Biodiversität als strategische Priorität
Biodiversität ist für ihren Arbeitgeber mehr als ein Nischenthema. Im Rahmen der unternehmensweiten Nachhaltigkeitsstrategie wurde es 2021 als Priorität gesetzt: „Damals wussten wir noch nicht, was das bedeutet, was es kostet oder wie man es nachweist.“ Dennoch hat sich das Unternehmen das Ziel gesetzt, ab 2030 einen netto-positiven Einfluss auf die Natur zu haben. Dieses Ziel ist ambitioniert, denn es fehlen oft noch standardisierte Methoden, um Biodiversität messbar zu machen. Dennoch sieht Rothausen das als Chance: „Wenn man Vorreiter sein will, muss man Unsicherheiten aushalten und die Dinge mitgestalten.“
Herausforderungen im Biodiversitätsmanagement
Die Arbeit im Biodiversitätsmanagement ist komplex, und Rothausen begegnet immer wieder Missverständnissen. „Für viele Unternehmen ist Biodiversität noch das ‚Ding mit den Bienen auf dem Campus‘ – aber es ist so viel mehr“, erklärt sie. Entscheidend sei, die Wechselwirkungen zwischen Unternehmen und Natur zu verstehen: Wo haben Unternehmen Einfluss
auf die Biodiversität? Und wo sind sie von ihr abhängig?
Besonders spannend wird es, wenn innovative Ansätze ins Spiel kommen. So arbeitet RWE an „Nature Inclusive Design“-Projekten, bei denen Infrastruktur so gestaltet wird, dass sie einen positiven Beitrag zur Natur leistet. Beispiele sind künstliche Riffe an Offshore-Windparks oder Agrivoltaik, bei der Landwirtschaft und Solarenergie kombiniert werden.
Der Business Case für Biodiversität
Ein zentraler Punkt im Podcast ist die wirtschaftliche Relevanz von Biodiversität. „Unsere gesamte Wirtschaft ist abhängig von einer stabilen und funktionierenden Natur“, betont Rothausen. Dies zeigt sich nicht nur in offensichtlichen Bereichen wie der Landwirtschaft, sondern auch im Finanzsektor, wo Versicherer zunehmend auf Biodiversitätsrisiken achten. Gerade in einer Welt, in der Nachhaltigkeit oft in Form von Berichten und regulatorischen Vorgaben stattfindet, hebt sie die Bedeutung von echten Impact-Projekten hervor: „Manchmal habe ich das Gefühl, wir produzieren zehn Seiten Papier, die niemand liest. Aber in Zusammenarbeit und greifbaren Projekten steckt echter Wert.“
Für RWE bedeutet dies, Biodiversität nicht nur als regulatorische Anforderung zu sehen, sondern als strategischen Treiber. Rothausen beschreibt das Thema als „level playing field“, das Unternehmen dazu bringen sollte, gemeinsam Lösungen zu entwickeln und die Energiewende nachhaltig zu gestalten.
Ein optimistischer Blick in die Zukunft
Trotz der Herausforderungen blickt Rothausen optimistisch in die Zukunft. Sie ist überzeugt, dass Biodiversität ein Thema ist, das Menschen bewegt und mitnimmt – ob durch Bilder von Schafen unter Solaranlagen oder künstlichen Riffen, die Lebensräume schaffen. „Ich habe den Jackpot mit meinem Job“, sagt sie. Und das merkt man – nicht nur an ihrem Wissen, sondern auch an ihrer Begeisterung, die sie mit in jedes Projekt bringt.
Links:
Haufe Sustainability: www.haufe.de/sustainability
Nachhaltigkeit bei RWE: www.rwe.com/verantwortung-und-nachhaltigkeit/
Econsence / Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft e.V.: www.econsense.de
Taskforce on Nature-related Financial Disclosures (TNFD): www.tnfd.global
World Business Council for Sustainable Development (WBCSD): www.wbcsd.org
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Apr 9, 2025 • 47min
Transparenz und Verantwortung: Menschenrechte in Lieferketten - Shifting Minds Staffel 3 Folge 2
mit Sabrina Müller
„Nachhaltigkeit beweist sich in Krisenzeiten“
Im Rahmen ihres Marketingstudiums stellte sich Sabrina Müller vor einigen Jahren die Frage: Wie viele Produkte brauchen wir eigentlich noch? Schnell wurde ihr klar, dass sie die Welt nicht einfach mit noch mehr Produkten überschwemmen, sondern einen Beitrag zu ökologischer und sozialer Verantwortung leisten wollte. Ein Praktikum im Bereich Nachhaltigkeit legte den Grundstein für ihre Karriere in diesem Bereich. In der neuen Folge von Shifting Minds verrät sie Alexander Kraemer, was sich in den letzten 13 Jahren verändert hat und welchen Schub die Einführung des LkSG dem Thema Human Rights Due Diligence gegeben hat.
Als Menschenrechtsbeauftragte kümmert sich Müller um die Überwachung und Umsetzung menschenrechtlicher Themen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der s.Oliver Group, zu der neben s.Oliver auch Marken wie Q/S oder Liebeskind Berlin gehören. Die Herausforderungen für Textilhersteller im Bereich der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht sind vielfältig, Müller hebt insbesondere die Komplexität der Lieferketten hervor.
Menschenrechte und Transparenz in der Lieferkette
Ein zentraler Aspekt ihrer Arbeit ist daher die Verbesserung der Transparenz in den Lieferketten. Es geht darum, Risiken zu kennen, zu bewerten und zu managen. Dazu hat die s.Oliver Group beispielsweise den systemischen Beschwerdemechanismus der Fair Wear Foundation eingeführt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Lieferkette können sich anonym an eine unabhängige Organisation wenden, das schafft Vertrauen und soll sicherstellen, dass Beschwerden effektiv nachgegangen werden kann.
Datenmanagement und Zukunftsvisionen
Datenanalyse und -management sind laut Müller herausfordernd, aber entscheidend für die Nachhaltigkeitsstrategie. Im Podcast spricht sie über anfängliche Schwierigkeiten und wie diese überwunden werden konnten. Im Gespräch wird deutlich, dass die Umsetzung von Nachhaltigkeits- und Menschenrechtsstrategien nur in Zusammenarbeit mit externen Partnern und durch die Einbindung von Lieferanten in Nachhaltigkeitsziele gelingen kann.
Ihr erster Chef Achim Lohrie habe immer gesagt, dass sich Nachhaltigkeit in Krisenzeiten bewähre. Das zeige sich jetzt, so Müller, jetzt komme es darauf an, soziale Verantwortung und Wirtschaftlichkeit zu verbinden. Positive Beispiele, dass dies gelingen kann, lassen Müller optimistisch in die Zukunft blicken. Von der Gesetzgebung wünscht sich Müller, dass der risikobasierte Ansatz erhalten bleibt. Denn er schaffe Verständnis und könne den Stein ins Rollen bringen für eine vertiefte Auseinandersetzung mit Human Rights Due Diligence in Organisationen.
Links:
Haufe Sustainability: www.haufe.de/sustainability
Nachhaltigkeit bei der s. Oliver Group: https://soliver-group.com/verantwortung/nachhaltigkeitsstrategie
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