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Oct 2, 2024 • 37min

CIW106 - Element

CIW - Folge 106 - 02.10.2024 - ElementWir begrüssen alle Messenger zur Folge 106 von "Captain it's Wednesday", dem Podcast über Freie Software und Freie Gesellschaft von GNU/Linux.ch, aufgenommen am 1. Oktober von Ephraim Pauli und Ralf Hersel. In dieser Folge sprechen wir über Matrix-Clients.HausmitteilungenRückschau: Hack the PromiseThema: ElementWas ist Matrix? Drei Bedeutungen:Organisation: Matrix.org, eine gemeinnützige Initiative aus GroßbritannienOffenes Kommunikationsprotokoll für Echtzeitkommunikation. Wurde entworfen, um Chat, IP-Telefonie und Bildtelefonie unabhängig von einem spezifischen Internetdienstanbieter nutzen zu können.Allgemeiner Name für dieses Messenger-SystemWie unterscheidet sich Matrix von anderen Messengern?Unfreie Messenger wie Whatsapp, Skype, Discord, Facebook Messenger, iMessage, usw. sind proprietär und zentralisiertFreie Messenger wie Signal, Threema oder Telegram sind (zumindest teilweise: nur Client) Open Source, aber auch zentralisiertMatrix ist Open Source und dezentralisiert/föderiertWelche Schritte sind nötig, um Matrix zu verwenden?Matrix-Server auswählen. Der Server matrix.org ist keine gute Wahl wegen der Zentralisierung.Auf dem gewählten Server einen Account erstellen. Kann man sich vorstellen, wie bei E-Mail.Client auswählen. Es gibt drölfzig Clients für unterschiedliche Betriebssysteme und mit anderen UX und UI. Der Referenz-Client von Matrix.org heisst Element.Es lohnt sich, andere Clients auszuprobieren. Ich verwende Element auf dem Desktop und Schildichat auf Android, weil die mobile UX bei diesem Element-Fork besser ist als beim Original.Welche Element-Clients gibt es?Element (alt): bewährt, stabil, kann alles, sieht gut ausElement-X: Nachfolger von Elementkomplett neu geschrieben in Rustbasiert auf der neuen Matrix 2.0 Architekturstark erhöhte Geschwindigkeit, vor allem mit "Simplified Sliding Sync" (aus den Entwickleroptionen)verbessertes UI und UXJitsi wurde durch Element Call ersetzt (verschlüsselte Audio/Video-Calls)bisher nur für iOS und AndroidStart, Anmeldung, Synchronisation wurden vereinfachtwurde am 20. Sept. als produktionsreif erklärt; auf der Webseite erscheint es noch als Betadie aktuelle Version 0.6.4 ist noch nicht in F-Droid angekommen; dort liegt V0.4.15 von Juni 24Tipp: abwarten, bis 0.6.4 in F-Droid istIch habe die V0.6.4 als APK von Github installiert und ausprobiert:Was fehlt: Spaces, Threads, Swipes (ausser beim Reply), Einstellmöglichkeiten: Farbe, Schriftgrösse, BlasenEinschätzung: ein Messenger für die Massen; einfach zu bedienen, kaum FunktionenForks, wie Schildichat NextKonzept von ElementPersonen, Räume, Chats, Spaces, Threads, PrioritätenVerbreitung von MatrixZahlreiche Organisationen in Deutschland und anderen Ländern setzen den Matrix Messenger für ihre interne und externe Kommunikation ein:Öffentlicher Sektor in DeutschlandDie Bundeswehr nutzt Matrix für den BwMessenger, den offiziellen sicheren Messenger der StreitkräfteDas Bundesinnenministerium und ZenDiS haben Matrix und Element für die OpenDesk-Suite ausgewähltDie FITKO untersucht Matrix für die sichere BürgerkommunikationViele Bundesländer haben Matrix während der COVID-19-Pandemie für das Online-Lernen eingeführtGesundheitswesenDie Gematik hat Matrix für die interoperable sichere Kommunikation im deutschen Gesundheitswesen ausgewählt. Über 150.000 Einrichtungen wie Arztpraxen, Kliniken und Versicherungen sollen darüber kommunizierenBildungseinrichtungenZahlreiche Universitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz nutzen Matrix in großem UmfangIn Nordrhein-Westfalen wird Matrix für die Kommunikation von 2,5 Millionen Schülern über LOGINEO eingesetztIn Bayern nutzen 1,8 Millionen Schüler MatrixDie TU Dresden verzeichnete Anfang 2024 41 Hochschulen im deutschen Sprachraum, die Matrix nutzenInternationale NutzungDie französische Regierung setzt Matrix in allen Ministerien und Behörden auf nationaler Ebene ein (geschätzt 5,5 Millionen Nutzer)In Luxemburg wurde Luxchat für Beamte eingeführt, der auf Matrix basiertPrivatwirtschaftRund 300 Unternehmen nutzen Matrix mittlerweileDie breite Akzeptanz von Matrix basiert auf Vorteilen wie Datenschutz, Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, Föderierung und der Möglichkeit zur dezentralen Kontrolle der Kommunikation.Linkshttps://matrix.org/https://matrix.org/ecosystem/hosting/https://servers.joinmatrix.org/https://matrix.org/ecosystem/clients/https://element.io/https://github.com/element-hq/element-x-android/releaseshttps://matrix.org/ecosystem/clients/https://schildi.chat/android/next/https://gnulinux.ch/neue-matrix-clients-element-x-und-schildichat-nextOutroEuer Feedback ist uns wichtig. Ihr könnt uns über Matrix, Mastodon oder per E-Mail erreichen. Die Adressen findet ihr auf unserer Webseite.GNU/Linux.ch ist ein Magazin, in dem die Community für die Community interessante Artikel erstellt und im Podcast darüber diskutiert. Helft mit, die Infos für die Community zu bereichern. Wie das geht, erfahrt ihr hier.
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Sep 25, 2024 • 47min

CIW105 - Toleranz

CIW - Folge 105 - 25.09.2024 - ToleranzWir begrüssen alle Hörer und Hörerinnen zur Folge 105 von "Captain it's Wednesday", dem Podcast über Freie Software und Freie Gesellschaft von GNU/Linux.ch, aufgenommen am 23. September von Christian Müller-Zieroth und Ralf Hersel. In dieser Folge sprechen wir darüber, wie man mit anderen Überzeugungen umgeht.HausmitteilungenUnser Invidious-Router (https://video.fosswelt.org/) funktioniert nicht mehr. Grund dafür ist, dass Google die API zu den Youtube-Videos dicht gemacht hat. Wir halten euch über die Entwicklung auf dem Laufenden.Hack the Promise am Samstag mit Lioh und Ralf in BaselThema: ToleranzDefinitionenToleranz, auch Duldsamkeit, bezeichnet ein Gewährenlassen und Geltenlassen anderer oder fremder Überzeugungen, Handlungsweisen und Sitten. Umgangssprachlich meint man damit häufig auch die Anerkennung einer Gleichberechtigung, die aber über den eigentlichen Begriff („Duldung“) hinausgeht. Toleranz bezieht sich auf die Fähigkeit, Meinungen, Praktiken oder Verhaltensweisen zu ertragen, die von den eigenen abweichen.Ein Beispiel für Toleranz könnte in einer Diskussion über politische Meinungen gefunden werden. Man könnte stark anderer Meinung sein als der Diskussionspartner, aber dennoch dessen Recht anerkennen, seine Meinung zu haben und auszudrücken, selbst wenn sie im Widerspruch zu den eigenen Ansichten steht.Toleranz versus Akzeptanz versus RespektAkzeptanz und Toleranz sind zwei Begriffe, die im alltäglichen Gebrauch gerne als Synonyme eingesetzt werden. Doch betrachten wir die beiden Worte einmal genauer, dann stellen wir fest, dass doch eine große Lücke dazwischen klafft. Dann nämlich ist Toleranz eher „Gleichgültigkeit“ oder sogar „Überheblichkeit“.Akzeptanz ist ein fundamentales Konzept in unserer Gesellschaft und in unseren persönlichen Beziehungen. Im Grunde genommen ist es die Fähigkeit, die Realität anzuerkennen und zu akzeptieren, wie sie ist – sei es ein Umstand, eine Situation oder eine Person. Es ist die Fähigkeit, die Unterschiede und Einzigartigkeiten in anderen anzuerkennen und zu schätzen, ohne sie ändern oder manipulieren zu wollen.Ein einfaches Beispiel für Akzeptanz könnte eine Mutter sein, die die berufliche Wahl ihres Kindes akzeptiert. Unabhängig von ihren persönlichen Glaubenssystemen oder Vorstellungen akzeptiert und respektiert sie die Wahl ihres Kindes und bietet uneingeschränkte Liebe und Unterstützung.Respekt ist das Gefühl der Bewunderung für jemanden oder etwas, das auf ihren bzw. seinen Eigenschaften, Fähigkeiten oder Leistungen basiert. Es kann auch die Achtung der Rechte, der Würde und der Autonomie anderer Menschen einschließen. Respekt beinhaltet, den Wert und die Einzigartigkeit jeder Person zu erkennen und zu würdigen.Ein Beispiel für Respekt könnte sein, dass man die Entscheidung eines Freundes anerkennt und würdigt, einen bestimmten Karriereweg einzuschlagen, auch wenn man persönlich einen anderen Weg bevorzugt hätte.Dann jedoch bleibt die Frage offen, warum wir immer so sehr darauf bedacht sind, tolerant zu sein, wo wir uns doch eigentlich eher in Akzeptanz üben sollten.Negiert das Wegschauen.Es geht bei Intoleranz hauptsächlich darum, dass Leute wegschauen.In unserer Geschichte wurde oft weggeschaut.Man kann gar nicht alles überblicken.Man muss aber motiviert bleiben, alles überblicken zu können.Es geht immer darum, wo man herkommt, und man muss wissen, dass man dafür, wo man herkommt, erst mal nichts kann. Nur weil man in Deutschland geboren und deshalb gegenüber anderen Leuten besser gestellt ist, heißt das nicht, dass man etwas gekonnt hat.Die genetische Toleranz von ChristianIch war mal gehbehindert.Ich bin Ausländer.Ich war mal Außenseiter.Mein Umfeld bot mir die Möglichkeit, Einblicke in Felder zu bekommen, die jemand anderes nicht sehen kann.Die globale ToleranzWenn es um Toleranz geht, geht es meistens auch um Nachhaltigkeit, da wir in eingefahrenen Strukturen leben.Veränderung ist die neue StetigkeitViele wollen Veränderung, sich aber nicht selbst verändern. Manche sagen, dass die Industrie erst damit anfangen muss, damit sie dann nachziehen können.Die Industrie macht sehr viel und die Menschen, vor allem die Kapitalisten, werden resignieren, weil es einfach günstiger ist, nachhaltiger und dadurch toleranter zu sein.Verschiedene Projekte der Industrie helfen dabei, sich nicht in bestimmte Situationen hineinversetzen zu müssen, weil jeder auf dem gleichen Level sein kann.Preiswerte MassenbeförderungLinksToleranz – WikipediaAkzeptanz vs. Toleranz – Bedeutet Toleranz eigentlich „Ausgrenzung“?OutroEuer Feedback ist uns wichtig. Ihr könnt uns über Matrix, Mastodon oder per E-Mail erreichen. Die Adressen findet ihr auf unserer Webseite.GNU/Linux.ch ist ein Magazin, in dem die Community für die Community interessante Artikel erstellt und im Podcast darüber diskutiert. Helft mit, die Infos für die Community zu bereichern. Wie das geht, erfahrt ihr hier.
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Sep 17, 2024 • 46min

CIW104 - Freier Reisen

CIW - Folge 104 - 18.09.2024 - Freier ReisenWir begrüssen alle Reisenden zur Folge 104 von "Captain it's Wednesday", dem Podcast über Freie Software und Freie Gesellschaft von GNU/Linux.ch, aufgenommen am 17. September von Felix Daum und Ralf Hersel. In dieser Folge sprechen wir darüber, wie man mit freieren Mitteln reisen kann.HausmitteilungenAufruf, sich an der Schul-Kolumne zu beteiligen (Roland, Stefan, Markus)Thema: Freier ReisenPlanung: Packhilfe, CovPass, Sicher ReisenPackhilfe-Apps, wie das proprietäre PackPoint, sind m.M. überflüssig. Stattdessen empfehle ich eine ewige Packliste als Textdatei. Darin kann man alles aufschreiben, was man auf die Reise mitnehmen möchte. Eine solche Liste ändert sich im Laufe der Zeit, weil Dinge wegfallen (z.B. Kamera, Reiseschecks) und andere hinzukommen. Mögliche Kategorien in der Liste wären z. B.: Papiere und Geld, Geräte, Kleider, Utensilien, Pflege. Vor jeder Reise kann man die Liste durchgehen und schauen, ob man alles eingepackt hat.Die europaweit gültige App CovPass ermöglicht, den Impfnachweis zu erbringen. Zum Glück hat sich das Thema weitgehend erledigt.Vom deutschen Auswärtigen Amt gibt es die App Sicher Reisen. Mit an Bord ist eine Checkliste für die Reisevorbereitung, die Adressen der deutschen Vertretungen im Ausland und der Vertretungen Ihres Reiselandes in Deutschland. Ausserdem gibt es Hinweise für das Verhalten in Notfällen und man erhält aktualisierte Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts zu jedem Land. Ich halte eine solche App, die es auch von den Aussenministerien anderer Länder gibt, für überflüssig, da man im Bedarf einfach auf die entsprechenden Webseiten der Behörden schauen kann.Vorbereitung: Foren, Blogs, Info-AngeboteStatt die ausgetretenen Pfade von Tripadvisor und Co. zu beschreiten, empfehle ich auf private Blogs zurückzugreifen. Insbesondere bei überlaufenen Destinationen (Barcelona, Venedig) findet man dort ehrlichere Tipps. Auf den grossen Reiseportalen kann ein Geheimtipp niemals ein solcher sein.Buchungen: Bahn, Flug, Fahrrad, UnterkunftBei der Reisebuchung ist man auf die Webseiten oder Apps der Bahn- und Flugunternehmen angewiesen. Falls man mit dem Fahrrad reisen möchte, empfehlen sich die spezialisierten auf OSM-basierten Apps, wie VeloMap oder die OpenMTBmap. Wer sowieso schon eine OSM-App auf dem Handy hat, kann sich diese Velo-Apps sparen und den OSM-Bike-Layer verwenden.WetterNach meiner Meinung gibt es keine guten freien Wetter-Apps. Fast alle beziehen ihre Daten von OpenWeatherMap.com. Trotz des Wortes 'Open' im Namen, handelt es sich um eine kommerzielle Firma, die free-washing betreibt. Auch die Qualität der Vorhersage lässt oft zu wünschen übrig. Meistens erhält man auf den Webseiten der nationalen Wetterdienste bessere Informationen. In den Shownotes findet ihr eine Liste der offiziellen Wetterdienste.In diesem Zusammenhang kann man erwähnen, dass laut mobilsicher.de die Wetterapp des Deutschen Wetterdienstes DWD WarnWetter bedenkenlos verwenden. Sie ist werbefrei und frei von Trackern. Heruntergeladen kann sie im Google Play Store, Apples App Store und auf der Website des DWD. Aufgrund einer Klage kann die App nur mit eingeschränkter Funktionalität kostenfrei angeboten werden. Für 2,49 EUR einmaliger Bezahlung können alle Funktionen genutzt werden. Für Angehöriger von Feuerwehr und Katastrophenschutzorganisationen ist die App allerdings frei verfügbar.Es gibt im F-Droid Store die App Kleine Wettervorschau Deutschland. Die Wettervorhersage basiert auf den Daten des DWD.Karten und NavigationWenn es um Karten und Navigation auf dem Handy geht, verlassen sich 99 % der Anwender:innen auf GoogleMaps, obwohl die Google-Karten zum Schlechtesten gehören, was es gibt. Ich kann mich an viele Situationen erinnern, bei denen ich Google-Verlaufene retten durfte. Dabei beziehe ich mich auf die Qualität der Karte, nicht jedoch auf die Zusatzinformationen, wie Bewertungen, Fahrpläne usw.Wenn es um Kartenqualität geht, ist die OpenStreetMap der Goldstandard. Keine Karte ist genauer und aktueller (Beispiel: Carola Brücke in Dresden). Insbesondere für Fussgänger und Radfahrer ist der Detailreichtum der OSM ein wichtiger Vorteil. Es gibt mehrere Apps, die auf der OSM basieren. Ich verwende OSMAnd, weil diese App alles kann, was man sich vorstellen kann. Daher ist die Bedienung eine Herausforderung für User, die GoogleMaps gewohnt sind. Wer es einfacher und weniger funktionsreich haben möchte, kann z. B. auf die App OrganicMaps setzen.Außerdem gibt es noch Magic Earth. Diese Karte ist nicht OpenSource. Die Karte basiert auf OpenStreetMap. Soweit mir (Felix) bekannt, gibt es weiterhin keine Tracker in der App. Sie lässt sich offline nutzen und online berücksichtigt sie die Verkehrsdaten von einem "third-party-server". Mehr wird dazu in den FAQ nicht gesagt. Besonders eignet sie sich meiner Meinung nach zum Autofahren. Aber sie hat sehr großen Funktionsumfang und Funktionen für Fußgänger, Radfahrer, ÖPNV, Android Auto, Apple Car Play usw.Vor-Ort-Infos: Fahrpläne, Öffnungszeiten, Tickets, Around-me, BewertungenÖffi (Der König des Fahrplandschungels)TransportrFelix: Am liebsten informiere ich mich für Highlights (Around-me) analog, mit Reise- und Wanderführer. Kann man sich aber auch in der Onleihe ausleihen, sofern verfügbar. Öffnungszeiten stehen zum Teil in OsmAnd. Ansonsten setze ich gezielt die Internetsuche ein. OsmAnd eignet sich zudem wunderbar für ein "Around-me". Man kann sehr viele Point of Interest einblenden und dadurch gezielt schauen, was bei einem in der Nähe ist. Für Veranstaltungen bietet sich die jeweilige Seite der Stadt an oder eine Nachfrage im Tourismus-Büro. Auch dort bekommt man Informationen zu Öffnungszeiten und Fahrplänen.LinksAlle Links befinden sich im Text der Shownotes.OutroEuer Feedback ist uns wichtig. Ihr könnt uns über Matrix, Mastodon oder per E-Mail erreichen. Die Adressen findet ihr auf unserer Webseite.GNU/Linux.ch ist ein Magazin, in dem die Community für die Community interessante Artikel erstellt und im Podcast darüber diskutiert. Helft mit, die Infos für die Community zu bereichern. Wie das geht, erfahrt ihr hier.
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Sep 6, 2024 • 38min

CIW103 - Distroflut

CIW - Folge 103 - 11.09.2024 - DistroflutWir begrüssen alle Umsteiger und Umsteigerinnen zur Folge 103 von "Captain it's Wednesday", dem Podcast über Freie Software und Freie Gesellschaft von GNU/Linux.ch, aufgenommen am 6. September von Felix Daum, Lioh Möller und Ralf Hersel. In dieser Folge stellen wir uns die Frage, ob es so viele Distributionen braucht.HausmitteilungenDie Folge landet eine halbe Woche früher in euren Podcatchern, bevor sie wie gewohnt am nächsten Mittwoch auf die Webseite kommt. Grund dafür ist meine Urlaubsabwesenheit.Thema: Brauchen wir so viele Distributionen?EinleitungAnfänger und Fortgeschrittene wundern sich über die grosse Anzahl von Linux-Distributionen (Distros). Eine Linux-Distribution ist eine Zusammenstellung von Software auf Basis des Linux-Kernels. Zu unterscheiden sind die Release-Modelle: Fixed (Debian stable), semi-rolling (Fedora) und rolling (Arch). Häufig bieten Distros Zusammenstellungen von Anwendungen für bestimmte Anwendungszwecke: Allgemein, Gaming, Mulitmedia, usw. Fast alle Distros bieten eine Auswahl von Desktop-Umgebungen (DE) (KDE-Plasma, GNOME, usw.) und konfigurieren diese manchmal, damit sie zum Erscheinungsbild der Distro passen. Häufig werden die DEs nur in der Vanilla-Version ausgeliefert. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal der Distros, ist ihr natives Paketformat (DEB, RPM, usw.) und die Paketverwaltung. Durch die wachsende Bedeutung von Container-Formaten (Flatpak), wird diese Unterscheidung nach und nach unwichtiger.Wie viele Distributionen gibt es?Einen Überblick liefert die Wikipedia-Seite "Liste von Linux-Distributionen" und die Seite Distrowatch. Wie viele Distros es tatsächlich gibt, ist schwer zu sagen. Meine Recherche hat unterschiedliche Zahlen ergeben. Ich gehe von ca. 600 aktiv gepflegten Distributionen aus. Zählt man die veralteten und Spezial-Distros mit, kommt man auf ein paar Tausend.Distrowatch zählt nur the Top-100 Distros auf, wobei das Ranking auf dieser Webseite ein eigenes Thema ist. Ich habe darüber einen Artikel geschrieben. Meine Liste der wichtigsten und populärsten Distros lautet (ohne Rangordnung):DebianArchFedoraUbuntuMintopenSUSENixOSAlmaRockyRed Hat Enterprise LinuxNun stehen einigen Höhrer:innen die Haare steil, ob dieser Auswahl. Und damit zeigt sich das Problem: Linux-Distributionen sind sehr vielfältig. Alma, Rocky und RHEL sind Server-Distros, während Debian sowohl Server als auch Desktop kann. Ubuntu steht auf den Schultern von Debian und Mint steht auf den Schultern von Ubuntu.Deshalb lohnt sich ein Blick auf die Abhängigkeitsverhältnisse, aka Distro-Trees.Distro-TreesDebian-Derivate: Datei:DebianFamilyTree1210.svg – WikipediaKnoppix-Derivate: Datei:KnoppixFamilyTree1210.svg – WikipediaUbuntu-Dervivate: Datei:UbuntuFamilyTree1210.svg – WikipediaRedhat-Derivate: Datei:RedHatFamilyTree1210.svg – WikipediaFedora-Derivate: Datei:FedoraFamilyTree1210.svg – WikipediaGründe für die Distroflut1969 entwickelten Ken Thompson und Dennis Ritchie das Unix-Betriebssystem. Es war sehr beliebt. Der Code gehörte aber AT&T. AT&T schränkten die Nutzung ihres Codes zu Entwicklung anderer auf Unix aufbauenden Betriebssystemen ein. 1983 rief Richard Stallmann das GNU-Project ins Leben, das ein Ersatz für Unix sein sollte. Schlussendlich entwickelte Linus Torvalds Linux. Bei Linux handelt es sich um den OS-Kernel. Also das Verbindungsstück zwischen Software und Hardware. 1992 änderte sich die Lizenz von proprietär zur GNU General Public License.Seitdem kann jeder, der will, ein eigenes Betriebssystem entwickeln.Vorteile und Nachteile der DistroflutNachteile:Unübersichtlich für NeulingeEs gibt keine guten Übersichten, welche Distro für was gut ist. Ausgenommen sind die großen Distros, über die es öfter Berichte gibt und die Erwähnung findenHat jede Distro wirklich seine Daseinsberechtigung? Wie viele Distros ähneln sich zu sehr?Eventuell ist es schwer zu erkennen, welche Distro seriös ist und welche nichtVorteile:Die stärksten Distributionen überleben (Konkurrenz belebt das Geschäft)Für jeden was dabeiDer Preis der Freiheit: jeder darf mitmachen (im Gegensatz zu Windows und macOS)Empfehlungen für Ein- und Umsteiger:innenLaut dem Statistikportal StatCounter steigt der Anteil von Linux auf dem Desktop langsam, aber kontinuierlich an. Weltweit beträgt er aktuelle 4.55 % wobei in Deutschland in den letzten Wochen die 5-Prozent-Marke überschritten wurde. Unter anderem liegt das an den Hardware-Anforderungen von Windows 11 und der geplanten Einführung von nicht abschaltbaren Überwachungsfunktionen, wie Microsoft Recall.Wir werden oft nach Tipps für Einsteigerdistributionen gefragt. Statt fünf Distros zu empfehlen, raten wir eher dazu, sich die gängigen Desktop-Umgebungen anzuschauen, weil diese eure Erfahrungen mit Linux am meisten bestimmen. Schaut euch GNOME und KDE-Plasma an und wählt, was euch besser gefällt. Die meisten Distros unterstützen verschiedene DEs. Wählt eine Distribution mit einem fixen Release-Modell, wie z. B. Linux Mint.LinksListe von Linux-Distributionen – WikipediaFixed vs. Rolling vs. Semi-Rolling Release in Linux (Explained)LWN Distributions ListDistrowatch - die selbsterfüllende Prophezeiung - GNU/Linux.chLinux: Warum gibt es eigentlich über 600 Distributionen?Desktop Operating System Market Share Worldwide | Statcounter Global StatsOutroEuer Feedback ist uns wichtig. Ihr könnt uns über Matrix, Mastodon oder per E-Mail erreichen. Die Adressen findet ihr auf unserer Webseite.GNU/Linux.ch ist ein Magazin, in dem die Community für die Community interessante Artikel erstellt und im Podcast darüber diskutiert. Helft mit, die Infos für die Community zu bereichern. Wie das geht, erfahrt ihr hier.
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Sep 4, 2024 • 39min

CIW102 - Bilder

CIW - Folge 102 - 04.09.2024 - BilderWir begrüssen alle Umsteiger und Umsteigerinnen zur Folge 102 von "Captain it's Wednesday", dem Podcast über Freie Software und Freie Gesellschaft von GNU/Linux.ch, aufgenommen am 3. September von Joël Schurter und Ralf Hersel. In dieser Folge besprechen wir, ...HausmitteilungenNächste Woche bin ich in Barcelona. Die Folge 103 wird dennoch erscheinen und vom CORE-Team erstellt.Thema: BilderErstellenFotografieInternet: Pixabay, Unsplash, Pexels, SVGrepo, Openverse, Pixelfed, ..Editoren: Gimp, Krita, Inkscape, RawTherapee, Darktable (Joël: Freie Software vs kommerzielle wie Adobe)KI: Stable Diffusion, Midjourney, StockCake, ..BearbeitenEditoren: siehe obenImage MagickSkripte: FotomatKI, remBG, Upscaly, ..VerwaltenSmartphone to PC: Nextcloud Sync, Kabel, Localsend, ..Anwendungen für die BildverwaltunggThumb, digiKam, Shotwell, Darktable, Rawtherapee, ..Piwigo, Photoprism, Immich, ..zu Fuss: Ordnerstruktur, SucheAutomatisches Sortierskript nach Datum (Joël's Variante)PublizierenWohin? Eigene Webseite, gehostete Fotoverwaltung (Piwigo, etc.)Wie? SSH, FTP, usw. Manche Fotoverwaltungen bieten Upload-FunktionenReichweite erzeugenMastodonPixelfedAndere Fediverse-Plattformenkommerzielle Plattformen (Joël's Erfahrungen)Linksalle Links stehen in den ShownotesOutroEuer Feedback ist uns wichtig. Ihr könnt uns über Matrix, Mastodon oder per E-Mail erreichen. Die Adressen findet ihr auf unserer Webseite.GNU/Linux.ch ist ein Magazin, in dem die Community für die Community interessante Artikel erstellt und im Podcast darüber diskutiert. Helft mit, die Infos für die Community zu bereichern. Wie das geht, erfahrt ihr hier.
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Aug 28, 2024 • 48min

CIW101 - Bitte umsteigen

CIW - Folge 101 - 28.08.2024 - Bitte umsteigenWir begrüssen alle Umsteiger und Umsteigerinnen zur Folge 101 von "Captain it's Wednesday", dem Podcast über Freie Software und Freie Gesellschaft von GNU/Linux.ch, aufgenommen am 25. August von Peter Ruoss und Ralf Hersel. In dieser Folge besprechen wir, ob die Linux-Community den Windows-Anwender:innen den Umstieg zu schwer macht.Peter stellt sich vorDie Bedeutung von 101HausmitteilungenWas bedeutet '101'?Anfänger-Klasse: https://www.quora.com/What-is-the-meaning-of-the-code-101-in-American-university-classes-and-where-do-it-come-fromError Code 101: This HTTP response code generally refers to a "Connection Broken" or a "Connection Closed."Film: 101 Dalmatiner von 1996Depeche Mode: das beste Album hiess '101' von 1989Militär: 101st Airborne DivisionBinär: die dezimale Zahl 5Thema: Machen wir Windows-Usern den Umstieg zu schwer?Der Umstieg von Windows auf Linux kann eine bereichernde Erfahrung sein, bringt jedoch auch einige Herausforderungen mit sich. Hier sind einige häufige Probleme, die auftreten können:Kompatibilität von Software: Viele Programme, die unter Windows laufen, sind möglicherweise nicht direkt unter Linux verfügbar. Dies betrifft insbesondere spezialisierte Software, Spiele oder bestimmte Anwendungen. Alternativen oder Emulatoren (wie Wine) können helfen, sind aber nicht immer perfekt.Hardware-Treiber: Einige Hardwarekomponenten, hauptsächlich neuere oder weniger verbreitete, haben möglicherweise nicht die beste Treiberunterstützung unter Linux. Dies kann zu Problemen mit Druckern, Grafikkarten oder anderen Peripheriegeräten führen.Meine internen Laptop-Lautsprecher laufen bis heute nicht, weil der Kernel nicht mit der Hardware kommunizieren kann. Wenn man Glück hat, kann es aber auch umgekehrt sein: Mein Drucker, der Gaming-Controller und das Lenkrad haben Plug&Play funktioniert, während ich unter Windows lange daran rumtweaken musste und Zusatzsoftware brauchte.Benutzeroberfläche und Bedienung: Die Benutzeroberfläche und die Bedienung von Linux-Distributionen können sich stark von Windows unterscheiden. Dies kann eine Lernkurve erfordern, gerade für Benutzer, die an die Windows-Umgebung gewöhnt sind.Peter: Mein grösster Stolperstein ist bis heute das Naming in den Funktionen, Programmen, Einstellungen. Es gibt fast alles, was man von Windows kennt, aber es heisst ganz anders. Aber sonst ist die Umstellung gar nicht so riesig, man muss keine Angst davor haben.Dateisysteme: Windows verwendet in der Regel NTFS, während viele Linux-Distributionen ext4 oder andere Dateisysteme verwenden. Dies kann zu Problemen beim Zugriff auf Daten führen, wenn man zwischen den beiden Systemen wechselt.Spiele: Viele Spiele sind nicht für Linux verfügbar, und obwohl Plattformen wie Steam Unterstützung für Linux bieten, ist die Auswahl oft eingeschränkt im Vergleich zu Windows.Peter: Absolut. Man muss leider sagen, für Hardcore-Gamer, die sich gewisse Titel Day 1 holen möchten, kann man Linux noch nicht empfehlen. Es gibt Spiele, die dauerhaft nicht laufen werden (z.B. Counterstrike 2). Hier ist aber enorm viel in Bewegung, es lassen sich Zehntausende Titel von Steam, EpicStore und wie sie alle heissen problemlos spielen. Wer wie ich einfach ab und zu gerne daddelt, und sich das nächste Spiel relativ spontan aussucht, kann auch mit Linux auf seine Kosten kommen. Teilweise laufen sie sogar flüssiger als unter Windows.Support und Community: Während es viele Ressourcen und eine hilfsbereite Community gibt, kann es schwieriger sein, spezifische Probleme zu lösen, insbesondere wenn man an den gewohnten Windows-Support gewöhnt ist.Peter: Wobei natürlich auch Windows-User wissen, dass der Windows-Button "Nach Lösung für das Problem suchen" noch nie eine Problemlösung hervorgebracht hat :). Aber es stimmt trotzdem: Für viele Windows-Nutzer dürfte es eine neue Erfahrung zu sein, sich durch verschiedene Foren und Plattformen zu wühlen, um dann genau das zu finden, was das eigene Problem löst.Eingewöhnung an die Kommandozeile: Viele Linux-Distributionen erfordern ein gewisses Maß an Interaktion über die Kommandozeile, was für Windows-Nutzer, die hauptsächlich mit grafischen Benutzeroberflächen arbeiten, eine Herausforderung darstellen kann.Peter: Ich behaupte, für den Einstieg braucht man die Kommandozeile überhaupt nicht. Und ich weiss, dass diese Aussage von manchen in der Linux-Community fast schon als Provokation wirkt. Die Botschaft sollte sein: Du kannst Linux installieren und jahrelang nutzen, ohne eine einzige Kommandozeile eingeben zu müssen. Du kannst selbst entscheiden, ob und wie viel du davon lernen möchtest, um auch noch das Letzte aus dem System zu holen.Updates und Softwareverwaltung: Die Art und Weise, wie Software installiert und aktualisiert wird, kann sich stark von Windows unterscheiden. Benutzer müssen sich möglicherweise an Paketmanager und verschiedene Repositories gewöhnen.Peter: Ähnlich wie bei der Kommandozeile würde ich auch hier sagen, dass das den Einsteiger noch nicht zu kümmern braucht - auch hier die richtige Distro vorausgesetzt. Die vorinstallierten Paketmanager können bereits sehr viel. Ich selbst hatte mir mehrere Programme installiert, von denen ich erst nachträglich bemerkt hatte, dass es Flatpaks sind. Und der Update-Prozess ist für mich ein grosses Argument für Linux: Kein Windows-User ist nicht genervt von Updates, die beim Herunter- oder Hochfahren - auf jeden Fall dann, wenn man es nicht will - installiert werden.Sicherheits- und Berechtigungssysteme: Linux hat ein anderes Berechtigungssystem, das für Windows-Nutzer verwirrend sein kann. Das Verständnis von Benutzerrechten und -rollen ist wichtig, um Sicherheitsprobleme zu vermeiden.Dual-Boot oder vollständige Migration: Wenn Benutzer sich entscheiden, Linux neben Windows zu installieren (Dual-Boot), können Partitionierungsprobleme und Arbeiten bei der Bootloader-Konfigurationen auftreten.Peter: Ja, daran war ich über eine Stunde dran. Ich wollte Linux und Windows als Dualboot aufsetzen. Linux verlangte aber, dass ich in BIOS Secure Boot ausschalte. Windows hat zwar Tools um das vorzubereiten. Wenn man das aber nicht weiss, verbringt man sehr viel Zeit mit der Fehlersuche und -Behebung.Es ist ratsam, sich vor dem Umstieg gut zu informieren, eventuell mit einer Live-CD oder einer virtuellen Maschine zu experimentieren und sich in der Community Unterstützung zu suchen.Random-Notiz Peter:Wahl der DistroFür die meisten Linux-User ist es eine grossartige Sache, dass es derart viele Distributionen gibt – für Jeden ist etwas dabei. Für mich war das aber etwas absolut Abschreckendes. Denn es ist eine Fehlerquelle. Was mache ich, wenn ich mich „falsch“ entschieden habe? Muss ich dann alles nochmals neu installieren, verliere alle meine Einstellungen, muss vielleicht mit einer anderen Distro auch ganz andere Workflows lernen? Zum Glück wusste ich damals nicht, dass jede Distribution auch noch mit mehreren Desktops kompatibel ist :).Empfehlung Ralf an die Windows-User: Schaut euch Bilder und Videos vom Desktop an: Gefällt er euch, versteht ihr es (zumindest grob), usw. Kümmert euch noch nicht gross um die dahinterliegende Distribution, diese unterscheiden sich eher im Detail.Bitte Peter an die Linux-Community: Ihr helft den Umsteigewilligen sehr, wenn ihr genau eine Empfehlung für eine Einsteiger-Distro/Desktop abgebt. Daran können sich Laien orientieren. Zwei, drei, vier Empfehlungen können inhaltlich sicher richtig sein, es überfordert aber alle, denen diese Distros komplett fremd sind.Linkshttps://www.quora.com/What-is-the-meaning-of-the-code-101-in-American-university-classes-and-where-do-it-come-fromhttps://tecnobits.com/en/what-does-error-code-101-mean-and-how-to-fix-it/https://de.wikipedia.org/wiki/101_Dalmatiner_(1996)https://en.wikipedia.org/wiki/101_(album)https://de.wikipedia.org/wiki/101st_Airborne_Divisionhttps://en.wikipedia.org/wiki/101OutroEuer Feedback ist uns wichtig. Ihr könnt uns über Matrix, Mastodon oder per E-Mail erreichen. 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Aug 21, 2024 • 49min

CIW100 - Past, Present, Future

CIW - Folge 100 - 21.08.2024 - Past, Present, FutureWir begrüssen alle Hörer und Hörerinnen zur Folge 100 von "Captain it's Wednesday", dem Podcast über Freie Software und Freie Gesellschaft von GNU/Linux.ch, aufgenommen am 20. August von Ferdinand Thommes, Lioh Möller und Ralf Hersel. In unserer Geburtstagsfolge sprechen wir über die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft.HausmitteilungenIhr wisst es ja; wir hören auf eure Wünsche. Ab der Folge 99 sind die ID3-Tags der MP3-Dateien dieses Podcasts prall mit Metadaten gefüllt. Dafür habe ich die Version 0.14 von AutoPod angepasst, das ihr auf Codeberg findet.Thema: Past, Present, FuturePastFrüher war alles besser! Stimmt das?Ferdinand: Nein, denn alles bleibt anders. Alles andere ist Verklärung durch die rosarote Brille der vergangenen ZeitWie sind wir zu Freier Software gekommen?Ralf: hat in den 90er-Jahren einen Linuxkurs besucht, in dem SUSE unterrichtet wurde. Und zwar in der Jurix-basierten Version 4.2 von 1996, mit einem 2.0er Kernel.Exkurs: Die Firma "Software und System-Entwicklung" wurde 1992 in Nürnberg von vier Leuten gegründet. Drei davon waren Mathematikstudenten der hiesigen Uni. Zu Beginn lieferte SUSE Dienstleistungen für das Softlanding Linux System (SLS), Slackware und druckten UNIX-Manuals aus."Viel später habe ich eine freie Alternative zu Windows-XP gesucht und bin bei Ubuntu 6.10 "Edgy Eft" gelandet. Danach war ich ca. 15 Jahre lang treuer Anhänger der Canonical-Distro, bis mir deren Eigenbrötlerei zu viel wurde und ich auf Manjaro umgestiegen bin.Ferdinand: Ich bin ja kein gelernter ITler. Mein Interesse an Linux wurde in den 90er Jahren geweckt, ohne dass ich jemals groß mit Windows in Verbindung kam. Meine Berührung mit diesem Betriebssystem lässt sich am besten in Stunden quantifizieren.Die Vorläufer von Linux waren bei mir OS2, BeOS und kurzzeitig dessen kommerzieller Nachfolger Zeta. Parallel lief bereits ein OpenSUSE 5.2 und dessen Nachfolger bis ich ~ 2004 auf Kanotix stieß, bei dem ich mich erstmals engagierte. Es folgten sidux, und dessen Nachfolger bis zum heutigen siduction, das ich 2011 mit einigen Kollegen ins Leben rief und das wir bis heute veröffentlichen. Von Kanotix bis heute also immer Debian Sid. Beruflich kenne ich ja die meisten Distributionen, habe aber bisher nie einen Wechsel in Betracht gezogen.Lioh: angefangen habe ich mit Slackware im Jahre 1996 und dann kam ich schnell zu S.u.S.E. was damals noch als 'das deutsche Slackware' angeboten wurde. Den ersten Kontakt zur Community hatte ich auf einer Installationsparty, auf der wir versucht haben, gemeinsam die Grafikkarte von Cirrus Logic ans Laufen zu bekommen.PresentWelchen Einfluss hat FOSS auf unser tägliches Leben, privat und beruflich?Ferdinand: Ich atme seit vielen Jahren Freie Software 7 Tage die Woche. Ich bin in der für mich glücklichen Lage, Beruf und Privatleben als ineinander verwobene Einheit zu leben. Eignet sich vermutlich nicht für jedermann, für mich ist es ideal.Lioh: ich nutze Linux und Freie Software für die Erstellung meiner Kunst, unter anderem auch Gimp, myPaint oder Inkscape. Auch auf dem Handy, worüber ich auch in Folge 089 berichtet habe. Heute nutze ich immer noch Slackware und meine eigene Linux-Distribution SpaceFun.Wie würden wir heute zu Linux finden, wenn wir es nicht kennen würden?Ferdinand: Mich würde das digitale Nomadentum reizen, was jetzt nicht linuxspezifisch ist, aber mit Linux mehr Spaß machen würde. Ich könnte die Welt bereisen und mein Geld unterwegs verdienen. Das habe ich früher schon ausgiebig getan, jedoch war das Geldverdienen ohne das Internet wesentlich schwerer.Lioh: Linux würde mich auch heute sicher noch sehr interessieren, da es so viel Spannendes zu entdecken gibt. In meinem YouTube-Kanal TuxWiz versuche ich dieses Gefühl auch Einsteigern zu vermitteln.Sind wir mit der aktuellen Situation zufrieden?Lioh: ich würde mir weniger Dogmatismus und eine bessere Willkommenskultur wünschen. Heute würde ich Einsteigern empfehlen, an einem vor-Ort-Treffen in der Nähe teilzunehmen, denn dort sind die im Internet oft vorzufindenden Trolle eher selten zu finden.Ferdinand: Ich persönlich in meinem Umfeld überwiegend ja. Womit ich absolut unzufrieden bin, ist die fehlende Unterstützung unserer Regierenden, was die fehlende Bevorzugung von Open Source angeht.FutureIst Immutable ein weiterer Schritt, um Linux an die Corporate-Kette zu legen, wie an vielen Stellen geschwurbelt wird?Lioh: immutable ist eine weitere Spielart von Freier Software und Linux. Ich finde es gerade spannend, das System wirklich im Detail kennenzulernen und zu verstehen. Deshalb verwende ich auch selbst klassische Distributionen und erkläre Linux in meinem LinuxKurs anhand von Slackware. Denn dort muss man wirklich alles von Beginn an schrittweise selbst aufbauen.Ist etwa Red Hat wirklich so böse, wie es dargestellt wird? Oder kommt von da nicht auch viel Gutes, das wir täglich nutzen. Zurück zu Unix ist keine Option.Wir sind zu alt dafür! Sollten wir die Zukunft der jungen Generation überlassen?Ferdinand: Auf gar keinen Fall, die Jugend ist auf unsere Erfahrung angewiesen.Wie steht die Jugend zu FOSS? Können die nur noch Wischen?Ist die Zukunft bedroht? Google finanziert Mozilla.Ralf: Das Ökosystem ist wichtiger als das Betriebssystem. Wir sollten ein Freies Ökosystem in den Fordergrund stellen. Niemand interessiert sich für den Ölwechsel.Ein Freies Ökosystem besteht aus:Gewahrwerden (Bewusstsein, Achtsamkeit, Bekanntheit, Wahrnehmung und Erkenntnis)Verfügbarkeit (Hardware, Software, Community, Unterstützung, Garantien)Zugänglichkeit (Attraktivität, Funktionalität, Standardisierung, Barrierefreiheit)Wertschätzung (in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik)Nachhaltigkeit (Finanzierung, Unterstützung durch Private, Wirtschaft und Politik)Linkshttps://en.wikipedia.org/wiki/SUSE_Linuxhttps://en.wikipedia.org/wiki/Ubuntu_version_historyOutroEuer Feedback ist uns wichtig. Ihr könnt uns über Matrix, Mastodon oder per E-Mail erreichen. Die Adressen findet ihr auf unserer Webseite.GNU/Linux.ch ist ein Magazin, in dem die Community für die Community interessante Artikel erstellt und im Podcast darüber diskutiert. Helft mit, die Infos für die Community zu bereichern. Wie das geht, erfahrt ihr hier.
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Aug 14, 2024 • 44min

CIW099 - Fernwartung

CIW - Folge 099 - 14.08.2024 - FernwartungWir begrüssen alle Familiensupporter zur Folge 99 von "Captain it's Wednesday", dem Podcast über Freie Software und Freie Gesellschaft von GNU/Linux.ch, aufgenommen am 12. August von Christian Müller-Zieroth und Ralf Hersel. In dieser Folge sprechen wir über Fernwartung.HausmitteilungenSommerlochThema: FernwartungZweck: generell Zugriff auf entfernte Rechner:ServerzugriffMedia streamenWartungSupportArtenlokal (im eigenen LAN/WLAN)extern (direkt oder über eine Relay-Station)ProtokolleRDP, VNC, SPICE, SSH, and HTTP(S), NXLösungenTeamviewer, AnyDesk (proprietär)RustDesk (funktioniert nicht, falls der Ziel-Rechner Wayland fährt)X2Go (Liohs Video bei GNU/Linux.ch am 9. August 2024)Viele RDP/VNC Clients: Remmina, GNOME Connections, KRDC, TigerVNC, afreeRDPKVM (keyboard video mouse) over IPIch kenne bisher keine Lösung, die Wayland auf dem Remote-Rechner unterstützt. Ein Umweg ist, dass sich die Person am Remote-Rechner mit einer X-Session anmeldet. Wayland auf dem Client-Rechner ist hingegen kein Problem.RustDeskFreie Software für die grafische Fernsteuerung von Computern. Der RustDesk Client ist für Windows, macOS, Linux, iOS, Android und als Web-Client verfügbar. Clients und Server (Community Version) stehen unter der AGPL 3.0 Lizenz.RustDesk hat den Anspruch, eine einfache Alternative für Fernwartungssoftware wie Teamviewer oder AnyDesk zu sein. Damit stellt RustDesk eine der wenigen Open-Source-Lösungen in diesem Bereich dar, welche ohne Zusatzlösungen wie VPNs oder Portweiterleitungen hinter Firewalls oder NATs funktioniert.Die Remote-Desktop-Software ist sofort einsatzbereit und muss nicht konfiguriert werden. Die Datenübertragung ist Ende-zu-Ende verschlüsselt. Man kann die öffentlichen RustDesk Rendezvous-/Relay-Server nutzen oder den Relay-Server hosten lassen oder selbst hosten.PiKVMEin externes Gerät, mit dem man jeden Computer steuern kann, der über eine USB-Schnittstelle verfügt und ein Video-Signal via HDMI ausgeben kann.Es besteht aus einem Raspberry PI und etwas Hardware drum herum.Man verbindet PiKVM mit dem zu steuernden Rechner via USB und HDMI und hängt es mithilfe von WLAN oder LAN in ein Netzwerk, auf das der Rechner, welcher steuern soll, Zugriff hat. Außerdem braucht man auch noch ein USB-Kabel für die Stromversorgung.PiKVM baut ein Webinterface auf, in welchem man den Bildschirm des zu steuernden Rechners sehen und den Rechner per Maus und Tastatur steuern kann.PiKVM kann eine Reihe an USB-Geräten emulieren. Dazu zählen Maus, Tastatur, Massenspeicher, CD-Laufwerke oder auch Serial-Kabel.Es gibt verschiedene Varianten. Einen Vergleich findet man auf GitHub (Link: Siehe unten). Es gibt zwei große, fertig kaufbare Varianten, aber auch eine A3-Version, z. B. von Geekworm (Link: Siehe unten). Zusammen mit einem Raspberry PI 4 bekommt man dadurch, im Gegensatz zu den großen Varianten, eine relativ günstige Version von PiKVM.Linkshttps://rustdesk.com/https://github.com/rustdesk/rustdeskhttps://github.com/rustdesk/rustdesk-serverRustDesk Wayland Problem: https://github.com/rustdesk/rustdesk/issues/4276#issuecomment-1537105758https://www.nomachine.com/dehttps://pikvm.org/https://github.com/pikvm/pikvm#diy-getting-startedhttps://geekworm.com/products/pikvm-a3?variant=49677066207545OutroEuer Feedback ist uns wichtig. Ihr könnt uns über Matrix, Mastodon oder per E-Mail erreichen. Die Adressen findet ihr auf unserer Webseite.GNU/Linux.ch ist ein Magazin, in dem die Community für die Community interessante Artikel erstellt und im Podcast darüber diskutiert. Helft mit, die Infos für die Community zu bereichern. Wie das geht, erfahrt ihr hier.
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Aug 7, 2024 • 43min

CIW098 - Fediverse Veranstaltungen

CIW - Folge 098 - 07.08.2024 - Fediverse VeranstaltungenWir begrüssen alle Fedis zur Folge 98 von "Captain it's Wednesday", dem Podcast über Freie Software und Freie Gesellschaft von GNU/Linux.ch, aufgenommen am 5. August von Ückück und Ralf Hersel. In dieser Folge sprechen wir über Fediverse Veranstaltungen.HausmitteilungenEin Hörer hat sich via Mastodon gewünscht, dass die MP3-Datei unserer Podcast-Folgen den Titel in den ID3-Tags enthalten. Ich werde die Metadaten künftig in die MP3-Dateien einbauen, jedoch noch nicht für diese Folge. Technisch ist das ziemlich einfach, weil die Python-Bibliothek Mutagen das kann und diese ohnehin für die Längenberechnung der Audiodatei verwendet wird.Thema: Fediverse Veranstaltungen in diesem Sommer3. Fedicamp in Gedelitz, Wendlandim Gasthof Wiesewar vom 16. - 21. Juli 2024ich war zum 3. Mal da, war jetzt alle Jahre mit dabeikleine gelebte UtopieEntstehungsgeschichteCampen, zusammen kochen, spontane Vorträge, seit Tealk dabei ist gibt es auch mehr Pen & Paper, hatten im ersten Jahr eine geplante und dann 2 spontane Runde und immer auch mind. einen Ausflug vor das Atomendlager Gorleben bzw. den Mahnmalen des Protestes gegen Atommüllganz wunderbare Orga, auch zusammen einmal im Monat digitales Lagerfeuermehrere regelmässiger stattfindende Feditreffs in Deutschland, z.B. Berlin, Bielefeld, DresdenBerliner Fediverse Tagc-base14. SeptemberWorkshops und Vorträgen für Interessierte, Neulinge und alte HasenIch darf das Opening machen, mit einer kleinen Einordnung, was ist das Fedi überhaupt von Tobias Diekershoff, sehr aktiv, entwickelt u.a. an Friendica mit und hat jetzt bei der Veranstaltung viel mitorganisiertnoch mit dabei Herr Irrtum!, Felix Ostrowski, Evan Prodromou, Rebecca Sieber, Ralf StockmannLinksFedicamphttps://fedi.camp/Erfahrungsbericht von 2022https://video.dresden.network/w/6Sr3vkR8bFkE2vhDS2iQNGBerliner Fediverse Taghttps://berlinfedi.day/Die Vortragenden beim Berliner Fediverse Tag im Fediverse@tobias@social.diekershoff.de@ueckueck@dresden.network@herr_irrtum@s.basspistol.org@literarymachine@openbiblio.social@rstockm@openbiblio.social@evan@cosocial.ca@resieguen@legal.social@rstockm@openbiblio.socialOutroEuer Feedback ist uns wichtig. Ihr könnt uns über Matrix, Mastodon oder per E-Mail erreichen. Die Adressen findet ihr auf unserer Webseite.GNU/Linux.ch ist ein Magazin, in dem die Community für die Community interessante Artikel erstellt und im Podcast darüber diskutiert. Helft mit, die Infos für die Community zu bereichern. Wie das geht, erfahrt ihr hier.
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Jul 31, 2024 • 43min

CIW097 - Audio

CIW - Folge 097 - 31.07.2024 - AudioWir begrüssen alle Hörer und Hörerinnen zur Folge 97 von "Captain it's Wednesday", dem Podcast über Freie Software und Freie Gesellschaft von GNU/Linux.ch, aufgenommen am 29. Juli von Felix Daum und Ralf Hersel. In dieser Folge sprechen wir über Audio unter Linux.HausmitteilungenkeineThema: Wie funktioniert Audio unter Linux?Architektur (Media-Stack)Hardware: SoundkarteALSA: Die Advanced Linux Sound Architecture, ist der grundlegende Baustein des Soundsystems unter Linux, um der Soundkarte Töne zu entlocken. Ohne ALSA geht gar nichts, denn sie stellt die Kernelmodule bereit, mit denen die Soundkarte überhaupt erst angesprochen werden kann. Da die Module zum Kernel gehören, muss man sie nicht extra installieren, sie sind bereits vorinstalliert. Zudem bringt ALSA bereits eine Menge an Voreinstellungen mit, mit denen die meisten Soundkarten korrekt erkannt und ins System eingebunden werden.Mit ALSA kommt man in der Regel nicht in Berührung, ausser man verwendet Systeme, die ALSA direkt ansprechen oder bei der Fehlersuche.PipeWire: PipeWire ist ein Soundserver, der PulseAudio ersetzt und Jack ersetzen kann. In Bezug auf Effizienz, Geschwindigkeit und Routing ist er PulseAudio überlegen. PipeWire kümmert sich nicht nur um Audiostreams, sondern auch um dazugehörige Videostreams. Vom Datenfluss her sitzt PipeWire zwischen den abspielenden oder aufnehmenden Programmen (Video- und Audioplayer) und der Übergabe der Daten an die Kernelmodule.GStreamer: ist ein Multimedia-Framework. Diese Bibliothek dient dazu, grundlegende Funktionalität zur Verarbeitung von Multimedia-Datenströmen bereitzustellen, und kann so als Basis von Multimedia-Anwendungen wie Mediaplayern, Videoschnittsoftware oder Audio-Mixern dienen. GStreamer spricht mit PipeWire oder direkt mit ALSA.Anwendungen: Video- und Audioplayer (VLC, MPV), Webbrowser, DAWs (Ardour), Tools zur Audiobearbeitung (Audacity), diverse CLI-Werkzeuge (ffmpeg), usw.SteuerungFast alle Desktop-Umgebungen haben die Audio-Steuerung mehr oder weniger gut integriert. Bei GNOME können die Ein- und Ausgabegeräte unter Audio in den Systemeinstellungen gewählt und getestet werden. Per Default gibt es im Systemmenü (aka Quick Settings) nur einen Regler für Lautstärke und die Bildschirmhelligkeit. Wer mehr möchte, kann die Erweiterung Quick Settings Tweaker installieren. Neben vielen Einstellmöglichkeiten für die Quick Settings, erhält man damit auch eine Auswahl der verfügbaren Audio Ein- und Ausgabegeräte.Cinnamon: Unter Linux Mint mit Cinnamon kann man ebenfalls unter Einstellungen > Klang die Steuerung für Ein- und Ausgabegeräte vornehmen. Unter den Quicksettings hat man Zugriff auf die Lautstärke und kann die Klangeinstellungen aufrufen und den Medienplayer starten.AufnahmeWer eine ganz einfache Anwendung für die Audio-Aufnahme sucht, kann Recorder verwenden. Dazu gibt es bei uns auch einen Artikel, der weitere Möglichkeiten aufzeigt.Falls man ein Programm zur Aufnahme und Bearbeitung von Audiomaterial sucht, bietet sich der Audio-Editor Audacity an. Das ist sozusagen die Standardanwendung für die Audiobearbeitung. Insbesondere bei der Produktion von Podcast kommt sie häufig zum Einsatz.Wer im professionellen Segment unterwegs ist, kommt um eine Digital Audio Workstation (DAW) nicht herum. In diesem Bereich gibt es ein grosses Angebot von freien und kommerziellen Anwendungen. Ich empfehle euch die DAW Ardour. Aber Achtung, das ist nichts für einen Samstagnachmittag, sondern benötigt eine lange Einarbeitungszeit.WiedergabeDie Distributionen liefern Standardanwendungen für die Wiedergabe von Multimedia-Inhalten. Bekannte Lösungen sind: Totem, VLC oder MPV. Ich kann die schlanke Lösung MPV empfehlen, da diese sowohl mit GUI, als auch im Terminal funktioniert. In der Regel sollte die Auswahl eurer Distribution genügend sein.Wenn es um die Wiedergabe von Audio-Streams aus dem Internet geht, ist MPV ebenfalls eine gute Wahl. Nicht zu vergessen ist yt-dlp. Damit kann man Musik von YouTube im Terminal suchen und abspielen.ErzeugungSynthesizer: ZynAddSubFX, HelmLoop-Maschinen: GiadaDAWs: Bitwig Studio, Stuido One (Artikel auf GNULinux.ch), Rosegarden (OSS),Selbst Musik machen und aufnehmenKI: SunoVerwaltungDatenbank-basierte Musikverwaltungen: Rhythmbox, Amarok, StrawberryServer-basierte Lösungen: MPD, Kodi, PLEX, Subsonic, Jellyfin, AmpacheSpotify: RaspotifyTag-Editoren: EasyTagMetadaten anzeigen: ffprobeKonvertieren: ffmpeg, z. B.: ffmpeg -i input.wav output.flacBei GNU/Linux.ch gibt es viele Artikel zum Thema Audio und Musik. Den Link auf die passende Artikelsuche findet ihr in den Shownotes.Linkshttps://wiki.ubuntuusers.de/ALSA/https://wiki.ubuntuusers.de/Pipewire/https://de.wikipedia.org/wiki/GStreamerForum für Linux Musikerhttps://gnulinux.ch/artikelindex?search=MusikOutroEuer Feedback ist uns wichtig. Ihr könnt uns über Matrix, Mastodon oder per E-Mail erreichen. Die Adressen findet ihr auf unserer Webseite.GNU/Linux.ch ist ein Magazin, in dem die Community für die Community interessante Artikel erstellt und im Podcast darüber diskutiert. Helft mit, die Infos für die Community zu bereichern. Wie das geht, erfahrt ihr hier.

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