So techt Deutschland - der ntv Tech-Podcast

RTL+ / ntv Nachrichten / Audio Alliance
undefined
Feb 5, 2020 • 36min

Stephan Rind: Hauskauf mit Kryptowährung ist der Renner

Ein Hinweis in eigener Sache: Unsere Podcasts "Brichta & Bell", "Ditt & Datt & Dittrich", "Ja. Nein. Vielleicht.", "So techt Deutschland" und "Wieder was gelernt" sind beim Deutschen Podcastpreis dabei. Wenn Sie "So techt Deutschland" Ihre Stimme geben wollen, klicken Sie auf den Link. Danke! https://www.deutscher-podcastpreis.de/podcasts/so-techt-deutschland/ 2017 hat sich Stephan Rind zum ersten Mal mit dem Thema Bitcoin beschäftigt. Als gelernter Banker dachte der heutige Chef der Immobiliengesellschaft Brickmark: "Das schaust du dir mal genauer an." Gekauft habe er nicht, fügt Rind schnell hinzu. Die Blockchain-Technologie aber lässt ihn seitdem nicht mehr los. Weil er mit der Colonia Real Estate schon früher in seiner Karriere eine börsennotierte Immobiliengesellschaft geführt hatte, lag die Idee nahe, Immobilien auf die Blockchain bringen, damit Anleger investieren können. Zwölf bis 18 Monate habe die Vorbereitung gedauert. Immerhin musste nicht nur die technische Seite geklärt werden. Auch eine Immobilie samt Verkäufer musste gefunden werden: "Unser Anspruch war es, eine Transaktion zu schaffen, die auch Leuchtturm-Charakter hat", erklärt Rind. Das hat er mit seinem Team geschafft. Mit 130 Millionen Franken hat die im schweizerischen Zug ansässige Firma Brickmark den weltweit größten Immobilienkauf in Token realisiert: in der Züricher Bahnhofstraße. Noch können private Anleger zwar nicht investieren, die Nachfrage sei aber jetzt schon groß: "Das war keine Welle, das war schon ein Tsunami", scherzt Stephan Rind. Doch noch muss er die potenziellen Privatanleger vertrösten.  Denn das Konzept hinter dem Vorhaben ist ein STO, ein Security Token Offering. Frei übersetzt handelt es sich dabei um ein digitales Wertpapier, das Anleger erwerben können. Dafür muss Brickmark noch einen Prospekt ausfertigen und diesen einer Aufsichtsbehörde in Europa vorlegen: "Dann haben wir erst die Zulassung", erklärt der Manager. Sobald das der Fall sei, könnten Anleger aber richtig profitieren. Brickmark verspricht das Beste aus den unterschiedlichen Anlagewelten: Man biete die Vorteile einer Anleihe, gleichzeitig stünden den Anlegern aber Dividenden- und Zinsausschüttungen zu. Was Brickmark in Deutschland vor hat, was Blockchain in der Immobilienwirtschaft noch bewegen kann und wie es im Schweizer "Crypto Valley" Zug vorgeht, erzählt Stephan Rind in "So techt Deutschland".  Sie haben Fragen, Anregungen oder Kritik? Oder einen tollen Gast für Frauke Holzmeier und Andreas Laukat? Dann schreiben Sie gerne eine E-Mail an sotechtdeutschland@ntv.de. Sie finden "So techt Deutschland" in der n-tv-App, auf Audio Now und allen anderen bekannten Podcast-Plattformen. Mit dem RSS-Feed können Sie "So techt Deutschland" auch in jeder anderen Podcast-App hören: www.n-tv.de/mediathek/audio/podcast/so_techt_deutschland/rss Unsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://datenschutz.ad-alliance.de/podcast.html Unsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://art19.com/privacy. Die Datenschutzrichtlinien für Kalifornien sind unter https://art19.com/privacy#do-not-sell-my-info abrufbar.
undefined
Jan 29, 2020 • 35min

Jochen Maas: "Der Arzt wird unersetzlich bleiben"

Ein Hinweis in eigener Sache: Unsere Podcasts "Brichta & Bell", "Ditt & Datt & Dittrich", "Ja. Nein. Vielleicht.", "So techt Deutschland" und "Wieder was gelernt" sind beim Deutschen Podcastpreis dabei. Wenn Sie "So techt Deutschland" Ihre Stimme geben wollen, klicken Sie auf den Link. Danke! https://www.deutscher-podcastpreis.de/podcasts/so-techt-deutschland/ Individualmedizin ist das Stichwort – und die Technologie soll dabei helfen, sie möglich zu machen. Damit könnte man Krebs in Zukunft zwar nicht heilen, aber zumindest "zu einer chronischen Erkrankung machen“, sagt Jochen Maas, Forschungsleiter des Pharmakonzerns Sanofi, in dieser Folge von "So techt Deutschland". Mit Individualmedizin meint Maas, dass Medikamente nicht mehr im Gießkannenprinzip entwickelt werden, sondern Krankheiten mit spezfischen Arzneimitteln für bestimmte Menschen bekämpft werden. Oder man geht noch weiter – Beispiel Diabetes. So könnte die Insulinspritze eines Tages durch ein winziges, in den Körper implantiertes Gerät ersetzt werden. „Dann haben Sie die Komplettlösung: die künstliche Bauchspeicheldrüse”, erklärt der Pharmamanager. Entscheidend sei am Ende “der Algorithmus zwischen der Diagnose und dem Arzneimittel”. Pharmaunternehmen suchen händeringend nach Softwarentwicklern und Data Scienticts. Diese Suche gestalte sich “zunehmend schwierg”, gibt Maas zu und erklärt: “Wir stehen natürlich in Konkurrenz zu allen möglichen Industrien.” Aber die Pharmabranche zahle noch ganz ordentlich. Ohne Menschen geht es eben doch nicht. Und das gilt auch für den Mann oder die Frau im weißen Kittel. Wer Angst in Zukunft nur beim Robo-Doc vorstellig werden zu müssen, kann beruhigt sein. „Die finale Entscheidung trifft immer noch der Arzt“, sagt Maas und bezieht sich dabei auf die diagnostischen Fähigkeiten von Menschen, auch wenn Künstliche Intelligenz unterstützen kann. Nur wenn es um echte Handarbeit, also die Chirurgie geht, macht Maas eine Ausnahme wie beim Operationsrobotersystem DaVinci: „Ich wäre froh, wenn DaVinci mich operiert und nicht ein Arzt, der am Abend vorher auf einem Polterabend war.“ Warum der Pharmabranche das gleiche Schicksale wie der Autoindustrie drohen könnte, erzählt Jochen Maas in “So techt Deutschland”. Immerhin stecken auch Amazon, Google und Co. immer mehr Geld in die Pharmaforschung. Sie haben Fragen, Anregungen oder Kritik? Oder einen tollen Gast für Frauke Holzmeier und Andreas Laukat? Dann schreiben Sie gerne eine E-Mail an sotechtdeutschland@ntv.de. Sie finden "So techt Deutschland" in der n-tv-App, auf Audio Now und allen anderen bekannten Podcast-Plattformen. Mit dem RSS-Feed können Sie "So techt Deutschland" auch in jeder anderen Podcast-App hören: www.n-tv.de/mediathek/audio/podcast/so_techt_deutschland/rss Unsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://datenschutz.ad-alliance.de/podcast.html Unsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://art19.com/privacy. Die Datenschutzrichtlinien für Kalifornien sind unter https://art19.com/privacy#do-not-sell-my-info abrufbar.
undefined
Jan 22, 2020 • 39min

Hagen Rickmann: "Die Telekom macht Blockchain!"

Ein Hinweis in eigener Sache: Unsere Podcasts "Brichta & Bell", "Ditt & Datt & Dittrich", "Ja. Nein. Vielleicht.", "So techt Deutschland" und "Wieder was gelernt" sind beim Deutschen Podcastpreis dabei. Wenn Sie "So techt Deutschland" Ihre Stimme geben wollen, klicken Sie auf den Link. Danke! https://www.deutscher-podcastpreis.de/podcasts/so-techt-deutschland/ Mit 26 Jahren hat Hagen Rickmann als Fischbrötchen-Caterer bereits 250 Mitarbeiter unter sich. Doch der Hanseate will mehr, macht Schluss mit dem selbstgegründeten Unternehmen und entscheidet sich für die Konzernkarriere. Hier schließt sich der Kreis, denn die Deutsche Telekom arbeitet mit mehr als 400 Startups zusammen. "Die erinnern uns daran, dass wir Dinge anders machen müssen, dass wir agiler werden müssen", sagt der Geschäftsführer für Geschäftskunden des Mobilfunkkonzerns in "So techt Deutschland". Die Impulse durch Startups seien ein wichtiger Bestandteil in der Weiterentwicklung der Telekom, auch wenn sich die jungen Unternehmen nicht ins gemachte Nest setzen könnten. Schließlich gehöre "ein bisschen Angst gehört leider auch zum Antrieb dazu", findet der Telekom-Geschäftsführer. In den T-Labs in Berlin tüftelt die Deutsche Telekom selbst an neuen Technologien und Innovationen wie Blockchain oder Quantencomputing: "Es sind nicht die 5,8 Milliarden und auch nicht die 100 Quantenforscher, die wir uns hier leisten können", sagt Rickmann auf die Frage, warum die Telekom nicht wie Google deutlich mehr Geld einsetzt. Die Telekom müsse schließlich eine Infrastruktur aufbauen, das dürfe nicht zu Lasten von etwas anderem gehen. Außerdem könne man nicht jedes neue Gadget gleich als Produkt anbieten kann, denn "von uns wird erwartet, dass wir diesen Service die nächsten 30 Jahre liefern" Das fordert Rickmann auch von der Politik beim europäischen Cloud-Projekt GaiaX: "Wenn wir Geld reintun, dann erwarte ich auch von der Politik, dass man sagt, wir stützen das und bringen das voran", sagt der Telekom-Geschäftsführer. Das habe man bei GaiaX noch nicht hinbekommen, aber da sei man dran. Es solle jedenfalls nicht so ein Reinfall werden wie die De-Mail, in die die Telekom viele Millionen reingesteckt habe. Heute ist die De-Mail tot. Hinweis: Leider kam es aufgrund von Störsignalen an wenigen Stellen zu Störgeräuschen. Wir bitten das zu entschuldigen. Sie haben Fragen, Anregungen oder Kritik? Oder einen tollen Gast für Frauke Holzmeier und Andreas Laukat? Dann schreiben Sie gerne eine E-Mail an sotechtdeutschland@ntv.de. Sie finden "So techt Deutschland" in der n-tv-App, auf Audio Now und allen anderen bekannten Podcast-Plattformen. Mit dem RSS-Feed können Sie "So techt Deutschland" auch in jeder anderen Podcast-App hören: www.n-tv.de/mediathek/audio/podcast/so_techt_deutschland/rss Unsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://datenschutz.ad-alliance.de/podcast.html Unsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://art19.com/privacy. Die Datenschutzrichtlinien für Kalifornien sind unter https://art19.com/privacy#do-not-sell-my-info abrufbar.
undefined
Jan 15, 2020 • 33min

Quantenforscherin Michielsen: "Unser Weltrekord hat Google interessiert"

Vielleicht gibt es ein Problem, das ein Quantencomputer nicht lösen kann: Die Komplexität Europas. Das jedenfalls scheint ein Punkt zu sein, der Kristel Michielsen stört. "Aber das ist so", sagt die Wissenschaftlerin achselzuckend. Resignieren kommt nicht in Frage. "Man muss immer zusammenarbeiten. Da sind verschiedenen Kulturen. Das Geld muss auf verschiedene Länder aufgeteilt werden, das macht es schwierig", sagt die Belgierin auf die Frage, was sie sich wünschen würde. Sie beherrscht offenbar nicht nur die Quantentheorie, sondern hat auch diplomatisches Geschick. Als Wissenschaftlerin, die sich in der komplexen Welt von Quanten und Quantenbits auskennt wie nur wenige andere Menschen auf der Welt, ist sie aber auf Zusammenarbeit angewiesen. Google sei eine große Hilfe: "Alles wird veröffentlicht und jeder kann damit arbeiten", erklärt Michielsen. Mit ihrem Team am Forschungszentrum Jülich hat sie großen Anteil am Rekord von Googles Quantenprozessor Sycamore. Ihr Job ist es, die Ergebnisse von Sycamore mit dem Supercomputer "Juwels", der in Jülich steht, zu überprüfen. Google habe ihre Abteilung für eine Zusammenarbeit ausgesucht, weil "wir den Weltrekord für das Simulieren von 48 Qubits gesetzt haben", erklärt Michielsen, um gleich darauf klarzustellen: "Wir sind keine Google-Abteilung." Man arbeite in Jülich auch mit Google-Konkurrenten wie IBM zusammen. Warum Europa nicht in allen Punkten hinterherhängt und wann Quantencomputer auch in der Praxis zum Einsatz kommen, erzählt die Quanteninformatikerin in der neuen Folge von "So techt Deutschland". Sie haben Fragen, Anregungen oder Kritik? Oder einen tollen Gast für Frauke Holzmeier und Andreas Laukat? Dann schreiben Sie gerne eine E-Mail an sotechtdeutschland@ntv.de. Sie finden "So techt Deutschland" in der n-tv-App, auf Audio Now und allen anderen bekannten Podcast-Plattformen. Mit dem RSS-Feed können Sie "So techt Deutschland" auch in jeder anderen Podcast-App hören: www.n-tv.de/mediathek/audio/podcast/so_techt_deutschland/rss Unsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://datenschutz.ad-alliance.de/podcast.html Unsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://art19.com/privacy. Die Datenschutzrichtlinien für Kalifornien sind unter https://art19.com/privacy#do-not-sell-my-info abrufbar.
undefined
Jan 8, 2020 • 32min

Cash-on-Ledger-Chef Katilmis: So funktioniert der digitale Euro

Es gibt immer Schlagworte, die gerade Mode sind. Digitaler Euro ist so ein Schlagwort. Mit seinem Startup "Cash on Ledger" will Serkan Katilmis dafür sorgen, dass daraus Realität wird. "Wir nehmen den Euro und geben ihm die Fähigkeit, programmiert zu werden", erzählt er. Nützlich ist das für Firmen, die mit Maschinen produzieren. Statt welche einzukaufen, wird nur deren Leistung vergütet – ähnlich wie beim Carsharing. "Wenn die Maschine sich einmal dreht, gibt es zehn Cent", beschreibt Katilmis das Prinzip. Das hat den Vorteil, dass sich ein Unternehmen den Ankauf der Maschine spart und alle Prozesse inklusive der Abrechnung automatisiert sind. Das trifft einen Nerv, sagt Startup-Chef Katilmis. Die Grundlage für den digitalen Euro bildet die Blockchain-Technologie. Ein Bereich, in dem Deutschland vorne mitspielen will. In der Forschung klappe das auch gut, sagt Katilmis. "Aber was ich so ein bisschen vermisse, ist die praktische Umsetzung." Deswegen kämen auch nicht alle Blockchain-Projekte zum Fliegen. Dabei haben wir in Deutschland "einen super Schatz: die mittelständischen Unternehmen, die Hidden Champions". Hier sei es wichtig anzusetzen und die Digitalisierung voranzutreiben. Die Blockchain könnte ein Aspekt davon sein. Mit allen Vor- und Nachteilen: "Alles was ich digital erfasse, bietet die Möglichkeit einer Transparenz. Sei es gut oder sei es schlecht", sagt Katilmis. Was das bedeutet, erzählt er in "So techt Deutschland". Sie haben Fragen, Anregungen oder Kritik? Oder einen tollen Gast für Frauke Holzmeier und Andreas Laukat? Dann schreiben Sie gerne eine E-Mail an sotechtdeutschland@ntv.de. Sie finden "So techt Deutschland" in der n-tv-App, auf Audio Now und allen anderen bekannten Podcast-Plattformen. Mit dem RSS-Feed können Sie "So techt Deutschland" auch in jeder anderen Podcast-App hören: www.n-tv.de/mediathek/audio/podcast/so_techt_deutschland/rss Unsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://datenschutz.ad-alliance.de/podcast.html Unsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://art19.com/privacy. Die Datenschutzrichtlinien für Kalifornien sind unter https://art19.com/privacy#do-not-sell-my-info abrufbar.
undefined
Jan 1, 2020 • 31min

Renault-Chef Hochgeschurtz: Batterien hängen Brennstoffzelle ab

Wenn Uwe Hochgeschurtz auf etwas stolz ist, dann auf den Zoe. Als Deutschlandchef von Renault kann er von sich behaupten, mit dem Kleinwagen das erfolgreichste Elektroauto in Deutschland zu verkaufen – als französischer Autohersteller. "Wir haben vor sieben Jahren richtig viel Geld investiert in die E-Mobilität. Die fällt ja nicht vom Himmel", sagt der gebürtige Kölner. "Keiner ist gezwungen, ein thermisches Auto zu kaufen." Das Thema Elektro krempelt die Branche um. Das sei auch gut – allein schon im Sinne der Umwelt, findet der Automanager. Deshalb unterstützt er es auch, wenn die Politik sich mit finanziellen Anreizen dafür einsetzt, dass mehr Menschen auf Elektrofahrzeuge umsteigen. Und was ist mit den Menschen, die auf Verbrenner mit hohem Verbrauch setzen? "Die sollte der Staat in einer gewissen Art und Weise zahlungspflichtig machen", findet Hochgeschurtz – was mit dem Klimapaket und dem CO2-Preis in Zukunft auch passieren würde. Die Nachfrage nach Elektromobilität in Deutschland ist auf jeden Fall da, sagt der Renault-Deutschlandchef. Auch beim Thema Batterien hat er eine klare Meinung. Selbst bauen müssen wir sie nicht, findet Hochgeschurtz. Wichtig sei aber die Forschung: "Als Standort, der alles zusammenführt und dann die Verteilung, den Verkauf, die Wartung übernimmt. Das ist schon wichtig, dass man das behält." Bei der Forschung dürfe man auch nicht die Brennstoffzelle vergessen. Die Technologie, die mit Wasserstoff arbeitet, war zuletzt wieder verstärkt in den Fokus gerückt. Doch Priorität hat sie für Hochgeschurtz nicht: "Wer jetzt nicht erkennt, dass die nächsten zwanzig bis dreißig Jahre dem Elektroauto gehören, der investiert in die falsche Richtung." Der Vorsprung der Elektrobatterien sei gegenüber Wasserstoff derzeit zu hoch. Wie groß die Gefahr für deutsche Hersteller ist von neuen Anbietern wie Tesla oder auch Uber technologisch überholt zu werden, verrät Hochgeschurtz in "So techt Deutschland". Sie haben Fragen, Anregungen oder Kritik? Oder einen tollen Gast für Frauke Holzmeier und Andreas Laukat? Dann schreiben Sie gerne eine E-Mail an sotechtdeutschland@n-tv.de. Sie finden "So techt Deutschland" in der n-tv-App, auf Audio Now und allen anderen bekannten Podcast-Plattformen. Mit dem RSS-Feed können Sie "So techt Deutschland" auch in jeder anderen Podcast-App hören: www.n-tv.de/mediathek/audio/podcast/so_techt_deutschland/rss Unsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://datenschutz.ad-alliance.de/podcast.html Unsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://art19.com/privacy. Die Datenschutzrichtlinien für Kalifornien sind unter https://art19.com/privacy#do-not-sell-my-info abrufbar.
undefined
Dec 25, 2019 • 29min

Gründerin Pausder: "Bildungsbürgertum verweigert seine Rolle"

"Das Bildungsbürgertum war immer der Vorreiter, wenn neues Wissen auf den Markt kam. Jetzt aber verweigert es seine 'First-Mover-Rolle' und sagt: meine Kinder nicht. Sie sollen im Wald spielen, Cello lernen und zum Hockey gehen." Das sagt Verena Pausder, wenn man sie auf die ablehnende Haltung einiger Eltern zur Digitalisierung anspricht. Durch ihre Gegenwehr halten diese Eltern aber alle Kinder zurück: "Ich erwarte vom Bildungsbürgertum zumindest beim Elternabend neutral bis ruhig zu sein", kritisiert Pausder. "Weil es unfair ist, es für alle zu verhindern". Verena Pausder hat selbst zwei Kinder im Grundschulalter und kämpft für die Digitalisierung der Bildung. Frei nach dem Motto "Wenn sich nichts tut, mache ich es eben selbst" wollte sie etwas verändern und gründete zusammen mit dem Spielehersteller Haba die Digitalwerkstätten. Dort können Schulklassen ihren Unterricht digital nach vorne bringen. Ähnliche Ziele verfolgt Pausder mit ihrem zweiten Unternehmen, das sie bereits 2011 gegründet hat. Fox & Sheep ist ein App-Entwickler für Kinderspiele, die meist nur wenige Minuten dauern sowie ohne Werbung und InApp-Käufe auskommen. "Das war unsere Motivation, damit sind wir auf über 25 Millionen Downloads gewachsen und haben einen Nerv getroffen", sagt Verena Pausder. Das Interesse ist also da, umso mehr ärgert es die Bildungsunternehmerin, dass an Schulen die grundlegendsten Dinge fehlen: Geräte, WLAN oder auch Fachkräfte wie Systemadministratoren. "Es ist viel durch den Digitalpakt angestoßen worden", meint Verena Pausder und hofft, dass neue Geräte jetzt auch genutzt werden. Was es noch braucht an Deutschlands Schulen, erzählt sie in "So techt Deutschland". Sie haben Fragen, Anregungen oder Kritik? Oder einen tollen Gast für Frauke Holzmeier und Andreas Laukat? Dann schreiben Sie gerne eine E-Mail an sotechtdeutschland@n-tv.de. Sie finden "So techt Deutschland" in der n-tv-App, auf Audio Now und allen anderen bekannten Podcast-Plattformen. Mit dem RSS-Feed können Sie "So techt Deutschland" auch in jeder anderen Podcast-App hören: www.n-tv.de/mediathek/audio/podcast/so_techt_deutschland/rss Unsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://datenschutz.ad-alliance.de/podcast.html Unsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://art19.com/privacy. Die Datenschutzrichtlinien für Kalifornien sind unter https://art19.com/privacy#do-not-sell-my-info abrufbar.
undefined
Dec 18, 2019 • 35min

e.Go-Chef Schuh: "Kein Tesla fährt ohne deutsche Teile"

Günter Schuh will mit e.Go günstige Elektroautos für jeden bauen. Denn der Kunde ist bereit dafür, sagt der Mann, der auch für den Elektroflitzer der Post verantwortlich ist. "Die Kunden sind allerdings nicht bereit, den Mehrpreis alleine zu tragen", ist sich der Aachener Professor sicher. Ein anderes Problem beim Umstieg auf das E-Auto ist das Nachladen. Die Batterien müssen regelmäßig geladen werden und belasten die Umwelt. "Klar ist das erstmal eine ökologische Bürde ", sagt Schuh. Es sei aber nicht so schlimm, wie es viele gerne darstellen. Bei einer mittelgroßen Batterie sei "der ökologische Breakeven nach 40.000 bis 70.000 Kilometern erreicht." Danach könne man noch lange fahren. Aber es gibt viel zu tun, um Batterien noch sauberer zu machen. Eine Möglichkeit ist, den Anteil von Kobalt weiter zu reduzieren. Ziele, die Günther Schuh auch mit e.Go verfolgt: "Wir wollten wirklich das nachhaltigste Elektroauto der Welt bauen. Und das ist uns auch gelungen", erzählt Schuh stolz. Das Auto halte 50 Jahre. Auch in der deutschen Autoindustrie kann Schuh Fortschritte erkennen. Das liegt an einem Mann: Elon Musk. Dass der Tesla-Chef eine Gigafabrik in Brandenburg bauen will, findet Schuh auch für die Zulieferer "super". "Kein Tesla würde ohne die deutsche Autoindustrie fahren." Das sei schon jetzt so. Und warum nicht weiter voneinander profitieren? Günther Schuh kann sich eine Zusammenarbeit mit Elon Musk sehr gut vorstellen. In welchem Bereich, erzählt er in "So techt Deutschland". Sie haben Fragen, Anregungen oder Kritik? Oder einen tollen Gast für Frauke Holzmeier und Andreas Laukat? Dann schreiben Sie gerne eine E-Mail an sotechtdeutschland@n-tv.de. Sie finden "So techt Deutschland" in der n-tv-App, auf Audio Now und allen anderen bekannten Podcast-Plattformen. Mit dem RSS-Feed können Sie "So techt Deutschland" auch in jeder anderen Podcast-App hören: www.n-tv.de/mediathek/audio/podcast/so_techt_deutschland/rss Unsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://datenschutz.ad-alliance.de/podcast.html Unsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://art19.com/privacy. Die Datenschutzrichtlinien für Kalifornien sind unter https://art19.com/privacy#do-not-sell-my-info abrufbar.
undefined
Dec 11, 2019 • 35min

Miriam Wohlfarth - erst Reisekauffrau, jetzt Fintech-Lady

Die Fintech-Karriere von Miriam Wohlfarth hat mit Zufall begonnen: Über ein abgebrochenes Studium und eine Ausbildung zur Reiseverkehrskauffrau landete sie im Jahr 2000 bei einem Startup in den Niederlanden. Damit war ihr berufliches Schicksal besiegelt: "Ich habe die Welt des Onlinebezahlens von der Pike auf gelernt, quasi als noch niemand wusste, was das ist", resümiert die Unternehmerin. Heute feiert sie mit ihren Partnern das zehnjährige Bestehen von Ratepay. Ratepay sorgt als Zahlungsdienstleister für Onlinehändler dafür, dass Kunden ihre Rechnungen möglichst bequem so bezahlen können, wie sie möchten. Das Zauberwort lautet "Bonitätsprüfung": "Das ist die eigentliche Kunst, die hinter Ratepay steckt", sagt die Gründerin: "Das Prüfen von Personen in Millisekunden mit ganz verschiedenen Daten. Nehmen wir diese Person an oder nicht?" Möglich macht es künstliche Intelligenz. Mit deren Hilfe hat Ratepay bereits Millionen von Daten gesammelt. "Die liegen in Deutschland, bei einem deutschen Anbieter", beruhigt Wohlfarth und verspricht verantwortungsvoll: Die Daten würden auch nicht weiterverkauft oder für andere Zwecke verwendet. Was Miriam Wohlfarth nicht versteht, ist das "Fintech Bashing", das in Deutschland gerne betrieben wird. Stichwort N26: Die deutsche Startup-Bank stand in letzten Monaten immer wieder in der Kritik, ist für Wohlfarth aber trotzdem eine Erfolgsgeschichte. "Ich war jetzt in San Francisco und habe dort ein Bus mit Werbung für N26 gesehen und habe echt gedacht: Wow, richtig cool. Das hat mich total gefreut." Wenn sie in die Zukunft blickt, ist Wohlfarth aber etwas pessimistischer. Vor allem wenn es um den Fachkräftemangel geht. "Wir haben nur noch Gerätebediener", beklagt die Gründerin. Was sie damit meint, erklärt Miriam Wohlfarth in "So techt Deutschland". Sie haben Fragen, Anregungen oder Kritik? Oder einen tollen Gast für Frauke Holzmeier und Andreas Laukat? Dann schreiben Sie gerne eine E-Mail an sotechtdeutschland@n-tv.de. Sie finden "So techt Deutschland" in der n-tv-App, auf Audio Now und allen anderen bekannten Podcast-Plattformen. Mit dem RSS-Feed können Sie "So techt Deutschland" auch in jeder anderen Podcast-App hören: www.n-tv.de/mediathek/audio/podcast/so_techt_deutschland/rss Unsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://datenschutz.ad-alliance.de/podcast.html Unsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://art19.com/privacy. Die Datenschutzrichtlinien für Kalifornien sind unter https://art19.com/privacy#do-not-sell-my-info abrufbar.
undefined
Dec 4, 2019 • 38min

"Milla" ist das Netflix der Weiterbildung

Abgeordnete wie Thomas Heilmann gibt es im Bundestag selten. Der CDU-Politiker ist im Herzen Unternehmer, war an Firmen wie Xing beteiligt und wurde in den 1990er Jahren zum "Agenturkopf des Jahres" gewählt. Im Parlament ist eines seiner Fachgebiete das Thema Weiterbildung. Die müsse "so einfach wie Netflix gucken" sein, sagt Heilmann. Deswegen hat er geholfen, die digitale Lernplattform "Milla" ins Leben zu rufen. Denn bislang sei Weiterbildung für 50 Prozent der Arbeitnehmer ein Fremdwort, "weil sie keine Angebote haben und weil sie gar nicht wissen, wo sie anfangen sollen." "Milla" ist erst einmal auf bestimmte Zielgruppen zugeschnitten. Zum Beispiel sei man in Gesprächen mit dem Deutschen Fußball-Bund. Aber die CDU setzt auch bei sich selbst an, den Politikern. "Da erklären wir nicht nur, was die Blockchain ist, sondern warum das auch politisch wichtig ist." Das Ganze soll möglichst einfach sein und mehr bringen als trockener Frontalunterricht. Stichwort Blockchain: Auch dort hat der gebürtige Dortmunder seine Finger im Spiel. Erst im Sommer hat die Bundesregierung ihre Blockchain-Strategie vorgestellt. "Das Glas ist halb voll", lautet das Zwischenfazit von Thomas Heilmann. Wir seien schneller als viele andere Länder, aber Veränderungen würden eben immer nur schrittweise gehen. Dabei habe die Blockchain-Technologie viel Potenzial. Etwa, wenn es um digitale Identitäten oder Projektfinanzierung gehe. Beim Thema Blockchain kommt man auch am digitalen Euro nicht vorbei. Thomas Heilmann ist "mehr denn je der Auffassung, dass wir ihn brauchen." Alleine, um Angeboten aus China oder den amerikanischen wie Libra von Facebook etwas entgegen zu setzen. Denn erstmal, ist Heilmann überzeugt, wäre so ein Token vor allem für den Interbanken-Verkehr interessant. Dieser würde mit einer digitalen Währung auf Blockchain-Basis viel schneller und kostengünstiger funktionieren. Der Erfolg der Blockchain-Strategie hängt aber auch von einem anderen Faktor ab, erzählt Heilmann in "So techt Deutschland". Nämlich davon, ob die SPD den "Spexit" beschließt oder nicht. Sie haben Fragen, Anregungen oder Kritik? Oder einen tollen Gast für Frauke Holzmeier und Andreas Laukat? Dann schreiben Sie gerne eine E-Mail an sotechtdeutschland@n-tv.de. Sie finden "So techt Deutschland" in der n-tv-App, auf Audio Now und allen anderen bekannten Podcast-Plattformen. Mit dem RSS-Feed können Sie "So techt Deutschland" auch in jeder anderen Podcast-App hören: www.n-tv.de/mediathek/audio/podcast/so_techt_deutschland/rss Unsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://datenschutz.ad-alliance.de/podcast.html Unsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://art19.com/privacy. Die Datenschutzrichtlinien für Kalifornien sind unter https://art19.com/privacy#do-not-sell-my-info abrufbar.

The AI-powered Podcast Player

Save insights by tapping your headphones, chat with episodes, discover the best highlights - and more!
App store bannerPlay store banner
Get the app