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Jul 24, 2024 • 40min

CIW096 - Fosskratien

CIW - Folge 096 - 24.07.2024 - FosskratienWir begrüssen alle alten Griechen zur Folge 96 von "Captain it's Wednesday", dem Podcast über Freie Software und Freie Gesellschaft von GNU/Linux.ch, aufgenommen am 22. Juli von Fabian Schaar und Ralf Hersel. In dieser Folge sprechen wir über Herrschaftsformen in der FOSS-Welt.HausmitteilungenDie Übermittlung der Preise für den ersten und zweiten Gewinner des Frühlingswettbewerbs wurden in die Wege geleitet. Wir bedanken uns noch einmal ganz herzlich bei allen, die daran teilgenommen haben und bei der Firma Nitrokey für den ersten Preis, das NitroTablet.Beim FOSSWELT Service 'Invidious Router' gab es zwischenzeitlich einen Ausfall, der nicht durch unseren Service, sondern durch Invidious verursacht wurde. Mittlerweile läuft der Dienst wieder zuverlässig und ermöglicht euch das Anschauen von Youtube-Videos über eine alternative Methode.Thema: FosskratienStaat und WirtschaftBei den Herrschaftsformen (mir ist kein besserer Begriff eingefallen) unterscheidet man zwischen Staats- und Wirtschaftsformen.Bei den Staatsformen geht es darum, welche Personen oder Gruppen politische Macht ausüben. Die Wikipedia unterscheidet 66 verschiedene System. Darunter finden sich bekannte Formen, wie:Demokratie - direkte oder indirekte Herrschaftsausübung durch das VolkAnarchie - Abwesenheit von HerrschaftDiktatur - Zwangsherrschaft durch einen DiktatorKommunismus - Idee einer herrschaftsfreien und klassenlosen GesellschaftMonarchie - Alleinherrschaft durch ErbfolgeSozialismus - Herrschaft des Proletariats (lohnabhängige Bevölkerung) als Vorstufe des Kommunismusaber auch Unbekannte, wie:Pornokratie - Beeinflussung der Regierenden durch ihre Geliebten (bis hin zum Papst)Panarchie - In einem Territorium können alle Herrschaftsformen bestehenTimokratie - Herrschaft der Ehrwürdigsten (Gruss an Tim 🙂 )An Wirtschaftsformen kennen wir:freie Wirtschaftsformen wie die Marktwirtschaft (Kapitalismus, freie Markwirtschaft, soziale Marktwirtschaft, liberale Marktwirtschaft)geplante Wirtschaftsformen wie die Planwirtschaft, in der der Staat die Wirtschaft plantFirmen und OrganisationenWie lassen sich die staatlichen und wirtschaftlichen Systeme und Herrschaftsformen auf Firmen und Organisation herunterbrechen?Privatfirmen entsprechen in den meisten Fällen einer Diktatur. Die Firmeninhaber bestimmen den Weg.Börsennotierte Unternehmen (Aktiengesellschaften) haben einen gewählten Verwaltungsrat, der die Firmenleitung einsetzt. Das entspricht einer indirekten Demokratie. Oder auch nicht, weil die Aktionäre, die dem Volk entsprechen würden, nicht die unbedingt die Belegschaft sind.Bei NGOs, wie zum Beispiel Kirchen, findet man meistens ein Abbild der jeweiligen Staatsform. In der Schweiz ist die Reformierte Kirche demokratisch organisiert und kopiert fast eins zu eins die Staatsform der direkten Demokratie. Doch auch dort wird zwischen der Belegschaft und den Stimmberechtigten unterschieden.Interessant ist, dass sich das Beispiel Kirche auch auf die katholische Konfession übertragen lässt: Der Papst ist nicht nur Oberhaupt der Katholiken, sondern auch Oberhaupt des Vatikanstaates. Zitat Wikipedia: "Gemäß dem Grundgesetz des Staates der Vatikanstadt verfügt der Papst zudem als Oberhaupt des Vatikanstaates über die Fülle der gesetzgebenden, ausführenden und richterlichen Gewalt."In genossenschaftlichen Unternehmen ist es möglich, die Belegschaft stärker einzubinden, um Entscheidungen zu treffen.FOSS OrganisationenHier gilt es zwischen NGO- und privatwirtschaftlichen Formen zu unterscheiden.Canonical ist eine privatwirtschaftliche Firma, in der die Entscheidungen von einem 'wohlwollenden Diktator' (eng.: benevolent dictator) (Mark Shuttleworth) getroffen werden.Einen wohlwollenden Diktator gibt es auch in Projekten, die nicht privatwirtschaftlich organisiert sind: Linux-Kernel, Enlightenment-Desktop uvm.Fedora -> Redhat -> IBM ist eine börsennotierte Firma, in der entsprechende Regeln gelten.Debian hat einen Gesellschaftsvertrag, der die grundsätzliche Haltung des Projektes bezüglich Freier Software regelt. Darin gibt es keine Aussagen zur Herrschaftsform. Diese findet man eher in der Organisation des Projektes. Dort findet man ein Direktoren-Gremium, welches vom Projektleiter Andreas Tille geleitet wird. Daneben gibt es einen achtköpfigen Technischen Ausschuss, der von Sean Whitton geleitet wird.Debian wird wirtschaftlich durch die Non-Profit-Organisation Software in the Public Interest abgesichert.GNOME wird von der gemeinnützigen GNOME Foundation geleitet. Deren Vorstand wird demokratisch gewählt, und die technischen Entscheidungen werden von den Ingenieuren, die die Arbeit machen, getroffen.KDE ist als Verein organisiert. Wie genau innerhalb des Projektes entschieden ist, wissen wir nicht ganz genau. Aber: Es gibt die KDE Free Qt-Foundation. Diese soll sicherstellen, dass dem KDE-Projekt auch in Zukunft eine freie Version des Qt-Toolkits zur Verfügung steht. Wenn das Unternehmen hinter Qt seinem "Auftrag" nicht nachkommt, ist KDE im Notfall berechtigt, einen Qt-Fork unter der BSD-Lizenz freizugeben.GNU/Linux.ch hat ein siebenköpfiges Führungsgremium, welches nicht gewählt ist. Dieses Gremium trifft alle Entscheidungen mit absoluter Mehrheit (4 zu 3). Dabei handelt es sich um eine Meritokratie (Herrschaft durch Amtsträger). Diese "Herrschaft" bezieht sich bei uns aber auf die Plattform, nicht auf die Inhalte. Wie sich die ausgestalten, klärt sich in der Redaktion. Hier entscheidet, wer etwas macht. (Do-ocracy, wie auch in anderen FOSS-Projekten anzutreffen).Linkshttps://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Herrschaftsformenhttps://www.compeon.de/glossar/wirtschaftssysteme/https://www.debian.org/social_contract.de.htmlhttps://www.debian.org/intro/organizationhttps://de.wikipedia.org/wiki/MehrheitOutroEuer Feedback ist uns wichtig. Ihr könnt uns über Matrix, Mastodon oder per E-Mail erreichen. Die Adressen findet ihr auf unserer Webseite.GNU/Linux.ch ist ein Magazin, in dem die Community für die Community interessante Artikel erstellt und im Podcast darüber diskutiert. Helft mit, die Infos für die Community zu bereichern. Wie das geht, erfahrt ihr hier.
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Jul 17, 2024 • 34min

CIW095 - Neuer Desktop "COSMIC"

CIW - Folge 095 - 17.07.2024 - Neuer Desktop "COSMIC"Wir begrüssen alle Kosmonauten und rostige Benutzer zur Folge 95 von "Captain it's Wednesday", dem Podcast über Freie Software und Freie Gesellschaft von GNU/Linux.ch, aufgenommen am 16. Juli von Stefan, Ephraim und Felix Daum. In dieser Folge geht es um COSMIC.HausmitteilungenHausmitteilungen gibt es keine. Felix hat sich ein neues Mikrofon zum Podcasten zugelegt. Das soll zu einer wesentlichen Verbesserung der Tonqualität beitragen. Sollte ein Rauschen im Hintergrund vernommen werden, bitte ich das zu entschuldigen. Die Mikrofoneinstellungen müssen noch feinjustiert werden. Das Mikrofon kam erst am selben Tag der Aufnahme an.Thema: Neuer Desktop "COSMIC"Der Hardware-Hersteller System76 arbeitet aktuell an seinem Computer Operating System Main Interface Components, kurz COSMIC Desktop. Das Projekt biegt wohl gerade auf die Zielgeraden zu einer Alpha-Version hin, da der Termin aber schon mal verschoben wurde, schauen wir uns COSMIC schon mal jetzt an.HistorischesEin kurzer Abriss über die Entstehungsgeschichte. Was im folgenden zu GTK und GNOME gesagt wird, ist nicht unsere Meinung, sondern die Begründung durch System76.COSMIC gibt es bereits unter Pop!_OS als Abwandlung vom GNOME-Desktop mit mehreren Erweiterungen bspw. für Autotiling, ein Dock und so weiter. Durch libAdwaita, den Weg von GNOME sowie verschiedenen Kommentaren von GNOME-Entwicklern zu Erweiterungen wurde es immer schwieriger für System76, seine Erweiterungen auf GNOME anzupassen. Dazu möchten sie gerne als Hersteller ein Branding einführen, also ein eigenes Theme, sodass System76 bzw. Pop!_OS einen Wiedererkennungswert hat.Deswegen hat sich System76 dazu entschieden, aus der Erweiterung für GNOME strukturell einen eigenen Desktop zu machen und gleichzeitig alles komplett neu zu machen.GrundlagenDer neue, ebenfalls COSMIC genannte Desktop basiert auf der Programmiersprache Rust und dem Grafiktoolkit Iced, das ebenfalls in Rust geschrieben ist. Rust ist eine speichersichere Sprache, die Speicherzugriffsfehler oder Pufferüberläufe vermeidet und trotzdem ziemlich performant ist.Auch GNOME hat einige in Rust geschriebene Programme, die das in C geschriebene GTK für die grafische Anzeige verwenden. System76 hat sich für das noch in Entwicklung befindliche Grafiktoolkit Iced entschieden. Es lehnt sich von der Programmierstruktur an ELM an, das für Webapplikationen entwickelt wird. Iced ist plattformübergreifend und kann auch Webseiten erstellen.Darauf aufbauend gibt es analog zu libAdwaita von GNOME oder Kirigami von KDE die Bibliothek libcosmic, die alle eigenen Widgets und so weiter für COSMIC enthält.Vergleich der OberflächenGNOME setzt bekanntlich auf Headerbars, also dicke Leisten, die Icons, den Namen der Applikation und Knöpfe für Minimieren, Maximieren und Schließen enthalten, während KDE eher traditionell unterwegs ist mit Titelleiste vom Compositor, Menüleiste und Icon-Zeile.libcosmic benutzt eine Mischung:gemeinsame Headerbar mit Applikations-Namen und Knöpfe für Schließen und so weiter.Diese Headerbar enthält aber auch eine Menüzeile mit Datei, Bearbeiten und so weiter. Je nach Sinnhaftigkeit für die Applikation.Oft gibt es auch eine Seitenleiste links, die sich einklappen lässt.Zusätzlich können weitere Informationen in einem Overlay-Bereich rechts erscheinen, beispielsweise Dateieigenschaften.AnpassbarkeitCOSMIC lässt sich stark anpassen durch eine fast komplette freie Wahl der Farben oder auch dem Grad der Rundungen von Fenstern und Buttons. Die Farbanpassung kommt direkt aus Iced.Leiste und Dockfrei mit Widgets für laufende Applikationen, Uhr, Systemtray usw. belegbarfrei positionierbarEin schwebendes Panel ist auch möglich.Standardmäßig orientiert sich COSMIC an GNOME bzw. dem bisherigen COSMIC.TechnischesUnterbau ist die Rust-Bibliothek Smithay, die den Wayland-Compositor cosmic-comp ermöglicht. Damit gibt es nur Wayland und XWayland, aber kein X11.Als Basis für alle GUI-Elemente wird das auf der Rust-Bibliothek Iced basierende libcosmic benutzt.Applikationenvon System76:aktuell schon verfügbar: Dateimanager, Texteditor, Begrüßungsbildschirm, Einstellungen, Launcher, Bildschirmfotos, Terminal, Storenoch in Entwicklung: Mediaplayer, PDF ReaderCommunity: Auf Flathub verfügbarQuick Web Apps: https://github.com/elevenhsoft/WebAppsTasks: https://github.com/edfloreshz/tasksPokédex Applikation StarryDex: https://github.com/mariinkys/starrydexLernkarten-App Oboete: https://github.com/mariinkys/oboeteCommunity: In Entwicklung:Backup Werkzeug (in Entwicklung) Stellarshot: https://github.com/ahoneybun/StellarshotAusblickAk kann man COSMIC unter Pop!_OS über das Paket "cosmic-epoch", über das AUR von Arch und ein COPR Repository unter Fedora testen. Der Alpha-Release soll Ende Juli stattfinden. Ursprünglich war März vorgesehen, allerdings damals ohne weitere Applikationen. Wann eine Beta oder gar die stabile Veröffentlichung kommen, weiß man aktuell noch nicht.LinksLink zum Blog von System76: https://blog.system76.com/Link zum Github-Repository von COSMIC: https://github.com/pop-os/cosmic-epochFilter im Github-Repository nach COSMIC: https://github.com/orgs/pop-os/repositories?q=cosmiclibcosmic: https://github.com/pop-os/libcosmicIced GUI-Bibliothek: https://iced.rs/App Template für Rust und libcosmic: https://github.com/edfloreshz/cosmic-applet-templateInstallation unter Pop!_OS: https://github.com/pop-os/cosmic-epoch?tab=readme-ov-file#installing-on-pop_osInstallation in Fedora: https://copr.fedorainfracloud.org/coprs/ryanabx/cosmic-epoch/ComputerBase: "Pop!_OS: System76 arbeitet an einem eigenen Desktop ohne Gnome", https://www.computerbase.de/2021-11/pop-os-system76-arbeitet-an-einem-eigenen-desktop-ohne-gnome/OutroEuer Feedback ist uns wichtig. Ihr könnt uns über Matrix, Mastodon oder per E-Mail erreichen. Die Adressen findet ihr auf unserer Webseite.GNU/Linux.ch ist ein Magazin, in dem die Community für die Community interessante Artikel erstellt und im Podcast darüber diskutiert. Helft mit, die Infos für die Community zu bereichern. Wie das geht, erfahrt ihr hier.
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Jul 10, 2024 • 34min

CIW094 - Proxmox

Die Moderatoren diskutieren Proxmox, ein Open-Source-Virtualisierungswerkzeug, und teilen persönliche Erfahrungen mit Linux. Die einfache Installation und die flexible Nutzung von Proxmox, sowohl privat als auch beruflich, werden hervorgehoben. Tipps für Einsteiger zur optimalen Nutzung und praktische Erfahrungen, insbesondere in der Home Automation, werden ebenfalls thematisiert. Ein Wettbewerb während der Sendung bringt zusätzliche Spannung und regt zur Teilnahme an.
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Jul 1, 2024 • 28min

CIW093 - FOSSWELT

CIW - Folge 093 - 03.07.2024 - FOSSWELTWir begrüssen alle freien Projekte zur Folge 93 von "Captain it's Wednesday", dem Podcast über Freie Software und Freie Gesellschaft von GNU/Linux.ch, aufgenommen am 1. Juli von Ferdinand Thommes und Ralf Hersel. In dieser Folge stellen wir unser neues Gemeinschaftsprojekt FOSSWELT vor.HausmitteilungenIm Gegensatz zu meiner Ferienankündigung von letzter Woche, haben wir doch noch eine Podcast-Folge aufgenommen. Wir wollten euch nicht drei Wochen warten lassen, um unser neues Projekt zu besprechen. Wenn alles gut kommt, fallen auch die übrigen Folgen während meiner Ferien nicht aus, weil sie vom GNU/Linux.ch-Team produziert werden.Thema: FOSSWELT, mergen statt forkenDie Idee:Bereits in der zweiten Hälfte des letzten Jahres haben wir viele Ideen gesammelt, wie wir GNU/Linux.ch erweitern und attraktiver für die Community gestalten können. Viele dieser Ideen wurden bereits umgesetzt, wie das neue Web-Design, die Artikelvorschläge und die Masto-Links in den Artikel-Headern.In unserem Transparenzbericht, der Anfang Januar erschien, findet sich das Ziel für 2024 "Noch mehr Einbezug der Community". Wenn ich mich recht erinnere, hatte Fabian im Januar die Idee, eine neue Seite für die Gemeinschaft einzurichten.Es wurden mehrere Domainnamen diskutiert, an die ich mich nicht mehr erinnern kann. Schlussendlich fanden die Beteiligten den Namen FOSSWELT.org gut. Über das Motto "Mergen statt forken" entstand schnell Einigkeit.Was dann geschah:Am 2. März gab es die konstituierende Sitzung mit Vertretern von LinuxNews.de und GNU/Linux.ch. Am selben Tag wurde der FOSSWELT-Raum in Matrix eröffnet. Der erste Post von Tim lautete: "Ich bekomme nur ne Eieruhr, wenn ich Stefan einladen will."Ursprünglich sollte die Webseite der FOSSWELT mit Hugo gebaut werden. Das hat sich dann schnell als zu kompliziert herausgestellt. Da wir die Editierbarkeit möglichst vielen Teilnehmenden ermöglichen wollten, haben wir uns für ein einfaches HTML5-Template verständigt. Dieses besteht im Grunde nur aus einer Datei, die bearbeitet werden muss. Tatsächlich haben wir uns auch gegen eine Verwaltung auf Codeberg entschieden, weil wir damit mit Kanonen auf Spatzen geschossen hätten. Aktuell liegt der Quellcode auf der Nextcloud von GNU/Linux.ch. Sobald weitere Projekte hinzukommen, werden wir das wieder überdenken.Ausserdem wurde das FOSSWELT-Logo von Joël entworfen. Ein weiteres Logo für die beteiligten Projekte ist gerade in Arbeit.Der Inhalt der Webseite wurde von LinuxNews.de und GNU/Linux.ch gemeinsam geschrieben. Ob ihr es glaubt, oder nicht, dieser Vorgang hat ca. 3 Monate gedauert.Am 28. Juni ist die FOSSWELT dann endlich live gegangen.Das Ergebnis:Unter dem Motto "Mergen statt Forken" haben wir in Zusammenarbeit mit Projekten aus der FOSS-Welt ein Portal aufgebaut, dass die Aktivitäten bündelt und euch einen Überblick bietet. Auf fosswelt.org findet ihr ab sofort freie Angebote zu Dienstleistungen, Informationen und Möglichkeiten euch an der freien Gesellschaft zu beteiligen.Alle Beteiligten versuchen, die Kräfte zu bündeln, anstatt sie in unzähligen Kleinstinitiativen zu zersplittern. Und wenn wir von den Beteiligten reden, meinen wir alle relevanten Vereine und Organisation, die sich im deutschsprachigen Raum für Freie Software einsetzen. Wir starten mit dem führenden News-Blog LinuxNews.de und dem Magazin GNU/Linux.ch. Weitere Projekte aus der FOSS-Welt (sic.) haben bereits ihr Interesse bekundet. Ihr könnte gespannt sein und mitmachen.Klingt interessant, aber was soll das sein?Die FOSSWELT bündelt Angebote, lädt zum Mitmachen ein und ist offen für weitere Projekte, die an einem gemeinsamen Auftritt interessiert sind. Zum Beginn findet ihr auf FOSSWELT diese Angebote:Den Invidious Router, der dich zum optimalen Server leitet, um YouTube-Videos zu streamenGNU/Linux.ch - das Magazin mit Inhalten zu Freier Software und Freier GesellschaftLinuxNews.de - für aktuelle Nachrichten aus der Linux-WeltCaptain it's Wednesday - der wöchentliche Podcast von GNU/Linux.ch (CIW)TuxWiz - Videos, in denen Lioh den Einstieg in Linux auf unterhaltsame Weise erklärtFOSS heute - der bunte Mastodon-Feed rund um Freie SoftwareIn der Rubrik Mitmachen findet ihr direkte Links, um euch am Geschehen zu beteiligen. Dort könnt ihr Artikel für GNU/Linux.ch oder LinuxNews.de einreichen, beim CIW-Podcast mitreden, Videos für TuxWiz vorschlagen oder bei FOSS heute mit-tröten. FOSSWELT ermöglicht euch auch, eigene Ideen einzubringen, eure Reichweite zu erhöhen und mehr Unterstützung zu erhalten. Falls ihr ein Projekt oder eine Dienstleistung betreibt, die zur FOSSWELT gehören sollte, nehmen wir diese gerne auf. Ganz nach unserem Motto: "Mergen statt Forken".Nächste Schritte:Die Reaktionen auf FOSSWELT.org sind überwiegend positivBereits haben mehrere Projekte ihr Interesse am Mitmachen bekundet. Fabian ist zurzeit damit beschäftigt, den Projekten das Konzept zu erklären und ihr Aufschalten vorzubereiten.Das wird in den kommenden Wochen und Monaten Schritt für Schritt erfolgen. Selbstverständlich werden wir in Artikeln über die Neuzugänge berichten.Wenn du mit deinem Projekt oder Service Teil der FOSSWELT-Community werden möchtest, melde dich doch bitte über die Kontaktadresse, die du auf der FOSSWELT.org findest.Linkshttps://fosswelt.orgOutroEuer Feedback ist uns wichtig. Ihr könnt uns über Matrix, Mastodon oder per E-Mail erreichen. Die Adressen findet ihr auf unserer Webseite.GNU/Linux.ch ist ein Magazin, in dem die Community für die Community interessante Artikel erstellt und im Podcast darüber diskutiert. Helft mit, die Infos für die Community zu bereichern. Wie das geht, erfahrt ihr hier.
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Jun 26, 2024 • 25min

CIW092 - Firefox am Ende?

CIW - Folge 092 - 26.06.2024 - Firefox am Ende?Wir begrüssen alle Surfer:innen zur Folge 92 von "Captain it's Wednesday", dem Podcast über Freie Software und Freie Gesellschaft von GNU/Linux.ch, aufgenommen am 24. Juni von Lioh Möller und Ralf Hersel. In dieser Folge fragen wir uns, wie es mit dem Firefox Browser weitergehen soll.HausmitteilungenIn vier Tagen endet unser Frühlingswettbewerb. Wir freuen uns sehr darauf, die Gewinner Anfang Juli verkünden zu dürfen und sind gespannt, wer das Nitrokey Tablet gewinnen wird. Jetzt ist die richtige Zeit, um einen Endspurt hinzulegen.Sommerzeit ist Ferienzeit. Da ich mir im Juli einen Urlaub gönne, fallen die nächsten drei Podcastfolgen aus. Da auch Tim im Juli Urlaub macht, gibt es leider keinen Ersatz für die Aufnahmeleitung. Am 24. Juli sollte es dann wieder mit Captain it's Wednesday weitergehen.Thema: Ist Firefox am Ende?Marktanteile per Mai 2024 (weltweit, Desktop, gem. Statcounter)Chrome: 65 % (Blink)Edge: 13 % (Blink)Safari: 9 % (Webkit)Firefox: 7 % (Gecko), 2 % (alle Plattformen)Opera: 3 % (Blink)Alle Chromium-basierten Browser verwenden die Blink-Engine, womit diese einen Marktanteil von ca. 85 % hat.Mozilla hat ein Vermögen von 1.3 Mrd. $, Einnahmen von 593 Mio. $ und Ausgaben von 425 Mio. $. (2022). Ca. 70 % der Einnahmen (500 Mio. $) stammen von Google, für Google als Standardsuchmaschine in Firefox. Damit hält sich Google Monopolklagen vom Hals.Firefox steht für Privacy, Security, Open Source, ethisches VerhaltenMozilla's Original Sin (DRM im Browser integriert, und damit die Werte der Freien Software verraten)Doch Mozilla baut die Googlesuche als Standard ein.Mozilla kauft Anonym, eine Firma, die spezialisiert ist auf digitales Marketing, welche von zwei ehemaligen Facebook-Mitarbeitern gegründet wurde.Die Mozilla Webseite ist voll von Google Analytics, verwendet Googles Doubleclick TrackingFirefox sendet Geo-Location Infos an Google.FF verwendet Googles Safe Browsing Servers.Die Standardeinstellungen in FF sind nicht auf Privacy ausgerichtet und bedürfen vieler Anpassungen durch die Anwender:in.Der Pocket-Service sammelt Benutzerdaten. Die Telemetrie muss ausgeschaltet werden (kein Opt-in).FF für Android unterstützt keine Site Isolation.AlternativenWebkit basierte Browser: Epiphany, qutebrowser (Vim-Style)Kuketz Browser-Matrix (noch nicht fertig)Ladybird (eigene Engine, C++, pre-alfa)Seamonkey (Mozilla Gecko engine)Falkon (QtWebKit) - ehemals QupZilla, nun Teil des KDE ProjektesLinkshttps://gnulinux.ch/meine-lieblings-firefox-addonshttps://gs.statcounter.com/browser-market-share/desktop/worldwidehttps://en.wikipedia.org/wiki/Browser_enginehttps://en.wikipedia.org/wiki/Mozilla_Foundationhttps://blog.mozilla.org/en/mozilla/mozilla-anonym-raising-the-bar-for-privacy-preserving-digital-advertising/https://assets.mozilla.net/annualreport/2022/mozilla-fdn-2022-fs-final-0908.pdfhttps://www.soeren-hentzschel.at/mozilla-umsatz/de/https://www.soeren-hentzschel.at/firefox/kommentar-finger-weg-von-librewolf/https://www.imdb.com/title/tt0499004/https://foundation.mozilla.org/de/?form=donate-headerhttps://www.kuketz-blog.de/sichere-und-datenschutzfreundliche-browser-meine-empfehlungen-teil-1/https://ladybird.dev/https://www.jwz.org/blog/2024/06/mozillas-original-sin/https://www.spacefun.ch/tuxwiz#seamonkeyOutroEuer Feedback ist uns wichtig. Ihr könnt uns über Matrix, Mastodon oder per E-Mail erreichen. Die Adressen findet ihr auf unserer Webseite.GNU/Linux.ch ist ein Magazin, in dem die Community für die Community interessante Artikel erstellt und im Podcast darüber diskutiert. Helft mit, die Infos für die Community zu bereichern. Wie das geht, erfahrt ihr hier.
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Jun 19, 2024 • 40min

CIW091 - Utopien Teil 4

CIW - Folge 091 - 19.06.2024 - Utopien Teil 4Wir begrüssen alle Weiterdenker:innen zur Folge 91 von "Captain it's Wednesday", dem Podcast über Freie Software und Freie Gesellschaft von GNU/Linux.ch, aufgenommen am 19. Juni von Matthias Kirschner und Ralf Hersel. Im vierten Teil der Serie sprechen wir über Utopien in der Freien Gesellschaft.HausmitteilungenKennt ihr die Artikelvorschläge auf unserer Webseite? Falls ihr auch für die Community mitschreiben möchtet, findet ihr dort Themen, die sich die Leser:innen von euch wünschen.Thema: Was wünschen wir uns von der Freien Gesellschaft?Die vier FreiheitenVerwenden: Alle Menschen dürfen ihre Software für jeden Zweck verwenden. Niemand wird bei der Verwendung von Software diskriminiert und andere dürfen einem nicht vorschreiben, wofür man Software verwenden darf.Verstehen: Alle Menschen haben das Recht, dass sie die Software, die sie umgibt, anhand des Quellcodes verstehen und mit anderen darüber sprechen dürfen, ob Regeln, die in der Software implementiert sind, gut für unsre Gesellschaft sind, oder evtl. die Software geändert werden sollte.Verbreiten: Alle Menschen dürfen Software verbreiten, die ihnen selbst geholfen hat, Probleme zu beheben. Sie dürfen die Software an andere weitergeben, entweder gegen ein Entgelt oder auch kostenlos.Verbessern und verändern: Alle Menschen haben das Recht, Software zu verbessern oder zu verändern und damit an ihre eigenen Bedürfnisse anzupassen oder von anderen anpassen zu lassen. Menschen und Organisationen sind unterschiedlich und es ist wichtig, dass Menschen Software auf ihre Bedürfnisse anpassen können und sich nicht an die Vorgaben der Software anpassen müssen.FinanzierungGemeinschaftliche Finanzierung: Alle Software soll kostenlos verfügbar sein und von einer globalen Gemeinschaft von Entwicklern kontinuierlich entwickelt werden, um Innovationen voranzutreiben. Die Finanzierung der Entwicklung soll durch Abgaben gesichert bzw. durch nachhaltige Finanzierungsmodelle gedeckt sein. (Prototyp Fund, Sovereign Tech Fund sind nicht ausreichend)Es würde schon helfen, wenn die OSS Community sich auf ein Sponsoring System einigen würde. Und endlich Software BOM durchsetzt, z.B. FSFE kauft Flattr und bietet jedem verifizierten OSS Projekt und deren Entwickler einen Account an.Freie Software hat einen Preis: Menschen bezahlen gerne für Freie Software genauso selbstverständlich wie für andere Produkte und Dienstleistungen und sind sich bewußt, dass dies die nachhaltigere und ethischere Lösung ist.Unternehmensfinanziert: Unternehmen setzen selbst Freie Software ein und bezahlen freiwillig einen Anteil ihrer Gewinne für Freie Software Komponenten, die sie verwenden. Technisch kompetente Menschen in den Firmen können mitbestimmen, wie das Geld verteilt wird und Menschen, die wichtige Freie Software Komponenten für unsere Infrastruktur warten und weiterentwickeln, können das bezahlt machen.Kein Zwang: Kein Mensch wird dazu gezwungen proprietäre Software einzusetzen, z.B. bei Apps.UmdenkenErsetzen: In einer idealen Welt würden Unternehmen ihre proprietäre Software aufgeben und stattdessen auf Open-Source-Lösungen setzen, um die Zusammenarbeit und den Wissensaustausch zu fördern.Zugang: Alle Menschen sollen Zugang zu Bildung und Technologie haben, um ihre Fähigkeiten zu verbessern und zur Entwicklung von freier Software beizutragen. In der Ausbildung soll Freie Software als Default zum Einsatz kommen. Es werden mehr Hardware-Hersteller und Anbieter benötigt, die Freie Software als Default auf Geräten anbieten.Gesellschaftliche Anerkennung: Die Gesellschaft soll insgesamt die Werte von Offenheit, Zusammenarbeit und Gemeinschaft fördern, die im Kern der freien Softwarebewegung stehen und diese auf andere Gesellschaftsbereiche ausweiten.Frühe Bildung: Kinder und Jugendliche werden früh dazu ermutigt zu basteln, zu tüfteln, zu experimentieren und zu programmieren. Ihnen werden keine künstlichen Hürden geschaffen, dass sie nicht verstehen dürfen, wie Technik funktioniert. Sie beschäftigen sich mit ethischen Fragen zu Technik.Basis für Demokratie: Softwarefreiheit ist eine als wichtig anerkannte Freiheit in einer Demokratie wie Pressefreiheit, Redefreiheit, Versammlungsfreiheit oder Privatsphäre. Die Kontrolle über Software und Technik ist wie andere Macht in einer Demokratie verteilt. Software wird von unterschiedlichen Akteuren unterschiedlicher Grösse betrieben und diese dezentralen Lösungen föderieren miteinander. Kein Akteur hat so viel Macht, dass er anderen ohne Kontrolle Schaden zufügen kann. Durch die Verteilung von Macht bei Software und Technik werden andere Freiheiten wie Redefreiheit, Pressefreiheit und Privatsphäre unterstützt.Souveränität im öffentlichen Sektor: Regierungen und öffentlich Verwaltungen benutzen und beschaffen nur noch Software, die ihnen das Verwenden, Verstehen, Verbreiten und Verbessern ermöglicht. Dadurch wird Software wiederverwendet und verbessert, statt immer wieder das Rad neu zu erfinden. Software, die die Handlungsfähigkeit von Regierung und öffentlicher Verwaltung beschneiden, werden nicht verwendet und unterstützt. Wenn neue Gesetze erlassen werden, erstellt die Verwaltung eine Freie-Software-Referenzimplementierung und bietet Lösungen, wenn möglich auch offene APIs an (z.B. öffentlicher Nahverkehr). Alle Regierungen weltweit sollen auf Freie Software umsteigen, um Transparenz, Sicherheit und Datenschutz zu gewährleisten. Dies gilt insbesondere in durch Steuern finanzierte Sektoren (PMPC) und in der Kommunikation mit den Bürgerinnen (Fedigov).Geräteneutralität: Alle Menschen haben das Recht, Software auf ihren Geräten zu installieren, zu entfernen oder auszutauschen. Egal, ob Betriebssystem, Webbrowser, Apps-Store, etc. Damit können Sie selbst über ihre Geräte bestimmen, diese reparieren oder für andere Zwecke verwenden und sind nicht von einigen wenigen Gatekeepern abhängig.Grenzenlos: Menschen arbeiten über Ländergrenzen hinweg konstruktiv und respektvoll zusammen an den Problemen, die man mit Software lösen kann. Statt immer wieder kluge Menschen mit den gleichen Problemen zu beschäftigen, arbeiten diese zusammen an unterschiedlichen Problemen.Linkshttps://www.sovereigntechfund.dehttps://prototypefund.dehttps://fsfe.orgVideo Public Money, Public Code: https://media.fsfe.org/w/ndaaQHvEchGfHvS1mLUnRVAda & Zangemann: https://ada.fsfe.org/FSFE Spenden: https://fsfe.org/donateOutroEuer Feedback ist uns wichtig. Ihr könnt uns über Matrix, Mastodon oder per E-Mail erreichen. Die Adressen findet ihr auf unserer Webseite.GNU/Linux.ch ist ein Magazin, in dem die Community für die Community interessante Artikel erstellt und im Podcast darüber diskutiert. Helft mit, die Infos für die Community zu bereichern. Wie das geht, erfahrt ihr hier.
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Jun 12, 2024 • 31min

CIW090 - Philanthropie

CIW - Folge 090 - 12.06.2024 - PhilanthropieWir begrüssen alle Philanthrop:innen zur Folge 90 von "Captain it's Wednesday", dem Podcast über Freie Software und Freie Gesellschaft von GNU/Linux.ch, aufgenommen am 10. Juni von Fabian Schaar und Ralf Hersel. In dieser Folge sprechen wir über das Geben und Nehmen bei FOSS Projekten.HausmitteilungenAus der Community kam der Vorschlag, die Kommentare zu unseren Beiträgen nach Mastodon auszulagern. Wir haben das im CORE-Team besprochen und uns dagegen entschieden. Unsere Artikel von der Community kann man direkt unter dem Artikel kommentiert, oder im Matrix-TALK-Raum diskutieren. Solche Kommentare können wir moderieren. Das ist bei Kommentaren, die über Social-Media-Kanäle (z.B. Mastodon) geschrieben werden, nicht möglich. Die Kommentare auf der Webseite werden einzeln freigeschaltet; die Diskussionen im TALK-Raum werden moderiert. Alles Andere entzieht sich unserem Einfluss. Deshalb bleiben wir beim etablierten Kommentarsystem. Uns liegt viel daran, dass GNU/Linux.ch freundlich bleibt.Freie Gesellschaft und Politik:GNU/Linux.ch steht für Freie Software und eine Freie Gesellschaft. Der Begriff 'Freie Gesellschaft' impliziert eine progressive Einstellung in vielfältiger Hinsicht, nicht nur in Bezug auf Software. Wenn ich mich nicht irre, teilt eine Mehrheit der Community eine solche progressive Haltung. Dennoch sind wir hier auf FOSS fokussiert und kein Politik-Chat. Daher sollten wir die Diskussionen hier nicht ins politische verschieben; dafür gibt es andere Kanäle.Thema: Über das Verhältnis zwischen Geben und NehmenWas bedeutet Philanthropie? Unter Philanthropie versteht man ein menschenfreundliches Denken und Verhalten. Materiell äussert sich diese Einstellung in der Förderung Unterstützungsbedürftiger, oder von Einrichtungen, die dem Gemeinwohl dienen. Das Bild der Philanthropie prägen vor allem in grossem Stil durchgeführte Aktionen sehr reicher Personen.Abgesehen von den sehr reichen Personen spielt der philanthropische Gedanke auch bei den Nutzer:innen freier Software eine Rolle.Das NehmenWir alle kennen die Bedeutungen der vier Freiheiten (Verwenden, Verbreiten, Verstehen, Verbessern). Damit einher geht die kostenlose Bereitstellung Freier Software, obwohl das nirgendwo steht. Die Kostenlosigkeit ergibt sich aus den Freiheiten 'Verstehen' und 'Verbessern'. Sekundärleistungen, wie Training, Beratung, Support, usw. können selbstverständlich einen Preis haben.Diese Kostenlosigkeit wird von Vielen als selbstverständlich wahrgenommen, obwohl sie es nicht ist. Wovon kauft der FOSS-Entwickler und alle, die zu FOSS beitragen, ihr tägliches Brot?Das GebenDie meisten FOSS-Projekte ermöglichen, an die Entwickler:innen zu spendenManche FOSS-Projekte werden von (Firmen-)Sponsoren finanziert und sind daher von Nutzer-Spenden unabhängigerBeispiele:KDE-Unterstützer Blue Systems -> reicher "Philanthrop" Clemens Tönnies Jr.Ubuntu wird im Wesentlichen durch Mark Shuttleworth finanziertIBM -> RedHat -> Fedora"Geben" heißt nicht unbedingt "Geld geben":Code-BeiträgeÜbersetzungenDokumentationCommunity-SupportCommunity-Engagement (vgl. GNU/Linux.ch)MeinungenFreie Software ist für mich digitale Infrastrukturdiese Infrastruktur sollte nicht von einzelnen "Philantropen" abhängig sein; was, wenn diese die Unterstützung freier Projekte nur zu Image-Zwecken nutzen und plötzlich den Geldhahn zudrehen?Was passiert, wenn Mark Shuttleworth denkt, dass Ubuntu langfristig kein Geld abwerfen oder zu teuer wird?finanzielle Unterstützung aus der Community ist ein weiterer Weg, Wertschätzung zu zeigenAber: niemand sollte unter Druck gesetzt werden, ein freies Projekt finanziell zu unterstützen, wenn er dieses nutzt. Wenn das die eigene finanzielle Lage nicht zulässt, ist das so - und das hat dann auch nichts mit Gier, Geiz oder mangelnder Wertschätzung zu tun.Infrastruktur wie freie Software sollte für alle zur Verfügung stehen, frei wie in Freiheit, aber eben auch wie in Freibiereigene Arbeit beizusteuern kann Projekten in einigen Fällen vermutlich mehr helfen, als eine finanzielle UnterstützungDebian wird es vermutlich mehr nutzen, wenn man bei Übersetzung, Dokumentation oder Entwicklung hilft. Die finanzielle Situation des Projekts ist stabil.Anstatt auf reiche Philanthropen bauen zu müssen, würde ich mir mehr staatliche/institutionelle Unterstützung oder Subventionierung freier Software wünschen, z.B.:hypothetisch: Verwaltung nutzt Linux-Distro und unterstützt diese finanziellEU-weite Besteuerung von Tech-Konzernen könnte zur Finanzierung freier Software-Infrastruktur finanziert werdenpositives Beispiel: deutsches Bundesbildungsministerium trägt/trug zur Finanzierung der freien Podcastsoftware Podlove beiLinkshttps://de.wikipedia.org/wiki/PhilanthropieOutroEuer Feedback ist uns wichtig. Ihr könnt uns über Matrix, Mastodon oder per E-Mail erreichen. Die Adressen findet ihr auf unserer Webseite.GNU/Linux.ch ist ein Magazin, in dem die Community für die Community interessante Artikel erstellt und im Podcast darüber diskutiert. Helft mit, die Infos für die Community zu bereichern. Wie das geht, erfahrt ihr hier.
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Jun 5, 2024 • 32min

CIW089 - Tiling auf dem Handy

CIW - Folge 089 - 05.06.2024 - Tiling auf dem HandyWir begrüssen alle Tiler:innen zur Folge 89 von "Captain it's Wednesday", dem Podcast über Freie Software und Freie Gesellschaft von GNU/Linux.ch, aufgenommen am 3. Juni von Lioh Möller und Ralf Hersel. In dieser Folge sprechen wir über Tiling auf dem Handy.HausmitteilungenIch möchte auf unsere Kolumnen hinweisen. Am Montag hat unsere Fediverse-Expertin Ückück ihren zweiten Beitrag über die Privatsphäre bei Private Messages in Mastodon publiziert und in Kürze startet unsere Lehrerkolumne mit freien Themen rund um die Schule. Falls ihr auch regelmässig über ein bestimmtes Thema schreiben möchtet, nur zu. Wir helfen euch gerne beim Einstieg.Wem Ideen für eigene Beiträge bei GNU/Linux.ch fehlen, kann einen Blick in die Artikelvorschläge auf unserer Webseite werfen. Dort findet ihr Schreibideen, die von der Community gewünscht und bewertet wurden, damit ihr wisst, was besonders interessiert.Thema: Tiling auf dem Handy mit sxmoEinleitung: Es klingt zunächst abwegig, einen Tiling Windowmanager auf einem Handy zu nutzen, doch das sxmo Projekt macht es möglich. Wahlweise mit dwm unter Xorg oder sway unter Wayland kann man die volle Tiling Funktionalität auch auf dem Handy nutzen. Aber ist es dann überhaupt noch ein Handy, oder eher ein Taschencomputer?Was bedeutet Tiling überhaupt? Ein Tiling Windowmanager ist eine Software, die Fenster nebeneinander in einem Kachel-Layout anordnet. Er sorgt dafür, dass sich keine Fenster überlappen und der Platz auf dem Bildschirm vollständig genutzt wird.Damit muss man sich nicht mehr darum kümmern, die Fenster auf dem Desktop so zu organisieren, dass sie den gesamten Platz ausfüllen. Der Tiling Window Manager erledigt das automatisch. Natürlich man auch die manuelle Kontrolle übernehmen und die Fenster organisieren, indem man Tastenkombinationen für mehr Geschwindigkeit oder die Maus verwenden.Ein Tiling Windowmanager kann die Desktop-Umgebung vollständig ersetzen oder sie ergänzen, je nachdem, wie man ihn verwenden möchte.Basis: postmarketOSEmpfohlene Geräte: OnePlus6, Poco F1, PinePhoneSteuerung mit Gesten und Keyboard sowie Funktionstasten (lauter, leiser, Power, jeweils dreifach belegt)Wille zum Hacking wird vorausgesetzt, Beispiel NotchSSH-Zugriff unbedingt notwendig, ansonsten wird das Bearbeiten langer Configs zur Qual.Empfohlene Apps:tut - text basierter Mastodon Client, alternativ TokodonNheko: grafischer Qt Matrix ClientTelegramprofanity XMPP auf der Kommandozeile (aufwendig in der Konfiguration, aber gut)Kasts, Kirigami Podcast PlayerAudiotube, Kirigami YouTube Audio PlayerBroot, Cli-Filemanager, Alternativ superfile, je nach Modell Scaling Issues.Abhilfe schafft ein Aufruf in der Form 'foot --font=monospace:size=5 spf'Firefox als Browser, alternativ Bad WolfTOTP: KeysmithNewsboat RSS Reader für die KommandozeileOSIM: OpenStreetMaps, GPS mit Einschränkungen, aufgrund fehlendem aGPSVLC, mpv MultimediaplayerVVAVE - Audio, stark auf Playlisten ausgelegtWarum das Ganze?Ersatz für NetbookVollwertiger Computer im HosentaschenformatHackbarHerausforderungenStabil, und "echtes" Linux, Kein HallizuLinkshttps://suckless.org/https://suckless.org/philosophy/https://sxmo.org/docs/https://wiki.postmarketos.org/wiki/Sxmo/Tips_and_TricksLioh's Phone: https://wiki.postmarketos.org/wiki/Xiaomi_POCO_F1_(xiaomi-beryllium)/sxmoNotch Hack: https://wiki.postmarketos.org/wiki/Xiaomi_POCO_F1_(xiaomi-beryllium)/sxmo#Notchhttps://hacktivis.me/projects/badwolfOutroEuer Feedback ist uns wichtig. Ihr könnt uns über Matrix, Mastodon oder per E-Mail erreichen. Die Adressen findet ihr auf unserer Webseite.GNU/Linux.ch ist ein Magazin, in dem die Community für die Community interessante Artikel erstellt und im Podcast darüber diskutiert. Helft mit, die Infos für die Community zu bereichern. Wie das geht, erfahrt ihr hier.
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May 29, 2024 • 45min

CIW088 - Utopien Teil 3

CIW - Folge 088 - 29.05.2024 - Utopien Teil 3Wir begrüssen alle Utopist:innen zur Folge 88 von "Captain it's Wednesday", dem Podcast über Freie Software und Freie Gesellschaft von GNU/Linux.ch, aufgenommen am 28. Mai von Michel Ketterle und Ralf Hersel. Im dritten Teil besprechen wir weitere Utopien. Falls ihr die vorherigen Teile nachhören möchtet, findet ihr diese in Folge 81 vom 10. April und in Folge 84 vom 1. Mai.HausmitteilungenFabian hat Herzblut in die Redaktion gepumpt, weshalb unsere Artikel in letzter Zeit vielfältiger sind und auf mehr Schultern stehen. Dazu gehören auch Ückücks monatliche Kolumne und eine Kolumne von Lehrpersonen, die demnächst starten wird. Dies führt auch dazu, dass ich meine Schreibleistung etwas zurückfahren kann und nicht mehr 50 % aller Artikel schreibe.Unser Frühlingsschreibwettbewerb schreitet auch voran und läuft noch bis Ende Juni. Danach wird es einen wahrscheinlich einfachen Programmierwettbewerb geben, bei dem es auch wieder einen tollen Preis zu gewinnen gibt.Im Sommer dürft ihr auf weitere Neuerung gespannt sein, über die ich heute noch nichts verrate.Thema: Was wünschen wir uns zukünftig von Linux?Eine Utopie ist der Entwurf einer möglichen, zukünftigen, meist aber fiktiven Gesellschaftsordnung, die nicht an zeitgenössische Rahmenbedingungen gebunden ist.Home VerzeichnisAufräumen, organisieren und Backup unter homeSystemd-HomedImutableUpdate -> virtueller reboot in einer VM -> teste den Boot und biete den Switch auf den aktualisierten PC ==> PC-Neustart innert Sekunden.Zusammen mit Session Restore könnte man unter Umständen den Reboot nicht einmal mitbekommen.BackupJede (inklusive Desktop Environment) installierte Anwendung teilt dem Betriebssystem mit, welche Dateien:Die Anwendung konfiguriertDie UI KonfiguriertVorlagen KonfiguriertAccount-Informationen speichertHistorische Daten speichert (Spielstände oder verwendete Befehle)Userprofil, Pfade und Speicherorte konfigurierenMaschinenspezifische Pfade konfigurierenCache Informationen sindDann könnten Backup Anwendungen wirklich mal nur die Anwendungsdaten sichern, die auch wirklich wichtig sind.Gesetzestexte als ProgrammierspracheGesetzestexte werden in einer noch zu entwickelnden Programmiersprache entwickelt und werden anschliessend in die vier Landessprachen kompiliert.Im vierten Teil der Serie sprechen wir über gesellschaftliche Utopien im Bereich der Freien Software. Seid gespannt.Linkshttps://wiki.archlinux.org/title/Systemd-homedhttps://fedoraproject.org/atomic-desktops/OutroEuer Feedback ist uns wichtig. Ihr könnt uns über Matrix, Mastodon oder per E-Mail erreichen. Die Adressen findet ihr auf unserer Webseite.GNU/Linux.ch ist ein Magazin, in dem die Community für die Community interessante Artikel erstellt und im Podcast darüber diskutiert. Helft mit, die Infos für die Community zu bereichern. Wie das geht, erfahrt ihr hier.
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May 22, 2024 • 34min

CIW087 - Volla Tablet

CIW - Folge 087 - 22.05.2024 - Volla TabletWir begrüssen alle Remscheider und Auswärtige zur Folge 87 von "Captain it's Wednesday", dem Podcast über Freie Software und Freie Gesellschaft von GNU/Linux.ch, aufgenommen am 21. Mai von Dr. Jörg Wurzer und Ralf Hersel. In dieser Folge sprechen wir über das neue Volla Tablet.Vorstellung von Dr. Jörg Wurzer, Geschäftsführer der Volla Systeme GmbH aus RemscheidHausmitteilungenkeineThema: Das Volla TabletEntweder man verwendet ein Smartphone oder ein Notebook; wer braucht das Volla Tablet?Das Volla Tablet ist nicht das erste Tablet in der Marktecke (Linuxunterstützung). Warum sollte ausgerechnet dieses ein Erfolg werden?Mit über 100'000 $ hat das Crowdfunding fast den doppelten Betrag erreicht, der gewünscht wurde. Was bedeutet das für die Ausstattung und Produktion des Gerätes?Das Tablet ist ein 12.3 Zoll grosses Gerät; warum so gross?Dr. Wurzer, welche speziellen Funktionen bietet das Volla Tablet?Was bietet die Hardware und woher kommt sie?Welche Betriebssysteme unterstützt das Gerät?Gibt es Unterschiede zwischen dem Smartphone VollaOS und dem fürs Tablet?Wie sieht es mit der Sicherheit des Tablets aus?Wie läuft der Bestellprozess des Volla Tablets aus (Timeline)?VerabschiedungLinkshttps://linuxnews.de/volla-tablet-ab-april-im-crowdfunding/https://www.kickstarter.com/projects/volla/volla-tablet-simplify-your-digital-lifehttps://www.indiegogo.com/projects/volla-tablet-simplify-your-digital-life#/OutroEuer Feedback ist uns wichtig. Ihr könnt uns über Matrix, Mastodon oder per E-Mail erreichen. Die Adressen findet ihr auf unserer Webseite.GNU/Linux.ch ist ein Magazin, in dem die Community für die Community interessante Artikel erstellt und im Podcast darüber diskutiert. Helft mit, die Infos für die Community zu bereichern. Wie das geht, erfahrt ihr hier.

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