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Mar 12, 2025 • 39min

CIW126 - Wenn nichts mehr geht

CIW - Folge 126 - 12.03.2025 - Wenn nichts mehr gehtWir begrüssen alle Abgestürzten zur Folge 126 von "Captain it's Wednesday", dem Podcast über Freie Software und Freie Gesellschaft von GNU/Linux.ch, aufgenommen am 10. März von Silas Schöffel und Ralf Hersel. Heute sprechen wir über Notfallkommandos, falls die Distro oder einzelne Anwendungen störrisch sind.Eingangsgeschwafel. Wie geht es uns, was gibt es Neues?Ralf: Urlaub am Polarkreis (Älvsbyn, Norrbotten)Silas: AbiHausmitteilungenAus der monatlichen CORE-Sitzung. Umfragen:Spendenbeteiligung der Redaktion (J:3, N:0, E:9)Eigener Spendenlink der Autor:innen (J:2, N:7)Jahreswettbewerb (J:5, N:0, E:6)Thema: Wenn nichts mehr gehtAuslöser: nach Manjaro-Update lief Gnome-Terminal nicht mehr. Grund: fehlende Version 75 von Lib ICU (International Unicode Library). Mein Gnome-Terminal linkte gegen Version 75 und 76. Lösung: Version 75 aus AUR installiert. Endgültige Lösung: Gnome-Terminal durch Gnome-Console ersetzt.Was, wenn man kein Terminal mehr hat? Lösung: Ctrl+Alt+F3 öffnet eine tty-Session. Ctrl+Alt+F1 geht zur Desktop-Session zurück.Was, wenn eine Anwendung einfriert? Warten, bzw. App normal beenden oder "Beenden erzwingen". Wenn das nicht hilft: Lösung 1: Systemüberwachung starten und den Prozess beenden oder abschiessen. Lösung 2: Im Terminal mit ps -e alle laufenden Prozesse anzeigen. Dann kill Prozessnummer, oder kill -9 nr, falls kill nicht ausreicht.Wie findet man das exec-Kommando für eine Anwendung heraus? Die Desktop-Dateien liegen in /usr/share/applications/. Dort kann man mit grep nach der Startdatei für die Anwendung suchen und findet unter exec= den ausführbaren Namen des Programms. Oft hilft es, die Anwendung im Terminal auszuführen und Fehlermeldungen zu sehen.Was, wenn der Desktop einfriert? Es kommt darauf an, ob X oder Wayland läuft. Bei X hilft Alt+F2 r Enter versuchen. Bei Wayland öffnet man ein Terminal und tippt: systemctl restart gdm (Systemd startet den Gnome Display Manager neu).Was, wenn nichts mehr geht? Lösung: REISUB, also Alt+SysReq oder Alt+PrintScr halten und dann nacheinander langsam: R E I S U B drücken.R: Erhält die Tastatursteuerung zurück, nützlich, wenn die grafische Umgebung gesperrt ist. E: Beendet alle Prozesse ordnungsgemäß mit SIGTERM. I: Alle Prozesse mit SIGKILL gewaltsam beenden. S: Synchronisiert Daten von Dateisystemen auf die Festplatte. U: Mountet alle Dateisysteme erneut als schreibgeschützt. B: Starten Sie das System sofort neu.Was, wenn REISUB nicht geht? Lösung: Kaltstart.LinkskeineOutroEuer Feedback ist uns wichtig. Ihr könnt uns über Matrix, Mastodon oder per E-Mail erreichen. Die Adressen findet ihr auf unserer Webseite.GNU/Linux.ch ist ein Magazin, in dem die Community für die Community interessante Artikel erstellt und im Podcast darüber diskutiert. Helft mit, die Infos für die Community zu bereichern. Wie das geht, erfahrt ihr hier.
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Feb 26, 2025 • 42min

CIW125 - Nach der Wahl

CIW - Folge 125 - 26.02.2025 - Nach der WahlWir begrüssen alle Wähler:innen zur Folge 125 von "Captain it's Wednesday", dem Podcast über Freie Software und Freie Gesellschaft von GNU/Linux.ch, aufgenommen am 24. Februar von Silas Schöffel und Ralf Hersel. Heute sprechen wir darüber, was die Wahlen in Deutschland für Freie Software bedeuten.HausmitteilungenSilas hat die Zitate in unseren Artikeln deutlicher gemacht.Unser neuer Kommentare-Editor ist fertig, aber noch nicht live geschaltet.Nächste Woche gibt es keine Folge, weil ich im Urlaub bin, ausser ...Ausserdem überlege ich mir, ob ich die Kadenz der Folgen reduziere. Es wird immer schwieriger interessante Themen für jede Woche zu finden.Thema: Was bedeuten die Wahlen in Deutschland für Freie Software?Pläne der möglichen Koalitionsparteien für FOSSCDU/CSUUm die digitale Souveränität zu stärken, will die CDU/CSU auf klare einheitliche Regeln, ein modernes Wettbewerbsrecht und hochklassige digitale Infrastruktur setzen, insbesondere auf eine europäische Cloud, sowie europäische Speicher- und Rechenkapazitäten.Open Source Software wird im Wahlprogramm der CDU/CSU an keiner Stelle erwähnt.SPDDie SPD äußert sich in ihrem Wahlprogramm an keiner einzigen Stelle zu den Themen digitale Souveränität und Open Source Software.GrüneDer Staat sollte als vertrauensvoller Referenzkunde seine Marktmacht als Einkäufer nutzen, um innovative digitale Produkte zu fördern. Dabei sollte er insbesondere Open-Source-Anwendungen einsetzen […]Die Grünen machen in ihrem Wahlprogramm noch eine Reihe weiterer Vorschläge zu Open Source Software und offenen Standards:Durch eine Bündelung von Zuständigkeiten, Verantwortlichkeiten und der Budgetverantwortung in einem Digitalministerium sowie durch eine gemeinsame Strategie innerhalb der Bundesregierung soll u.a. die Förderung von Open Source fokussiert angegangen werdenEine plattformunabhängige Deutschland-App auf Open-Source-Basis, mit der die Menschen in Deutschland mit dem Staat digital und auf Augenhöhe kommunizieren könnenRahmenbedingungen für interoperable StandardsDie Digitalisierung Deutschlands soll durch die Überwindung der Grenzen der unterschiedlichen IT-Systeme von Unternehmen, Behörden und Forschungseinrichtungen durch Interoperabilität beschleunigt werden.Offene Standards sollen gefördert werden, diese Standards sollen gut dokumentiert und ohne Lizenzgebühren frei nutzbar seinFDPDie FDP äußert sich in ihrem Wahlprogramm an keiner einzigen Stelle zu den Themen digitale Souveränität und Open Source Software.LinkeWir wollen viel mehr Open-Source-Software – das macht uns unabhängiger von digitalen Monopolen und ihren hohen Lizenzgebühren. Software, die öffentliche Verwaltungen einkaufen oder entwickeln lassen, darf nur noch in Ausnahmefällen proprietär sein.Die LINKE macht in ihrem Wahlprogramm noch eine Reihe weiterer Vorschläge zu Open Source Software und offenen Standards:Es soll der Grundsatz gelten: Was mit Steuergeldern bezahlt wurde, muss allen zugutekommen. Mit öffentlichem Geld sollen öffentliche Güter entstehen.Im Zusammenhang mit digitalen Gesundheitsanwendungen sollen Open-Source-Anwendungen öffentlich gefördert werden.Die Entwicklung und Durchsetzung zukunftsweisender Technologien soll u.a. durch Open-Hardware-Förderung beschleunigt werden.Im Bildungskontext soll die Software an Schulen den Standards quelloffener freier Software entsprechen und es sollen bevorzugt Open Educational Resources zum Einsatz kommen.BSWFördern wollen wir die Entwicklung und den Einsatz von Open-Source-Software […] Software-Hersteller sollen bei Marktaustritt verpflichtet werden, ihre Produkte als Open Source zu publizieren oder Lizenzcodes für deren Nutzung offenzulegen.Das BSW macht in seinem Wahlprogramm noch eine Reihe weiterer Vorschläge zu Open Source Software und offenen Standards:Deutschland soll eine eigenständige digitale Infrastruktur erhalten, die die Bürger vor Überwachung schützt und auch Unternehmen nicht in Abhängigkeit bringtDie nächste Bundesregierung soll die Verwaltung dabei unterstützen, Open-Source-Lösungen einzusetzen, die langfristig viel Geld sparen und bei denen die Daten der Bürgerinnen und Bürger nicht ins Eigentum amerikanischer IT-Konzerne übergehen.Die EU soll sich auf ihre Kernaufgaben konzentrieren, dazu gehöre auch die Herstellung der digitalen Souveränität Europas gegenüber den mächtigen Datenkraken aus dem Silicon Valley. Das soll durch einen EU-Erweiterungsstopp erreicht werden, der auch für die Ukraine gilt.vorläufiges amtliches Endergebnis:CDU/CSU: 28,6%AfD: 20,8%SPD: 16,4%Grüne: 11,6%Linke: 8,8%SSW: 0,2%-> nach Wahlprogrammen keine Mehrheit für FOSSUnterstützung für FOSSPrototype FundDer Prototype Fund geht weiter. Nach 16 Runden in acht Jahren und 387 geförderten Projekten sind wir lange noch nicht fertig. Nun ist klar: Wir machen bis mindestens 2029 weiter!In Folge CIW115 gab es ein Interview mit Patricia Leu vom PTF.Wer wissen möchte, welche 25 Projekte in Runde 16 gefördert wurden, findet die Liste hier.Sovereign Tech Agency195 unterstützungswürdige Technologien identifiziert60 Technologieprojekte unterstützt seit Oktober 202223,50 Mio € in Aufträge investiertEine CIW-Folge mit der Agency kommt voraussichtlich im März oder April.Aktuell unterstützt die Agency u. a. folgende Projekte:Eclipse Foundation (515k EUR)Arch Linux Package ManagementOpen Street MapFreeBSDSambaGnomesystemdFFmpegDrupalPiP - Python Package Indexund viele mehrDarüber hinaus gibt es viele Organisationen in der EU, die FOSS fördern:Europäische Kommission: Sie hat die European Union Public Licence (EUPL) herausgegeben und fördert Open-Source-Software durch verschiedene Initiativen17.Open Source Observatory (OSOR): Eine zentrale Anlaufstelle für Informationen und Ressourcen rund um Open-Source-Software im öffentlichen Sektor der EU7.European Research Council (ERC): Finanziert mehrere Open-Source-Softwareforschungsprojekte, einschließlich Code-Audits und Sicherheitstests5.INRIA (Frankreich): Das nationale Computerforschungsinstitut Frankreichs arbeitet an Open-Source-Projekten wie miTLS und F*5.Max-Planck-Institut für Softwaresysteme (Deutschland): Führt Forschungen zur Überprüfung von Open-Source-Programmiersprachen durch5.Europäisches Open-Source-Konsortium (EOS-Konsortium): Eine Allianz von fünf europäischen Open-Source-Anbietern, die sich für die Förderung von Open-Source-Software und offenen Standards einsetzt3.OpenForum Europe (OFE): Setzt sich seit über 20 Jahren für eine auf Open Source ausgerichtete Digitalstrategie in Europa ein8.SUSE: Engagiert sich als offizieller Unterstützer im OpenForum Europe zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, Innovationskraft und digitalen Souveränität in der EU durch Open Source8.Internationale LageNextcloud steigt bei GAIA-X ausTrump droht der EU mit Zöllen gegen EU-Regulierungen (DMA, DSA, DSGVO)Die Kosten der Bundesverwaltung für die Nutzung von Lizenzen für Produkte und Services von Microsoft sind 2024 von 197,7 auf 204,5 Millionen Euro gestiegen.Apple will 500 Mrd USD in den USA investierenLinksParteien FOSS: https://osb-alliance.de/featured/analyse-zur-bundestagswahl-open-source-in-den-wahlprogrammen-der-parteienWahlergebnis: https://bundeswahlleiterin.de/Digital-O-Mat: https://digitalomat25.de/Prototype Fund: https://prototypefund.de/CIW115: https://gnulinux.ch/ciw115-podcastSovereign Tech Agency: https://www.sovereign.tech/https://netzpolitik.org/2025/dma-dsa-und-dsgvo-trump-droht-mit-zoellen-gegen-eu-regulierung-von-big-tech/https://www.heise.de/news/500-Milliarden-US-Dollar-Apple-kuendigt-Investitionen-in-den-USA-an-10293607.htmlhttps://www.heise.de/news/Digitale-Insouveraenitaet-Bund-gibt-wieder-mehr-fuer-Microsoft-Lizenzen-aus-10293821.htmlOutroEuer Feedback ist uns wichtig. Ihr könnt uns über Matrix, Mastodon oder per E-Mail erreichen. Die Adressen findet ihr auf unserer Webseite.GNU/Linux.ch ist ein Magazin, in dem die Community für die Community interessante Artikel erstellt und im Podcast darüber diskutiert. Helft mit, die Infos für die Community zu bereichern. Wie das geht, erfahrt ihr hier.
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Feb 18, 2025 • 41min

CIW124 - Freie Software für eine inklusive Gesellschaft

CIW - Folge 124 - 19.02.2025 - Freie Software für eine inklusive GesellschaftWir begrüssen alle Hörer:innen zur Folge 124 von "Captain it's Wednesday", dem Podcast über Freie Software und Freie Gesellschaft von GNU/Linux.ch, aufgenommen am 18. Februar von Lioh Möller und Ralf Hersel. Heute diskutieren wir die Rolle von Minderheiten und was Kanarienvögel mit Freier Software zu tun haben.HausmitteilungenWir bedanken uns bei allen Spender:innen, insbesondere bei: Michael, Daniel, Andris, Folker, Ingmar, Edmund, Florian, Michel, Heinz, Rolf, Stefan, Klaus, Remo, Soeren und allen namentlich unbekannten Spender:innen, die uns über Twint oder Liberapay unterstützt haben.Die Twint-App funktioniert bei mir leider immer noch nicht.Thema: Minderheiten als Kanarienvogel für eine gesunde GesellschaftBevor wir mit der Diskussion beginnen, werfen wir einen Blick auf einige aktuelle Ereignisse:Die Regierung unter Präsident Trump hat diverse Massnahmen ergriffen, durch die Rechte von transidenten Menschen massiv eingeschränkt werden. Diese Entscheidungen haben weitreichende Auswirkungen auf die Rechte von transgender Personen.Die Reaktionen auf diese politischen Entscheidungen zeigen eine Spaltung in der Gesellschaft und verdeutlichen die Notwendigkeit eines starken Engagements für die Rechte von Minderheiten. Wenn eine Minderheit als Hauptziel für politische Propaganda auserkoren wird und deren Rechte auf diese menschenverachtende Weise eingeschränkt werden, hat das Auswirkungen auf unsere gesamte Gesellschaft. Die Minderheit ist dabei 'nur' das Frühwarnsystem, welches wie der Kanarienvogel im Bergbau vor noch grösseren drohenden Gefahren warnt. Wenn der Vogel aufhörte zu singen oder sogar umfiel, war dies ein deutliches Signal für die Bergleute, dass sie sich sofort in Sicherheit bringen mussten.Liohs persönliche PerspektiveAls transidente Person nehme ich diese Veränderungen auch in der Schweiz wahr. Das führt so weit, dass ich meine Identität nach aussen so weit anpasse, um nicht täglich der Diskriminierung ausgesetzt zu sein.Ich fühle mich in der aktuellen Situation sehr alleingelassen und nehme die gesellschaftlichen Spannungen hautnah wahr, die durch die politischen Entscheidungen verstärkt werden.Wir sind auf die Unterstützung durch Gemeinschaften und Organisationen, aber auch durch jeden Einzelnen angewiesen.Warum ist Freie Software gerade jetzt wichtig?Demokratie und Kontrolle: Freie Software gibt den Nutzern Kontrolle über ihre Technologie zurück und unterstützt Minderheiten in ihrem Streben nach Gleichheit.Anpassbarkeit: Freie Software kann an spezifische Bedürfnisse angepasst werden, um Barrieren abzubauen und Zugänglichkeit zu fördern.Kollaboration: Offene Softwareprojekte fördern Zusammenarbeit und Gemeinschaftsbildung unter Nutzern.Freie Software als Unterstützung für DiversitätFreie Software fördert Prinzipien wie Gleichheit und Inklusion und bietet einen Raum für den Austausch von Ideen. Mit dem Fediverse steht zudem eine Infrastruktur zur Verfügung, die sehr widerstandsfähig ist und nicht den üblichen Regeln des Marktes unterliegt. Wir können sie frei gestalten und besonders acht geben, dass alle beteiligten ein gutes und gesundes Umfeld habenDie Nutzung von Freier Software kann dazu beitragen, Menschenrechte zu schützen und die Zivilgesellschaft zu stärken.Forderungen/EmpfehlungenBildung, Offenheit und Austausch sind die Grundpfeiler für eine funktionierende Gesellschaft.Förderung von Freier Software in Bildungseinrichtungen und öffentlichen Institutionen zur Stärkung digitaler Souveränität.Bewusstsein schaffen für die Herausforderungen von Minderheiten und deren Bedeutung für eine inklusive Gesellschaft.OutroEuer Feedback ist uns wichtig. Ihr könnt uns über Matrix, Mastodon oder per E-Mail erreichen. Die Adressen findet ihr auf unserer Webseite.GNU/Linux.ch ist ein Magazin, in dem die Community für die Community interessante Artikel erstellt und im Podcast darüber diskutiert. Helft mit, die Infos für die Community zu bereichern. Wie das geht, erfahrt ihr hier.
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Feb 11, 2025 • 33min

CIW123 - Danke Fabian

CIW - Folge 123 - 12.02.2025 - Danke FabianWir begrüssen alle Verschlüssler zur Folge 123 von "Captain it's Wednesday", dem Podcast über Freie Software und Freie Gesellschaft von GNU/Linux.ch, aufgenommen am 10. Februar von Silas Schöffel und Ralf Hersel. Heute sprechen wir über verlorene Mitglieder und gewonnene Passwörter.HausmitteilungenTim hat euer Flehen erhört und unseren Kommentar-Editor aufgebohrtThema: Wir verlieren ein CORE-Mitglied und gewinnen neue PasswörterFabian Danksagung3 Jahre bei GNU/Linux.ch72 Artikel und Podcast-Folgen (Rang 9 in der Autorenliste)Viele gute Ideen, u. a. FOSSWELTNötige Änderungen: PasswörterWelche ändern?Die Änderung von Passwörtern zieht weitere Arbeiten nach sichNeuorganisation der KeePass-DateienStarke Passwörter funktionieren nicht überallPasskeysEinloggen ohne PasswortDas Passwort wird durch ein Schlüsselpaar ersetzt (privat, public), ähnlich wie bei GPG oder SSH.Beim Anmelden schickt der Dienst (Webseite) eine Challange. Dann weist man sich mit PIN oder biometrischen Daten aus.Danach sende dein Gerät den Public-Key an die Webseite, womit man seine Identität beweist.Das Verfahren ist Geräte-gebunden, weshalb man den Passkey nicht weitergeben kann.Zwei-Faktor-Authentisierung (2FA)Neben Benutzername/Passwort, verwendet man bei der Anmeldung einen zweiten Faktor.Dafür werden häufig zeitbasierten Einmalkennwörtern (TOTP) verwendet.Die zwei Faktoren müssen aus unterschiedlichen Kategorien stammen:Besitz: Haustürschlüssel, Handy, BankkarteWissen: Passwort, Einmalkennwort, PIN, TANEigenschaft: Biometrie (Iris, Fingerabdruck, Gangprofil, Gesicht)Idealerweise befindet sich der zweite Faktor auf einem anderen Gerät (Smartphone, FIDO-Stick).Verschlüsselung der DatenNextcloudBluditBackupsPodcastQuanten-sicher?Heutige Quantencomputer sind nicht in der Lage gängige Verschlüsselungsverfahren zu knacken. Trotzdem sollte man heute schon quanten-resistente Verfahren einsetzen, wegen "steal now, decrypt later". Dabei werden verschlüsselte Daten im grossen Stil gesammelt. Zwar können die Sammelwütigen aktuell nichts damit anfangen. Aber sie hoffen, dass sich dies eines Tages mit Quantencomputern ändern wird.KeePass verwendet das symetrische Verschlüsselungsverfahren AES mit einer Schlüssellänge von 256 bit. Das Verfahren ist für staatliche Dokumente mit höchstem Geheimhaltungsgrad zugelassen.AES-256 gilt als quantenresistent. Nach dem Grover-Algorithmus (einem leistungsfähigen Quantensuchalgorithmus) kann die Zeit für einen Brute-Force-Angriff auf die Quadratwurzel reduziert werden. Wenn diese Zeit jedoch immer noch ausreichend groß ist, wird es unpraktisch, sie als Angriffsvektor zu verwenden. Für AES-128 ist dies 2^64 (nicht sicher genug), aber AES-256 ist 2^128, was zu viele Brute-Force-Iterationen ergibt. Daher gilt es als resistent gegen Post-Quantum-Computing.Linkshttps://www.fierceelectronics.com/electronics/aes-256-joins-quantum-resistancehttps://www.swisscybersecurity.net/news/2024-02-28/wie-und-weshalb-man-schon-jetzt-quantensicher-verschluesseln-sollte/0lt0https://de.wikipedia.org/wiki/Zwei-Faktor-Authentisierunghttps://de.wikipedia.org/wiki/FIDO2#PasskeyOutroEuer Feedback ist uns wichtig. Ihr könnt uns über Matrix, Mastodon oder per E-Mail erreichen. Die Adressen findet ihr auf unserer Webseite.GNU/Linux.ch ist ein Magazin, in dem die Community für die Community interessante Artikel erstellt und im Podcast darüber diskutiert. Helft mit, die Infos für die Community zu bereichern. Wie das geht, erfahrt ihr hier.
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Feb 5, 2025 • 31min

CIW122 - DO FOSS

CIW - Folge 122 - 05.02.2025 - DO FOSSWir begrüssen alle Kommunen zur Folge 122 von "Captain it's Wednesday", dem Podcast über Freie Software und Freie Gesellschaft von GNU/Linux.ch, aufgenommen am 2. Februar von Christian Nähle und Ralf Hersel. Heute sprechen wir über Open Source Governance für Kommunen.HausmitteilungenTransparenzbericht erschienenThema: Open Source Governance für KommunenBegrüßung und Vorstellung von Christian NähleWas macht die Dortmunder Initiative Do-FOSS?Welche Rolle spielst Du dort und wer sind die Mitstreitenden?Ist Do-FOSS ein Blog oder mehr?Euer Motto lautet u.a. "Wettbewerb braucht Freie Software". Was bedeutet das?Wirkt ihr über die Grenzen Dortmunds hinaus?Welche Initiativen gab und gibt es bei euch?Worum geht es bei Open Source Governance für Kommunen?Seid ihr mit ähnlichen Projekten vernetzt?Gibt es Pläne für die Zukunft?Wie kann man euch unterstützen oder bei euch mitmachen?VerabschiedungLinkshttps://blog.do-foss.de/beitrag/open-source-governance-fuer-kommunen/https://blog.do-foss.de/OutroEuer Feedback ist uns wichtig. Ihr könnt uns über Matrix, Mastodon oder per E-Mail erreichen. Die Adressen findet ihr auf unserer Webseite.GNU/Linux.ch ist ein Magazin, in dem die Community für die Community interessante Artikel erstellt und im Podcast darüber diskutiert. Helft mit, die Infos für die Community zu bereichern. Wie das geht, erfahrt ihr hier.
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Jan 29, 2025 • 1h 1min

CIW121 - Lieblinge

CIW - Folge 121 - 29.01.2025 - LieblingeWir begrüssen alle Favoriten zur Folge 121 von "Captain it's Wednesday", dem Podcast über Freie Software und Freie Gesellschaft von GNU/Linux.ch, aufgenommen am 27. Januar von Joël Schurter und Ralf Hersel. Heute sprechen wir über unsere Lieblingsanwendungen, weil uns nichts Besseres eingefallen ist.HausmitteilungenTransparenzbericht verspätetThema: LieblingsanwendungenJoëlAntennaPod - die Freie Podcast-AppNewPipe - alternatives YouTube-Frontend als Android-AppRoundSync - Dateien-App mit Netzwerklaufwerk-Einbindung und autom. Synchronisation uvm.Flameshot - die beste Screenshot-Anwendung überhauptQOwnNotes - ZIM in besser ;)FileLight - Verzeichnis-AnalyseFileZilla - FTP GUIKeePassXC - Passwortmanager basierend auf KeePassRalfZIM - strukturierte NotizenGeany - eine leichte IDEMicro - Terminal EditorgThumb - Bildbetrachter, -Verwalter und -Editor (Annotator)mpv - Audio/Video-Wiedergabempd mit MALP - Musikverwaltung und Bedienung (Rhytmbox, Spotify)OsmAnd - Karten und NavigationNextcloud - private Cloud (überwiegend für PIM und News)z - Schneller VerzeichniswechselPython - UniversalprogrammierspracheLinksstehen alle im TextOutroEuer Feedback ist uns wichtig. Ihr könnt uns über Matrix, Mastodon oder per E-Mail erreichen. Die Adressen findet ihr auf unserer Webseite.GNU/Linux.ch ist ein Magazin, in dem die Community für die Community interessante Artikel erstellt und im Podcast darüber diskutiert. Helft mit, die Infos für die Community zu bereichern. Wie das geht, erfahrt ihr hier.
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Jan 22, 2025 • 39min

CIW120 - Asocial Media Flucht

CIW - Folge 120 - 22.01.2025 - Asocial Media FluchtWir begrüssen alle Sozialen zur Folge 120 von "Captain it's Wednesday", dem Podcast über Freie Software und Freie Gesellschaft von GNU/Linux.ch, aufgenommen am 20. Januar von Lioh Möller und Ralf Hersel. Heute sprechen wir über die Flucht von asozialen Medien zu den sozialen Medien.HausmitteilungenWir haben uns lange nicht mehr bei den Mastodon-Followern bedankt. Die Zahl der Folgenden wächst langsam, aber stetig. Heute haben wir die Marke von 7400 überschritten. Vielen Dank dafür und empfehlt uns weiter.Thema: Flucht von asozialen MedienSozial, asozial, unsozial - was heisst das denn?Das Adjektiv sozial wird oft als Synonym zu „gesellschaftlich“ verwendet und im erweiterten Sinn zu „gemeinnützig, hilfsbereit, barmherzig“.Asozialität ist eine Zuschreibung für Verhaltensweisen, die von gesellschaftlichen Normen abweichen und die Gesellschaft schädigen.Unsozial bedeutet: gegen die Interessen sozial Schwächerer gerichtetWährend wir aufnehmen, wird Donald Trump als 47. Präsident der USA inauguriert. Damit nimmt erstmalig ein verurteilter Krimineller dieses Amt ein. Er tritt an, um das Project 2025 umzusetzen, welches Nordamerika in eine Feudalgesellschaft umbauen will.Seine TechBros haben in vorauseilendem Gehorsam schon begonnen, ihre Lehen zu bezahlen. Die gesamte GAMAM-Bande hat ihre Fahnen frühzeitig nach dem neuen politischen und wirtschaftlichen Wind ausgerichtet. Es wurden Millionen bezahlt, um das Wohlwollen des neuen Feudalherren zu erkaufen. Man möchte jegliche Regulierung einschränken bzw. zurückdrehen.Daran sieht man deutlich, dass pseudo-ethische Aussagen der TechBros keinen Pfifferling wert sind: Green-IT, Inklusion im Betrieb, Eintreten für soziale Rechte, Schutz von Frauen, Umweltschutz, Moderation von Inhalten ... das ist alles Bullshit und diente lediglich dazu, die Firmen gemäss den aktuellen gesellschaftlichen Strömungen möglichst gut aussehen zu lassen. Das waren alles Lügen, die nur der Gewinn- und Machtsteigerung galten.Doch in dieser Folge geht es um die Gründe und Auswirkungen für Fluchtbewegungen in den digitalen Medien. Meta-Chef Zuckerberg will seine Dienste Facebook, Instagram, Threads und Whatsapp künftig an der Philosophie von Elon Musk ausrichten. Wie auf der Plattform X, soll es auch bei den Meta-Diensten bald keine Faktenchecks und Inhalts-Moderation mehr geben.Das informelle Kartell, zu dem sich Microsofts Satya Nadella, Metas Mark Zuckerberg, Apples Tim Cook, Alphabets Sundar Pichai und Amazon-Gründer Jeff Bezos zusammengetan haben, um dem designierten 47. US-Präsidenten zu schmeicheln, ist kein Zufall. Für alle wird Trumps Mann fürs Grobe - Elon Musk - die Regeln diktieren.In einem solchen Umfeld könnte man Wanderbewegungen vermuten: weg von den GAMAM-Produkten, hin zu freien und selbstbestimmten Diensten. Die Möglichkeiten dafür sind gross und reichen von Betriebssystemen, Software, Cloud-Angeboten bis zu den sozialen Medien. Wir haben Letztere betrachtet.Ein Blick auf die Fediverse-Statistiken zeigt diese Zahlen:11 Mio. User (+ 147 k im Januar)1.1 Mio. aktive User im Januar (+ 104 k im Januar)28000 Server (- 164 im Januar)Die fünf grössten Dienste im Fediverse sind:Mastodon (7.7 Mio. User auf 10'180 Servern) - MicrobloggingMisskey (1.0 Mio. User auf 1'245 Servern) - MicrobloggingPeerTube (491 t User auf 1'300 Servern) - VideosLemmy (470 t User auf 577 Servern) - Link AggregatorPixelfed (400 t User auf 580 Servern) - BilderAuf den Kurven der Statistikseite FediDB.org kann man kaum Sprünge entdecken. Dennoch berichtet der Pixelfed-Gründer Daniel Supernault am 14. Januar auf Mastodon von über 11'000 neuen Nutzer:innen innerhalb von 24 Stunden. Für mich klingt das eher wie das Pfeifen im Walde, statt nach einer Fluchtbewegung.Schaut man auf die Einzelstatistiken von Mastodon und Pixelfed, wird das Bild klarer. Hier zeigt sich ein sprunghafter Anstieg in fast allen Messgrössen ab November 2024. Doch wie korrelieren diese Zahlen mit dem Speichellecken der BigTec-Firmen? Erst Anfang 2025 haben sich die Bros zum neuen Feudal-Regime bekannt. Eine mögliche Antwort wäre, dass die US-Präsidentschaftswahl am 5. November stattfand und viele Nutzer:innen das Wahlergebnis als Fluchtanlass gesehen haben, was mich erstaunen würde.Doch meine These erhält Rückendeckung, wenn man sich die Berichte über die X-to-Bluesky Migration anschaut. Die Zeitung Rheinische Post schrieb am 7. Januar:Seit der US-Präsidentschaftswahl Anfang November hat sich die Plattform explosionsartig entwickelt. Statt nach Kanada umzuziehen, verlegt das andere Amerika seinen Wohnsitz im Netz.Nach Angaben von Bluesky-Chefin Jay Graber verzeichnet der Dienst derzeit ein Wachstum von einer Million neuen Nutzern pro Tag. Innerhalb weniger Wochen stieg die Nutzerzahl von zehn auf mehr als 25 Millionen. Angetrieben wird das Wachstum durch den demonstrativen Wechsel prominenter Nutzer.Ich nenne das einen unbedachten Umzug innerhalb der Aufmerksamkeitsökonomie. Doch schauen wir erneut auf die Zahlen, um X, Bluesky und das Fediverse, bzw. Mastodon in Relation zu setzen:X hat 600 Mio. Nutzer:innenBluesky hat 20 Mio. Nutzer:innenMastodon hat 8 Mio. Nutzer:innenGanz grob gesagt, unterscheiden sich diese Dienste um den Faktor 10 voneinander.Ist es eine gute Idee, von X auf Bluesky umzusteigen? Bluesky ist eine Public Benefit Limited Liability Company mit unverdächtigen Führungskräften. Kürzlich hat Bluesky eine A-Finanzierungsrunde in Höhe von 15 Mio. US-Dollar abgeschlossen. Geleitet wurde die Finanzierung von Blockchain Capital, hinter welcher sich Investoren aus der libertären Tech-Ecke versammeln: Brock Pierce, Steve Bannon, u. a.Ist es eine gute Idee, von asozialen Medien auf das Fediverse umzusteigen? Das hängt von deinen Zielen und deiner Ethik ab. Politiker, grosse Firmen und Medienschaffende hadern immer noch mit den Phantomschmerzen. Die Aufmerksamkeitsökonomie hält sie mit eisernem Griff gefangen. Sie wollen die Aufmerksamkeit ihrer Audienz nicht um den Faktor 100 reduzieren. Ihr Argument ist: "Wenn ich mich korrekt verhalte, hört mich keiner mehr." Dieses Argument ist grundfalsch. Es erinnert mich an das Dilemma zwischen dem rechtsstaatlichen Verhalten der EU gegenüber Putin und Trump, denen internationales Recht dermassen egal ist.Linkshttps://de.wikipedia.org/wiki/Project_2025https://de.wikipedia.org/wiki/Feudalismushttps://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/mark-zuckerberg-kuendigt-richtungswechsel-bei-facebook-und-instagram-an-a-8639e621-2866-495c-888e-de50eb42c32ahttps://fedidb.org/https://futurezone.at/apps/instagram-konkurrent-alternative-pixelfeld-app-ios-android-meta/402998621https://rp-online.de/politik/deutschland/x-alternative-bluesky-eine-million-neue-nutzer-pro-tag_aid-122609311https://bsky.social/about/blog/10-24-2024-series-ahttps://en.wikipedia.org/wiki/Blockchain_CapitalOutroEuer Feedback ist uns wichtig. Ihr könnt uns über Matrix, Mastodon oder per E-Mail erreichen. Die Adressen findet ihr auf unserer Webseite.GNU/Linux.ch ist ein Magazin, in dem die Community für die Community interessante Artikel erstellt und im Podcast darüber diskutiert. 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Jan 15, 2025 • 1h 21min

CIW119 - Ditana

CIW - Folge 119 - 15.01.2025 - DitanaWir begrüssen alle Distro-Hopper zur Folge 119 von "Captain it's Wednesday", dem Podcast über Freie Software und Freie Gesellschaft von GNU/Linux.ch, aufgenommen am 14. Januar von Stefan Zipproth und Ralf Hersel. In dieser Folge schauen wir uns die Linux Distribution Ditana an.HausmitteilungenDie Preise vom Spyfall-Wettbewerb wurden allen verschickt.Thema: Wir werfen einen Blick auf die neue Linux Distribution DitanaBegrüssung und Vorstellung von Stefan ZipprothWer ist und was macht die Firma ACRION?Ihr habt die GNU/Linux-Distribution DITANA entwickelt. Warum?Es gibt Distros wie Sand am Meer. Wozu braucht es eine weitere Distribution?Was sind die Alleinstellungsmerkmale von DITANA?Installer (Raku-based)Screen-Diagonale in Inches?Key repeat delay in Millisecondes?User ID und User GroupDisplay DPI ohne Vorgaben?Arch-basedFilesystems: ZFS, BTRFS, XFS, EXT4Desktop: XfcePaketverwaltung: pacman + AUR (was ist mit Flatpaks?)KerneleinstellungenDITANA implementiert verschiedene KI-Funktionen. Welche sind das und wozu sind sie nützlich?An welche Benutzergruppe richtet sich die Distro?Wie soll es mit der Distribution weitergehen?Falls unsere Hörer:innen bei der Entwicklung von DITANA helfen möchten, was können sie tun?VerabschiedungLinkshttps://ditana.org/OutroEuer Feedback ist uns wichtig. Ihr könnt uns über Matrix, Mastodon oder per E-Mail erreichen. Die Adressen findet ihr auf unserer Webseite.GNU/Linux.ch ist ein Magazin, in dem die Community für die Community interessante Artikel erstellt und im Podcast darüber diskutiert. Helft mit, die Infos für die Community zu bereichern. Wie das geht, erfahrt ihr hier.
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Jan 8, 2025 • 1h 3min

CIW118 - Happy GNU Year

CIW - Folge 118 - 08.01.2025 - Happy GNU YearWir begrüssen alle Feuerwerksverzichter zur Folge 118 von "Captain it's Wednesday", dem Podcast über Freie Software und Freie Gesellschaft von GNU/Linux.ch, aufgenommen am 7. Januar von Joël Schurter, Felix Daum und Ralf Hersel. In dieser Folge blicken wir zurück auf das Community-Jahr, bewerten unsere Vorhersagen für 2024 und blicken in die Kristallkugel für das Jahr 2025.HausmitteilungenTransparenzberichtAuflösung: SpyfallWas geht bei GNU/Linux.ch im neuen Jahr?Thema: Ein Jahresrückblick mit Bewertungen und neuen VorhersagenJahresrückblickSiehe Artikel von Felix: "Mein erstes Jahr im Core-Team von GNU/Linux.ch und ein kleiner Jahresrückblick"Bewertung der Vorhersagen für 2024Joël sagte:Wir werden mehr KI-Tools im FOSS-Bereich sehen. Joël: Mehr ja, aber sie sind proprietären Tools leider noch unterlegen.Generative Bilderstellung mit FOSS wird besser und kann mit Adobe usw. mithalten. Joël: Mithalten wird wohl schwierig, die FOSS-KI-Tools haben sich aber weiterentwickelt und stellen durchaus eine brauchbare Alternative dar.ChatGPT-Alternativen werden besser und konkurrenzfähiger. Joël: Besser ja, Konkurrenzfähigkeit wird schwierig, da die Bekanntheit von ChatGPT schon sehr gross ist.Alternative kostenlose Software zu kostenpflichtiger KI wird beliebter und besser. Joël: Tendenz schwer festzustellen, zumindest keine signifikanten Änderungen.Smart-Home im FOSS-Bereich wird endlich marktreif. Joël: leider nein.Ein Open-Source-Assistant fürs Handy erscheint. Joël: Nicht dass ich davon erfahren hätte.Tim sagte voraus,Dass immutable den mutable Varianten den Rang ablaufen und zum Standard werden. Ralf: das ist nicht eingetreten.Li meinte:Es wird mindestens eine "AI" Desktop Linux Distro geben. Ralf: Ditana beta ist an Silvester 2024 erschienen.Ralf sagte:Die GNOME Desktop-Umgebung wird im Jahr 2024 den Marktanteil von 41 % auf 45 % ausbauen, gemäss https://linux-hardware.org/?view=os_de Ralf: ist nicht eingetreten: GNOME in 2024 = 41.9 %Ephraim mutmasste:Die Verbreitung von Linux wird einen (vergleichsweise) grossen Sprung (5 % gemäss Statcounter) nach vorn machen, da Windows 11 immer näher rückt und es gerade viele "Userfreundliche" Entwicklungen gibt (Wayland, WINE/Proton, etc.). Das "Jahr des Linux-Desktops", wenn man das überhaupt noch mal sagen darf. Ralf: Linux liegt Ende 2024 weltweit bei 4.03 % gemäss Statcounter.Unsere Prophezeiungen für 2025RalfGoogle Chrome wird nicht abgespalten, weil Trump (äh, Musk) das verhindert. Messgrösse: Chrome gehört weiterhin zum Alphabet-Konzern.Der COSMIC-Desktop wird nicht den gehypten Erfolg erreichen. Messgrösse: Bleibt unter 2 % der installierten Desktop-Umgebungen gemäss: https://linux-hardware.org/?view=os_deIm Jahr 2025 werden wir einen "schwarzen Schwan" erleben, also ein unvorhergesehenes massives negatives Ereignis im IT-Bereich. Zum Beispiel einen Börsen-Crash durch KI-Hochfrequenz-Trading, welcher eine Sogwirkung auf nicht-KI Marktteilnehmer auslöst. Messgrösse: Medienberichte über einen schwarzen Schwan.JoëlLinux wird im Gaming-Bereich einen Durchbruch erleben.Durch den Wechsel zu Linux von zahlreichen Win10-Nutzern wird der Druck auf Softwareentwickler grösser, ihre Produkte auch für Linux-Systeme bereitzustellen.Die Fähigkeit, gut programmieren zu können, wird "dank" KI immer unwichtiger, der Beruf des Applikationsentwicklers/Programmierers wird zunehmend zu einem KI-Bediener-Job. Dadurch werden wir eine grosse Anzahl neuer Programme sehen, die auf den Markt geschleudert werden - davon aber wohl sehr viele Eintagsfliegen.FelixDurch das Support-Ende von Windows 10 wird der Marktanteil von Linux Desktop-Rechnern rasant steigenDurch das Support-Ende wird der Markt von günstigen aussortieren Geräten geschwemmt und die GNU/Linux-Welt hat ein Haufen günstiger Geräte für neue ProjekteDieses Jahr kommt SteamOS für den DesktopLinksstehen alle in den ShownotesOutroEuer Feedback ist uns wichtig. Ihr könnt uns über Matrix, Mastodon oder per E-Mail erreichen. Die Adressen findet ihr auf unserer Webseite.GNU/Linux.ch ist ein Magazin, in dem die Community für die Community interessante Artikel erstellt und im Podcast darüber diskutiert. Helft mit, die Infos für die Community zu bereichern. Wie das geht, erfahrt ihr hier.
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Dec 18, 2024 • 47min

CIW117 - Steuererklärung

CIW - Folge 117 - 18.12.2024 - SteuererklärungWir begrüssen alle Steuerzahlende zur Folge 117 von "Captain it's Wednesday", dem Podcast über Freie Software und Freie Gesellschaft von GNU/Linux.ch, aufgenommen am 17. Dezember von Tim Moritz und Ralf Hersel. In dieser Folge sprechen wir über beliebte Weihnachtsthemen wie Guetsli, Steuererklärungen und Porno-Filter.HausmitteilungenDanksagung an alle Autoren, Mit-Podcaster, Spender und Sponsoren.Hinweis auf den Programmierwettbewerb SpyfallThema: Guetsli, Steuererklärungen und Porno-FilterGuetsliTim, was sind: Mailänderli, Chräbeli, Spitzbuben, Brunsli, Zimtsterne, Kipferl und Basler Leckerli?Traditionen bei Moritzens und HerselsSteuererklärung in der Schweiz (Ralf)Im Kanton Zürich kann die Steuererklärung offline oder online erstellt und eingereicht werden. Selbst die Papierformulare können noch verwendet werden.Die Offline-Lösung ist eine Java-Anwendung, die für Windows, MacOS und Linux seit mindestens 10 Jahren angeboten wird.Empfohlen wird die Online-Steuererklärung, weil damit diese Vorteile einhergehen:unterschriftsfreie Einreichungelektronische Übermittlung der BeilagenImport der Vorjahresdatenüberall verfügbarverschlüsselte Übermittlung und Speicherungkein Papierverbrauchbessere Datenqualität und dadurch weniger RückfragenBei der Online-Einreichung gibt es zwei Versionen, die das Verständnis von Digitalisierung abbilden. Die Variante mit der falsch verstandenen Digitalisierung bildet die Papierformulare in digitaler Form ab. Die Variante mit der richtig verstandenen Digitalisierung schneidet alte Zöpfe ab und bietet eine benutzerfreundliche und einfache Version an.Steuererklärung in Deutschland (Tim)aktuell SteuerSparErklärungAbrufen von Belegenkein kompatibles DateiformatOnline mit der ELektronischen-STeuer-ERklärung: ELSTERWISO Steuer (von Buhl Data)SteuerSparErklärung (von Wolters Kluwer)Taxfix (vom gleichnamigen Berliner Start-up)Smartsteuer (Web-Anwendung)Porno-FilterDeutsche Bundesländer beschliessen Porno-Filter für Betriebssysteme:Auch Betriebssysteme müssen laut dem reformierten Jugendmedienschutz-Staatsvertrag bald sicherstellen, dass sie eine "Jugendschutzvorrichtung" haben.Porno-Filter sollen schon auf der elementaren Ebene von PCs, Laptops und Smartphones installiert und eine Alterskennzeichnung für Webseiten und Apps eingeführt werden.App-Stores müssen die Altersvorgabe berücksichtigen. Das OS darf nur Apps installieren, die der eingestellten Altersvorgabe entsprechen. Das gilt auch für Webbrowser.Auch Webseiten sollen gekennzeichnet werden, wenn sie jugendgefährdende Inhalte bieten. Gleiches gilt für Filme, Serien und Spiele.Definition: Pornografie ist die direkte Darstellung der menschlichen Sexualität oder des Sexualaktes, in der Regel mit dem Ziel, den Betrachter sexuell zu erregen.Ralf meint:Die Definition aus der Wikipedia ist hinreichend, wenn es um die Darstellung geht, jedoch nicht notwendig, wenn es um die Erregung geht.Solche Filter haben auf der Betriebssystem-Ebene nichts verloren.Wie so oft wird versucht, gesellschaftliches und persönliches Versagen durch technische Zwänge zu kompensieren.Es ist die Aufgabe von Eltern, ihre Kinder auf die Welt vorzubereiten, im Guten und im Schlechten.Pornografie finden wir überall, in Werbung, in Social Media und überall im Internet. Ein Verbot negiert eine menschliche Selbstverständlichkeit. Die Darstellung menschlicher Sexualität ist kein Tabu, sondern eine Realität.Kinder und Jugendliche müssen wissen, dass es Pornografie gibt und wie sie damit umgehen können. Wenn Eltern den Kopf in den Sand stecken, verstärken sie negative Auswirkungen auf ihre Kinder.Anwendungen, die Grenzen setzen oder Verbote implementieren, sollten zuerst als Versagen bei der Erziehung gesehen werden. Solche Anwendungen können unterstützend wirken: Parental Control (Begrenzung der Online-Zeit, Black-Listen von Internet-Seiten oder DNS-Filter).Parental Control kann ohne Eingriffe in Betriebssysteme erreicht werden:dnsforge.de bietet z. B. die Filterlisten: DNS (mit Werbeblocker), DNS-Clean (mit Werbeblocker und Jugendschutz) und DNS-Hard (mit allem, aber scharf).Im ArchWiki gibt es eine eigene Seite zu diesem Thema.In den Shownotes-Links findet ihr sechs Anwendungen dazu.Ich habe nicht gegen die Kennzeichnung von Apps, Webseiten oder anderen Medien einzuwenden. Eine Implementierung auf OS-Ebene halte ich für unnötig, da sie gegen die Freiheit Nr. 0 der GPL verstösst: "Freie Software darf für jeden Zweck genutzt werden und ist frei von Einschränkungen".Tim meint:Verbote machen oft erst den Reiz aus, siehe Alkohol und TabakAlternative Quellen könnten viel gefährlicher sein (Telegram, ...)Aus technischer Sicht ist das OS vielleicht die sicherste Variante, aber der Zensurton ("pieeep") im Rundfunk wird auch nicht von den Empfangsgeräten hinzugefügtEine solche technische Umsetzung bietet enormes Missbrauchspotenzial, bspw. für das "sperren" weiterer Inhalte (Zensur, Netzsperren) oder das Abfragen weiterer Kriterien für andere Zweckeähnlich wie bei Chatkontrolle und VorratsdatenspeicherungFalscher Fokus, Schutz der Kinder durch sinnvolle Maßnahmen vor Verbrechen wünschenswert, nicht vor legalem ContentLinkshttps://gnulinux.ch/herbstwettbewerb-spyfallhttps://www.bettybossi.ch/de/Rezept/Dossier/104000028/Weihnachtsguetzli-Rezeptehttps://www.zh.ch/de/steuern-finanzen/steuern/steuern-natuerliche-personen/steuererklaerung-natuerliche-personen.htmlhttps://www.elster.de/eportal/starthttps://www.buhl.de/produkte/wiso-steuer/https://www.steuertipps.de/shop/software/steuersparerklaerung-flexhttps://taxfix.de/https://www.smartsteuer.de/online/https://www.heise.de/news/Jugendschutz-Ministerpraesidenten-beschliessen-Zwangsfilter-fuer-Betriebssysteme-10199425.htmlhttps://de.wikipedia.org/wiki/Pornografiehttps://dnsforge.de/https://wiki.archlinux.org/title/Parental_controlhttps://dekisoft.com/linux-parental-control-software/OutroEuer Feedback ist uns wichtig. Ihr könnt uns über Matrix, Mastodon oder per E-Mail erreichen. Die Adressen findet ihr auf unserer Webseite.GNU/Linux.ch ist ein Magazin, in dem die Community für die Community interessante Artikel erstellt und im Podcast darüber diskutiert. Helft mit, die Infos für die Community zu bereichern. Wie das geht, erfahrt ihr hier.

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