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Kreiskyforum
Das Bruno Kreisky Forum für internationalen Dialog ist ein Ort des europäischen und globalen Denkens, der Solidarität und Zusammenarbeit.
Namhafte Kurator*innen sprechen mit unseren Gästen über politisch brisante Themen unserer Zeit und unserer Gesellschaften.
Der Podcast zur Stunde.
Alle Informationen zum Kreisky Forum sowie das Programm finden Sie hier: https://www.kreisky-forum.org/
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Episodes
Mentioned books

Sep 21, 2023 • 1h 3min
Martin Wolf: THE CRISIS OF DEMOCRATIC CAPITALISM
Robert Misik in conversation with Martin Wolf
THE CRISIS OF DEMOCRATIC CAPITALISM
Western economies are in a state of crisis and permanent stress. The rich are getting richer, the poor are not. Inflation leads to loss of purchasing power, faltering growth to loss of wealth. The responses to the multiple crises are erratic. Around the world, powerful voices argue that capitalism is better without democracy; others argue that democracy is better without capitalism. Martin Wolfs new book „The crisis of democratic capitalism“ is a forceful rejoinder to both views. Even as it offers a deep, lucid assessment of why this marriage has grown so strained, it makes clear why a divorce of capitalism from
democracy would be a calamity for the world. They need each other even if they find it hard to life together.
For all its flaws, argues Wolf, democratic capitalism remains far and away the best system for human flourishing. But something has gone seriously awry: the growth of prosperity has slowed, and the division of its fruits between the hypersuccessful few and the rest has become more unequal. The plutocrats have retreated to their bastions, where they pour scorn on government’s ability to invest in the public goods needed to foster opportunity and sustainability. „People expect the economy to deliver reasonable levels of prosperity and opportunity to themselves and their children. When it does not … they become frustrated and resentful.“
Citizenship is not just a slogan or a romantic idea; it’s the only idea that can save us, Wolf argues. Democracy itself is now at stake.
Martin Wolf, Chief Economics Commentator at the Financial Times
Robert Misik, Author and Journalist
Martin Wolf is the associate editor and chief economics commentator at the Financial Times, London. He is the recipient of many awards for financial journalism, for which he was also made a Commander of the Order of the British Empire in 2000. His previous books include Fixing Global Finance and Why Globalization Works.

Sep 20, 2023 • 54min
Anna Šabatová: DIE FREIHEIT UND IHRE GEFÄHRDUNGEN
Ein Europäischer Salon mit Anna Šabatová
DIE FREIHEIT UND IHRE GEFÄHRDUNGEN
Die mittel- und osteuropäischen friedlichen Revolutionen von 1989 lösten in Westeuropa Begeisterung aus und auch ein gewisses Interesse für Nationen wie Polen, Tschechien, die Slowakei usw., doch dieses wich sehr bald auch Routine und Ignoranz.
Die politische Wende war getragen von Volksbewegungen; Bürgerrechtsgruppen und Bewegungen von Dissidenten wie etwa der Charta 77 und anderen, die Menschenrechte, Liberalität, Demokratie und Pluralismus eingefordert hatten. Dreißig Jahre später sind Pluralismus, Liberalität und Menschenrechte auf andere Weise bedroht – und zwar letztendlich in jeder europäischen Nation. Aufstieg des Rechtsextremismus, Konzepte von „illiberaler Demokratie“ und ein
expansives, imperiales Russland sind nur einige der Gefährdungen. Über letzteres blickten viele im Westen viel zu lange hinweg.
Kaum jemand überblickt als Beobachterin und Akteurin diese Jahrzehnte und Verwandlungszeiträume so gut wie Anna Šabatová, die zu den Erstunterzeichnern der Charta 77 zählte, später in verschiedenen Funktionen und NGOs wirkte, Vorsitzende des tschechischen Helsinki-Komitees war und bis 2020 das Amt der tschechischen Ombudsfrau innehatte. Ein Gespräch über langfristige Oppositionserfahrungen, die politische Lage in Tschechien und die vielen blinden Flecken des westlichen Blicks.
Anna Šabatová, Philologin und Bürgerrechtlerin
Robert Misik, Autor und Journalist
Anna Šabatová ist eine tschechische Bürgerrechtlerin und ehemalige tschechoslowakische Dissidentin. Sie beteiligte sich maßgeblich an der Arbeit der Charta 77 und deren Projekten, teilweise als Sprecherin. In den Jahren 2001 bis 2007 war sie Stellvertreterin des tschechischen Ombudsmannes und vom
Februar 2014 bis Februar 2020 war sie Ombudsfrau, tschechisch „öffentliche Verteidigerin der Menschenrechte“ (veřejná ochránkyně práv). Seit 2008 ist Šabatová Vorsitzende des Tschechischen Helsinki-Komitees. Sie ist in Brünn als Tochter des führenden dissidenten Intellektuellen Jaroslav Šabata geboren und ist die Witwe des langjährigen Oppositionellen Petr Uhl. Heute lebt Anna Šabatová in Prag.
Der „Europäische Salon“ findet in Kooperation mit der Willi-Eichler-Akademieim Rahmen der Reihe „Transformation der Erinnerung – Transformation der Aufarbeitung“ statt.

Sep 19, 2023 • 39min
FALTER Radio & Kreisky Forum Talks: WIE DER WESTEN DEN FRIEDEN VERLOREN HAT
Helfried Carl im Gespräch mit Philipp Ther
WIE DER WESTEN DEN FRIEDEN VERLOREN HAT
Als die Berliner Mauer gestürmt wurde und die Sowjetunion zusammenbrach, sahen der Westen und vor allem die Vereinigten Staaten wie die alleinigen Sieger der Geschichte aus. Drei Jahrzehnte später klingt der Geist des Triumphs hohl. Was ist schief gelaufen?
In der Fortsetzung seiner preisgekrönten Geschichte des neoliberalen Europas sucht der renommierte Historiker Philipp Ther nach einer Antwort auf diese Frage. Er argumentiert, dass der globale Kapitalismus viele Verlierer hervorgebracht und den Boden für den Aufstieg von Rechtspopulisten und Nationalisten bereitet hat. Er zeigt, wie das Versprechen von Wohlstand und Freiheit in Osteuropa trotz materieller Fortschritte nicht ausreichend ankam, wie der Westen Russland verlor und die Türkei entfremdete. Der neoliberale Kapitalismus ließ die Welt auch schlecht auf die Bewältigung von Covid-19 vorbereitet, und die Pandemie schwächte die westliche Hegemonie der Zeit nach 1989 weiter, die nun durch Russlands Krieg gegen die Ukraine brutal angefochten wird. Der
doppelte Schlag der Pandemie und des größten Krieges in Europa seit 1945 hat das Zeitalter der Transformation, das mit dem Ende des Kalten Krieges eingeleitet wurde, zu Ende gebracht.
Diese tiefgreifende Analyse des Durcheinanders in der Welt nach 1989 wird für jene von großem Interesse sein, die verstehen wollen, wie wir dahin gekommen sind, wo wir heute stehen, und welche gewaltigen die Herausforderungen wir jetzt zu bewältigen haben.“
Philipp Ther, Historiker, ist Professor am Institut für Osteuropäische Geschichte der Universität Wien. Er ist der Träger des Wittgenstein-Preises und Gründer des Research Center for the History of Transformations
Helfried Carl, Diplomat, ist seit 2019 Partner des von ihm mitbegründeten Innovation in Politics Institute in Wien. Von 2014-2019 war er Botschafter Österreichs in der Slowakischen Republik, davor, von 2008-2014, Büroleiter und außenpolitischer Berater von Nationalratspräsidentin Barbara Prammer.
In Kooperation mit Falter Radio

Sep 12, 2023 • 55min
Christian Schüller: DIE FRAU, DIE GEGEN DEN STROM SCHWAMM
Tessa Szyszkowitz im Gespräch mit Christian Schüller
DIE FRAU, DIE GEGEN DEN STROM SCHWAMM
Eine russische Frau wird in ein psychiatrisches Gefängnis eingesperrt, weil sie Briefe politischer Gefangener abschreibt und verbreitet. Diese Geschichte schnappt ein vierzehnjähriger Wiener im Radio auf und beschließt, Journalist zu werden.Wie die Geschichte der Briefschreiberin weiterging, erfährt er erst ein halbes Jahrhundert später – als sie mit siebenundsiebzig Jahren auf den Roten Platz geht, um für Meinungsfreiheit zu demonstrieren.Zu diesem Zeitpunkt lebt Christian Schüller in der Türkei. Er hat in Ländern gearbeitet, wo Unterdrückung und Willkür den Alltag beherrschen. Seine Reportagen handeln von Menschen, die ihre Ohnmacht an Schwächeren auslassen – und von anderen, die sich in große Schwierigkeiten bringen, weil sie ihrem Gewissen folgen. Von denen, die sich von sogenannten starken Männern mitreißen lassen, und von Frauen, die gegen den Strom schwimmen.
Christian Schüllers neues Buch „Die Frau, die gegen den Strom schwamm“ erscheint im September 2023 im Picus Verlag (232 Seiten, ISBN 978-3-7117-2141-9)
Christian Schüller arbeitet seit 1977 als Journalist. Er war Korrespondent des ORF in den USA, Lateinamerika, in der Sowjetunion, in der Türkei und im Iran. Dazwischen leitete er die Sendereihe »Am Schauplatz« im ORF mit Sozialreportagen und gestaltete zahlreiche TV-Dokumentationen.
Tessa Szyszkowitz ist Journalistin und Autorin, seit 2010 mit Sitz in London. Davor war sie Korrespondentin in Moskau, Brüssel und Jerusalem. Sie schreibt für den Falter in Wien und den Tagesspiegel in Berlin, sie ist Kuratorin der Reihe Philoxenia im Kreisky Forum und Distinguished Fellow im Royal United Services Institute in London.
In Zusammenarbeit mit dem Picus-Verlag

Jul 25, 2023 • 54min
Scholten & Maderthaner: GESCHICHTSSCHREIBUNG ZWISCHEN MYTHEN UND LEGENDEN #4
Rudolf Scholten und Wolfgang Maderthaner
GESCHICHTSSCHREIBUNG ZWISCHEN MYTHEN UND LEGENDENDie Anfänge der Habsburger in Österreich: Rudolf I und seine Zeit.
In einer weiteren Folge ihrer Gespräche über Mythen und Legenden in der Geschichte Österreichs widmen sich BKF-Präsident Rudolf Scholten und Historiker Wolfgang Maderthaner den Anfängen der Herrschaft der Habsburger über Österreich.
Rudolf I ist Gründervater der Habsburger-Dynastie und ein geschickter Machstratege. Als wenig bedeutender Graf mit Stammsitz im Schweizer Aargau und Besitztümern im Elsass gelingt es ihm, 1273 zum römisch-deutschen König gewählt zu werden. Mit der Verheiratung seiner Kinder – Vorbild für die Habsburgsche Heiratspolitik der nächsten vier Jahrhunderte – erweitert er seinen Einflussbereich. Sein mächtiger Rivale, Böhmen-König Ottokar fällt in der Schlacht im Marchfeld (1278), Rudolf wird Herrscher über Österreich – das Herz der künftigen Donaumonarchie mit Wien als Hauptstadt.
Rudolf Scholten und Wolfgang Maderthaner sprechen über das Geschick des ersten Habsburger-Königs bei der Absicherung seiner Herrschaft im
Inneren und nach Außen, über das Wechselspiel religiöser und weltlicher Macht, über Feudalismus und das Erstarken der Städte im 13. Jahrhundert.
Und sie befassen sich mit der bedrohlichen Supermacht im Osten, die zwei Drittel der damals bekannten Welt unterwirft: das mythenumrankte
Mongolenreich Dschingis Khans und seiner Nachfahren. Der Vormarsch der Mongolen versetzt Europa in Angst und Schrecken. Um 1240 stehen sie –
nach Massakern in Korneuburg und Wiener Neustadt – vor Wien, ziehen sich dann aber aus bis heute ungeklärten Gründen zurück.
Wolfgang Maderthaner, Historiker, Präsident des Vereins für Geschichte der ArbeiterInnenbewegung
Rudolf Scholten, Präsident des Bruno Kreisky Forums

Jul 20, 2023 • 43min
Charles Kupchan: THE WEST NEEDS A NEW STRATEGY IN UKRAINE
Eva Nowotny in conversation with Charles Kupchan
THE WEST NEEDS A NEW STRATEGY IN UKRAINE
The war in Ukraine has been going on for over a year and so far, it has turned out far better for Ukraine than most predicted. But there is uncertainty towards where the war is headed and thus calls for a diplomatic end to the conflict are growing. However, with Moscow and Kyiv vowing to keep up the fight, conditions for a negotiated settlement do not seem to be given yet. The question arising is what strategy is needed from the West. It’s policy of allowing Ukraine to define success and set the war aims has now runs its course – regardless of whether it made sense at the outset of the war. So what approach is needed from the West and how could it be implemented?
Charles Kupchan is Professor of international Affairs in the School of Foreign Service and Government Department at Georgetown University and Senior Fellow at the Council on Foreign Relations (CFR). From 2014 to 2017 Kupchan served as Special Assistant to the President and Senior Director for European Affairs on the National Security Council in the Obama White House. He was also Director for European Affairs on the NSC during the first Clinton
administration. Before joining the Clinton NSC, he worked in the U.S. Department of State on the Policy Planning Staff. Previously, he was Assistant Professor of Politics at Princeton University. Charles Kupchan is the author of numerous books and papers on international and security affairs.
Eva Nowotny, Board Member of Bruno Kreisky Forum, Ambassador ret.
Recorded via ZOOM on June 19, 2023

Jul 17, 2023 • 45min
Axel Honneth: DER ARBEITENDE SOUVERÄN
Robert Misik im Gespräch mit Axel Honneth
DER ARBEITENDE SOUVERÄNEine normative Theorie der Arbeit
Welche Rolle spielt die Organisation von Arbeitsverhältnissen für die Bestandssicherung eines demokratischen Gemeinwesens? Das ist die Frage, der Axel Honneth in seiner neuen großen Monographie nachgeht, deren Schlüsselbegriffe »gesellschaftliche Arbeit« und »soziale Arbeitsteilung« sind. Seine zentrale These lautet, dass die Teilnahme an der demokratischen Willensbildung an die Voraussetzung einer transparent und fair geregelten Arbeitsteilung gebunden ist.
An welchen Scharnierstellen hätte heute eine Politik der Arbeit anzusetzen, um den sich abzeichnenden Missständen entgegenzuwirken und u einer dringend benötigten Neubelebung demokratischer Partizipation beizutragen?
Axel Honneth, SozialphilosophRobert Misik, Autor und Journalist
Axel Honneth, geboren 1949, ist Jack C. Weinstein Professor of the Humanities an der Columbia University in New York. 2015 wurde er mit dem Ernst-Bloch-Preis, 2016 für Die Idee des Sozialismus mit dem Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch ausgezeichnet. 2021 hielt er in Berlin seine vielbeachteten
Benjamin-Lectures zum Thema dieses Buches.
Axel Honneth:Der arbeitende Souverän. Eine normative Theorie der ArbeitSuhrkamp Verlag, März 2023, ISBN 978-3-518-58797-3, € 30,-

Jul 14, 2023 • 51min
Philippe Lazzarini: UNRWA – The United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees
Eva Nowotny in conversation with Philippe Lazzarini
UNRWA – The United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees
Eva Nowotny and Philippe Lazzarini talk about UNRWA, what makes it so special within the UN, why it is essential and what needs to be done to ensure a sustainable future of the organization and its work. Within the broader UN-family, UNRWA is quite a unique agency. It is the only organization in the UN family to provide direct public services like education, primary health care and a social safety net to Palestinian refugees in the region. It has a humanitarian mandate but its tasks are political in their impact in providing perspectives for Palestinian refugees. However, UNRWA finds itself in a crisis due to the unreliability of its main donors. The agency needs a proper debate with the member states regarding common duties and commitment vis à vis Palestinian refugees in the future in order to find ways out of its precarity.
Philippe Lazzarini is Commissioner-General of the United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East (UNRWA). Prior to this position, he was Deputy Special Coordinator, Resident and Humanitarian Coordinator for Lebanon in the Office of the United Nations Special Coordinator for Lebanon (2015-2020) and Deputy Special Representative of the Secretary-General, Resident and Humanitarian Coordinator for Somalia (2013-2015). Philippe Lazzarini joined the United Nations in 2003 and has served the Organization in various capacities, including as Deputy Director, Coordination and Response Division of the Office for the Coordination of Humanitarian Affairs (OCHA), the Head of the OCHA Office for the occupied Palestinian territory, Somalia and Angola and as Area Coordinator for the OCHA Office in Iraq. Before joining the United Nations, he served for ten years with the International Committee of the Red Cross as the Deputy Head of Communication, Head of the ICRC Delegation in Rwanda, Angola and Sarajevo and as an ICRC delegate in Southern Sudan, Jordan, Gaza and Beirut.
Eva Nowotny, Board Member of Bruno Kreisky Forum, Ambassador ret.
Recorded on June 12, 2023 at the Bruno KreiskyForum.Technical producton: Maximilian Hofko

Jul 11, 2023 • 1h 1min
Maurice Höfgen: TEUER!
Robert Misik im Gespräch mit Maurice Höfgen
TEUER!
Die Wahrheit über Inflation, ihre Profiteure und das Versagen der Politik
»Deutschlands spannendster Nachwuchs-Ökonom.«— Berliner Zeitung
Tanken, Heizen, Einkaufen – alles ist teurer geworden, die Inflationsrate ist auf Rekordhoch. Müssen wir uns in Zukunft noch mehr Sorgen um unser Geld machen? Wird das Leben unbezahlbar? Wirtschaftsanalyst Maurice Höfgen beschäftigt sich tagein tagaus mit der Lage und warnt vor Panik, denn die aktuellen Mondpreise sind eine Folge des Krieges in der Ukraine und der Corona-Pandemie.
Höfgen zeigt, wie die Regierungen handeln können, um den Preisauftrieb zu bremsen. Und warum die Zinserhöhungen durch die Europäische Nationalbank mehr Schaden anrichtet, als sie nützt. Nicht das Verteuern von Investitionen ist in diese Lage angebracht, sondern der Ausbau erneuerbarer Energien. Das Abwürgen der Konjunktur dagegen führt dazu, dass sich die Menschen die gestiegenen Preise nicht mehr leisten können, und verhindert zugleich den nötigen Umbau.
»Teuer!« ist eine scharfe Analyse, die zeigt, wie man die aktuelle Nachrichtenlage richtig deutet – und Missverständnisse über Inflation aufklärt.
Maurice Höfgen, ÖkonomRobert Misik, Autor und Journalist
Maurice Höfgen ist Ökonom, Betriebswirt und Buchautor. Derzeit ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter für Finanzpolitik im Bundestag tätig. Er ist Autor der Bücher »Der Neue Wirtschaftskrieg« und »Mythos Geldknappheit«. Außerdem ist er YouTuber bei »Geld für die Welt« und »Jung und Naiv« und Kolumnist bei der Berliner Zeitung.
Maurice Höfgen: Teuer!dtv 2023, 20,60 €ISBN: 978-3-423-28327-4

Jul 4, 2023 • 49min
Alex de Waal: SUDAN IN CRISIS
Gerald Hainzl in conversation with Alex de Waal
SUDAN IN CRISIS
Although conflicts have been ongoing in Sudan in recent years, diplomacy has been successful in preventing an all-out war. However, the situation has changed, and Sudan is now embroiled in a conflict as two rival armed forces, the Sudan Armed Forces and the Rapid Support Forces, battle for control of the capital city, Khartoum. The conflict is a
result of a power struggle between two warlords, Abdel Fattah al Burhan
and Mohamed ‚Hemedti‘ Hamdan Dagolo, who collaborated in the overthrow of President Omar al-Bashir in 2019.
An international mediation process was underway to resolve the conflict, but due to a lack of coordination and divergent interests among the diplomatic actors involved, the endeavour proved to be ineffective – with devastating consequences.
Why hasn’t the US been more eager to support peace mediation and
accepted their loss of leverage? What are Russia’s or China’s geopolitical interests in Sudan, and given all this, how should Western diplomacy be remodeled?
Alex de Waal is the Executive Director of the World Peace Foundation affiliated with The Fletcher School of Law and Diplomacy at Tufts University, Massachusetts. He is also Professorial Fellow at the London School of Economics. Considered one of the foremost experts on Sudan and the Horn of Africa, his scholarly work and practice has also probed humanitarian crisis and response, human rights, HIV/AIDS and governance in Africa, and conflict and peace-building.
Gerald Hainzl is Researcher at the Institute for Peace Support and Conflict Management (IFK) at the National Defence Academy of the Austrian Armed Forces.
ZOOM Talk recorded on June 21, 2023.


